Kalenderblatt - Thema: Das römische Weltreich

Das Kolosseum von Rom
Das Kolosseum von Rom, franz. Daguerreotypie von 1842, Quelle: [16]

Chronik:

  • 21.04.753 v.Chr.: Sagenhafte Gründung Roms durch Romulus und Grundlage der römischen Zeitrechnung (»ab urbe condita« - seit Gründung der Stadt). Die Zwillingsbrüder Romulus und Remus waren der Legende nach von König Tarchetius auf dem Tiber ausgesetzt, von einer Wölfin gefunden, ernährt und aufgezogen worden. Romulus, der erste von sieben Königen, soll die Siedlung auf dem Palatin, einem der sieben Hügel Roms, gebaut haben. Die wirkliche Gründung der Stadt geschieht durch das ab 1200 v.Chr. nach Italien eingewanderte indogermanische Volk der Latiner, das sich am Unterlauf des Tiber niederlässt. Um 1000 v.Chr. bauen sie eine Brücke (»Tiberbrücke«) über den Fluss, wo ein Handelsplatz entsteht - die Keimzelle des späteren Roms. Kurz darauf stößt das Seevolk der Etrusker (latein. »Tusci«, davon der Name ihres Siedlungsgebietes: Toscana), das um 1200 v.Chr. aus ihrer Heimat in Kleinasien vertrieben wurde, nach »Latium« vor. Sie bauen Rom, das bisher nur aus verschiedenen Dörfern besteht, zu einem Stadtstaat aus und setzen einen Etrusker als König ein. Der Name Roms leitet sich von einem adligen Etruskergeschlecht mit Namen »Ruma« oder »Rumnla« ab. Nach der Vertreibung der etruskischen Königsfamilie (um 510 v.Chr.) errichten die Römer eine Republik. Die römische Gesellschaft gliedert sich in die Patrizier (reiche Adlige etruskischer Herkunft) und die Plebejer (Angehörige des Volkes). Es kommt zu Ständekämpfen, die um 450 mit dem »Zwölftafelgesetz«, dem ersten Gesetzbuch Roms, beendet werden.
    »7 5 3 - Rom schlüpft aus dem Ei« (Altbekannte Eselsbrücke)
    Link: Die Sage von Romulus und Remus
  • 18.07.387 v.Chr.: In der »Schlacht an der Allia«, einem Nebenfluss des Tiber im Norden von Rom, werden die Römer von den Galliern (=Kelten) vernichtend geschlagen. Der keltische Stammesfürst Brennus erobert und zerstört die Stadt, stößt aber im Zentrum (dem Kapitol) auf erbitterten Widerstand. Der Sage nach wecken schnatternde Gänse, die zu Ehren der Göttin Juno auf dem Kapitol gehalten werden, die erschöpft eingeschlafenden römischen Wachen vor einem nächtlichen Angriff der Gallier. Nach Zahlung eines hohen Lösegeldes ziehen die Gallier sich nach Norditalien zurück. Rom baut die Befestigungsanlagen aus und organisiert das Heer neu.
    »Vae victus! - Wehe den Besiegten« (Brennus nach der Weigerung der Römer, das geforderte Lösegeld zu zahlen)
    Link: Römische Mythologie - Die Gallier in Rom
  • 264-241 v.Chr.: »Erster Punischer Krieg«. Rom siegt gegen Karthago, das seine Gebiete auf Sizilien verliert. 237 v.Chr. annektiert Rom Sizilien und Sardinien.

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William Turner (1775-1851): Schneesturm
William Turner (1775-1851): Schneesturm - Hannibal und sein Herr überqueren die Alpen
William Turner (1775-1851): Schneesturm
William Turner (1775-1851): Schneesturm - Detail
  • 02.08.216 v.Chr.: In der »Schlacht bei Cannae« während des »Zweiten Punischen Krieges« (218-201 v.Chr.) erleidet die römische Armee die größte Niederlage ihrer Geschichte und wird von den zahlenmäßig unterlegenen Karthagern unter Hannibal (246-183 v.Chr.) geschlagen. 50.000 Römer werden in der Schlacht getötet.
    Im Winter 218 hatte Hannibal mit 38.000 Mann, 8.000 Reitern und 37 Kriegselefanten die verschneiten Alpen überquert, wobei er vermutlich Tausende seiner Männer durch Kälte und Angriffe Einheimischer verliert. 211 v.Chr. stehen die karthagischen Truppen vor den Toren Roms (Schreckensruf: »Hannibal ante portas«). Ein direkter Angriff auf Rom ist jedoch nicht möglich, da Hannibal kein ausreichendes Belagerungsgerät und nicht genügend Soldaten zur Verfügung stehen. Seine größte Niederlage erleidet Hannibal in der »Schlacht bei Zama« am 19. Oktober 202 v.Chr..
    »Vincere scis, Hannibal, victoria uti nescis - Zu siegen verstehst du, Hannibal, den Sieg zu nutzen, verstehst du nicht.« (Der karthagische Reiterführer Maharbal nach Hannibals Sieg bei Cannae, nachzulesen im XXII. Buch des Geschichtsschreiber Titus Livius)
    Link: Die »Schlacht bei Cannae« in der Wikipedia
  • 19.10.202 v.Chr.: In der »Schlacht bei Zama« am 19. Oktober 202 v.Chr. besiegt Publius Cornelius Scipio Africanus (236-183 v.Chr.) den Karthager Hannibal Barkas (um 247-183 v.Chr.). Dabei nutzt Scipio die »Umfassungstaktik« Hannibals.
    Nach seinem Zug über die Alpen, mit 38.000 Mann, 8.000 Reitern und 37 Kriegselefanten, war Hannibal 218 v.Chr. in Italien einmarschiert. Durch seine Siege, u.a. in der »Schlacht bei Cannae« (2. August 216 v.Chr.), hatte er das römische Reich an den Rand des Abgrundes gebracht.
    Link: Die »Schlacht bei Zama« in der Wikipedia
  • 168 v.Chr.: Rom besiegt die Makedonier. Der griechisch-kleinasiatische Raum wird römisches Machtgebiet. Rom beherrscht nun das gesamte Mittelmeer. 150.000 Griechen werden versklavt.
  • 148-146 v.Chr.: Nach dem Sieg der Römer im »Dritten Punischen Krieg« wird Karthago (im heutigen Tunesien) völlig zerstört. Das Land wird zur römischen Provinz Africa. Auch Griechenland wird römische Provinz. Korinth wird zerstört.
  • 06.10.105 v.Chr.: In zwei Schlachten bei Arausio (Orange, Provence) und an der Rhône wird das römische Heer von den Kimbern und Teutonen vernichtend geschlagen. Die Kimbern und Teutonen sind die ersten Germanen, die das Römische Reich bedrohen. Sie stammen aus Nordjütland und von den Nordfriesischen Inseln. Eine drastische Klimaverschlechterung und schwere Sturmfluten, die ganze Küstenstriche verheeren, führen zu einer drohenden Hungersnot und zwingen sie zur Völkerwanderung. Nach der siegreichen Schlacht wandern die Kimbern nach Spanien weiter, die Teutonen bleiben in Gallien.
  • 100 v.Chr.: Das bisherige römische Milizheer wird durch ein Berufsheer ersetzt.
  • 71 v.Chr.: Niederschlagung des 73 v.Chr. ausgebrochenen Sklavenaufstandes unter Spartacus durch Marcus Licinius Crassus (um 115-53 v.Chr.) und Gnaeus Pompeius (106-48 v.Chr.). Tausende von Sklaven sterben am Kreuz.

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Pelagio Palagi: Caesar kommentiert den 'Gallischen Krieg'
Pelagio Palagi (1775-1860): Julius Caesar kommentiert den »Gallischen Krieg«
  • 05.04.56 v.Chr.: In den Abmachungen von Lucca und Ravenna bestätigen Gaius Julius Caesar (100-44 v.Chr.), Marcus Licinius Crassus (um 115-53 v.Chr.) und Gnaeus Pompeius (106-48 v.Chr.) das im Jahr 60 geschlossene Geheimbündnis, das Triumvirats (Dreimännerbund). Dieses »Erste Triumvirat« ist gegen den Senat gerichtet.
  • 06.05.53 v.Chr.: Die Römer werden in der »Schlacht bei Carrhae« (Charran, Mesopotamien), eine der schlimmsten Niederlagen der römischen Armee, vernichtend von den Parthern unter dem Fürsten Suren geschlagen. Dabei verlieren auch der Feldherr Marcus Licinius Crassus (um 115-53 v.Chr.) und sein Sohn ihr Leben.
    Link: Parther in der Wikipedia
  • 10.01.49 v.Chr.: Der römische Senat verlangt am 1. Januar 49 v.Chr. von dem Feldherrn Gaius Julius Caesar (100-44 v.Chr.), seine Truppen aufzulösen. Nach Caesars Weigerung erteilt der Senat am 7. Januar allen Imperiumsträgern und Volkstribunen diktatorische Vollmacht zum Schutz der Republik. Caesar überschreitet in der Nacht des 10. Januar den gallisch-italienischen Grenzfluss Rubicon (Rubikon). Damit löst Caesar einen blutigen Bürgerkrieg gegen die Senatspartei aus, den er siegreich gegen den Feldherrn Gnaeus Pompeius (106-48 v.Chr.) führt. Pompeius wird auf der Flucht nach Ägypten von Anhängern Caesars ermordet. Caesar feiert seinen Sieg über seine Feinde in einem prächtigen Triumphzug durch Rom. Der Senat beauftragt ihn 46 v.Chr. mit der diktatorischen Führung des Reiches - Caesar ist nun Alleinherrscher. 45 v.Chr. schlägt er einen letzten Aufstand von Pompeius' Sohn Sextus Pompejus in Spanien nieder.
    »Alea jacta est - Der Würfel ist gefallen« (Gaius Julius Caesar nach seinem Entschluss, den Rubicon zu überschreiten)
  • 01.08.47 v.Chr.: Gaius Julius Caesar (100-44 v.Chr.) besiegt Pharnakes bei Zela (Zile, Türkei). Pharnakes hatte Caesars langen Aufenthalt in Ägypten (siehe 12. August 30 v.Chr.) ausgenutzt und seit 48 von seinem Bosporanischen Reich aus die Rückeroberung der Gebiete seines Vates Mithradates VI. betrieben.
    »Veni, vidi, vici - Ich kam, ich sah, ich siegte« (Gaius Julius Caesar nach seinem Sieg bei Zela in einen Brief an seinen Freund Amintius)
  • 01.01.45 v.Chr.: Bei seinem Aufenthalt in Ägypten lernt Julius Caesar (100-44 v.Chr.) nicht nur die schöne Kleopatra (67-30 v.Chr.) kennen, sondern auch den ägyptischen Sonnenkalender. Nach seiner Rückkehr nach Rom (46. v.Chr.) setzt er eine Kommission zur Reformierung des Kalenders ein. Diese legt das Sonnenjahr auf 365,25 Tage fest, das Schaltjahr (alle 4 Jahre) hat 366 Tage. Die Länge der Monate sind jeweils 30 oder 31 Tage lang, Schaltmonat ist der Februar mit 29 oder 30 Tagen. Beginn der Zeitrechnung war die Gründung Roms im Jahre 753 v.Chr. Der Jahresbeginn wird vom März auf den damaligen Amtsantritt der römischen Konsuln verlegt - auf den 1. Januar. Der »Julianische Kalender« tritt am 1. Januar 45 v.Chr., am Tag des 1. Neumonds nach der Wintersonnenwende in Kraft. Durch die Reform ist das Jahr 45 v.Chr. 445 Tage lang und damit das längste Jahr der abendländischen Geschichte.
  • 15.03.44 v.Chr.: Der Staatsmann und Feldherr Gaius Julius Caesar (*100 v.Chr.) wird »an den Iden des März« von 60 Angehörigen des Senats erdolcht. Der diktatorisch regierende Caesar strebte nach der Königswürde, was zu einer Verschwörung von Anhängern des Senats und fanatischen Republikanern führte. An der Spitze der Verschwörer stehen Marcus Iunius Brutus, Gaius Cassius Longinus, D. Brutus und C. Trebonius. Caesars Begräbnisfeierlichkeiten finden am 20. März statt. 42 v.Chr. schlägt Caesars Großneffe Oktavian (der spätere Kaiser Augustus, 63 v.Chr.-14 n.Chr.) zusammen mit Marcus Antonius (um 82-30 v.Chr.) in Thrakien die Heere der Mörder Caesars.

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  • 02.09.31 v.Chr.: Die Flotte von Oktavian (der spätere Kaiser Augustus, 63 v.Chr.-14 n.Chr.) siegt in der Seeschlacht bei Actium (Punta am Golf von Arta) über die Streitkräfte von Marcus Antonius (um 82-30 v.Chr.) und Kleopatra VII. (»die Große«, 67-30 v.Chr.), die nach Ägypten entkommen. Im Jahre 30 v.Chr. besiegt Oktavian Antonius und nimmt Alexandrien ein. Marcus Antonius und Kleopatra begehen Selbstmord.
  • 12.08.30 v.Chr.: Die ägyptische Königin Kleopatra VII. (»die Große«, 67-30 v.Chr.) begeht Selbstmord, angeblich durch einen Schlangenbiss. 48 v.Chr. hatte sie den römischen Feldherrn Gaius Julius Caesar (100-44 v.Chr.) um Hilfe ersucht (der wegen Verfolgung seines Gegners Pompeius nach Ägypten gelangt war). Ihr Bruder-Gemahl Ptolemaios XIII. hatte sie nach Syrien vertrieben, wo sie eine Armee aufstellen konnte. Caesar verliebt sich in die gebildete und kluge Kleopatra. Nach schweren Kämpfen gelingt es, Kleopatra und ihren Bruder Ptolemaios XIV. als Könige einzusetzen. Nach seinem Sieg über den aufständischen Pharnakes (1. August 47 v.Chr.) kehrt Caesar nach Rom zurück. Von 46 v.Chr. bis zu Caesars Tod am 15. März 44 v.Chr. lebt Kleopatra in Rom. Wieder in Ägypten lässt sie ihren Bruder vergiften und setzt ihren Sohn Caesarion (Kaisarion, *47 v.Chr.) als Mitregenten ein (Ptolemaios XV.). 41 v.Chr. wird sie die Geliebte, 37 v.Chr. die Ehefrau von Marcus Antonius (um 82-30 v.Chr.). Dessen Rivale Oktavian (der spätere Kaiser Augustus, 63 v.Chr.-14 n.Chr.) stellt sie als Feindin Roms hin, der Kampf gegen Antonius wird offiziell gegen sie geführt. Nach der verlorenen Seeschlacht bei Actium (2. September 31 v.Chr.) flieht sie nach Ägypten.
  • 27 v.Chr.: Oktavian erhält vom Senat den Ehrentitel »Augustus« (der Erhabene) und macht ihn praktisch zum Alleinherrscher.
  • 21.09.19 v.Chr.: Der römische Dichter Vergil (Publius Vergilius Maro, 70-19 v.Chr.) stirbt in Brundisium (Brindisi). Sein bedeutendstes Werk ist das zwölfbändige historische und mythologische Heldenepos »Aeneis«. Darin schildert er das wechselvolle Schicksal des Trojaners Aeneas (Aeneas gilt der Sage nach als Begründer des römischen Volkes). Gegen seinen testamentarisch verfügten Willen wird das Werk veröffentlicht und zu einem Stück Weltliteratur.
    Link: Aeneis (Epos über die Flucht des Aeneas von Troja nach Italien)

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Das Alte Rom
Das Alte Rom
Quelle: Brockhaus. Kleines Konversationslexikon (1906), Karten und Tafeln - Die alte Welt
  • Herbst 9: Varusschlacht (»Schlacht im Teutoburger Wald«) - siehe 16. August 1875 (Einweihung des Hermannsdenkmals).
  • 19.08.14: Der erste römische Kaiser Augustus (Gaius Julius Caesar Oktavianus, »der Erhabene«, 63 v.Chr.-14), stirbt in Nola bei Neapel. Nachfolger wird sein am 26. Juni 4 von ihm adoptierte Stiefsohn Tiberius (42 v.Chr.-37 n.Chr., Regierungszeit: 14-37).
  • 18.03.37: Der römische Kaiser Tiberius (42 v.Chr.-37 n.Chr.) stirbt - vermutlich wird er Auf Veranlassung seines Neffen Caligula (12-41) erstickt. Caligula, der Sohn des Julius Caesar Germanicus (der wiederum der Neffe und Adoptivsohn von Tiberius war, 15 v.Chr.-19. n.Chr.), wird sein Nachfolger (37-41). Tiberius hatte die Eltern und die beiden Brüder von Caligula ermorden lassen, um sie als Konkurrenten auszuschalten. Caligula wächst in einem germanischen Feldlager auf und erhält wegen seiner kleinen Soldatenstiefel den Spitznamen Caligula, was Stiefelchen bedeutet.
  • 24.01.41: Der römische Kaiser Caligula (12-41) wird durch den Prätorianer-Oberst Cassius Chaerea ermordet. Damit ist die Schreckensherrschaft des unberechenbaren Tyrannen beendet. Nachfolger wird sein Onkel Claudius (Tiberius Claudius Nero Germanicus, 10 v.Chr.-54 n.Chr.). Er erweist sich als umsichtiger und fähiger Herrscher. 54 wird Claudius von seiner Nichte und Ehefrau Agrippina, der Jüngeren, vergiftet. Sie hatte Claudius bedrängt, ihren Sohn (aus ihrer Ehe mit Senator Gnaeus Domitius Ahenobarbus) Nero zu adoptieren, und damit seinen eigenen Sohn Britannicus (aus seiner Ehe mit Messalina, die 48 wegen einer Intrige hingerichtet wurde) in der Thronfolge zu übergehen. Am 13. Oktober 54 hat sie ihr Ziel erreicht: Nero wird Kaiser.
  • 13.10.54: Lucius Domitius Ahenobarbus (»Kupferbart«), besser bekannt als Nero (37-68), der Sohn von Agrippina, der Jüngeren (Urenkelin des Kaisers Augustus), wird römischer Kaiser. Zuvor hatte die machtbesessene Agrippina ihren Mann, den Kaiser Claudius (10 v.Chr.-54 n.Chr.) vergiftet. Nero wird von den Prätorianern unter ihrem Präfekten Sextus Afranius Burrus zum Imperator ausrufen und vom Senat als Kaiser bestätigt. Zusammen mit Burrus und Neros Erzieher Seneca übernimmt Agrippina die Regierung für ihren Sohn und lässt sich als »Kaiserin« anreden. 59 lässt Nero seine Mutter in ihrem Landhaus in Baiae erschlagen.
  • 18.07.64: Rom steht in Flammen. Kaiser Nero (37-68), der in Verdacht steht, den Brand selbst gelegt zu haben, macht die Christen dafür verantwortlich und lässt sie verfolgen.
    Link: Nero in der Wikipedia
  • 09.06.68: Der abgesetzte römische Kaiser Nero (37-68) begeht Selbstmord. Seine Nachfolger im so genannten »Vierkaiserjahr«sind: Servius Sculpius Galba (ermordet), Marcus Salvius Otho (Selbstmord) und Aulus Vitelius (ermordet). Von 69 bis 79 ist Titus Flavius Vespasian (9-79) römischer Kaiser.
  • 15.01.69: Der römische Kaiser Galba (Servius Sulpicius Galba, um 3 v.Chr.-69 n.Chr.) wird in Rom von Mitgliedern der Prätorianergarde ermordet. Hinter der Verschwörung steckt der ehemalige Statthalter der Provinz Lusitanien (heute: Portugal), der nun selbst zum Kaiser ausgerufen wird.
    Link: Galba in der Wikipedia
  • 24.08.79: Bei dem Vulkanausbruch des Vesuv wird die süditalienische Stadt Pompeji mit Regen aus Asche, Geröll und Bimsstein bedeckt. Durch die so genannte »Monte-Somma-Eruption« werden riesige Mengen von Lava, Schlamm, Geröll und Asche freigesetzt und bedecken die Städte Pompeji, Herculaneum, Stabiae und Oplontis mit einer 6 Meter hohen Schicht. Die meisten der 20.000 Einwohner sterben bei dem Unglück.

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Jean-Léon Gérôme: Pollice Verso
Jean-Léon Gérôme (1824-1904): Pollice Verso (Daumen runter), 1872
  • 13.09.81: In Aquae Cutiliae bei Rieti stirbt der römische Kaiser Titus (Titus Flavius Vespasianus, 39-81, Regierungszeit 79-81) an einer Fieberkrankheit. Der Sohn Vespasians (9-79, Regierungszeit 69-79) schlug für seinen Vater den jüdischen Aufstand gegen die römische Besatzung in Palästina nieder und zerstörte am 10. August 70 den Tempel in Jerusalem.
    Im Jahre 80 eröffnet Titus das »Amphitheatrum Flavium«, das Kolosseum in Rom, mit dessen Bau im Jahre 72 begonnen worden war. 100 Tage dauern die Eröffnungsfeiern, bei der die Gladiatoren sich bis zum letzten Mann abschlachten müssen. Das größte Amphitheater der römischen Welt - und neben den Pyramiden das größte antike Bauwerk - hat 49 Meter hohe Außenmauern, die elliptische Grundfläche beträgt 189 Meter mal 156 Meter (Umfang 545 Meter). Nach antiken Quellen bot es Platz für 87.000 Zuschauer (wahrscheinlicher: 50.000). Riesige Sonnensegel, gehalten von 240 Mastbäumen, überspannten Teile der obersten der vier Galerien, die für den kaiserlichen Hof reserviert war. Die einzelnen Ränge wurden streng nach den Klassen innerhalb der römischen Gesellschaft vergeben (der schlechteste, der fünfte Rang, war für die Frauen bestimmt). In der 83 Meter mal 48 Meter großen, mit Meersand überstreuten, hölzernen Arena konnten 300 Gladiatorenpaare gleichzeitig kämpfen.
    »Non olet - (Geld) riecht nicht« (Vespasian zu seinem Sohn Titus, der sich über eine Latrinensteuer ereiferte)

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  • 115-117: Größte Ausdehnung des Römischen Reiches nach Eroberung von Armenien und Mesopotamien unter Kaiser Trajan.
  • 10.07.138: Der römische Kaiser Hadrian (Publius Aelius Hadrianus, 76-138) stirbt in Baiae in der Nähe von Neapel. Seine Regierungszeit ist von reger Bautätigkeit gepräg, es entstehen Tempelbauten, Sport- und Theateranlagen. Auch der Pantheon-Tempel (80 abgebrannt) wird neu errichtet. Im Norden Britanniens lässt Hadrian ab 122 einen 120 Kilometer langen Grenzwall (Limes) zum Schutz gegen die Caledonier (Schotten) errichten, den »Hadrianswall« (vollendet 136). Das später »Engelsburg« genannte Mausoleum Hadrians wird im Jahr 139 von Kaiser Antoninus Pius eingeweiht.
    Unter Kaiser Hadrian wird 135 der jüdische Aufstand, der drei Jahre zuvor in Judäa unter der Führung von Simeon Bar Kochba (hebr. »Sternensohn«, gestorben 134) ausgebrochen ist, brutal niedergeschlagen. Jerusalem wird zerstört, die jüdische Religionsausübung verboten, die Überlebenden werden aus Judäa vertrieben, dass zur Provinz Syria Philistraia wird. Es beginnt die Zeit der »Diaspora« (griech. »Zerstreuung«, hebräisch »Galut«, latein. »Exil«) des jüdischen Volkes.
    Link: Simon Bar Kochba in der Wikipedia
  • 07.03.161: Der römische Kaiser Antoninus Pius (Titus Aelius Hadrianus Antoninus Augustus Pius, 86-161) stirbt in Lorium bei Lanuvium in Latium. Unter seiner innenpolitisch stabilen Herrschaft erlebte Rom eine wirtschaftliche Blütezeit und eine letzte längere Friedenszeit.
    Link: Antoninus Pius in der Wikipedia

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  • 04.02.211: Der römische Kaiser Septimius Severus (146-211) stirbt während der seit dem Jahre 208 andauernden Kämpfe in Britannien. Nachfolger werden seine Söhne Caracalla (188-217) und Geta (189-212). Geta wird 212 von Caracalla ermordet, Caracalla ereilt dieses Schicksal am 8. April 217.
    Link: Septimius Severus in der Wikipedia
  • 01.07.251: Der römische Kaiser Gaius Messius Quintus Traianus Decius (201-251) und sein Sohn Herennius sterben in der »Schlacht von Abrittus« (Razgrad, Bulgarien, »Schlacht von Forum Terebronii«) gegen die Goten unter deren König Kniva.
    Link: Decius in der Wikipedia
  • 01.04.286: Der römische »Soldatenkaiser« Diokletian (Gaius Aurelius Valerius Diokletian, 245-313) teilt die Regierungsgewalt. Seinen Waffengefährten Maximianus (Herculius, um 240-310) setzt er als zweiten Augustus für die westliche Reichshälfte ein, er selbst übernimmt die Herrschaft der östlichen Hälfte. 293 führt Diokletian die Tetrarchie (Herrschaft der Vier) ein, indem er zwei Gardepräfekten - Galerius Maximanius (um 250-311) und Constantius I. Chlorus (um 250-306) - zu Unterkaisern (Caesaren) ernennt. Jeder der vier »Tetrarchen« erhält seinen eigenen Herrschaftsbereich (Präfektur), die wiederum in je 12 Diözesen aufgeteilt sind. Die Zentralgewalt wird durch Gleichschaltung aller Reichsteile gestärkt. In Diokletians Regierungszeit (284-305) fällt auch eine Heeres- und Finanzreform, der Bau der Thermen in Rom und die Verfolgung von Christen. 305 danken Diokletian und Maximianus freiwillig ab. Galerius übernimmt die Herrschaft in der östlichen, Constantius in der westlichen Reichshälfte.
    Constantius stirbt am 25. Juli 306 in Eburacum (heute York, England); Nachfolger wird sein Sohn Konstantin (um 280-337). In Rom wird am 28. Oktober 306 Maxentius, der Sohn von Maximianus, zum Kaiser ausgerufen.

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  • 28.10.312: In der »Schlacht an der Milvischen Brücke« besiegt Konstantin I. (der Große, um 280-337) seinen Rivalen Marcus Aurelius Valerius Maxentius (um 280-312) und wird damit zum alleinigen Herrscher im Westreich. Angeblich löst eine Kreuzesvision vor dem Kampf die Hinwendung Konstantins zum Christentum aus. Sie begründet den politischen Anspruch, der Kaiser sei als Stellvertreter Christi nicht nur Herr des Staates sondern auch Herr der Kirche.
  • 18.09.324: Konstantin I. (der Große, um 280-337) besiegt in der »Schlacht bei Chrysopolis« seinen oströmischen Mitregenten Licinius. Dadurch ist die Macht über das gesamte Römische Reich wieder in einer Hand. Konstantin lässt ab 326 die griechische Handelsstadt Byzanz zur christlichen Reichshauptstadt gestalten (siehe: 11. Mai 330). Der machtgierige Konstantin ist verantwortlich für die Ermordung seines Schwiegervaters Maximian (310), des Licinius (325) und dessen Sohn (336), seiner ersten Frau Fausta und seines Sohnes Crispus.
  • 20.05.325: Der römische Kaiser Konstantin I. (der Große, um 280-337) eröffnet das »Konzil von Nizäa«, auf dem das arianische Christentum verdammt wird und das Nizänum, das altchristliche ökumenische (Glaubens-)Bekenntnis abgefasst und beschlossen wird. Auf dem Konzil wird auch der Osterfeststreit entschieden - als Termin für das Auferstehungsfest wird der erste Sonntag nach dem Frühlingsvollmond festgesetzt. Nach Meinung der Arianer ist Jesus nur ein Geschöpf Gottes und daher von »etwas geringerer Göttlichkeit« als sein Vater, er ist wesensähnlich, aber nicht wesensgleich. Auf dem Konzil wird diese Lehre des Arius aus Alexandria zurückgewiesen und die Wesensgleichheit wird für alle Zeiten festgelegt.
  • 11.05.330: Der römische Kaiser Konstantin I. (der Große, um 280-337) weiht die griechische Handelsstadt Byzanz zum »Neuen Rom«: Unter dem neuen Namen Konstantinopel wird sie die neue Hauptstadt des Römischen Reiches. Konstantin hofft, von hier aus die Probleme auf dem Balkan und gegenüber den Persern besser lösen zu können als von Rom aus. Als »Pontifex Maximus« (oberster Priester) setzt sich Konstantin an die Spitze der christlichen Kirche. Die Stadt wird mit einer gewaltigen Steinmauer umgeben, in den folgenden 100 Jahren entstehen zahlreiche Paläste und Kirchen. Rom bleibt das zweite Zentrum des Reiches, wird aber immer unbedeutender.
  • 25.12.333: Der römische Kaiser Konstantin I. (der Große, um 280-337) ernennt seinen Sohn Constans (323-350) zum Mitregenten (Caesar) und festigt damit seine Herrschaft und die Dynastie seiner Familie. Neben Constans herrschen auch dessen Brüder Konstantin II. (gestorben 340) und Constantius II. (317-361). 335 teilt Konstantin das Reich unter seinen Söhnen auf. Nach seinem Tod (22. Mai 337) kommt es 338 zu einem Blutbad, das die Heerführer und Prätorianergardisten unter den kaiserlichen männlichen Verwandten anrichten. Neun Männer sterben dabei, nicht jedoch die drei Söhne Konstantins. Sie ermorden wichtige Vertraute ihres Vaters und stiften untereinander Intrigen. Konstantin II. fällt 340 bei Aquileia im Kampf gegen seinen Bruder Constans, der nun zum Alleinherrscher im Westen wird.
  • 22.05.337: Der römische Kaiser Konstantin I. (der Große, um 280-337) stirbt während der Vorbereitungen zu einem Feldzug gegen die Perser. Am Pfingstfest, wenige Tage zuvor, hatte er sich noch von dem arianischen Bischof von Nikomedia, Eusebius (gestorben um 342), taufen lassen. Er wird in der »Kirche der Heiligen Apostel« in Konstantinopel bestattet und von seinen Söhnen zum Gott erhoben.
    Link: Ökumenisches Heiligenlexikon - Konstantin der Große
  • 18.01.350: Der römische Befehlshaber Flavius Magnus Magnentius (gestorben 353) lässt sich während eines Festmahls in Augustodunum (Autun) zum Kaiser ausrufen. Kaiser Constans (323-350) flüchtet und wird kurz darauf von dem ihn verfolgenden Heerführer Gaiso ermordet. 353 wird Magnentius in der Schlacht bei Mons Seleuci (Alpen, bei Gap) von Kaiser Constantius II. (317-361) geschlagen und begeht darauf Selbstmord.
  • ab 364: Valentinian I. (321-375) regiert in Rom und überlässt den Osten des Reiches seinem Bruder Valens (328-378). Durch Kriegszüge und Befestigungsbauten versucht Valentinian, die gefährdeten Nord- und Westgrenzen des Reiches zu sichern. Er fällt am 17. November 375 in Brigetio in Pannonien bei der Abwehr der Quaden, Valens wird am 9. August 378 bei Adrianopel von den Westgoten vernichtend geschlagen und getötet.
  • 17.11.375: Der römische Kaiser Valentinian I. (321-375) fällt in Brigetio in Pannonien bei der Abwehr der Quaden (»Quadi«, westgermanische Volksgruppe, zu den Sweben gehörend).
  • 09.08.378: Der oströmische Kaiser Valens (328-378), Nachfolger von Valentinian I. (321-375), wird bei Adrianopel von den Westgoten vernichtend geschlagen und getötet.
  • 01.05.381: Auf dem vom oströmischen Kaiser Theodosius I. (der Große, Flavius Theodosius, 347-395) eingerufenen 2. Ökumenischen Konzil (1. Konzil von Konstantinopel) in Konstantinopel wird die Errichtung der orthodoxen katholischen Staatskirche faktisch vollzogen. Am 28. Februar 380 hatte Theodosius allen ihm untergebenen Völkern den Trinitätsglauben (Glaube an die Dreieinigkeit von Gottvater, Sohn und Heiliger Geist) vorgeschrieben, wie er auf dem »Konzil von Nizäa« (20. Mai 325) sanktioniert worden war.
  • 03.02.382: Der letzte gesamtrömische Kaiser Theodosius I. (der Große, Flavius Theodosius, 347-395) siedelt die Westgoten als so genannte »Foederati« (Förderaten) in Thrakien (östliche Balkanhalbinsel) an. Die Westgoten waren auf ihrer Flucht vor dem »Hunnensturm« (seit 375) in das römische Reichsgebiet eingedrungen, was zu kriegerischen Auseinandersetzungen führte.
    Link: Theodosius I. in der Wikipedia
  • 391: Christentum wird Staatsreligion
  • 17.01.395: Der römische Kaiser Theodosius I. (der Große, Flavius Theodosius, 347-395) stirbt in Mailand und mit ihm der letzte gesamtrömische Herrscher. Das Römische Reich wird unter seinen Söhnen Honorius (384-423, Westen) und Arcadius (um 377-408, Osten) aufgeteilt. Hauptstadt des Oströmischen Reiches bleibt Konstantinopel (siehe 11. Mai 330), politisches Zentrum des Weströmischen Reiches wird zunächst Mailand und ab 404 Ravenna. Mit der Reichsteilung wollte Theodosius I. - vergeblich - den Zerfall des von den Völkerwanderungen bedrohten Reiches verhindern.

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  • 24.08.410: Der Westgotenkönig Alarich (um 370-410) erobert Rom und lässt die Stadt von 30.000 Männern drei Tage lang plündern. Dies ist die zweite Plünderung in der Geschichte Rom (nach der »Gallierkatastrophe« am 18. Juli 387 v.Chr.). Bereits in den Jahren 408 und 409 hatte Alarich Rom belagert. Seine Eroberung löst Entsetzen und Panik im gesamten Römischen Reich aus. Nach dem Überfall ziehen die Westgoten weiter nach Süden - sie wollen in das gold- und getreidereiche Afrika eindringen. Sie kommen aber nicht einmal über die Straße von Messina. Alarich stirbt Ende 410; der Legende nach wird er im Flussbett des Busento nahe bei Cosenza (Süditalien) bestattet. Die Westgoten ziehen weiter nach Gallien und Aquitanien.
  • 27.11.450: Die weströmische Kaiserin Galla Placidia (um 390-450) stirbt in Rom. Die Tochter des oströmischen Kaisers Theodosius I., des Großen, gerät 408/409 während der Eroberung Roms in die Gefangenschaft der Westgoten und heiratet 414 den Westgotenkönig Athaulf (gestorben 415). Nach der Abdrängung der Westgoten nach Spanien und der Ermordung ihres Mannes wird sie nach Rom zurückgeschickt. Der weströmische Kaiser Honorius (384-423), ihr Halbbruder, verheiratet sie 417 mit dem Oberbefehlshaber der Truppen gegen die Westgoten und späteren Kaiser Konstantius III. (gestorben 421). Nach dessen Tod wird sie nach Konstantinopel verbannt. 423 sichert sie ihrem Sohn Valentinian III. (419-455) die Nachfolge von Honorius und herrscht (bis 437) von Ravenna aus als Regentin über das weströmische Reich.
    Link: Galla Placidia in der Wikipedia
  • 20.09.451: In der »Schlacht auf den katalaunischen Feldern« (bei Troyes,Frankreich) besiegen die Römer und die Westgoten unter Flavius Aėtius (um 395-454) und dem Westgotenkönig Theoderich die Hunnen und Ostgoten unter dem Hunnenkönig Attila (»Etzel«, um 406-453). Aėtius lässt die Hunnen abziehen. 452 fällt Attila in Norditalien ein und zerstört mehrere Städte. Verhandlungen durch Papst Leo I., Krankheiten und Hunger in Attilas Heerlager bewegen die Hunnen zum Rückzug. 453 heiratet Attila die burgundische Prinzessin Ildikó (Hildchen), stirbt jedoch in der Hochzeitsnacht an einem Blutsturz. Nach seinem Tod zerfällt das Reich der Hunnen, die seit 375 für Angst und Schrecken gesorgt (»Hunnensturm«) und die »Zweite Germanische Völkerwanderungen« ausgelöst haben. (Siehe auch: 3. Februar 382 - Westgoten siedeln in Thrakien).
    Link: Sagenhafte Völker: Der Hunnensturm
  • 21.09.454: Flavius Aėtius (um 395-454) wird in Rom von Kaiser Valentinian III. (419-455) eigenhändig getötet, weil dieser die Machtfülle des Feldherrn fürchtete (am 16. März 455 wird Valentinian III. von Gefolgsleuten des Aėtius erschlagen). 436 hatte Aėtius das Burgunderreich vernichtet und um 445 die salischen Franken geschlagen. 443 siedelt er die von den Hunnen geschlagenen Burgunder um Worms (Nibelungensage) in Savoyen südwestlich der Alpen an. In der »Schlacht auf den katalaunischen Feldern« (bei Troyes,Frankreich) besiegen die Römer und die Westgoten unter Aėtius und dem Westgotenkönig Theoderich im Jahre 451 die Hunnen und Ostgoten unter dem Hunnenkönig Attila (um 406-453).
  • 16.03.455: Der weströmische Kaiser Valentinian III. (419-455) wird von Anhängern des am 21. September 454 ermordeten Reichsherrn Flavius Aėtius (um 395-454) umgebracht. Unter seinen Nachfolgern löst sich das Weströmische Reich auf.
    Link: Valentinian III. in der Wikipedia
  • 02.06.455: Der Vandalenkönig Geiserich (389-477) erobert Rom und lässt die Stadt 14 Tage lang plündern. Zuvor hatten die Vandalen die römische Flotte zerschlagen und Rom besetzt. Der römische Kaiser Petronius Maximus (396-455), der auf jeglichen Widerstand gegen die Vandalen verzichtet hatte, wird am 31. Mai 455 während seiner Flucht von einem seiner Leibwächter erschlagen. Unter den Geiseln, welche die Vandalen nehmen, befinden sich auch die Kaiserin Licinia Eudoxia (422-462), die Witwe des am 16. März 455 ermordeten Valentinian III., sowie ihre Tochter Eudocia, die Geiserich mit seinem Sohn Hunerich verheiraten will. Eudoxia soll die Vandalen angeblich zum Überfall aufgefordert haben.
    Link: Geiserich in der Wikipedia
  • 31.10.475: Romulus »Augustulus« (»Kaiserlein«, um 461-nach 476) besteigt als letzter weströmischer Kaiser den Herrscherthron. Sein Vater Orestes, der seinen Sohn zum Imperator erhebt, hatte zuvor Kaiser Nepos vertrieben. Bereits am 23. August 476 wird Romulus durch Odoaker (um 430-493), dem Führer germanischer Söldner, abgesetzt.
    Link: Romulus Augustulus in der Wikipedia
  • 23.08.476: Die Absetzung des Kaisers Romulus Augustulus (»Kaiserlein«, um 461-nach 476) durch Odoaker (um 430-493), dem Führer germanischer Söldner, markiert das Ende des Weströmischen Reiches. Odoaker wird vom Heer zum König ausgerufen und begründet die erste germanische Herrschaft in Italien. Romolus Augustulus konnte zuletzt seine Soldaten nicht mehr bezahlen. Der oströmische Kaiser Zenon I. (um 426-491) erkennt die Herrschaft Odoakers zunächst an. Dieser erobert 476-477 das von den Vandalen besetzte Sizilien, 481 Dalmatien und zerstört 487-488 das Reich der Rugier in Noricum. 489 wird Odoaker von dem ostgotischen König Theodorich dem Großen (451-526), der im Auftrag Zenons kämpft, in einer Schlacht bei Verona besiegt. Am 15. März 493 wird er in Ravenna von Theodorich erschlagen. Theodorich gründet das Ostgotenreich mit der Hauptstadt Ravenna.
    Theoderich geht als Dietrich von Bern (das heutige Verona) in die Heldensage ein (Hildebrandslied).
    Links: Nordische Mythologie - Dietrich von Bern und Dietrich von Bern

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  • 16.08.1875: In Anwesenheit des deutschen Kaisers Wilhelm I. wird bei Detmold (in der Nähe der Externsteine) das Hermannsdenkmal eingeweiht. Die 26,5 Meter hohe Figur, die auf einem 27 Meter hohen Sockel steht, wurde von dem Bildhauer Ernst von Bandel (1800-1876) geschaffen. Sie erinnert an die »Schlacht im Teutoburger Wald« (Varusschlacht), in welcher der Cheruskerfürst Arminius (Hermann der Cherusker) im Herbst des Jahres 9 drei römische Legionen des Feldherrn Publius Quinctilius Varus (um 46 v.Chr.-9 n.Chr.) geschlagen hatte. 25.000 Römer werden getötet, Germanien östlich des Rheins wird aufgegeben, Varus begeht Selbstmord. Ende der 1980er Jahre wird der wahre Austragungsort der Schlacht ermittelt: am Rande des Kalkrieser Bergs nordöstlich von Osnabrück, 80 Kilometer vom Teutoburger Wald entfernt.
    »Quinctili Vare, legions redde! - Varus, gib mir meine Legionen wieder!« (Kaiser Augustus nach der Niederlage der Römer)
    Links: Das Hermannsdenkmal in Hiddesen bei Detmold und Varusschlacht im Osnabrücker Land - Museum und Park Kalkriese

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Zuletzt geändert am 16.06.2015

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