Nationalsozialismus

Propaganda

Amerikanisches Plakat
Amerikanisches Plakat »Hitler will uns Glauben machen, dass...«, 1942/45, Quelle: Archival Research Catalog (ARC)

Propaganda ...laut Lexikon die »Beeinflussung der öffentlichen Meinung durch Wort, Schrift, Bild, Musik, Sinnbild und Aktion, hauptsächlich in politischer Absicht«. Hitler schrieb in »Mein Kampf«: »Der Sieg einer Idee wird um so eher möglich sein, je umfassender die Propaganda die Menschen in ihrer Gesamtheit bearbeitet hat.«.

Unter der Herrschaft der Nazi erfuhr das Wort Propaganda eine neue Dimension. In der aggressiven Propaganda der Nazis schwang eine ständige Drohung mit, die ablehnende Haltung ihr gegenüber mit Haft, Folter, KZ oder dem Tod zu bestrafen. Die Propaganda war allgegenwärtig; Fahnen, Plakate, der Deutsche Gruß, das brutale Auftreten von SA und SS, Paraden und die monumentale Architektur verfehlten ihre einschüchternde Wirkung nicht.

Joseph Goebbels, der um Hitler einen pompösen »Führerkult« entfaltete, leitete das am 13.03.1933 eingerichtete Propagandaministerium (offizielle Bezeichnung: »Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda«). Hier wurde festgelegt, was im Radio gesendet und in den Zeitungen geschrieben werden durfte. Die Reichspropagandaämter und der Sicherheitsdienst (SD) der SS, berichtetem dem Ministerium regelmäßig über die Einhaltung der Richtlinien und die Stimmung in der Bevölkerung. Schrifttum, Presse, Theater, Rundfunk, Musik, Bildende Kunst und Film unterstanden der totalen Kontrolle von Goebbels; zementiert wurde dies mit dem »Reichskulturkammergesetz« vom 22.09.1933. Zu jedem wichtigen politischen Ereignis gab das Propagandaministerium »Sprachregelungen« für die Berichterstattung heraus.

Ein weiteres Mittel, die nationalsozialistischen Parolen bis in den entlegensten Winkel zu verbreiten, war der 1933 eingeführte »Volksempfänger«, ein Radio, das nur einen Mittelwellenteil besaß. 1941 war der »Volksempfänger« (im Flüsterwitz auch »Goebbelsschnauze« genannt) in 65% der Haushalte vorhanden.

Daniel und Florian, zwei 16jährige Schüler aus Köln, haben mir (im Jahre 2000) freundlicherweise folgende Ausarbeitungen zum Thema "Propaganda im Film" zur Verfügung gestellt:

Zuletzt geändert am 28.05.2009

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