Kalenderblatt - März

Paris Bordone: Venus und Mars (1559-1560)
Paris Bordone (1500-1571): Venus und Mars (1559-1560)

März

Und aus der Erde schauet nur
Alleine noch Schneeglöckchen;
So kalt, so kalt ist noch die Flur,
Es friert im weißen Röckchen.

Theodor Storm (1817-1888)

Vorfrühling

Härte schwand. Auf einmal legt sich Schonung
an der Wiesen aufgedecktes Grau.
Kleine Wasser ändern die Betonung.
Zärtlichkeiten, ungenau,
greifen nach der Erde aus dem Raum.
Wege gehen weit uns Land und Zeigens.
Unvermutet siehst du seines Steigens
Ausdruck in dem leeren Baum.

Rainer Maria Rilke (1875-1926)

März

Es ist ein Schnee gefallen,
Denn es ist noch nicht Zeit,
Daß von den Blümlein allen,
Daß von den Blümlein allen
Wir werden hoch erfreut.

Der Sonnenblick betrüget
Mit mildem, falschem Schein,
Die Schwalbe selber lüget,
Die Schwalbe selber lüget,
Warum? Sie kommt allein!

Sollt ich mich einzeln freuen,
Wenn auch der Frühling nah?
Doch kommen wir zu zweien,
Doch kommen wir zu zweien,
Gleich ist der Sommer da.

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)

»März (lat. Martius, »dem Mars heilig«), dritter Monat des Jahres (31 Tage), auch Lenz- oder Frühlingsmonat genannt, der erste Monat des alten röm. Jahres. Mars, Mavors (auch Marspiter, Marmor, Mamers) war ein altitalienischer und besonders römischer Natur(Sonnen)gott (er segnet und vernichtet die Ernte), dann Kriegsgott und in dieser Eigenschaft dem griechischen Ares (Kriegsgott der Griechen, die Verkörperung des eigentlichen Kampfgetümmels. Nach dem Mythos Sohn des Zeus und der Here, Vater des Deimos und Phobos, in enger Verbindung mit Aphrodite, die bald als seine Gattin, bald als seine Geliebte auftritt) gleichgesetzt. Der Monat Martius (März) war ihm heilig, sein Geburtstag, der 1. März, wurde von seinen Priestern, den Saliern, bes. gefeiert.«
(aus: Brockhaus. Kleines Konversationslexikon, 1906)

Letzte Änderung: 03.05.2009

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