Kalenderblatt - Thema: Sportgeschichte, Olympische Spiele, Fußballweltmeisterschaften

Rasentennis, 1887
Rasentennis, 1887, Quelle: [16]

Chronik:

  • 15.07.1848: Im Saal der »Buttleschen Brauerei zum Bayerischen Löwen« erfolgt die Gründung des »Münchner Turnvereins«. Nach dem Verbot des Vereins wegen 'republikanischer Umtriebe' erfolgt am 17. Mai 1860 die offizielle (Neu-) Gründung des Vereins. Die Fußballabteilung des 1898 in »Turnverein München von 1860« umbenannten Sportvereins wird am 6. März 1899 eingerichtet.
    Quelle: Geschichte des »TSV 1860 München«
  • 24.10.1857: Ehemalige Schüler des Internats von Harrow gründen den »FC Sheffield«, den ersten Fußballklub der Welt. Allerdings gibt es noch kein gedrucktes Regelwerk. Die »Football Association« (The FA) wird am 26. Oktober 1863 gegründet. Sie legt das erste Regelwerk des modernen Fußballspiels fest.
  • 26.10.1863: In der Londoner Freemason's Tavern gründen sieben Mitglieder verschiedener Vereine und Bildungseinrichtungen den ersten Fußballverband der Welt, die »Football Association« (»FA«) und legen erstmals einheitliche Regeln für das Spiel fest. Der 28. Oktober 1863 gilt als offizielle Geburtsstunde des Fußballspiels. Am 9. Januar 1864 findet das erste öffentlich ausgetragene Fußballspiel statt, welches nach den Regeln der »FA« gespielt wird.
    Link: Die Geschichte des Fußballs in der Wikipedia
  • 06.11.1869: Auf dem »College Field« der Rutgers Universität in New Brunswick (New Jersey) wird das erste »College Football Spiel« zwischen der Rutgers Universität und der Princeton Universität ausgetragen. Gespielt wird nach modifizierten Regeln der »London Football Association« (1863), Sieger ist die Mannschaft der Rutgers Universät.
    Link: »College football« in der englischen Wikipedia
  • 02.02.1876: In den USA wird die Baseball-Liga »National League« als »National League of Professional Baseball Clubs« gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern der Liga gehören die Mannschaften aus Chicago, St. Louis, Cincinnati, Louisville, New York, Philadelphia, Boston und Hartford. Der andere Teil der »Major League Baseball« (»MLB«), der amerikanischen Baseball-Profiligen, ist die »American League« (gegründet als »American League of Professional Baseball Clubs«, umbenannt am 11. Oktober 1899).
    Link: Baseball in der Wikipedia
  • 14.09.1878: In Hannover erfolgt die Gründung des Deutschen Fußball-Vereins. Es ist der erste Zusammenschluss fußballspielender junger Männer auf Vereinsebene. Zuvor fand der Spielbetrieb - erstmals nachgewiesen 1874 in Braunschweig und 1876 in Hamburg - lediglich an Schulen statt. Dabei hält man sich an die »Regeln für das Fußballspiel«, die 1874 von dem deutschen Lehrer Konrad Koch (1846-1911) festgelegt worden waren.
    Link: Biografie von Konrad Koch
  • 24.02.1883: 18 Angehörige des Ruderclubs »Pirat« gründen den »Wiener Cyclisten Club«, den ältesten Sportverein Österreichs. 1907 erfolgt der Zusammenschluss mit der »Wiener Sportvereinigung« und die Umbennung in »Wiener Sport-Club«.
    Link: Geschichte des Wiener Sport-Clubs und Der »Wiener Sport-Club« in der Wikipedia
  • 29.07.1887: Der »Hohenfelder Sportclub« und der »Wandsbek-Marienthaler Sportclub« gründen den »Sport-Club Germania von 1887«, einen der drei Stammvereine des »Hamburger Sport-Verein« (»HSV«). Am 1. Juni 1919 erfolgt die Vereinigung mit dem »Hamburger Fußball-Club« (»HFC«, gegründet am 1. Juni 1888) und »FC Falke von 1906« (gegründet am 6. März 1906) zum »Hamburger SV«. Erster Vorsitzender des Sportvereins ist Dr. Otto Wulf.
    Link: Der »Hamburger Sport-Verein« in der Wikipedia
  • 15.04.1888: Der 17jährige Paul Jestram gründet zusammen mit seinen Brüdern und Schulfreunden vom »Askanischen Gymnasium« den ältesten - noch bestehenden - deutschen Fußballklub »B.F.C. Germania 1888«. 1890 tritt Germania dem »Bund Deutscher Fußballspieler« bei, dem ersten Fußballverband Deutschlands (gegründet am 4. November 1890 von Georg Leux), und gewinnt 1890 und 1891 die beiden ersten (inoffziellen) »Deutschen Meisterschaften«.
    Link: B.F.C. Germania 1888
  • 25.07.1892: Die Brüder Fritz und Max Lindner sowie Otto und Willi Lorenz gründen den Verein »BFC Hertha 92«. 1901 wird »Hertha 92« in den Verband Deutscher Ballspielvereine (»VDB«) aufgenommen. In der Saison 1905/1906 gewinnt der Verein die erste Berliner Meisterschaft. Am 7. August 1923 fusioniert die sportlich starke Hertha mit dem finanzkräftigen Berliner Sport-Club. Seither heißt der Verein »Hertha BSC«.
    Quelle: Vereinsgeschichte des »Hertha BSC«
  • 09.09.1893: Im Stuttgart-Bad Cannstatter Gasthaus »Zum Becher« wird der »Stuttgarter FV 93« - als Rugby-Klub - gegründet. 1897 erfolgt die Gründung des »Kronen-Clubs Cannstatt«. Am 2. April 1912 vereinigen sich beide Vereine zum »Verein für Bewegungsspiele 1893 e. V. Stuttgart«. Erster Vorsitzender wird Wilhelm Hinzmann.
    Link: Der »VfB Stuttgart« in der Wikipedia
  • 23.06.1894: Ein auf Initiative des Barons Pierre Frédy de Coubertin (1863-1937) in Paris stattfindender internationaler Kongress (16.-23. Juni 1894) beschließt, die Idee der »Olympischen Spiele« neu aufleben zu lassen. Man gründet das »Internationale Olympische Komitee« (»IOC«), dem Coubertin als Generalsekretär vorsteht, später als Präsident und ab 1925 als Ehrenpräsident. Die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit werden ab dem 6. April 1896 in Athen ausgetragen.
    Link: Pierre de Coubertin in der Wikipedia
  • 15.12.1895: In der Wohnung des Braunschweiger Ingenieurs Carl Schaper erfolgt die Gründung des »Cricket- und Fußball-Club Eintracht Braunschweig«. Am 1. Mai 1904 wird durch den Braunschweiger Sportler und Sportfunktionär Johannes Rungeder der »Fußballverband für das Herzogtums Braunschweig« gegründet. Mit dieser Verbandsgründung beginnt die Fußballsparte von »Eintracht Braunschweig« mit dem organisierten Spielbetrieb. 1906 erfolgt die Umbenennung des Vereins in »FC Eintracht von 1895 e.V.«.
    Link: Die Vereinsgeschichte der »FC Eintracht von 1895 e.V.«
  • 06.04.1896: Der griechische König Georg I. (1845-1913) eröffnet in Athen die I. Olympischen Spiele (6. April bis zum 15. April 1896) der Neuzeit. Bei 43 Disziplinen in 9 Sportarten erhalten die besten Athleten eine Silbermedaille und einen Olivenzweig. Die Wiederbelebung des olympischen Gedankens geht auf eine Initiative des französischen Barons Pierre Frédy de Coubertin (1863-1937) zurück. Gewinner des Marathon-Laufes ist der Grieche Spyridion Loues, dessen Zeit von 2:58:50 erst 1908 um 2 Sekunden unterboten wird. Allerdings ist die Strecke nur 24 Meilen lang, ab 1908 werden 26 Meilen und 385 Yards üblich (42.195 Meter). Erfolgreichster Sportler der Spiele ist der Ringer und Turner Carl Schuhmann (1869-1946) aus Münster, der 4 Silbermedaillen gewinnt.
    Hinweis: nach dem damals in Griechenland gültigen Julianischen Kalender wurden die Spiele am 25. März 1896 eröffnet, dem 75. Jahrestag der Unabhängigkeit Griechenlands vom Osmanischen Reich (1821).
    Link: Die I. Olympischen Sommerspiele in der Wikipedia
  • 08.03.1899: Gründung des »Frankfurter Fußball-Club Victoria von 1899« als Vorgänger der heutigen »Frankfurter Eintracht«. Ebenfalls 1899 wird der Frankfurter »Fußball-Club Kickers von 1899« gegründet, dem sich der »1. Frankfurter Hockeyclub« im Jahre 1908 anschließt. Am 13. Mai 1911 fusionieren die Vereine »Victoria« und »Kickers« zum »Frankfurter Fußballverein (Kickers-Victoria) von 1899«. Im April 1920 kommt es zur Fusion mit der Frankfurter Turngemeinde zur »Turn- und Sportgemeinde Eintracht Frankfurt von 1861«. 1927 wird diese Verbindung aufgelöst, es entstehen die »Turngemeinde Eintracht Frankfurt von 1861« sowie die »Sportgemeinde Eintracht Frankfurt (F.F.V) von 1899«.
    Link: www.eintracht.de - Historie
  • 02.04.1899: Gründung des »Fußballverein Werder von 1899«. Der Vereinsname leitet sich vom »Stadtwerder«, dem ersten Fußballgelände, ab. Das erste Spiel des »FV Werder« findet am 10. September 1899 gegen den »Allgemeinen Bremer Sportclub von 1898« statt und wird 1:0 gewonnen. 1920 wird der Vereinsname in »Sportverein Werder von 1899« geändert.
    Link: Der »Sportverein Werder Bremen« in der Wikipedia

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»Victoria soccer team, Germany«
»Victoria soccer team, Germany«, Quelle: [16]
  • 28.01.1900: 36 Delegierte von 86 deutschen Fußballvereinen treffen sich zur Eröffnung des 1. Allgemeinen Deutschen Fußballtages in dem Leipziger Gasthof Mariengarten. Sie beschließen die Gründung des »Deutschen Fußball-Bundes« (»DFB«).
    In London wurde bereits am 26. Oktober 1863 die »Football Association« (»FA«) gegründet. 1874 beobachten die deutschen Lehrer Konrad Koch (1846-1911) und August Hermann während einer England-Reise ein Soccerspiel. 1875 gibt Koch ein erstes Regelwerk des Fußballspiels heraus. Am 14. September 1878 wird in Hannover der erste Schüler-Football-Verein gegründet. 1880 verfasst der Engländer F.W. Moormann das erste deutsche Regelbuch für das Fußballspiel in Schulen.
    »Meine Herren! Die Zeit ist gekommen, die Notwendigkeit liegt vor, einen wohlorganisierten und Achtung gebietenden 'Deutschen Fußball-Bund' ins Leben zu rufen. Überall empfindet man das Fehlen eines solchen.« (E.J. Kirse, Vorsitzender des Leipziger Verbandes für Ballspielvereine, am 28. Januar 1900 im Mariengarten zu Leipzig)
    Links: Biografie von Konrad Koch und Der Deutsche Fußball-Bund in der Wikipedia
  • 09.02.1900: Der amerikanische Tennisspieler und spätere Kriegsminister (1925-1929) Dwight Filley Davis (1879-1945), amtierender US-Meister im Doppel, stiftet die »International Lawn Tennis Trophy«, fortan »Davis Cup« genannt. Mit der Silbertrophäe werden alljährlich die Sieger eines internationalen Mannschaftsturniers ausgezeichnet, wobei vier Einzel und ein Doppel gespielt werden.
    Link: Der »Davis Cup« in der Wikipedia
  • 27.02.1900: In dem Schwabinger »Restaurant Gisela« erfolgt die Gründung des Fußballvereins »FC Bayern München« durch elf Spieler des Vereins »MTV 1879« unter Führung von Franz John.
    Link: Der »FC Bayern München« in der Wikipedia
  • 04.05.1900: In der Wirtschaft »Burenhütte« an der Deutschherrenwiese in Nürnberg gründen 18 ehemalige Schüler der beiden Nürnberger Gymnasien und der Kreisrealschule den Fußballverein »1. FC Nürnberg«. Erster Präsident des Vereins (von 1900-1904) ist Christoph Heinz, der Initiator des Treffens.
    Link: Der »1. FC Nürnberg« in der Wikipedia
  • 02.06.1900: Durch den Zusammenschluss des Fußballclubs »Germania 1896« und der »Fußballgesellschaft 1899« entsteht der »FC 1900 Kaiserslautern«. 1909 erfolgt der Zusammenschluss mit dem »FC Palatia 1901« und dem »FC Bavaria 1902« zum »FV 1900 Kaiserslautern«. 1929 kommt es durch die Fusion mit dem »SV Phönix 1910« zur Bildung des »FV/Phönix Kaiserslautern«. 1932 folgt die Umbenennung in »1. FC Kaiserslautern«.
    Link: Der »1. FC Kaiserslautern« in der Wikipedia
  • 01.08.1900: In Mönchengladbach am Niederrhein wird der Fußballverein »Borussia Mönchengladbach« gegründet. Vorläufer des Vereins war eine lose Spielgemeinschaft, die am 17. November 1899 von Jugendlichen aus dem Stadtteil Eicken gebildet worden war. Am 23. Februar 1903 wird Borussia in den »Rheinisch-Westfälischen Spielverband« aufgenommen. 1921 erfolgt die Umbennung in »Borussia VfL 1900 e.V. Mönchengladbach«.
    Link: »Borussia Mönchengladbach« in der Wikipedia
  • 01.07.1903: In Montgeron bei Paris startet die erste »Tour de France«, heute das schwerste und bedeutendste Radrennen der Welt. Der ehemalige Radsportler und Journalist Henri Desgrange (1865-1940) wollte mit der Berichterstattung über die Tour seiner Zeitung »L'Auto« mehr Popularität verschaffen - sie sollte sich dadurch gegen die erfolgreiche Sportzeitung »Le Vélo« durchsetzen. Am 19. Januar 1903 schreibt Desgrange die Tour de France in »L'Auto« aus und lockt mit einer Siegprämie von 10.000 Francs. Vom 1. bis 19. Juli führt die 2.428 Kilometer lange Strecke über 6 Etappen durch Frankreich. 60 Fahrer nehmen teil, Gewinner der ersten Tour wird der Franzose Maurice Garin (1871-1957).
    Link: Die »Tour de France« in der Wikipedia
  • 04.05.1904: Die Schüler Willy Gies, Josef Ferse, Viktor Kroguhl, Johann Kessel, Heinrich Kullmann, Adolf Oetzelmann, Josef Seimetz und Willy van den Berg gründen den »Sportverein Westfalia Schalke«. Am 13. Februar 1912 schließt sich der Verein dem »Schalker Turnverein 1877« an. Am 24. Juli 1919 entsteht aus dem »Schalker Turnverein 1877« und dem »Sportverein Westfalia Schalke« der »Turn- und Sportverein Schalke 1877«. Am 5. Januar 1924 erfolgt die Trennung von den Turnern und die Umbenennung in »FC Schalke 04«.
    Link: Geschichte des »FC Schalke 04«
  • 21.05.1904: In Paris gründen Vertreter von sieben europäischen Fußball-Verbänden den Weltverband »FIFA« (»Fédération Internationale de Football Association«). Gründungsmitglieder sind Belgien, Dänemark, Frankreich, die Niederlande, Schweden, die Schweiz und Spanien. England, Mutterland des Fußballs, nimmt nicht an der Gründungsveranstaltung teil - die britischen Länder sind bereits in der am 26. Oktober 1863 gegründeten »Football Association« (»FA«) organisiert. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) meldet sich telegrafisch an und wird 1905 offizielles Mitglied.
    Link: Die FIFA in der Wikipedia
  • 22.04.1906: Vom 22. April - 2. Mai 1906 finden in Athen die so genannten Olympischen Zwischenspiele statt. Erfolgreichste Sportler sind der italienische Radsportler Francesco Verri (3 Goldmedaillen) und der amerikanische Tennisspieler Max Decugis (3 Goldmedaillen). Bester deutscher Teilnehmer ist der Fechter Gustav Casimir, der 2 Gold- und 2 Silbermedaillen gewinnt.
    Link: Die »Olympischen Zwischenspiele 1906« in der Wikipedia
  • 26.06.1906: Im französischen Le Mans beginnt das erste Grand-Prix-Rennen der Welt. 32 Wagen nehmen teil, die Strecke führt über insgesamt 1.238 Kilometer. Sieger wird der in Frankreich lebende Ungar Ferencz Szisz (1873-1944) mit einem Renault. Seine Durchschnittsgeschwindigkeit während des Rennens beträgt über 100 km/h.
    Link: Ferencz Szisz in der Wikipedia

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Plakat: »Three strikes two-step«
»Three strikes two-step - Dedicated to John Philip Sousa's baseball team«, um 1902, Quelle: [16]
  • 25.01.1924: Im französischen Winterkurort Chamonix werden die ersten olympischen Winterspiele eröffnet. 16 Nationen nehmen daran teil, 245 Männer und 13 Frauen. Die Spiele enden am 5. Februar 1924. Die Spiele werden zunächst als »Internationale Wintersportwoche« bezeichnet und erst nach dem erfolgreichen Abschluss rückwirkend vom IOC als I. Olympische Winterspiele anerkannt. Herausragender Sportler ist der Norweger Thorleif Haug, der den 18-km, den 50-km und die nordische Kombination gewinnt. Die 11-jährige Norwegerin Sonja Henie (1912-1969) belegt im Eiskunstlauf den achten Platz und beginnt hiermit ihre Karriere.
    Link: Die »I. Olympische Winterspiele« in der Wikipedia
  • 11.07.1926: Auf der Berliner AVUS findet der erste »Große Preis von Deutschland« für Sportwagen statt. Gesamtsieger wird der deutsche Rennfahrer Rudolf Caracciola (1901-1959) auf einem 2-1-Achtzylinder-Mercedes Typ »Monza« mit 135,1 km/h.
    Link: Der »Große Preis von Deutschland« in der Wikipedia
  • 18.06.1927: Der Nürburgring in der Eifel wird mit einem Motorradrennen (Eifelrennen) eingeweiht. Das erste Automobilrennen wird einen Tag später, am 19. Juni, 1927 von Rudolf Caracciola (1901-1951) in seinem Mercedes-Benz mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp 100 Stundenkilometern gewonnen. Bis zu seinem Umbau in den 1980er Jahren gilt der 18 Kilometer lange Rundkurs mit seinen vielen Kurven, seinen Steigungen bis zu 27% und mit den teils über 10% Gefälle als eine der weltweit gefährlichsten Autorennpisten.
    Link: Der Nürburgring in der Wikipedia
  • 11.02.1928: In St. Moritz (Schweiz) werden die II. Olympischen Winterspiele eröffnet. 491 Teilnehmer (darunter 27 Frauen) aus 25 Ländern nehmen daran teil. Erstmals ist wieder eine deutsche Mannschaft bei Olympischen Spielen vertreten - der deutsche Viererbob gewinnt die Bronzemedaille. Die 15-jährige Sonja Henie (8. April 1912 - 12. Oktober 1969) aus Norwegen gewinnt die Goldmedaille im Eiskunstlauf der Frauen - ihr Rekord als jüngste Gewinnerin in einem Einzelwettbewerb wird erst 1998 von Tara Lipinski (*10. Juni 1982) gebrochen. Die Spiele, die von einem Tauwettereinbruch beeinträchtigt werden, enden am 19. Februar 1928.
    Link: »Olympische Winterspiele 1928« in der Wikipedia
  • 23.11.1928: Der deutsche Schwergewichtsboxer Max Schmeling (1905-2005) siegt in seinem ersten Kampf in den USA im New Yorker Madison Square Garden gegen den US-Amerikaner Joe Monte (Joseph Montagnano) durch K.o. in der achten Runde.
    Link: Max Schmeling in der Wikipedia
  • 12.06.1930: In New York wird Max Schmeling (1905-2005) als erster europäischer Boxer Weltmeister im Schwergewicht. Sein Sieg bleibt umstritten, da der Ringrichter seinen Gegner Jack Sharkey in der vierten Runde wegen unerlaubten Tiefschlags disqualifiziert und Schmeling, der nicht weiterkämpfen kann, dadurch zum Sieger erklärt hat. Am 3. Juli 1931 verteidigt Max Schmeling seinen Titel.
    Link: Max Schmeling in der Wikipedia
  • 13.07.1930: In Montevideo in Uruguay beginnt die erste Fußballweltmeisterschaft, an der dreizehn Fußballnationalteams teilnehmen. Das erste Tor der WM-Geschichte schießt der Franzose Lucien Laurent (1907-2005) während des Eröffnungsspiels zwischen Frankreich gegen Mexiko am 13. Juli 1930 - vor lediglich 500 Zuschauern. Das Endspiel findet am 30. Juli zwischen Argentinien und Uruguay statt und wird 4:2 von Uruguay gewonnen.
    Link: Die Fußballweltmeisterschaft 1930 in der Wikipedia
  • 30.07.1930: Im Endspiel der ersten Fußball-Weltmeisterschaft gewinnt Gastgeber Uruguay 4:2 gegen Argentinien. An den ersten Weltmeisterschaften nehmen dreizehn Mannschaften teil, darunter vier europäische Mannschaften aus Belgien, Frankreich, Jugoslawien und Rumänien. Das erste Tor der WM-Geschichte schießt der Franzose Lucien Laurent (1907-2005) während des Eröffnungsspiels zwischen Frankreich gegen Mexiko am 13. Juli 1930 - vor lediglich 500 Zuschauern. Als bester Spieler der uruguayischen Elf gilt der Außenläufer José Leandro Andrade (1901-1957).
    Link: Die »Fußball-Weltmeisterschaft 1930« in der Wikipedia
  • 04.02.1932: Beginn der III. Olympischen Winterspiele in Lake Placid (New York, USA). Die norwegische Eiskunstläuferin Sonja Henie (1912-1969) gewinnt zum zweiten Mal olympisches Gold. Sie ist die erfolgreichste Eiskunstläuferin der Sportgeschichte, ist zwischen 1927 und 1936 Weltmeisterin und gewinnt 1928, 1932 und 1936 olympisches Gold. 1937 gründet »Häseken« die erste Eisrevue der Welt, die sie bis 1956 leitet. Sie dreht auch Hollywood-Filme (»Sun Valley Serenade«, 1942). 1969 stirbt sie an Leukämie.
    Link: Olympische Winterspiele 1932 in der Wikipedia
  • 06.02.1936: Reichskanzler Adolf Hitler eröffnet die IV. Olympischen Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen. Der Welt soll ein vorbildliches Deutschland präsentiert werden, das Misstrauen gegenüber dem NS-Regime soll abgebaut werden. Die Spiele überzeugen durch eine perfekte Organisation und hervorragende Sportanlagen. Das deutsche Team erringt mit drei Gold- und drei Silbermedaillen ihren bisher größten Erfolg bei Winterspielen. Die norwegische Eiskunstläuferin Sonja Henie (1912-1969) gewinnt zum dritten Mal in Folge olympisches Gold. Nach den Spielen tritt »Häseken« von der Bühne des Amateursports ab, startet eine erfolgreiche Hollywoodkarriere und gründet eine eigene Eisrevue.
    Link: Olympische Winterspiele 1936 in der Wikipedia
  • 01.08.1936: Reichskanzler Adolf Hitler eröffnet die XI. Olympischen Sommerspiele in Berlin. Sie dauern vom 1. August bis zum 16. August 1936. Herausragender Sportler ist der afroamerikanische Leichtathlet James Cleveland 'Jesse' Owens (1913-1980), der sensationelle vier Goldmedaillen gewinnt. Leni Riefenstahl (1902-2003) dreht während der Spiele den zweiteiligen Dokumentarfilm »Olympia« (bestehend aus: »Fest der Schönheit« und »Fest der Völker«), der am 20. April 1938, Hitlers 49. Geburtstag, in Berlin uraufgeführt wird.
    Link: Die XI. Olympischen Sommerspiele in der Wikipedia

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»English soccer team«
Englische Fußballmannschaft, ca. 1912, Quelle: [16]
  • 30.01.1948: Im Schweizer Wintersportort Sankt Moritz beginnen die V. Olympischen Winterspiele, die ersten nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie werden von dem Schweizer Bundespräsidenten Enrico Celio (1889-1980) eröffnet und dauern bis zum 8. Februar 1948. Für den alpinen Wintersport bedeuten die Spiele den endgültigen Durchbruch. Sankt Moritz war auch Austragungsort der II. Olympischen Winterspiele von 1928 (siehe 11. Februar 1928).
    Link: Olympische Winterspiele 1948 in der Wikipedia
  • 13.02.1948: Gründung des Fußballvereins »1. Fußball-Club Köln 01|07 e. V.« durch die Fusion der beiden Kölner Vereine »Kölner Ballspiel-Club (KBC) 01« und »Spielvereinigung Sülz 07«. Erster Präsident (bis 1967) wird der KBC-Vorsitzende Franz Kremer.
    Link: Der »1. FC Köln« in der Wikipedia
  • 08.08.1948: Im ersten Endspiel um die Deutsche Fußballmeisterschaft nach dem Zweiten Weltkrieg schlägt der »1. FC Nürnberg« den »1. FC Kaiserslautern« mit 2:1. Es ist der siebte Titelgewinn der Nürnberger.
    Link: www.fcn.de
  • 14.02.1952: Beginn der Olympischen Winterspiele in Oslo. Es sind die ersten Spiele mit deutscher Beteiligung nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Deutschen Anderl Ostler und Lorenz Nieberl holen mit ihrem 17 Jahre alten Bobschlitten »Cognac« die Goldmedaille im Zweier- und Viererbob, das Dortmunder Weltmeisterpaar Ria und Paul Frank gewinnt die Goldmedaille im Eiskunstlauf der Paare. Herausragender Sportler ist jedoch Hjalmar Anderson (*1923) aus Norwegen, der drei Goldmedaillen im Eisschnelllauf (1.500 m, 5.000 m und 10.000 m) gewinnt und damit einen olympischen Rekord aufstellt.
    Link: Olympische Winterspiele 1952 in der Wikipedia
  • 04.07.1954: Im Endspiel der in der Schweiz ausgetragenen Fußballweltmeisterschaft siegt die als Außenseiter geltende Mannschaft der Bundesrepublik Deutschland 3:2 über den hohen Favoriten Ungarn. Experten hatten einen Sieg der Deutschen für unmöglich gehalten. Das bedeutsame Ereignis ist als »Wunder von Bern« in die Fußballgeschichte eingegangen. Trainer der deutschen Nationalmannschaft ist Sepp Herberger (1897-1977), Torschützen sind Helmut Rahn (1929-2003) und Max Morlock (1925-1994).
    »Aus! Aus! Aus! - Aus! - Das Spiel ist aus! Deutschland ist Weltmeister! Schlägt Ungarn mit 3 zu 2 Toren im Finale in Bern!« (aus der legendären Rundfunkreportage von Herbert Zimmermann (1917-1966))
    Link: Das »Wunder von Bern« in der Wikipedia
  • 11.06.1955: Während des 24-Stunden-Rennens (11./12. Juni) in Le Mans ereignet sich der bisher folgenschwerste Unfall in der Rennsport-Geschichte. Durch ein waghalsiges Überhol- und Bremsmanöver des Jaguar-Fahrers Mike Hawthorne (1929-1959) gerät der Wagen von Lance Macklin (1919-2002), der bremsen muss, außer Kontrolle. Der nachfolgende Mercedes von Pierre Levegh (1905-1955) kann nicht mehr ausweichen und prallt mit etwa 280 km/h in die Böschung, überschlägt sich und rast in die Zuschauertribüne, wo er explodiert. 85 Menschen sterben, über 200 werden zum Teil schwer verletzt. Das Rennen wird jedoch fortgesetzt und von Mike Hawthorne gewonnen. Mercedes zieht nach dem Unglück seine »Silberpfeile« von allen weiteren Rennen zurück.
    Link: Pierre Levegh in der Wikipedia
  • 26.01.1956: In Cortina d'Ampezzo (Italien) werden die VII. Olympischen Winterspiele eröffnet (26. Januar - 5. Februar 1956), die erstmals auch im Fernsehen übertragen werden. Erfolgreichste Deutsche ist Ossi Reichert (*25. Dezember 1925), die eine Goldmedaille im Riesenslalom der Damen gewinnt. Der Österreicher Toni Sailer (1935-2009) gewinnt alle drei alpinen Wettbewerbe. 1957 dreht Toni Sailer seinen ersten Film »Ein Stück vom Himmel«, vierzehn weitere folgen bis 1971. Auch als Schlagersänger ist er erfolgreich (18 Schallplatten). 1959 beendet er seine aktive Sportkarriere. 1999 werden er und Annemarie Moser-Pröll (*1953) zu Österreichs Sportlern des Jahrhunderts gewählt.
    »Für mich ist der Skisport eine Love-Story geworden, deren Ende ich mir nicht vorstellen kann« (Toni Sailer)
    Link: Olympische Winterspiele 1956 in der Wikipedia
  • 27.04.1956: Der italo-amerikanische Boxer Rocky Marciano (Rocco Francis Marchegiano, 1923-1969), Weltmeister im Schwergewicht von 1952-1955, tritt ungeschlagen nach 49 Kämpfen (siebenmal um den Titel) zurück. Marciano, der »Fels« (»Rocky«), gilt als einer der besten Boxer der Sportgeschichte. Er stirbt am 31. August 1969 bei einem Flugzeugabsturz.
    Link: Rocky Marciano in der Wikipedia
  • 10.06.1956: Als Teil der XVI. Olympischen Sommerspiele (22. November - 8. Dezember 1956 in Melbourne, Australien) finden vom 10. Juni - 17. Juni 1956 in Stockholm (Schweden) die Reiterspiele statt. Hintergrund sind die strengen australischen Quarantänebedingungen. Der bundesdeutsche Springreiter Hans-Günther Winkler (*24. Juli 1926) erringt mit seiner Stute »Halla« (1945-1979) Gold im Einzel- und Mannschaftsspringen. »Halla« wird als »Wunderstute« berühmt, da sie den schwer verletzten Winkler (Muskelriss in der Leiste) am 16. Juni 1956 durch einen fehlerfreien Ritt zur Goldmedaille bringt.
    Link: Olympische Reiterspiele 1956 in der Wikipedia
  • 12.06.1956: Im Pariser Prinzenpark-Stadion gewinnt Real-Madrid vor 40.000 Zuschauern durch einen 4:3-Erfolg über den französischen Fußballmeister Stade Reims den erstmals ausgetragenen Wettbewerb um den Europa-Pokal. Zusammen mit ihrem »Torschützenkönig« Alfredo di Stefano (*1926) holen die »Königlichen« von Madrid den »Europapokal der Landesmeister« bis 1960 fünfmal hintereinander. An dem Wettbewerb nehmen zunächst 16 europäische Landesmeister teil. 1991 wird der Wettbewerb in »UEFA Champions League« umbenannt. 1961 ruft der deutsche Fußballverband UEFA einen weiteren Wettbewerb ins Leben, den »Europapokal der Pokalsieger«.
    Link: Die »UEFA Champions League« in der Wikipedia
  • 22.11.1956: Vom 22. November - 8. Dezember 1956 finden in Melbourne (Australien) die XVI. Olympischen Sommerspiele statt. Der Amerikaner Bobby Morrow (*1935) ist über 100 Meter, 200 Meter und in der 4x100 Meter Staffel siegreich. Die ungarische Turnerin Agnes Keleti gewinnt 4 Goldmedaillen und 2 Silbermedaillen, die sowjetische Turnerin Larisa Latynina (*1934) erringt 4 Goldmedaillen, 1 Silbermedaille und 1 Bronzemedaille. Der sowjetische Turner Wiktor Tschukarin gewinnt 3 Goldmedaillen, 1 Silbermedaille und 1 Bronzemedaille. Die olympischen Reiterspiele finden wegen der strengen australischen Quarantänebedingungen vom 10. Juni - 17. Juni 1956 in Stockholm (Schweden) statt.
    Link: Die XVI. Olympischen Sommerspiele in der Wikipedia
  • 29.06.1958: Beim Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft in Stockholm besiegt Brasilien den Gastgeber Schweden mit 5:2. Der 17jährige Brasilianer Pelé (Edison Arantes do Nascimento, *1940) erzielt zwei Tore (Pelé hält den Rekord als jüngster Fußballweltmeister aller Zeiten).
    Link: Die Fußball-Weltmeisterschaft 1958 in der Wikipedia

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Plakat: »Sporting Life«, 1898
Plakat: »Sporting Life«, 1898, Quelle: [16]
  • 18.02.1960: Eröffnung der VIII. Olympischen Winterspiele in Squaw Valley (Kalifornien, USA). Helga Haase aus Ostberlin gewinnt eine Goldmedaille im 500-m-Eisschnelllauf, die 19-jährige Oberstaufenerin Heidi Biebl (*1941) gewinnt im Abfahrtslauf. Der Postbote Georg Thoma (*1937) aus dem Schwarzwald gewinnt sensationell die Nordische Kombination - er ist der erste Nicht-Skandinavier, dem dies gelingt. Der Thüringer Helmut Recknagel (*1937) siegt im Spezialsprunglauf. Die deutschen Eiskunstläufer Marika Kilius (*1943) und Hans-Jürgen Bäumler (*1942) erkämpfen im Paarlauf eine Silbermedaille.
    Link: Olympische Winterspiele 1960 in der Wikipedia
  • 25.08.1960: In Rom werden die XVII. Olympischen Sommerspiele eröffnet. Der sowjetische Turner Boris Schachlin (*1932) gewinnt 4 Gold-, 2 Silber- und 1 Bronzemedaille. Die sowjetische Turnerin Larissa Latynina (*1934) gewinnt 3 Gold-, 2 Silber- und 1 Bronzemedaille. Die amerikanische Leichtathletin Wilma Rudolph (1940-1994) erringt 3 Goldmedaillien, Cassius Marcellus Clay (ab 1964: Muhammad Ali, *1942) gewinnt Gold im olympischen Boxturnier im Halbschwergewicht. Die Spiele enden am 11. September 1960.
    Link: Die XVII. Olympischen Sommerspiele in der Wikipedia
  • 10.09.1961: Nach einem Bremsmanöver beim »Großen Preis von Italien« in Monza rast der Ferrari von Wolfgang Graf Berghe von Trips (1928-1961) in die Zuschauermenge und tötet 14 Menschen. Trips bricht sich das Genick und stirbt ebenfalls. Das Rennen wird fortgesetzt und von Phil Hill aus den USA gewonnen.
    Schicksal? Trips hatte vor dem Rennen einen Flug in die USA gebucht, der eine Woche nach dem Rennen startete. Dieses Flugzeug stürzt jedoch ab - und alle Insassen sterben!
  • 29.01.1964: In Innsbruck werden die IX. Olympischen Winterspiele eröffnet. Der Münchner Architekturstudent Manfred Schnelldorfer (*1943) erringt die Goldmedaille im Eiskunstlauf der Herren. Die Russin Lydia Skoblikowa (*1939) gewinnt alle vier Wettbewerbe im Eissprint der Damen - ein neuer Rekord! Die favorisierten Weltmeister im Paarlaufen, Marika Kilius (*1943) und Hans-Jürgen Bäumler (*1942), müssen sich mit der Silbermedaille zufrieden geben; sie werden von dem sowjetischen Ehepaar Ludmilla Belousowa und Oleg Protopopow mit einem hauchdünnen Vorsprung besiegt. Die Spiele enden am 9. Februar 1964.
    Link: Olympische Winterspiele 1964 in der Wikipedia
  • 25.02.1964: Der amerikanische Boxer Cassius Clay (ab 1965 Muhammad Ali) besiegt Titelverteidiger Charles 'Sonny' Liston und wird mit 22 Jahren der bis dahin jüngste Weltmeister im Schwergewicht (»I am the greatest«). Legendär ist sein Kampf gegen George Foreman in Kinshasa am 30. Oktober 1974. 1981 zieht er sich vom Boxsport zurück. Seit Anfang der achtziger Jahre leidet Muhammed Ali an der Parkinsonkrankheit. 1996 entzündet er das olympische Feuer in Atlanta (Georgia). 1998 wird er zum Friedensbotschafter der Vereinten Nationen ernannt und im November 1999 in Wien als »Sportler des Jahrhunderts« ausgezeichnet.
    Link: Muhammad Ali in der Wikipedia
  • 14.07.1964: Der Franzose Jacques Anquetil (1934-1987) ist der erste Rennradfahrer, der insgesamt fünf Mal die »Tour de France« gewinnt, das schwerste Radrennen der Welt. Anquetil gewinnt die »Tour der Leiden« in den Jahren 1957, 1961, 1962, 1963 und 1964. Die 51. »Tour de France« beginnt am 22. Juni in Rennes und endet am 14. Juli 1964 in Paris.
    Link: Jacques Anquetil in der Wikipedia
  • 30.07.1966: England wird durch einen 4:2 Sieg (nach Verlängerung) gegen Deutschland Fußballweltmeister. Das Zustandekommen dieses Erfolges gilt als die umstrittenste Entscheidung eines Schiedsrichtergespanns in der Fußballgeschichte. Der englische Stürmer Geoffrey Hurst (*1941) erzielt in der 101. Spielminute einen Treffer, der zunächst von dem Schweizer Schiedsrichter Gottfried Dienst für ungültig, dann aber von Linienrichter Tofik Bachramow für gültig erklärt wird.
    Die VIII. Fußballweltmeisterschaft findet vom 11. - 30. Juli 1966 in England statt. Zu den Spielern gehören u.a. Franz Beckenbauer (Deutschland), Pelé (Brasilien), Uwe Seeler (Deutschland), Eusebio (Portugal) und Florian Albert (Ungarn).
    Link: Die »Fußballweltmeisterschaft 1966« in der Wikipedia
  • 06.02.1968: In Grenoble (Frankreich) werden die X. Olympischen Winterspiele eröffnet. Erstmals gehen bei Olympischen Spielen zwei deutsche Mannschaften an den Start. Franz Keller aus Nesselwang gewinnt die Goldmedaille in der Nordischen Kombination, der Münchner Medizinstudent Erhard Keller (*1944) gewinnt die Goldmedaille im Eisschnelllauf über 500 Meter. Herausragender Sportler ist der Franzose Jean-Claude Killy (*1943), der alle drei Goldmedaillen in den Alpinen Wettbewerben gewinnt. Die Schwedin Toini Gustafsson (*1938) gewinnt zweimal Gold im Langlauf. Als erster Südeuropäer überhaupt gewinnt der Italiener Franco Nones den 30-Kilometer-Skilanglauf. Die Spiele enden am 18. Februar 1968.
    Link: Olympische Winterspiele 1968 in der Wikipedia

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US-Präsident Nixon und Edson 'Pele' Arantes do Nacimento
President Nixon meeting with Edson "Pele" Arantes do Nacimento, retired professional Brazilian soccer player and Director of the International Soccer Program sponsored by PepsiCo. "Pele" autographs a soccer ball for President Nixon, 8. Mai 1973 , Quelle: [13], ARC Identifier: 194508
  • 17.06.1970: Im Halbfinalspiel der Fußballweltmeisterschaft 1970 in Mexiko siegt Italien 4:3 über Deutschland. Wegen seiner Dramatik geht dieses Spiel als »Jahrhundertspiel« in die Sportgeschichte ein.
    Link: Das »Jahrhundertspiel« in der Wikipedia
  • 05.09.1970: Bei dem Training zum 41. »Großen Preis von Italien« in Monza verunglückt der Formel-1-Rennfahrer Jochen Rindt (1942-1970) tödlich. Sein »Lotus 72« rast mit einer Geschwindigkeit von 240 km/h in die Leitplanken, überschlägt sich und zerbricht in mehrere Teile. Unfallursache ist der Bruch der Bremswelle. Jochen Rindt, der sich nicht korrekt angeschnallt hatte, stirbt an einer gerissenen Luftröhre und einem eingedrückten Brustkasten. Der gebürtige Deutsche mit österreichischer Lizenz hatte 1970 bereits fünf Grand-Prix-Rennen gewonnen und wird aufgrund seines Punktevorsprungs posthum zum Formel-1-Weltmeister erklärt.
    Link: Jochen Rindt in der Wikipedia
  • 06.06.1971: Horst-Gregorio Canellas (1921-1999), Präsident des Fußballvereins Kickers-Offenbach, enthüllt auf der Feier zu seinem 50. Geburtstag den bis dahin größten Skandal der deutschen Fußballgeschichte: aufgezeichnete Telefongespräche belegen, dass Bundesligaspieler Spiele manipuliert und dafür Geld kassiert haben. Immer neue Spieler und Vereine werden nun in den Skandal hineingezogen. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) sperrt daraufhin zahlreiche Spieler, dem Verein Arminia Bielefeld wird wegen Bestechungszahlungen die Lizenz entzogen. Siehe auch: 27. Januar 2005 (Fußball-Wettskandal).
    Link: 25 Jahre nach dem Bundesliga-Skandal
  • 03.02.1972: Der japanische Kaiser Hirohito eröffnet die XI. Olympischen Winterspiele in Saporo. Der Streit um den Amateurstatus hatte im Vorfeld für Wirbel gesorgt. Von 53 Spielern, die der scheidende IOC-Präsident Avery Brundage auf eine »Schwarze Liste« gesetzt hatte, wird nur das österreichische Ski-Idol Karl Schranz von der Teilnahme ausgeschlossen »um ein Exempel zu statuieren«. Als Grund gibt man die Verwendung seines Namens und Bildes zu Werbezwecken an.
    Der Spanier Francisco Fernandez Ochoa gewinnt sensationell die Goldmedaille im Slalom. Erhard Keller (*1944) gewinnt den Eisschnellauf über 500 m, der Niederländer Ard Schenk gewinnt im Eisschnelllauf über 1.500 m, 5.000 m und 10.000 m. Monika Pflug (*1954) stellt mit 1:31,40 min über 1.000 Meter eine neue olympische Rekordmarke auf. Die Russin Galina Kulakova (*1942) gewinnt Gold im Langlauf über 5 km und 10 km und im (Mannschafts-) Staffelwettbewerb. Die Spiele enden am 13. Februar 1972.
    Link: Olympische Winterspiele 1972 in der Wikipedia
  • 11.07.1972: In Reykjavík (Island) beginnt das »Match des Jahrhunderts« zwischen dem amtierenden russischen Schachweltmeister Boris Spasski (*1937) und seinem Herausforderer, dem Amerikaner Bobby Fischer (1943-2008). Es endet am 1. September 1972 mit dem Sieg von Bobby Fischer.
    Link: »Match des Jahrhunderts« in der Wikipedia
  • 26.08.1972: In München werden die XX. Olympischen Spiele als die »Heiteren Spiele« eröffnet, die tragischerweise von Terrorakten überschattet werden (siehe: 5. September). Star der Spiele ist der amerikanische Schwimmer Mark Spitz (*1950), der sieben Goldmedaillen gewinnt (dieser Rekord wird erst 2008 durch den Amerikaner Michael Phelps (*1985) gebrochen). Publikumsliebling ist die siebzehnjährige sowjetische Turnerin Olga Korbut (*1955), der »blonde Spatz von Minsk«.
    Zu einem Wahrzeichen Münchens wird der Olympiapark mit dem beeindruckenden Zeltdach aus feuerfestem Rauchplexiglas, das von dem Architektenbüro Günter Behnisch & Partner entworfen wurde (Grundsteinlegung am 14. Juli 1969). Das Dach, getragen von 58 Masten, überspannt mit einer Fläche von ca. 75.000 Quadratmetern mehr als die Hälfte des Olympiastadions, die Olympiahalle und die Olympia-Schwimmhalle und ist damit die größte Halle Europas. Der Olympiaturm, der bereits 1968 eingeweiht wurde, ist mit 287 Metern Höhe eines der höchsten Gebäude Europas. Die beiden Aufzüge fahren mit einer Geschwindigkeit von 6,6 m/s. Das Restaurant bietet 230 Sitzplätze und dreht sich um 360 Grad in 36, 53 oder 70 Minuten. Der Turm hat ein Gesamtgewicht von 53.000 Tonnen.
    Link: Die Spiele der XX. Olympiade München 1972
  • 07.07.1974: Deutschland gewinnt in München mit einem 2:1 gegen die Niederlande die Fußballweltmeisterschaft. Dies ist der zweite WM-Titel nach 1954. Kapitän der deutschen Mannschaft ist Franz Beckenbauer (*1945), zu den weiteren Spielern gehören Uli Hoeneß (*1952), Paul Breitner (*1951), Gerd Müller (*1945), Berti Vogts (*1946) und Torwart Sepp Maier (*1944), Trainer (1964-1978) ist Helmut Schön (1915-1996).
    Link: Fußballweltmeisterschaft 1974 in der Wikipedia
  • 21.07.1974: Der belgische Radrennfahrer Eddy Merckx (*1945) gewinnt nach 1969, 1970, 1971 und 1972 zum fünften Mal die »Tour de France«. Merckx gilt als bester und erfolgreichster Radrennfahrer aller Zeiten. Die 61. »Tour de France« beginnt am 27. Juni in Brest und endet am 21. Juli 1974 in Paris.
    Link: Eddy Merckx in der Wikipedia
  • 04.02.1976: Beginn der XII. Olympischen Winterspiele in Innsbruck (Österreich), die von Bundespräsident Rudolf Kirchschläger eröffnet werden. Die Deutsche Rosi Mittermaier (*5. August 1950) ist die herausragende Sportlerin dieser Spiele: »Gold-Rosi« gewinnt 2 Goldmedaillen und 1 Silbermedaille. Das Eishockeyteam der UdSSR gewinnt die Goldmedaille zum vierten mal in Folge. Der österreichische Skirennläufer Franz Klammer (*1953) erringt vor 60.000 begeisterten Zuschauern die Goldmedaille im Abfahrtslauf. Die Spiele enden am 15. Februar 1976.
    Link: Olympische Winterspiele 1976 in der Wikipedia
  • 28.04.1977: Der deutsche Fußballtrainer Josef "Sepp" Herberger (1897-1977) stirbt in Weinheim-Hohensachsen (Bergstraße). Der ehemalige Stürmer beim SV Waldhof und Fußball-Nationalspieler wird 1936 Reichstrainer und 1949 Bundestrainer (bis 1964). Sein größter Erfolg war der Sieg der deutschen Mannschaft bei der Weltmeisterschaft von 1954 (»Das Wunder von Bern«).
    Link: Sepp Herberger in der Wikipedia
  • 05.02.1978: Die deutsche Handballnationalelf wird erstmals seit 40 Jahren wieder Weltmeister. Sie schlägt die UdSSR im Finale mit 20:19. Trainer der Mannschaft ist Vlado Stenzel (*1934), zu den Spielern gehören Manfred Hofmann (Torwart), Arno Ehret, Horst Spengler (Kapitän), Joachim Deckarm, Kurt Klühspieß, Erhard Wunderlich sowie der heutige Bundestrainer der Deutschen Handballnationalmannschaft der Herren, Heiner Brand (*1952).
    Link: Die »Handball-Weltmeisterschaft 1978« in der Wikipedia
  • 25.06.1978: Argentinien besiegt die Niederlande im Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft mit 3:1 und ist damit neuer Fußballweltmeister. Das deutsche Team hatte am 21. Juni gegen die österreichische Nationalmannschaft verloren (Schmach von Córdoba).
    Link: »Fußball-Weltmeisterschaft 1978« in der Wikipedia

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Amerikanische Football-Spieler, 1970
Amerikanische Football-Spieler, 1970, Quelle: [13]
  • 19.07.1980: Die XXII. Olympischen Sommerspiele in Moskau werden eröffnet. Auf Empfehlung des US-Präsidenten Jimmy Carter nehmen die USA nicht an den Spielen teil. Auch die Bundesrepublik Deutschland sagt ab. Hintergrund ist der Einmarsch der Sowjetunion in Afghanistan (27. Dezember 1979). Die UdSSR gewinnen die inoffizielle Wertung mit 80 Goldmedaillen.
  • 08.02.1984: Vom 8. Februar bis zum 19. Februar 1984 finden in Sarajevo, Jugoslawien (heute Bosnien-Herzegowina) die XIV. Olympischen Winterspiele statt. Herausragende Sportler sind der Skispringer Jens Weißflog (*1964, DDR), der 1 Goldmedaille und 1 Silbermedaille gewinnt und die Eisschnellläuferin Karin Enke (*1961, DDR), die 2 Goldmedaillen und 2 Silbermedaillen holt. Die Eisläufer Jayne Torvill (*1957) und Christopher Dean (*1958) begeistern mit ihrer Darbietung zu Maurice Ravels »Boléro« und erhalten die Goldmedaille.
    Links: Olympische Winterspiele 1984 in der Wikipedia und British ice couple score Olympic gold
  • 28.07.1984: Eröffnung der XXIII. Olympischen Sommerspiele in Los Angeles (28. Juli - 12. August 1984), die erstmals privat finanziert werden. Die Spiele werden - nach dem Boykott der Olympischen Sommerspiele 1980 in Moskau durch die USA u.a. - von den Ostblockstaaten (mit Ausnahme von Rumänien) boykottiert. Herausragender Sportler ist der Leichtathlet Carl Lewis (*1961), der 4 Goldmedaillen gewinnt. Die deutsche Hochspringerin Ulrike Meyfarth (*1956) gewinnt - 12 Jahre nach ihrem Erfolg in München - erneut eine Goldmedaille.
    Link: Olympische Sommerspiele 1984 in der Wikipedia
  • 07.07.1985: Der Tennisspieler Boris Becker (*1967) ist mit 17 Jahren der bisher jüngste Gewinner in Wimbledon. Sein Sieg sowie der Erfolg seiner 'Kollegin' Steffi Graf (siehe 19. Mai 1986) lösen in Deutschland einen Tennisboom aus. 1985, 1986, 1989 und 1990 wird Boris Becker zum »Sportler des Jahres« gewählt.
    Link: Boris Becker in der Wikipedia
  • 21.07.1985: Der französische Radrennfahrer Bernard Hinault (*1954) - genannt »Le Blaireau« (»der Dachs«) - gewinnt zum fünften Mal nach 1978, 1979, 1981 und 1982 die »Tour de France«. Er ist der dritte Radsportler nach Jacques Anquetil (1934-1987) und Eddy Merckx (*1945), dem dies gelingt. Die 72. »Tour de France« beginnt am 28. Juni in Plumelec und endet am 21. Juli 1985 in Paris.
    Link: Bernard Hinault in der Wikipedia
  • 19.05.1986: Die deutsche Tennisspielerin Steffi Graf (Stefanie Maria Graf, *1969) besiegt bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften im Tennis in Berlin die tschechisch-amerikanische Tennisspielerin Martina Navratilova (*1956). Dies ist der Auftakt einer beispiellosen Karriere: viermal gewinnt sie die »Australian Open«, fünfmal die »US Open«, sechsmal die »French Open« und siebenmal in Wimbledon. Das »Tennis Masters« gewinnt sie fünfmal, den »Federation Cup« gewinnt sie zweimal (mit dem Deutschen Team). Auf der ewigen Bestenliste ist sie auf Platz 3 (hinter Martina Navratilova und Chris Evert). 1986, 1987, 1988, 1989 und 1999 wird sie zur »Sportlerin des Jahres« gewählt. Seit dem 22. Oktober 2001 ist Steffi Graf mit dem Tennisspieler Andre Agassi (*1970) verheiratet.
    Link: Steffi Graf in der Wikipedia
  • 29.06.1986: Im Endspiel der XIII. Fußballweltmeisterschaft, ausgetragen im Aztekenstadion in Mexiko City (Mexiko), schlägt die Mannschaft aus Argentinien die deutsche Elf 3:2. Damit ist Argentinien zum zweiten Mal nach 1978 Fußballweltmeister. Star der Spiele ist der Kapitän der Argentinier, Diego Armando Maradona (*1960). Im Endspiel dominieren José Luis Brown, Jorge Valdano und Jorge Burruchaga auf der einen, sowie Lothar Matthäus, Karl-Heinz Rummenigge und Rudi Völler auf der anderen Seite.
    Link: Die Fußballweltmeisterschaft 1986 in der Wikipedia
  • 13.02.1988: Im kanadischen Wintersportort Calgary werden die XV. Olympischen Winterspiele eröffnet. Erfolgreichste Teilnehmer sind die niederländische Eisschnellläuferin Yvonne van Gennip (*1964) und der finnische Skispringer Matti Nykänen (*1963), die jeweils drei Goldmedaillen gewinnen. Der Italiener Alberto Tomba (*1966) gewinnt Goldmedaillen im Slalom und im Riesenslalom. Die Eiskunstläuferin Katharina 'Kati' Witt (*1965) aus der DDR gewinnt eine Goldmedaille mit ihrer Interpretation der »Carmen«. Die Spiele enden am 28. Februar 1988.
    Link: Olympische Winterspiele 1988 in der Wikipedia

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  • 08.07.1990: Deutschland wird durch ein 1:0 gegen Argentinien in Rom zum dritten Mal Fußball-Weltmeister. Teamchef der deutschen Elf ist Franz Beckenbauer (*1945). Die 14. Fußball-Weltmeisterschaft findet vom 8. Juni bis zum 8. Juli 1990 in Italien statt.
    Link: Fußballweltmeisterschaft 1990 in der Wikipedia
  • 08.02.1992: Beginn der XVI. Olympischen Winterspiele in Albertville, Frankreich. Über 2.000 Sportler aus 64 Nationen treten bis zum 23. Februar zu den verschiedenen Wettkämpfen an. Erfolgreichste Teilnehmerin ist die Langstreckenläuferin Ljubow Jegorowa (GUS), die drei Gold- und zwei Silbermedaillen gewinnt. Die besten deutschen Teilnehmer sind die Eisschnellläuferin Gunda Nieman (*1966), der Biathelet Mark Kirchner (*1970) sowie der »Silberpfeil« Georg Hackl (»Hackl-Schorsch«, *1966), der Gold im Rodel-Einsitzer holt.
    Link: Olympische Winterspiele 1992 in der Wikipedia
  • 12.02.1994: Eröffnung der XVII. Olympischen Winterspiele in Lillehammer (Norwegen) durch den norwegischen König Harald V. (*1937), die als olympisches Freudenfest in die Sportgeschichte eingehen und von IOC-Präsident Juan Antonio Samaranch als »die besten Winterspiele aller Zeiten« bezeichnet werden. Der Norweger Johann Olav Koss (*1968) gewinnt Gold im Eisschnelllauf über 1.500 m, 5.000 und 10.000 m. Der norwegische Skilangläufer Björn Daehlie (*1967) gewinnt Gold über 10 km im klassischen Stil und über 15 km im freien Stil. Der Deutsche Markus Wasmeier (*1963) aus Schliersee gewinnt Goldmedaillen im Super-G und im Riesenslalom; er ist damit der bislang erfolgreichste deutsche Skiläufer. Die Schweizer Skirennfahrerin Verena 'Vreni' Schneider (1964) gewinnt je eine Gold-, Silber- und Bronzemedaille. Der Skispringer Jens Weißflog (*1964) gewinnt zwei Goldmedaillen, Katja Seizinger (*1972) gewinnt in der Abfahrt, Georg Hackl (*1966) im Rennrodeln, Claudia Pechstein (*1972) im Eisschnelllauf. Die Spiele enden am 27. Februar 1994.
    Link: Olympische Winterspiele 1994 in der Wikipedia
  • 13.11.1994: Als erster deutscher Rennfahrer wird Michael Schumacher (*1969 in Kerpen, NRW) Formel-1-Weltmeister. Er ist der erfolgreichste Pilot in der Geschichte der Formel 1 und gewinnt den Weltmeistertitel auch 1995 sowie von 2000-2004.
    Link: Michael Schumacher in der Wikipedia
  • 23.07.1995: Der Baske Miguel Induráin (*1964) gewinnt zum fünften Mal in Folge die »Tour de France«, er ist der erste Fahrer, dem dies gelingt. Vor ihm gewannen bereits Jacques Anquetil (1934-1987), Eddy Merckx (*1945) und Bernard Hinault (*1954) die »Tour der Leiden« fünfmal. Die 82. »Tour de France« beginnt am 1. Juli in Saint-Brieuc und endet am 23. Juli 1995 auf der Avenue des Champs-Élysées in Paris.
    Link: Miguel Indurain in der Wikipedia
  • 06.01.1996: Als erster Skispringer gewinnt der Deutsche Jens Weißflog (*1964) die deutsch-österreichische Vier-Schanzen-Tournee zum vierten Mal nach 1984, 1985 und 1991. Der mehrfache Olympiasieger (1984 in Sarajevo, 1994 in Lillehammer) und zweifache Weltmeister (1985 und 1989) sichert sich den ersten Platz beim Abschlußspringen in Bischofshofen (Österreich).
    Link: Jens Weißflog in der Wikipedia
  • 19.07.1996: In Atlanta (USA) finden vom 19. Juli - 4. August 1996 die XXVI. Olympischen Sommerspiele statt. Die olympische Flamme wird von dem an Parkinson erkrankten ehemaligen Boxer Muhammad Ali (*1942) entzündet.
    Die amerikanische Schwimmerin Amy van Dyken gewinnt vier Goldmedaillen, der russische Schwimmer Alexander Popow (*1971) erringt zwei Gold- und zwei Silbermedaillen. Gold für Deutschland holen die Diskusswerfer Lars Riedel (*1967) und Ilke Wyludda (*1969) sowie die Kugelstoßerin Astrid Kumbernuss (*1970). Der amerikanische Sprinter Michael Johnson (*1967) siegt über 200 m und 400 m, der Kanadier Donovan Bailey (*1967) über 100 m und in der 4x100 m Staffel. Überschattet werden die Spiele durch ein Bombenattentat am 27. Juli, bei dem im Olympia-Park zwei Menschen getötet und 111 verletzt werden.
    Link: Olympische Sommerspiele 1996 in der Wikipedia
  • 28.06.1997: Bei einem Box-WM-Kampf in Las Vegas beißt Mike Tyson (*1966) seinem Gegner Evander Holyfield (*1962) einen Teil vom rechten Ohr ab. Tyson muss drei Millionen Dollar Schmerzensgeld zahlen und verliert für ein Jahr die Boxlizenz.
    Link: Mike Tyson in der Wikipedia
  • 27.07.1997: Jan Ullrich, geboren am 2. Dezember 1973 in Rostock, gewinnt als erster Deutscher die »Tour de France«. In Deutschland löst sein Sieg einen regelrechten Radsportboom aus. Die 84. »Tour de France« beginnt am 5. Juli in Rouen und endet am 27. Juli 1997 auf der Avenue des Champs-Élysées in Paris.
    Link: Jan Ullrich in der Wikipedia
  • 07.02.1998: Eröffnung der XVIII. Olympischen Winterspiele im japanischen Nagano durch Kaiser Akihito. Herausragender Sportler ist der Norweger Björn Daehlie (*1967), der drei Goldmedaillen gewinnt. Mit insgesamt acht Goldmedaillen und vier Silbermedaillen ist er der erfolgreichste Winterolympionike aller Zeiten. Die US-amerikanische Eiskunstläuferin Tara Lipinski (*1982) ist mit 15 Jahren die jüngste Goldmedaillen-Gewinnerin aller Zeiten (und bricht damit den Rekord von Sonja Henie aus dem Jahre 1928). Die Deutsche Katja Seizinger (*1972) gewinnt Goldmedaillen in der Abfahrt und in der Kombination (die Deutsche Martina Ertl gewinnt hier die Silbermedaille, die Deutsche Hilde Gerg die Bronzemedaille), sowie eine Bronzemedaille im Riesenslalom. Die Spiele enden am 22. Februar 1998.
    Link: Olympische Winterspiele 1998 in der Wikipedia
  • 12.07.1998: Frankreich gewinnt nach einem 3:0 Sieg gegen Brasilien in Paris die Fußball-Weltmeisterschaft. Deutschland verliert im Viertelfinale 0:3 gegen Kroatien.
    Link: Die »Fußball-Weltmeisterschaft 1998« in der Wikipedia

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Radrennen um 1895
Radrennen um 1895, Quelle: [16]
  • 15.09.2000: Im australischen Sydney werden die 27. Olympischen Spiele der Neuzeit eröffnet. Bis zum 1. Oktober kämpfen 11.035 Athleten aus 199 Ländern in 28 Sportarten und 300 Wettkämpfen um die Medaillen. Cathy Freeman (*1973), Angehörige der Aborigines (der Ureinwohner Australiens), entzündet die olympische Flamme vor 110.000 Zuschauern im »Stadium Australia« in Sidney. Sie ist die erste Angehörige der Aborigines, die bei olympischen Spielen eine Goldmedaille (400-Meter-Rennen der Frauen) gewinnt.
    Link: Cathy Freeman in der Wikipedia
  • 08.02.2002: Eröffnung der XIX. Olympischen Winterspiele in Salt Lake City (Utah, USA) durch US-Präsident George W. Bush (*1946). Herausragender Sportler ist der Norweger Ole Einar Bjørndalen (*1974), der alle vier ausgetragenen Biathlon-Wettbewerbe gewinnt. Der Finne Samppa Lajunen (*1979) erringt drei Goldmedaillen in der Nordischen Kombination. Die Deutsche Kati Wilhelm (*1976) gewinnt zwei Goldmedaillen und eine Silbermedaille in den Biathlon-Wettbewerben. Die Kroatin Janica Kostelic (*1982) gewinnt Goldmedaillen im Riesenslalom, im Slalom und in der Kombination sowie eine Silbermedaille im Super-G. Die deutsche Eisschnellläuferin Claudia Pechstein (*1972) gewinnt Goldmedaillen über 3.000-m und 5000-m. Die Spiele enden am 24. Februar 2002.
    Link: Olympische Winterspiele 2002 in der Wikipedia
  • 25.07.2004: Der amerikanische Radrennfahrer Lance Armstrong (*1971) gewinnt zum sechsten Mal in Folge (1999-2004) die »Tour de France«. Er ist der erste Fahrer, dem dies gelingt. Zuvor hatten Jacques Anquetil (1934-1987), Eddy Merckx (*1945) Bernard Hinault (*1954) und Miguel Induráin (*1964) das Radrennen jeweils fünfmal gewonnen. Am 24. Juli 2005 gelingt ihm der siebte Sieg in Folge. Die 91. »Tour de France« Beginnt am 3. Juli in Lüttich (Belgien) und endet am 25. Juli 2004 auf der Avenue des Champs-Élysées in Paris.
    Am 22. Oktober 2012 wird Lance Armstrong wegen Dopings vom Weltradsportverband UCI lebenslang gesperrt; er verliert alle nach dem 1. August 1998 gewonnenen Titel, inklusive der sieben Gesamtsiege bei der »Tour de France«.
    Link: Lance Armstrong in der Wikipedia
  • 13.08.2004: In Athen werden durch den griechischen Staatspräsidenten Konstantinos Stefanopoulos (*1926) die XXVIII. Olympischen Sommerspiele eröffnet. 202 Nationen kämpfen bis zum 29. August um die Medaillen. Herausragender Sportler ist der US-Amerikaner Michael Phelps (*1985), der bei den Schwimmwettbewerben 6 Gold- und 2 Bronzemedaillen erringt. Die australische Schwimmerin Petria Thomas (*1975) gewinnt 3 Gold- und eine Silbermedaille.
    Link: Die Olympischen Sommerspiele 2004 in der Wikipedia
  • 27.01.2005: Der Fußballschiedsrichter Robert Hoyzer (*1979) legt ihm Zusammenhang mit dem »Fußball-Wettskandal« ein Geständnis ab und gibt zu, Spiele der 2. Fußball-Bundesliga, des DFB-Pokals und der Fußball-Regionalliga manipuliert zu haben. Am 28. Januar 2005 werden vier Objekte in Berlin, u.a. auch das Café King in Berlin-Charlottenburg, durchsucht und drei Verdächtige vorläufig festgenommen. Der Fußball-Wettskandal gilt als die größte Affäre im deutschen Fußball seit dem Bundesliga-Skandal in der Saison 1970/71 (siehe 6. Juni 1971). Am 18. Oktober 2005 beginnt der Prozess vor dem Berliner Landgericht. Am 15. Dezember 2006 wird Hoyzer wegen Beihilfe zum Betrug zu einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren und fünf Monaten verurteilt. Der Bundesgerichtshof bestätigt damit das Urteil des Berliner Landgerichts vom November 2005.
    Link: Fußball-Wettskandal 2005
  • 24.07.2005: Der amerikanische Radrennfahrer Lance Armstrong (*1971) gewinnt zum siebten Mal in Folge (1999-2005) die »Tour de France«. Er ist der erste Fahrer, dem dies gelingt. Zuvor hatten Jacques Anquetil (1934-1987), Eddy Merckx (*1945) Bernard Hinault (*1954) und Miguel Induráin (*1964) das Radrennen jeweils fünfmal gewonnen. Mit diesem eindrucksvollen Sieg verabschiedet Lance Armstrong sich vom Radsport. Die 92. »Tour de France« beginnt am 2. Juli in Fromentine im Département Vendée und endet am 24. Juli 2005 auf der Avenue des Champs-Élysées in Paris.
    Am 22. Oktober 2012 wird Lance Armstrong wegen Dopings vom Weltradsportverband UCI lebenslang gesperrt; er verliert alle nach dem 1. August 1998 gewonnenen Titel, inklusive der sieben Gesamtsiege bei der »Tour de France«.
    Link: Lance Armstrong in der Wikipedia
  • 25.11.2005: Der frühere britische Fußballstar George Best (1946-2005) stirbt in einem Londoner Krankenhaus. Von 1963-1974 spielte Best für »Manchester United«. 1968 gewinnt der Club als erste englische Mannschaft den Europapokal der Landesmeister. Torschützenkönig Best (28 Treffer) wird zu Englands und Europas Fußballer des Jahres gewählt. Mit zahlreichen Skandalen, Frauengeschichten und Alkoholproblemen sorgt er immer wieder für Schlagzeilen. George Best gilt als größter britischer Fußballspieler aller Zeiten.
    Link: Biografie George Best
  • 09.06.2006: Unter dem Motto »Die Welt zu Gast bei Freunden« (»A time to make friends«) findet in Deutschland vom 9. Juni bis zum 9. Juli 2006 die 18. Fußball-Weltmeisterschaft statt. Deutschland erreicht den 3. Platz. Italien siegt im Endspiel 6:4 (nach Elfmeterschießen) gegen Frankreich und wird Fußball-Weltmeister.
    Link: Die »FIFA WM 2006« in der Wikipedia
  • 04.02.2007: Die deutschen Handballer werden nach 1938 und 1978 zum dritten Mal Handball-Weltmeister. Im Endspiel besiegen sie Polen 29:24 vor 19.000 begeisterten Zuschauern in der ausverkauften Kölnarena. Die 20. Handball-Weltmeisterschaft der Herren fand vom 19. Januar - 4. Februar 2007 in Deutschland statt.
    Link: Die Handball-Weltmeisterschaft der Herren 2007
  • 08.07.2007: In London beginnt die 94. »Tour de France« (bis 29. Juli 2007). Wegen der zahlreichen Dopingfälle geht das weltweit bedeutendste Radrennen als »Tour de Dope« in die Sportgeschichte ein.
    Links: Die »Tour de France 2007« in der Wikipedia und sport.ARD.de - Doping Webmagazin
  • 30.09.2007: Die deutsche Fußballnationalmannschaft der Frauen gewinnt mit einem 2:0 das Endspiel gegen Brasilien und wird damit zum 2. Mal Fußballweltmeister.
    Link: Die Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen in der Wikipedia

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Die Fußballweltmeisterschaften

Jahr
Ort
Beginn
Ende
Weltmeister
2. Platz
1930
Uruguay
Uruguay
Argentinien
1934
Italien
Italien
Tschechoslowakei
1938
Frankreich
Italien
Ungarn
1950
Brasilien
Uruguay
Brasilien
1954
Schweiz
BR Deutschland
Ungarn
1958
Schweden
Brasilien
Schweden
1962
Chile
Brasilien
Tschechoslowakei
1966
England
England
BR Deutschland
1970
Mexiko
Brasilien
Italien
1974
BR Deutschland
BR Deutschland
Niederlande
1978
Argentinien
Argentinien
Niederlande
1982
Spanien
Italien
BR Deutschland
1986
Mexiko
Argentinien
BR Deutschland
1990
Italien
BR Deutschland
Argentinien
1994
USA
Brasilien
Italien
1998
Frankreich
Frankreich
Brasilien
2002
Südkorea / Japan
Brasilien
BR Deutschland
2006
BR Deutschland
Italien
Frankreich
2010
Südafrika
Spanien
Niederlande
2014
Brasilien
BR Deutschland
Argentinien

Hinweis: in den Jahren 1942 und 1946 fanden keine Fußballweltmeisterschaften statt.
Link: Die Fußballweltmeisterschaften in der Wikipedia

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Die Olympischen Sommerspiele

Nr.
Jahr
Land
Ort
Beginn
Ende
Links
I.
1896
Griechenland
Athen
II.
1900
Frankreich
Paris
III.
1904
USA
St. Louis
*
1906
Griechenland
Athen
IV.
1908
Verein. Königreich
London
V.
1912
Schweden
Stockholm
VII.
1920
Belgien
Antwerpen
VIII.
1924
Frankreich
Paris
IX.
1928
Niederlande
Amsterdam
X.
1932
USA
Los Angeles
XI.
1936
Deutsches Reich
Berlin
XIV.
1948
Verein. Königreich
London
XV.
1952
Finnland
Helsinki
XVI.
1956
Australien
Melbourne
XVII.
1960
Italien
Rom
XVIII.
1964
Japan
Tokio
XIX.
1968
Mexiko
Mexiko- Stadt
XX.
1972
BRD
München
XXI.
1976
Kanada
Montreal
XXII.
1980
Sowjetunion
Moskau
XXIII.
1984
USA
Los Angeles
XXIV.
1988
Südkorea
Seoul
XXV.
1992
Spanien
Barcelona
XXVI.
1996
USA
Atlanta
XXVII.
2000
Australien
Sydney
XXVIII.
2004
Griechenland
Athen
XXIX.
2008
China
Peking
XXX.
2012
Vereinigtes Königreich
London
XXX.
2016
Brasilien
Rio de Janeiro

* = Olympische Zwischenspiele

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Die Olympischen Winterspiele

Nr.
Jahr
Land
Ort
Beginn
Ende
Links
I.
1924
Frankreich
Chamonix
II.
1928
Schweiz
St. Moritz
III.
1932
USA
Lake Placid
IV.
1936
Deutschland
Garmisch- Partenkirchen
V.
1948
Schweiz
St. Moritz
VI.
1952
Norwegen
Oslo
VII.
1956
Italien
Cortina d'Ampezzo
VIII.
1960
USA
Squaw Valley
IX.
1964
Österreich
Innsbruck
X.
1968
Frankreich
Grenoble
XI.
1972
Japan
Sapporo
XII.
1976
Österreich
Innsbruck
XIII.
1980
USA
Lake Placid
XIV.
1984
Jugoslawien
Sarajevo
XV.
1988
Kanada
Calgary
XVI.
1992
Frankreich
Albertville
XVII.
1994
Norwegen
Lillehammer
XVIII.
1998
Japan
Nagano
XIX.
2002
USA
Salt Lake City
XX.
2006
Italien
Turin
XXI.
2010
Kanada
Vancouver
XXII.
2014
Russland
Sotschi

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Links:

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Zuletzt geändert am 09.07.2015

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