Kalenderblatt - Dezember

Pieter Bruegel d. Ä.: Volkszählung zu Bethlehem
Pieter Bruegel d. Ä. (um 1525/30-1569): Volkszählung zu Bethlehem (1566)

Bringt der Dezember Kälte ins Land,
dann wächst das Korn selbst auf Sand.

Bauernregel

Advent

Es treibt der Wind im Winterwalde
Die Flockenherde wie ein Hirt,
Und manche Tanne ahnt, wie balde
Sie fromm und lichterheilig wird,
Und lauscht hinaus. Den weißen Wegen
Streckt sie die Zweige hin - bereit,
Und wehrt dem Wind und wächst entgegen
Der einen Nacht der Herrlichkeit.

Rainer Maria Rilke (1875-1926)

»Dezember, Christmonat, der 12. Monat im Jahr, bei den alten Römern, die ihr Jahr mit dem März anfingen, der 10., daher der Name (vom lat. decem, zehn).
Weihnachten (altdeutsch ze wîhen nahten, »an den heiligen Nächten«), Christfest, seit dem 4. Jahrh. als christliches Hauptfest 25. Dezember zur Erinnerung an Christi Geburt gefeiert; diese wurde im Morgenlande früher zugleich mit Christi Taufe 6. Januar gefeiert, im Abendlande (Rom 354) aber auf den (Julianischen) Tag der Wintersonnenwende verlegt, was der Orient alsbald aufnahm. Zahlreiche Gebräuche der heidnischen Sonnenwendfeste (die Geschenksitten und Festspeisen der römischen Saturnalien, des germanischen Julfestes) gingen auf Weihnachten über. Der Christbaum kam erst seit dem 17. Jahrhundert auf.«
(aus: Brockhaus. Kleines Konversationslexikon, 1906)

Letzte Änderung: 03.05.2009

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