Leonardo da Vinci

Mona Lisa (La Gioconda)

Mona Lisa (La Gioconda)
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Leonardo da Vinci: Mona Lisa (La Gioconda), um 1503

Die Mona Lisa ist das wohl berühmteste Gemälde der Welt. Dargestellt ist nach traditioneller Ansicht Lisa Gherardini del Giocondo (1479 - nach 1551), die Ehefrau des Florentiner Seidenhändlers Francesco del Giocondo (1460-1539). Glaubt man dem Biografen Giorgio Vasari (1511-1574), so gab dieser das Bild 1503 bei Leonardo in Auftrag.

Die Mona Lisa wird am 21. August 1911 aus dem Pariser Louvre von einem Unbekannten gestohlen (andere Quelle: in der Nacht vom 22. zum 23. August). Der Diebstahl wird erst einen Tag später bemerkt. Das Bild taucht am 11. Dezember 1913 in Florenz wieder auf, als der Anstreicher Vincenzo Perugia (1881-1947) es dem Antiquar Geri zum Verkauf anbietet. Dieser alarmiert sofort die Polizei. Perugia legt am 15. Dezember ein Geständnis ab - er hatte eine »günstige Gelegenheit« zum Diebstahl genutzt.


Das Lächeln der Mona Lisa

Ich kann den Blick nicht von dir wenden.
Denn über deinem Mann vom Dienst
hängst du mit sanft verschränkten Händen
und grienst.

Du bist berühmt wie jener Turm von Pisa,
dein Lächeln gilt für Ironie.
Ja . . . warum lacht die Mona Lisa?
Lacht sie über uns, wegen uns, trotz uns, mit uns, gegen uns -
oder wie -?

Du lehrst uns still, was zu geschehn hat.
Weil uns dein Bildnis, Lieschen, zeigt:
Wer viel von dieser Welt gesehn hat -
der lächelt, legt die Hände auf den Bauch
und schweigt.

Theobald Tiger, Die Weltbühne, 27.11.1928, Nr. 48, S. 819.
Quelle: Kurt Tucholsky: Gesammelte Werke in zehn Bänden. Band 6, Reinbek bei Hamburg 1975, S. 320-321.


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Zuletzt geändert am 05.05.2009

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