Kalenderblatt - Thema: Unvergessene Reden, Sprüche und Zitate

Chronik:

Besuch des amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy in Berlin
Besuch des amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy in Berlin, Juni 1963. Hier mit dem regierenden Bürgermeister Willy Brandt.
Quelle: © AdsD der Friedrich-Ebert-Stiftung
  • 6.02.1888 »Wir Deutsche fürchten Gott und sonst nichts auf der Welt; und die Gottesfurcht ist es schon, die uns den Frieden lieben und pflegen lässt.« (Otto von Bismarck, Rede im Reichstag am 6. Februar 1888)
    Links: Reichstagsprotokolle, 1887/88, 2, Otto von Bismarck in der Wikipedia
  • 03.01.1896: Per Telegramm gratuliert der deutsche Kaiser Wilhelm II. (1859-1941) dem Präsidenten von Transvaal, Paul »Ohm« Krüger (1825-1904), zu dessen Sieg über britische Invasionstruppen.
    »Ich spreche Ihnen Meinen aufrichtigen Glückwunsch aus, dass es Ihnen ohne an die Hülfe befreundeter Mächte zu appellieren, mit Ihrem Volk gelungen ist, ... gegenüber den bewaffneten Scharen, welche als Friedensstörer in Ihr Land eingebrochen sind, den Frieden wiederherzustellen und zu bewahren.«.
    Die »Krüger-Depesche« verschärft die Spannungen zwischen Großbritannien und dem Deutschen Reich.
    Link: Die »Krüger-Depesche« in der Wikipedia
  • 06.12.1897: Der deutsche Staatssekretär für Äußeres, Bernhard Fürst von Bülow (1849-1929), äußert sich zur Flottenpolitik, nachdem in der chinesischen Provinz Schantung zwei deutsche katholische Missionare ermordet wurden, was die Inbesitznahme der Halbinsel Kiautschou durch ein deutsches Geschwader zu Folge hatte: »Wir müssen verlangen, dass der deutsche Missionar und der deutsche Unternehmer, die deutschen Waren, die deutsche Flagge und das deutsche Schiff in China geradeso geachtet werden wie diejenigen anderer Mächte. Wir sind endlich gern bereit, in Ostasien den Interessen anderer Großmächte Rechnung zu tragen, in der sicheren Voraussicht, dass unsere eigenen Interessen gleichfalls die ihnen gebührende Würdigung finden. Mit einem Wort: Wir wollen niemanden in den Schatten stellen, aber wir verlangen auch unseren Platz an der Sonne.«
  • 28.03.1898: Der deutsche Reichstag verabschiedet mehrheitlich das erste Flottengesetz, das von Admiral Alfred von Tirpitz (1849-1930), dem Staatssekretär des Reichsmarineamtes, eingebracht wurde. Ein Sonderbudget von 400 Millionen Mark wird ohne große Debatte bewilligt - ein Wettrüsten zwischen England und dem Deutschen Reich beginnt.
  • 23.09.1898: Der deutsche Kaiser Wilhelm II. (1859-1941) eröffnet den Freihafen in Stettin. Nach der Rede des Oberbürgermeisters Hagen bemerkt der Kaiser »Unsere Zukunft liegt auf dem Wasser«. Am 28. März 1898 hatte der deutsche Reichstag mehrheitlich das erste Flottengesetz verabschiedet.

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  • 03.01.1900: »Der Ozean ist unentbehrlich für Deutschlands Größe« sagt Prinz Rupprecht von Bayern anlässlich der Taufe des Linienschiffes Wittelsbach. Er ist der Meinung, dass die deutsche Weltmachtstellung von der Präsenz auf den Weltmeeren abhängt. (Zitat aus: Lautemann, Geschichte in Quellen (1961), Bd. 5, S. 588)
  • 19.06.1900: »Peking muss rasiert werden.« telegrafiert der deutsche Kaiser Wilhelm II. (1859-1941) an Reichskanzler Bernhard von Bülow (1849-1929). In dem Telegramm äußert der Kaiser sich in aggressiver Form zum so genannten »Boxeraufstand« in China (siehe 20. Juni 1900). (Zitat aus: Mommsen, Imperialismus (1977), S. 133 f)
  • 27.07.1900: Bei der Verabschiedung deutscher Truppen nach China (siehe 20. Juni 1900) hält Kaiser Wilhelm II. (1859-1941) seine berühmt-berüchtigte »Hunnenrede«. Hier die 'Originalversion' (veröffentlicht wurde auf Veranlassung des Bernhard von Bülow (1849-1929) eine entschärfte Fassung):
    »Kommt ihr vor den Feind, so wird derselbe geschlagen! Pardon wird es nicht geben! Gefangene werden nicht gemacht! Wer euch in die Hände fällt, sei euch verfallen! Wie vor 1000 Jahren die Hunnen unter ihrem König Etzel sich einen Namen gemacht, der sie noch jetzt in Überlieferung und Märchen gewaltig erscheinen lässt, so möge der Name Deutscher in China auf 1000 Jahre durch euch in einer Weise betätigt werden, dass niemals wieder ein Chinese es wagt, einen Deutschen auch nur scheel anzusehen!« (Zitat aus: Lautemann, Geschichte in Quellen (1980), Bd. 5, S. 588 f)
  • 1902: In Stuttgart wird Wladimir I. Lenins (1870-1924) Schrift »Was tun?« in russischer Sprache gedruckt.
  • 28.10.1908: In einem Zeitungsartikel des britischen »Daily-Telegraph« äußert sich der deutsche Kaiser Wilhelm II. (1859-1941) gegenüber seinem Freund, dem britischen Oberst Stuart Wortley, zu Fragen der deutsch-britischen Beziehungen. Der Artikel löst in Deutschland eine politische Krise aus und belastet das deutsch-britische Verhältnis schwer.
    »Ihr Engländer seid verrückt, verrückt wie die Märzhasen. Was ist über euch gekommen, dass ihr euch so völlig einem Argwohn überlassen habt, der einer ganzen Nation unwürdig ist?« schreibt er, und weiter: »Deutschland muss eine mächtige Flotte haben, um diesen Handel und seine mannigfaltigen Interessen auch in entferntesten Meeren zu schützen. Es erwartet, dass diese Interessen sich noch ausbreiten, und muss fähig sein, sie in jedem Teil des Erdballs männlich zu verteidigen. Deutschland schaut vorwärts.« (Zitat aus: Lautemann, Geschichte in Quellen (1980), Bd. 5, S. 635 f)
  • 29.03.1909: Der deutsche Reichskanzler Bernhard von Bülow (1849-1929) spricht in einer Reichstagsrede von der »Nibelungentreue« gegenüber Österreich-Ungarn, um die Bündnistreue zu betonen: »Meine Herren, ich habe irgendwo ein höhnisches Wort gelesen über unsere Vasallenschaft gegenüber Österreich-Ungarn. Das Wort ist einfältig! Es gibt hier keinen Streit um den Vortritt, wie zwischen den beiden Königinnen im Nibelungenlied; aber die Nibelungentreue wollen wir aus unserem Verhältnis zu Österreich-Ungarn nicht ausschalten, die wollen wir uns gegenseitig wahren...« (Zitat aus: Lautemann, Geschichte in Quellen (1980), Bd. 5, S. 708 f)
  • 1914: »Lieb Vaterland magst ruhig sein!« lautet der Titel eines kriegsverherrlichenden »Kriegsbilderbuches mit Knüttelversen« aus dem Jahre 1914, das von Arpad Schmidhammer illustriert worden war. Eine Neuauflage erscheint im Jahre 1944.
  • 04.08.1914: Deutschen Truppen marschieren in Belgien ein, um den »Schlieffen-Plan« in die Tat umzusetzen. Nach diesem Plan soll die deutschen Armee in zwei Flügeln durch Belgien gegen Frankreich marschieren, die Ärmelkanalküste von Dünkirchen bis Le Havre besetzen und schließlich Paris erobern, und das alles vor Russlands kompletter Mobilmachung. Bereits im neutralen Belgien stößt man jedoch auf Widerstand vor allem der Zivilbevölkerung. Bei der außerordentlichen Sitzung des Reichstags im Weißen Saal des Königlichen Schlosses zu Berlin bezeichnet der deutsche Kaiser Wilhelm II. (1859-1941) den Krieg als »Akt der Notwendigkeit«. Seine Rede beendet er mit den Worten: »Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur noch Deutsche«. Der britische Außenminister Edward Grey prophezeite: »In Europa gehen die Lichter aus«.
  • 06.11.1917: Wladimir I. Lenin (1870-1924) schreibt am Vorabend der »Oktoberrevolution« (7. November 1917) an die Mitglieder des Zentralkomitees der Bolschewiki: »Das hat die Geschichte der Revolutionen bewiesen, und maßlos wäre das Verbrechen der Revolutionäre, wenn sie den Augenblick vorübergehen ließen, obwohl sie wissen, dass die Rettung der Revolution, das Friedensangebot, die Rettung Petrograds, die Rettung vor dem Hunger, die Übergabe des Grund und Bodens an die Bauern von ihnen abhängen. Die Regierung schwankt. Man muss ihr den Rest geben, koste es, was es wolle! Eine Verzögerung der Aktion bedeutet den Tod.« (Zitat aus: Lautemann, Geschichte in Quellen (1961), Bd. 6, S. 74 f)
  • 02.11.1917: Der britische Außenminister Arthur James Balfour (1848-1930) schreibt an Lord Lionel Walter Rothschild (1868-1937), eine der Führungspersonen der zionistischen Bewegung: »Seiner Majestät Regierung betrachtet die Schaffung einer nationalen Heimstätte in Palästina für das jüdische Volk mit Wohlwollen und wird die größten Anstrengungen machen, um die Erreichung dieses Zieles zu erleichtern, wobei klar verstanden wird, dass nichts getan werden soll, was die bürgerlichen und religiösen Rechte bestehender nichtjüdischer Gemeinschaften in Palästina oder die Rechte und die politische Stellung der Juden in irgendeinem anderen Land beeinträchtigen könnte.« (Zitat aus: Lautemann, Geschichte in Quellen (1980), Bd. 7, S. 609)
    Die »Balfour-Deklaration« wird am 24. Juli 1922 in das Völkerbundsmandat über Palästina aufgenommen.
  • 09.11.1918: »Der Kaiser hat abgedankt!« sagt Prinz Max von Baden in der Zeitung »Vorwärts«.
  • 24.02.1920: Adolf Hitler (1889-1945, Propagandaleiter der Deutschen Arbeiterpartei (DAP, im März in NSDAP unbenannt), verkündet vor 2000 Menschen im Münchner Hofbräuhaus das nationalistische, antikapitalistische und antisemitische 25-Punkte-Programm der Partei, das von ihm, Anton Drexler und Gottfried Feder formuliert wurde. Darin fordert er u.a. die Schaffung eines Groß-Deutschlands, die Gleichberechtigung des deutschen Volkes gegenüber anderen Nationen und die Aufhebung des Versailler Friedensvertrages. Nach dem Programm der NSDAP kann nur ein »Volksgenosse« ein Staatsbürger sein, ein Volksgenosse könne nur sein, wer »deutschen Blutes ist ohne Rücksicht auf die Konfession«.
    Link: Das 25-Punkte-Programm in der Wikipedia
  • 18.02.1943: Im Berliner Sportpalast hält der Reichspropagandaminister Joseph Goebbels (1897-1945) eine fantatische Rede über den so genannten »Endsieg«, in der er - von den Zuhörern frenetisch umjubelt - den »totalen Krieg« fordert. »Wollt ihr den totalen Krieg? Wollt ihr ihn, wenn nötig, totaler und radikaler, als wir ihn uns heute überhaupt vorstellen können?«. Später bemerkte Goebbels dazu: »Diese Stunde der Idiotie. Hätte ich gesagt, sie sollen aus dem dritten Stock des Columbus-Hauses springen, sie hätten es auch getan.«
    Link: Stichwort »Totaler Krieg« in der Wikipedia
  • 05.03.1946: Winston Churchill (1874-1965) prägt in einer Rede an der Universität Fulton (Missouri, USA), den Begriff vom »Eisernen Vorhang«, den er erstmals am 12. Mai 1945 in einem Telegramm an US-Präsident Harry S. Truman (1884-1972) verwendet hatte: »Von Stettin an der Ostsee bis hinunter nach Triest an der Adria ist ein »Eiserner Vorhang« quer durch den Kontinent niedergegangen. Hinter dieser Linie liegen alle Hauptstädte der alten Staaten Zentral- und Osteuropas, Warschau, Berlin, Prag, Wien, Budapest, Belgrad, Bukarest und Sofia. Alle diese berühmten Städte und die Bevölkerung darum liegen in, was ich die sowjetische Sphäre nennen muss. Und alle sind in der einen oder anderen Form nicht nur dem sowjetischen Einfluss unterworfen, sondern in einem sehr hohen und in einigen Fällen wachsenden Grad der Kontrolle Moskaus.«
    Link: Der »Eiserne Vorhang« in der Wikipedia
  • Juli 1947: Der amerikanische Journalist Walter Lippmann (1889-1974) prägt in einer Artikelserie in der »New York Herald Tribune« über den Ost-West-Gegensatz den Begriff »Cold War« - »Kalter Krieg«. 1947 erschient auch sein Buch »The Cold War«.
  • 23.05.1949: Mit den Worten »Heute, am 23. Mai, beginnt ein neuer Abschnitt in der Geschichte unseres Volkes.« verkündet Konrad Adenauer (1876-1967) das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. Es tritt am 24. Mai 1949 in Kraft.
    Link: Das »Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland« in der Wikipedia
  • 07.11.1949: »Auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zugewandt, lass uns dir zum Guten dienen, Deutschland, einig Vaterland« sind die Anfangsverse der Nationalhymne der DDR. Gedichtet wurde sie von Johannes Robert Becher (1891-1958), vertont von Hanns Eisler (1898-1962). Am 7. November 1949 wird sie erstmals öffentlich gesungen. Die Deutsche Demokratische Republik wurde am 7. Oktober 1949 vom Deutschen Volksrat in Ost-Berlin proklamiert.
    Link: »Auferstanden aus Ruinen« in der Wikipedia

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  • Juni 1953: »Wir werden nicht ruhen und rasten, bis auch Sie wieder Freiheit haben!« sagt der deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer (1876-1967) in Berlin.
  • 28.04.1960: »Die Politik der Sozialen Marktwirtschaft stand seit dem Tage der Währungsreform unter der Leitidee, auf dem Boden einer freien Wettbewerbswirtschaft persönliche Freiheit, wachsenden Wohlstand und soziale Sicherheit in Einklang zu bringen und durch eine Politik weltweiter Offenheit die Völker zu versöhnen.« sagt der deutsche Bundeskanzler Ludwig Erhard (1897-1977) in einer Rede vor dem 9. Bundesparteitag der CDU in Karlsruhe
  • 15.06.1961: »Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.« beteuert SED-Generalsekretär und DDR-Staatsratsvorsitzender Walter Ulbricht (1893-1973) auf einer internationalen Pressekonferenz in Ost-Berlin, obwohl er selbst auf einer Sitzung in Moskau am 28./29. März 1961 eine Schließung der Grenzen nach West-Berlin vorgeschlagen hatte (was damals abgelehnt wurde). Auf einem Treffen der Generalsekretäre der kommunistischen Parteien aller Warschauer-Pakt-Staaten vom 3.-5. August in Moskau erhält er die Zustimmung zur Abriegelung der Fluchtwege, um den wirtschaftlichen Zusammenbruch der DDR zu verhindern. Siehe: 13. August 1961.
    Link: Walter Ulbricht in der Wikipedia
  • 13.08.1961: »Und ich sage: Ulbricht wird an seiner Mauer ersticken.« sagt Willy Brandt (1913-1992, SPD) nach dem Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961
  • 18.08.1961: »Der Regierende Bürgermeister von Berlin hat in diesen Tagen aus allen Teilen der Bevölkerung unzählige Beweise erhalten, dass es falsch ist zu glauben, die Menschen in der Bundesrepublik würden nicht verstehen, was seit dem Sonntag in Berlin und in der Zone passiert ist. ... Was in Ost-Berlin geschehen ist, das ist der Einmarsch einer Armee in ein Territorium, in dem sie nichts zu suchen hat. Die sogenannte Volksarmee mit ihren Nebenorganisationen hat Ost-Berlin annektiert. Sie hat den Vier-Mächte-Status unter ihren Panzerketten zermahlen.« (Willy Brandt, Rede vor dem Deutschen Bundestag, Bonn, 18. August 1961)
  • 26.06.1963: Während seines Berlin-Besuches erklärt der US-Präsident John F. Kennedy (1917-1963) u.a.:
    »Vor zweitausend Jahren war der stolzeste Satz, den ein Mensch sagen konnte, der: Ich bin ein Bürger Roms. Heute ist der stolzeste Satz, den jemand in der freien Welt sagen kann: Ich bin ein Berliner.« [...] »Alle freien Menschen, wo immer sie leben mögen, sind Bürger dieser Stadt Berlin, und deshalb bin ich als freier Mann stolz darauf, sagen zu können: Ich bin ein Berliner.«
    Quelle: Presse- und Informationsamt Berlin, »Ein großer Tag« (1963), S. 26 f
    Link: »Ich bin ein Berliner« in der Wikipedia
  • 28.08.1963: 250.000 Menschen (darunter 60.000 Weiße) demonstrieren bei dem »Marsch nach Washington« friedlich für die Bürgerrechte. Martin Luther King (1929-1968) hält seine berühmte Rede »I have a dream« (»Ich habe einen Traum«) über seine Vision von einer freien und gleichen Gesellschaft. King wird am 4. April 1968 von einem Rassisten erschossen.
    Link: Martin Luther King in der Wikipedia
  • 12.08.1964: »Die Mauer steht gegen den Strom der Geschichte. Sie steht gegen das Gebot der Menschlichkeit. Gegen das in der Charta der Vereinten Nationen verbriefte Recht auf Selbstbestimmung. Gegen die Sicherung des Friedens.« sagt Willy Brandt am 12. August 1964 , zum 3. Jahrestag des 13. August 1961.
  • 12.08.1964: »Wenn es auf starke Worte ankäme, dann stünde die Mauer nicht mehr. Dann wären die Trennung Berlins und die Spaltung Deutschlands längst überwunden.« sagt Willy Brandt zum 13. August 1964 im Deutschen Fernsehen, 12. August 1964
  • 28.10.1969: »Unser Volk braucht wie jedes andere seine innere Ordnung. [...] Solche demokratische Ordnung braucht außerordentliche Geduld im Zuhören und außerordentliche Anstrengung, sich gegenseitig zu verstehen. Wir wollen mehr Demokratie wagen.« sagt der am 21. Oktober gewählte Bundeskanzler Willy Brandt (1913-1992, SPD) in seiner Regierungserklärung.
  • 12.06.1987: »There is one sign the Soviets can make that would be unmistakable, that would advance dramatically the cause of freedom and peace. General Secretary Gorbachev, if you seek peace, if you seek prosperity for the Soviet Union and Eastern Europe, if you seek liberalization: Come here to this gate! Mr. Gorbachev, open this gate! Mr. Gorbachev, tear down this wall!« sagt US-Präsident Ronald Reagan (1911-2004) bei seinem Besuch in West-Berlin vor dem Brandenburger Tor. Aus Protest gegen Reagans Besuch kommt es zu Demonstrationen, was zu Straßenschlachten mit der Polizei führt.
  • 7.10.1989:Thema: DDR »Wenn wir zurückbleiben, bestraft uns das Leben sofort« sagt der sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow (*1931) während der Feierlichkeiten zum 40. Jahrestag der DDR, und meint damit die notwendigen bzw. längst überfälligen Reformen. In mehreren Städten demonstrieren die Menschen für eine Umgestaltung der DDR und eine demokratische Erneuerung. Die Sicherheitskräfte gehen mit Schlagstöcken und Wasserwerfern gegen die Demonstranten vor, etwa 1.000 Personen werden festgenommen.
    Gorbatschows Pressesprecher Gennadi Gerassimow wandelt »Gorbis« Ausspruch am Abend zu »Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!«.
    Link: Gennadi Gerassimow in der Wikipedia
  • 09.10.1989: »Wir sind das Volk« ist erstmals das Motto der Montagsdemonstranten, die sich nach dem Gottesdienst in der Leipziger Nikolaikirche zu einem friedlichen Protest versammeln. Sie fordern eine Umgestaltung der DDR und eine demokratische Erneuerung.
  • 03.10.1990: »Sich zu vereinen, heißt teilen zu lernen« sagt der deutsche Bundespräsident von Weizsäcker (*1920) bei einem Staatsakt in der Berliner Philharmonie anlässlich der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten am 3. Oktober 1990.
  • 22.02.1994: »Das ist eine klassische journalistische Behauptung. Sie ist zwar richtig, aber sie ist nicht die Wahrheit.« sagt Dr. Helmut Kohl (1930-2017), Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland (1982-1998), in der ARD-Nachrichtensendung 'Tagesthemen'.

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Zuletzt geändert am 07.07.2013

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