Die Sieben Weltwunder der Antike

Die Hängenden Gärten der Semiramis

Babylon
Babylon
  • Ort: Babylon (Mesopotamien / Irak)
  • Entstehungszeit: um 600 v.Chr.
  • Bauherr: König Nebukadnezar II. (604/605-562 v.Chr.)
  • Schicksal: verschwunden

Die Hängenden Gärten, eine terrassenförmige Gartenanlage mit üppiger Pflanzenpracht, entstanden wahrscheinlich als Geschenk Nebukadnezars II. an seine Frau Amytis, die Heimweh nach ihrer grünen Heimat hatte (dem Land Medien im Nordwestiran). Der babylonische König Nebukadnezar II. herrschte von 605-562 vor unserer Zeitrechnung. Er war verantwortlich für die Zerstörung Jerusalems im Jahre 586 v.Chr. und für die 'Babylonische Gefangenschaft' der Juden. Das Bauwerk stand vermutlich in der Nähe des Flusses Euphrat, um eine ausreichende Bewässerung zu ermöglichen.

Semiramis ist die griechische Version des Namens der assyrischen Königin Sammuramat (Schamuramat). Sammuramat führte nach 811 v.Chr. mehrere Jahre die Regentschaft für ihren unmündigen Sohn Adadnira III (Adad-nirari III., 810-782 v. Chr.). Sie starb womöglich im Jahr 788 v. Chr.

Die Gärten der Semiramis in Babylon
Edgar Degas (1834-1917): Die Gärten der Semiramis in Babylon, 1861

»Ich will dich schützen, wie eine Mutter ihre Kinder schützt.«
Göttin Ischtar zu Babylon

»Über die sagenhafte Königin Semiramis von Assyrien: Auf ihrem Grab standen die Worte: 'Welcher Fürst Geld braucht, der öffne dieses Grab und nehme!'. Das ließ sich der eroberungsfreudige Perserkönig Dareios der Große (550-486 v.Chr.) nicht zweimal sagen, denn Geld brauchte er immer. Doch statt des Geldes fand er in der Grabkammer eine Tafel, auf der geschrieben stand: 'Wärst du kein Bösewicht und unersättlicher Geizhals, so ließest du die Asche der Toten ruhen.'«
Herodot (um 490 bis um 425 v.Chr.), griechischer Geschichtsschreiber

»Der Park erstreckte sich auf jeder Seite über 120 Meter, und da der Aufgang zu dem Garten hangartig geneigt war und die einzelnen Teile des Bauwerkes stufenartig voneinander abgesetzt waren, glich das Ganze in seinem Erscheinungsbild einem Theater«
Diodorus Siculus (50 v.Chr.)

Wandbild
Einer der 120 Löwen auf dem Weg zur Ischtarpforte, 604-562 v. Chr., Wandbild (Glasurziegel), Quelle: The Yorck Project: 40.000 Meisterwerke

»Nebukadnezar fraß Gras. Symbolisch zu verstehen: er war ein Liebhaber von Salat und wurde deshalb für verrückt ausgeschrien. So müssen große Geister, die zum Heil der Menschheit neue Entdeckungen machen, es büßen!«
Christian Friedrich Hebbel (1813-1863), deutscher Dichter

»Sie ist die weltberühmte Kaiserin Semiramis, und sitzt da droben unter goldenem Baldachin, hoch, hoch in ihren schwebenden Gärten, und sinnt, so wie sie die Elfenbeinhand an die glänzend weiße Stirn legt, und sich mit der andern auf den goldenen Szepter stützt, auf neue Weltwunder. O solch himmlisches Bild von Schönheit, Würde und Majestät ist noch niemals auf Erden gesehen worden, und Raffael, der große Maler, hat vorgestern bei unserm Pluto um die Erlaubnis nachgesucht, daß er aus seinem Grabe kommen und die Himmlische malen dürfe.«
Ludwig Tieck (1773-1853), Vittoria Accorombona

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Zuletzt geändert am 29.06.2010

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