Kalenderblatt - Thema: Napoléon Bonaparte

Jacques-Louis David: Napoléon am Großen St. Bernhard (1801)
Jacques-Louis David (1748-1825): Napoléon am Großen St. Bernhard (1801)

Chronik:

  • 05.10.1795: Brigadegeneral Napoléon Bonaparte (1769-1821) schlägt im Auftrag des Präsidenten des Nationalkonvents, Paul de Barras (1755-1829), einen Aufstand der Royalisten in Paris nieder. Napoléon war nach dem Sturz Robespierres interniert und aus der Armee entlassen worden. Nach der Verhinderung des Putsches wird er am 2. März 1796 zum Oberbefehlshaber der Armee in Italien ernannt. Barras vermittelt auch Napoléons Hochzeit mit der Witwe Joséphine de Beauharnais (1763-1814) am 9. März 1796, was Napoléons Aufstieg fördert.
  • 17.11.1796: In der »Schlacht von Arcole« (bei Verona, Ialien, 15. bis 17. November 1796) siegen die Franzosen unter Napoléon Bonaparte (1769-1821) über die Österreicher unter dem Feldzeugmeister Johann Alvinczy von Berberek (1735-1810).
    Am 2. März 1796 wird Napoléon zum Oberbefehlshaber der Italienarmee ernannt. Er siegt am 12. April bei Montenotte, am 21. April bei Millesimo und Mondovi, am 10. Mai an der Brücke von Lodi. Am 15. Mai hält er triumphalen Einzug in Mailand. Es kommt zu weiteren Kämpfen bei Castiglione (5. August), Bassano (8. September), Arcole (15.-17. November) und Rivoli (14. Januar 1797). Mantua kapituliert am 2. Februar 1797.
    Link: Die »Schlacht von Arcole« in der Wikipedia
  • 21.07.1798: Der französische General Napoléon Bonaparte (1769-1821) besiegt in der »Schlacht bei den Pyramiden« das Heer der Mamelucken unter den Heerführern Murad Bey (1750-1801) und Ibrahim Bey (1735-1817). Am 24. Juli ziehen die französischen Truppen in Kairo ein. Napoléons am 19. Mai 1798 begonnener Ägypten-Feldzug (1798-1801) scheitert praktisch mit der Niederlage bei der »Seeschlacht bei Abukir« am 1. August 1798.
    Link: Die »Ägyptische Expedition Napoléons« in der Wikipedia
  • 01.08.1798: In der »Seeschlacht bei Abukir« werden die Franzosen unter General Napoléon Bonaparte (1769-1821) von den Briten unter dem Kommando von Admiral Horatio Nelson (1758-1805) vernichtend geschlagen. Damit ist der am 19. Mai 1798 begonnene Ägypten-Feldzug (1798-1801) Napoléons praktisch gescheitert. Bedeutend ist er jedoch aus wissenschaftlicher Sicht. Unter anderem wird am 15. Juli 1799 der Stein von Rosette entdeckt, der zur Entzifferung der altägyptischen Hieroglyphenschrift führt.
    Link: Die »Seeschlacht bei Abukir« in der Wikipedia
  • 09.11.1799: Mit einem Staatsstreich stürzt General Napoléon Bonaparte (1769-1821), unterstützt vom Militär, das französische Direktorium und bildet eine provisorische Regierung. Als Erster Konsul vereinigt Napoléon die exekutive (vollziehende) und legislative (gesetzgebende) Gewalt auf sein Amt. Der Staatsstreich beendet die Französische Revolution zugunsten des besitzenden Bürgertums; Royalisten und radikale Republikaner werden ausgeschaltet.

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  • 14.06.1800: In der »Schlacht bei Maréngo« (Italien) während des »Zweiten Koalitionskrieges« siegen die Franzosen unter Napoléon Bonaparte (1769-1821) über die Österreicher unter General Michael von Melas (1729-1806). Zu einem weiteren Sieg kommt es am 3. Dezember 1800 in der »Schlacht bei Hohenlinden«.
    Link: Die »Schlacht bei Maréngo« in der Wikipedia
  • 19.05.1802: Der französische Erste Konsul Napoléon Bonaparte (1769-1821) stiftet den Orden »Légion d'honneur«. In der »Ehrenlegion« sind Ausländer und Franzosen vertreten, die sich als Zivilisten oder Militärs Verdienste um Frankreich erworben haben.
    Link: Die »Ehrenlegion« in der Wikipedia
  • 21.03.1804: In Frankreich wird der »Code civil« (auch Code Napoléon) eingeführt. Das Zivilgesetzbuch schreibt Gleichheit, Freiheit, Abschaffung des Feudalrechts und Sicherung des erworbenen Eigentums fest. Es gilt als Grundlage demokratischer Gesetzgebung.
  • 02.12.1804: Der französische Erste Konsul Napoléon Bonaparte (1769-1821) krönt sich in der Kathedrale Notre-Dame zu Paris zum (erblichen) Kaiser der Franzosen und seine Frau Joséphine zur Kaiserin. Papst Pius VII. nimmt gezwungenermaßen an der Krönung teil, salbt Napoléon jedoch nur, die Kröung nimmt Napoléon selbst vor. Das französische Kaiserreich unter Napoléon I. von 1804-1814 und 1815 (»Herrschaft der 100 Tage«) wird als I. Empire, die Regierungszeit seines Neffen Napoléon III. von 1852-1870 als II. Empire bezeichnet.
    Link: Napoléon Bonaparte in der Wikipedia

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Jacques-Louis David: Porträt des Napoléon
Jacques-Louis David (1748-1825): Porträt des Napoléon im kaiserlichen Gewande (1805)
  • 21.10.1805: Der britsche Admiral Lord Nelson (1758-1805) fällt in der Seeschlacht bei Trafalgar, wo er den Großteil der französisch-spanischen Flotte vernichtet hat. Damit sichert er die Seeherrschaft Großbritanniens und wird zum Nationalhelden.
    Link: Die »Schlacht von Trafalgar« in der Wikipedia
  • 02.12.1805: In der »Dreikaiserschlacht bei Austerlitz« besiegt Kaiser Napoléon I. (1769-1821) die Armeen des österr. Kaisers Franz II. und des russischen Zaren Alexander I.. Der Sieg Frankreichs führt zum »Frieden von Pressburg« am 26. Dezember 1805.
    Link: Die »Dreikaiserschlacht bei Austerlitz« in der Wikipedia
  • 26.12.1805: Der »Frieden von Pressburg« beendet den dritten Koalitionskrieg, der am 8. September 1805 mit dem Einmarsch österreichischer Truppen in Bayern begonnen hatte. Durch den Friedensvertrag, der 24 Artikel umfasst und weitgehend von Napoléon I. diktiert wird, bleibt Napoléon I. im Besitz der bisher annektierten Gebiete in Italien und wird von Österreich als König von Italien anerkannt. Österreich verliert Venetien und Dalmatien an Italien; Tirol, Vorarlberg und Lindau an Bayern; den Breisgau und Konstanz an Baden und Würtenberg. Österreich gewinnt aber Salzburg. Die Kurfürsten von Bayern und Württemberg werden von Napoléon zu Königen erhoben, Baden wird Großherzogtum. Der Friedensvertrag ist der erste Schritt zur Auflösung des römisch-deutschen Reiches.
    Link: Der »Frieden von Pressburg«in der Wikipedia

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  • 18.02.1806: Nach der siegreichen »Dreikaiserschlacht« von Austerlitz (2. Dezember 1805) über Russland und Österreich erlässt Napoléon I. ein Dekret zur Errichtung des »Arc de Triomphe« als Denkmal der Grande Armée. Der Triumphbogen ist 50 Meter hoch und 45 Meter breit, Architekten sind Jean-François-Thérèse Chalgrin und Jean-Armand Raymond. Der »Bürgerkönig Louis-Philippe« weiht den »Arc de Triomphe« 1836 als Symbol des militärischen Ruhmes der französischen Nation. Am 15. Dezember 1840 werden die sterblichen Überreste Napoléons von St. Helena überführt und vor seiner Beisetzung im Invalidendom unter dem »Arc de Triomphe« aufgebahrt. Der Triumphbogen ist heute Frankreichs Ehrenmal, hier liegt auch das Grabmal des Unbekannten Soldaten.
    »Napoléon ist nicht von dem Holz, woraus man Könige schnitzt - er ist von jenem Marmor, woraus man Götter macht.« (Heinrich Heine)
  • 30.03.1806: Der französische Kaiser Napoléon I. (1769-1821) ernennt seinen ältesten Bruder Joseph Bonaparte (Giuseppe Buonaparte, 1768-1844) zum König von Neapel (1806-1808).
    Link: Joseph Bonaparte in der Wikipedia
  • 05.06.1806: Kaiser Napoléon I. Bonaparte (1769-1821) wandelt die Batavische Republik in das Königreich Holland (Koninkrijk Holland) um und ernennt seinen Bruder Louis (1778-1846), seit 1805 Generalgouverneur von Piemont, zum König. Als Koning Lodewijk Napoleon (Ludwig) vertritt dieser die Interessen seines Landes und gerät in wachsenden Gegensatz zu seinem Bruder. Nachdem 1810 die Verhandlungen zwischen den Brüdern scheitern, lässt Napoléon I. seine Truppe einmarschieren. Lodewijk dankt am 30. Juni 1810 ab und flieht.
    Link: Louis Bonaparte in der Wikipedia
  • 12.07.1806: In der Rheinbundakte, die am 16. Juli 1806 unterzeichnet wird, schließen sich 16 deutsche Reichsstände in Paris unter dem Protektorat des französischen Kaisers Napoléon I. zum Rheinbund zusammen. Gemäß dieser Vereinbarung kann Napoléon für seine Feldzüge auf die Truppen der Rheinbundstaaten zurückgreifen.
    Link: Der Rheinbund in der Wikipedia
  • 14.10.1806: Kaiser Napoléon I. (1769-1821) siegt in der Doppelschlacht bei Jena und Auerstedt gegen die verbündete sächsisch-preußische Armee. Für Preußen bedeutete diese Schlacht den totalen militärischen und politischen Zusammenbruch, der nach 1807 eine Reihe von Reformen einleitete. Am 27. Oktober 1806 zieht er in Berlin ein.
    Link: Die »Doppelschlacht bei Jena und Auerstedt« in der Wikipedia
  • 21.11.1806: Kaiser Napoléon I. (1769-1821) verkündigt die »Kontinentalsperre«, eine Wirtschaftsblockade des europäischen Kontinents gegen Großbritannien, das dadurch wirtschaftlich ausbluten soll. Großbritannien wehrt sich, indem es 1807 allen neutralen Schiffen verbietet, französische Häfen anzulaufen, und diese auch blockiert. Dadurch kommt es auf dem Festland zu großen wirtschaftlichen Problemen. Die Seemacht Großbritannien dagegen baut sein Monopol im Kolonialwarenhandel mit Kakao, Tee, Kaffee, Gewürzen und Südfrüchten aus. 1811 tritt Russland aus der Kontinentalsperre aus, was zum Russlandfeldzug führt. Siehe: 26. November 1812.
    Link: Die Kontinentalsperre in der Wikipedia

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Kaiser Napoléon Bonaparte
Kaiser Napoléon Bonaparte, handcolorierte Lithographie, um 1847, Quelle: [16]
  • 02.01.1807: Der französische Kaiser Napoléon I. zieht unter großem Beifall der Bevölkerung in Warschau ein - die polnischen Patrioten hoffen, dass der Franzose die drei Teilungen ihres Landes durch Russland, Preußen und Österreich annullieren und Polen wieder zu einem souveränen Staat machen werde. Daran hat Napoléon jedoch kein Interesse, für ihn sind die Polen ein Instrument für die bevorstehenden Auseinandersetzungen mit Russland. Er gründet noch im gleichen Jahr das Großherzogtum Warschau als Satellitenstaat.
  • 08.02.1807: Die »Schlacht bei Preußisch-Eylau« zwischen Napoléon Bonapartes Armee und russischen Truppen unter General Bagration bringt hohe Verluste, aber weder Gewinner noch Verlierer.
    Link: Bagrationowsk (ehem. 'Preußisch Eylau') in der Wikipedia
  • 07.07.1807: Der vierte Koalitionskrieg ist beendet. Frankreich schließt am 7. Juli mit Russland und am 9. Juli mit Preußen den Frieden von Tilsit, der Frankreichs Einfluss in Europa stärkt. Preußen verliert die Hälfte seines Staatsgebietes. So gehen alle Besitzungen westlich der Elbe verloren, ebenso sämtliche Ländereien, die Preußen bei der Teilung Polens (1795) hinzugewonnen hatte. Russlands Zar Alexander I. (1777-1825) unterstützt Kaiser Napoléon I. (1769-1821) bei der Kontinentalsperre, welche die Engländer schwächen soll. Die französische Besetzung des restlichen Preußens führt zu den späteren Freiheitskriegen und zu den Preußischen Reformen (siehe 9. Oktober 1807).
    Link: Die »Koalitionskriege« in der Wikipedia
  • 07.12.1807: Der am 18. August 1807 zum König des neugeschaffenen Königreichs Westphalen ernannte Jérôme Bonarte (1784-1860), der jüngste Bruder Napoléon Bonapartes, zieht in die Hauptstadt Kassel ein. Seine Ehe mit der Amerikanerin Elisabeth Patterson (1805-1870) wurde zuvor von Napoléon annulliert, er heiratete am 22. August 1807 Katharina von Württemberg (1783-1835), die Tochter von Friedrich I. (König von Württemberg). Im Volksmund wird er »König Lustig« genannt. 1813 wird das Königreich Westphalen aufgelöst, Jérôme Bonarte wird vertrieben.
    Link: Jérôme Bonarte in der Wikipedia

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  • 02.05.1808: In Madrid beginnt ein Volksaufstand gegen die französische Fremdherrschaft, der sich zum »Spanischen Unabhängigkeitskrieg« (1808-1814) entwickelt. Nach dem Sturz des spanischen Ministers Manuel de Godoy (19.03.1908) und der Abdankung des Königs Karl IV. zwingt Kaiser Napoléon I. (1769-1821) dessen Sohn und Nachfolger Ferdinand VII. zur Abdankung und ernennt seinen Bruder Joseph Bonaparte (1768-1844) zum neuen König (06.06.1808). Unterstützung erhalten die Spanier von englischen Truppen unter dem Befehl von Arthur Wellesley, dem späteren Herzog von Wellington (1769-1852). Ihm gelingt es, den Franzosen entscheidene Niederlagen zuzufügen.
  • 14.10.1808: Am Rande des »Erfurter Fürstenkongresses« (27. September - 14. Oktober 1808) wird der deutsche Dichter Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) von dem französischen Kaiser Napoleon I. (1769-1821) mit dem Kreuz der Ehrenlegion ausgezeichnet. Ein Bündnisvertrag zwischen Napoleon I. und dem russischen Zaren Alexander I. wird zwar unterzeichnet, aber nicht eingehalten.
    Link: Der Erfurter Fürstenkongress in der Wikipedia

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  • 05.07.1809: In der Nacht vom 5. auf den 6. Juli 1809 wird Papst Pius VII. (Barnabà Chiaramonti, 1742-1823, Papst seit 1800) im Auftrag von Kaiser Napoléon I. überfallen und verhaftet. Er wird erst nach Grenoble und dann nach Savona verschleppt. Der Papst hatte sich geweigert, mehrere französische Kardinale zu ernennen (Napoléon forderte, mindestens ein Drittel der Kardinäle müssten Franzosen sein). Außerdem wirft Napoléon dem Papst die Unterstützung von Aufständischen gegen die französische Besatzung vor. 1808 besetzen französische Truppen den Kirchenstaat, worauf der Papst Napoléon als »Räuber des Erbguts Petri« exkommmuniziert. Seine Haft in Savona dauert 3 Jahre, dann wird er nach Fontainebleau verlegt. Erst im Juli 1815 kann er endgültig nach Rom zurückkehren - ohne sich gebeugt zu haben.
    Link: Papst Pius VII. in der Wikipedia

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  • 20.02.1810: Der Tiroler Freiheitskämpfer Andreas Hofer (1767-1810) wird auf Befehl des französischen Kaisers Napoléon I. in Mantua erschossen. Hofer war Führer des Kampfes der Tiroler Bauern gegen die Besatzungsmacht der Franzosen und der verbündeten Bayern. Nach einigen Erfolgen Regent von Tirol, wird er verraten und an die Franzosen ausgeliefert.
    Link: Andreas Hofer in der Wikipedia
  • 02.04.1810: Kaiser Napoléon I. (1769-1821) heiratet Erzherzogin Maria Luise, die Tochter des österreichischen Kaisers Franz I., um sein Kaisertum zu legitimieren und eine Aussöhnung zwischen Österreich und Frankreich herbeizuführen.
    Link: Napoléon Bonaparte in der Wikipedia

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  • 26.11.1812: Bei ihrem Rückzug aus Moskau erleidet die bereits durch Hunger und Kälte geschwächte »Grande Armée« des französischen Kaisers Napoléon I. (1769-1821) erstmals eine schwere Niederlage. Beim Übergang über die Berisina ertrinken Tausende von Soldaten im Fluss oder werden von russischen Kanonen getötet. Zwar war ein Vordringen bis Moskau gelungen, die Stadt lag jedoch in Schutt und Asche, Zar Alexander I. lehnte Verhandlungen mit Napoléon ab und die Nachschubwege nach Westen waren in Gefahr. So beschliesst Napoléon den Rückzug.

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»Völkerschlacht bei Leipzig«
Peter von Hess (1792-1871): Schlacht bei der Mühle in der Nähe von Leipzig, 1853/54 (Detail).
Die »Völkerschlacht bei Leipzig« vom 16. Oktober - 19. Oktober 1813: Der österreichische
Fürst Carl von Schwarzenberg meldet den siegreichen Monarchen - Zar Alexander I. von Russland,
König Wilhelm II. von Preußen und Kaiser Franz I. von Österreich - die Flucht Napoleons
  • 27.03.1813: Der preußische König Friedrich Wilhelm III. (1770-1840) erklärt Frankreich (erneut) den Krieg und leitet damit die Befreiungskriege ein. Vorausgegangen war der verlustreiche Russlandfeldzug (1812) der »Grande Armée« Napoléons. In seinem Aufruf »An mein Volk« hatte Friedrich Wilhelm III. seine Untertanen zehn Tage zuvor zum Kampf »für unsere Existenz, unsere Unabhängigkeit, unseren Wohlstand« aufgerufen. Es kommt zu mehreren verlustreichen Schlachten. In der Völkerschlacht bei Leipzig (16.-19. Oktober 1813) erleidet Napoléon schließlich die entscheidende Niederlage.
    Link: www.befreiungskriege.de
  • 19.10.1813: Die »Völkerschlacht bei Leipzig« (16. Oktober - 19. Oktober 1813), eine der blutigsten Schlachten der Weltgeschichte, endet mit dem Sieg der verbündeten Russen, Preußen und Österreicher über die Franzosen. Auf alliierter Seiten kämpfen rund 330.000 Soldaten, auf französischer Seite rund 200.000. Etwa 122.000 Männer finden in der Schlacht den Tod. Napoléon tritt mit seiner Armee den fluchtartigen Rückzug nach Paris an. In der Folge werden alle französischen Garnisonen aus Deutschland abgezogen, der 1806 begründete Rheinbund zerfällt.
    »Ein Mensch wie ich pfeift auf das Leben einer Million Menschen.« (Napoléon I. zu Metternich, Dresden 1813)
    Link: »Völkerschlacht bei Leipzig« in der Wikipedia

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  • 06.04.1814: Napoléon I. (1769-1821) dankt in Fontainebleau als Kaiser der Franzosen ab und erhält als Souverän mit Kaisertitel die Insel Elba als Wohnsitz zugewiesen. Zuvor war den alliierten Streitkräften die Eroberung von Paris gelungen, was Napoléon mit seiner zahlenmäßig unterlegenen Armee nicht verhindern konnte.
  • 18.09.1814: Beginn des Wiener Kongresses, auf dem Monarchen und Staatsmänner der europäischen Mächte über eine Neuordnung Europas nach dem Sturz den französischen Kaisers Napoléon I. (1769-1821) verhandeln. Die wichtigsten Personen bei diesen langwierigen Verhandlungen sind der österreichische Reichskanzler Klemens Wenzel Fürst von Metternich, der den Vorsitz führt, der russische Zar Alexander I., der britische Außenminister Viscount Robert Stewart Castlereagh, der preußische Staatskanzler Karl August Fürst von Hardenberg und der Franzose Charles-Maurice de Talleyrand.
    Der Kongress droht zeitweise zu scheitern, ein Krieg wird durch Napoléons Rückkehr und seiner »Herrschaft der 100 Tage« verhindert. Nach seiner Verbannung einigt man sich schließlich. Der Kongress endet am 09.06.1815.
    Die Kongressteilnehmer ignorieren die Zeichen der Zeit, als sie beschließen, die alte Fürstenmacht wieder herzustellen und den Bürgern das politische Mitspracherecht wieder zu nehmen. Die nationalen und liberalen Hoffnungen des aufgeklärten Bürgertums werden unterdrückt, was zu Unruhen und zur Revolution in fast ganz Europa führt.
  • 29.11.1814: Anlässlich des Wiener Kongresses finden zahlreiche ausgedehnten Festlichkeiten, Bälle und Theateraufführungen statt. So erfolgt am 29. November 1814 die Uraufführung von Ludwig van Beethovens Kantate »Der glorreiche Augenblick« mit über 1.000 Musikern.

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Sir William Quiller Orchadson: Überfahrt Napoléons auf der Bellerphon
Sir William Quiller Orchadson: Überfahrt Napoléons auf der Bellerphon
(Napoléon bestieg das Schiff am 15. Juli 1815 und hoffte auf Asyl in England)
  • 01.03.1815: Napoléon (1769-1821) kehrt aus seinem Exil von der Mittelmeerinsel Elba zurück. Seine »Herrschaft der 100 Tage« endet am 18. Juni 1815 mit der Schlacht bei Waterloo, bei der er vernichtend geschlagen wird. Angeführt werden die britischen Truppen von Arthur Wellesley, Herzog von Wellington (1769-1852). Sein Wunsch »Ich wollte, es würde Nacht oder die Preußen kämen!« wird mit dem Entreffen der preußischen Truppen unter Gebhard Leberecht von Blücher (1742-1819, »Marschall Vorwärts«) erfüllt, der dem schwer angeschlagenen britischen Heer zu Hilfe kam. Am 22. Juni 1815 muss Napoléon zum zweiten Mal abdanken. Er wird auf die südatlantische Insel St. Helena verbannt, wo er am 5. Mai 1821 nach längerer Krankheit stirbt.
    »Ich habe die Weltmacht gewollt, und wer hätte sie nicht gewollt an meiner Stelle?« (Napoléon)
  • 08.06.1815: Der Deutsche Bund entsteht
  • 18.06.1815: Napoléon wird in der »Schlacht bei Waterloo« vernichtend geschlagen. Angeführt werden die britischen Truppen von Arthur Wellesley, Herzog von Wellington (1769-1852). Sein legendärer Wunsch »Ich wollte, es würde Nacht oder die Preußen kämen!« wird mit dem Entreffen der preußischen Truppen unter Gebhard Leberecht von Blücher (1742-1819, »Marschall Vorwärts«) erfüllt, der dem schwer angeschlagenen britischen Heer zu Hilfe kam.
    Link: Die »Schlacht bei Waterloo« in der Wikipedia
  • 26.09.1815: Gründung der »Heiligen Allianz« zwischen Preußen, Österreich und Russland zur Unterdrückung revolutioärer Ideen.

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Der Tod Napoléons
Der Tod Napoléons, französische Darstellung (um 1860), Quelle: [16].
Napoléon Bonaparte (1769-1521) stirbt am 5. Mai 1821 auf Sankt Helena.
  • 05.05.1821: Napoléon Bonaparte (1769-1821), ehemaliger Kaiser der Franzosen, stirbt nach längerer Krankheit auf der südatlantischen Insel St. Helena, wo er seit 1815 in der Verbannung lebt.
    Link: Napoléon Bonaparte in der Wikipedia

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Zuletzt geändert am 14.06.2015

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