Die Sieben Weltwunder der Antike

Die Pyramiden von Gizeh in Ägypten

Cheops-Pyramide und Sphinx-Koloß bei Gizeh in Unter-Ägypthen
Cheops-Pyramide und Sphinx-Koloß bei Gizeh in Unter-Ägypthen, ca. 1900.
Nach einem Aquarell von David Roberts (1796-1864), Quelle: »Das 19. Jahrhundert in Wort und Bild«, Deutsches Verlagshaus Bong & Co., 1900.
  • Ort: El Gise / Giseh / Gizeh (Ägypten)
  • Entstehungszeit: um 2580 v.Chr.
  • Bauherr: Pharao Cheops von Ägypten
  • Höhe: 146,6 m (entspricht einem 50-stöckigen Wolkenkratzer!)
  • Grundfläche: 230 x 230 m
  • Material: ca. 2,3 Millionen Steinblöcke
  • Gewicht: ca. 6.400.000 Tonnen

Die bekannteste und größte der drei Pyramiden von Gizeh ist die so genannte Cheops-Pyramide (die anderen beiden sind die Chephren-Pyramide und die Mykerinos-Pyramide).

Das einzige noch existierende der Sieben Weltwunder ist eines der größten je von Menschen errichtete Bauwerk. Alleine die Vorbereitungen dauerten zehn Jahre, der Bau der Pyramide zwanzig weitere Jahre. Zehntausende Menschen waren mit dem Bau beschäftigt. Jeder Mann war während der Zeit des Jahres, in der die Feldarbeit wegen der Nil-Überflutung ruhte, zur Arbeit an der Pyramide verpflichtet. Dadurch, so glaubte man, verhalfen sie nicht nur ihrem König zur Unsterblichkeit, sondern sicherten sich auch selbst das ewige Leben.

Den Befehl zum Bau der Pyramide gab der junge Pharao Cheops (regierte um 2.620 - 2.580 v.Chr.) sofort nach dem Tod seines Vaters Snofru. Die Steinblöcke, von Hand behauene Quader, passten so exakt ineinander, dass keine Fuge größer als einen halben Zentimeter war. Um die Steine aus dem nahe gelegenen Steinbruch zur Baustelle zu transportieren, wurden Schlitten, Rampen, Walzen und einfache Hebelwerkzeuge verwendet. Die Außenseiten der Pyramiden waren damals mit Platten aus poliertem weißen Kalkstein verkleidet.

Die Cheopspyramide wurde offenbar nach exakten mathematischen und astronomischen Prinzipien erbaut. Auf einer Granittafel vor dem Eingang der Königskammer fand man Maßangaben, die der Pyramidenforscher Piazzi Smyth mit »Pyramidenzoll« und »Pyramidenmeter« betitelte. 25 Pyramidenzoll ergeben ein Pyramidenmeter, und das sind 0,635 m - der zehnmillionste Teil des Polarradius der Erde. Die Seitenlänge der Cheopspyramide ist 365,24 Pyramidenmeter lang, was der Anzahl der Tage im Jahr entspricht. Das Verhältnis vom Umfang der Grundfläche zu ihrer Höhe entspricht dem Verhältnis zwischen Umfang und Radius eines Kreises. Teilt man den Umfang der Grundfläche durch die doppelte Höhe der Pyramide, so erhält man die Zahl Pi. Außerdem ist die Pyramide exakt nach den 4 Himmelrichtungen ausgerichtet.

Das Wort Pyramide ist wahrscheinlich altägyptischen Ursprungs. Es gelangte über das griechische und das lateinische pyramis in die deutsche Sprache.

Durchschnitt der Cheopspyramide
Durchschnitt der Cheopspyramide, Quelle: Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 2. Leipzig 1911., S. 474.

»Vor den Pyramiden ist die Sphinx, die wahrscheinlich mehr als bewundert wird. Sie beeindruckt einmal durch ihre Stille und Ruhe«
Plinius der Ältere (Gaius Plinius Secundus, 23/24-79), römischer Staatsbeamter, Historiker, Schriftsteller

»Es frommt nicht, der Gorgo ins Antlitz zu schauen oder die Rätsel der Sphinx zu lösen. Ein Letztes, Tiefstes soll den verhüllenden Schleier tragen.«
Theodor Fontane, Aus den Tagen der Okkupation

»Dort vor dem Tor lag eine Sphinx,
Ein Zwitter von Schrecken und Lüsten,
Der Leib und die Tatzen wie ein Löw',
Ein Weib an Haupt und Brüsten.«

Heinrich Heine (1797-1856), Buch der Lieder

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Zuletzt geändert am 29.06.2010

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