Kalenderblatt - Thema: Film und Fernsehen

Badeschönheiten, um 1919
Regisseur Mack Sennetts (1880-1960) Badeschönheiten posieren in einem Automobil, um 1919, Quelle: [16]
Link: Biografie von Mack Sennett in der IMDb

Chronik:

  • 14.04.1894: Die Gebrüder Holland eröffnen am New Yorker Broadway einen Raum mit Kinetoscope-Maschinen. Thomas Alva Edison (1847-1931) hatte das »Betrachtungs-Gerät für bewegte Bilder« 1891 erfunden, das jeweils nur von einer Person benutzt werden kann. Am 28. Dezember 1895 eröffnen die Brüder Louis Jean (1864-1948) und Auguste Marie Louis Nicolas Lumière (1862-1954) in Paris das erste Lichtspielhaus.
  • 01.11.1895: Die Filmpioniere Max Skladanowsky (1863-1939) und sein Bruder Emil (1859-1945) führen im Berliner Varieté »Wintergarten« ihre ersten »lebenden Bilder« vor, abgefilmte Jahrmarktattraktionen und Straßenszenen. Als Projektionsapparat verwenden sie den von ihnen entwickelten Kinematographen »Bioskop«, der mit zwei Projektoren und zwei 50 Millimeter breiten Filmstreifen arbeitet. Die Vorführung der Filmstreifen blieb jedoch ohne Nachwirkung. Am 28. Dezember 1895 eröffnen die Brüder Louis Jean (1864-1948) und Auguste Lumière (1862-1954) in Paris das erste Lichtspielhaus.
    Links: Sammlung Max Skladanowsky und Max Skladanowsky in der Wikipedia
  • 28.12.1895: Die Brüder Louis Jean (1864-1948) und Auguste Marie Louis Nicolas Lumière (1862-1954) eröffnen in Paris mit großem Erfolg das erste Lichtspielhaus. Im Jahr zuvor hatte Louis Jean den Kinomathegrafen erfunden, welcher der Erfindung von Thomas Alva Edison (1847-1931) ähnelt. Edison hatte seinen »Kinetoskop« und seinen »Kinetographen« allerdings nur in den USA zum Patent angemeldet. Die Gebrüder Lumière entwickeln aus dem Kinetoskop einen Filmprojektor, den »Cinématographe«, zum Abspielen von großen Filmrollen. In Deutschland fand eine erste Filmvorführung bereits am 1. November 1895 durch die Brüder Skladanowsky statt.
    Link: Die Brüder Lumière in der Wikipedia
  • 15.02.1897: Der Vorläufer des Fernsehens, die »Braunsche Röhre« wird von dem deutschen Physiker Karl Ferdinand Braun (1850-1918) entwickelt, dem damit die Sichtbarmachung des elektrischen Stroms gelingt. Braun erhält 1909 zusammen mit Guglielmo Marconi (1874-1937) den Nobelpreis für Physik »als Anerkennung ihrer Verdienste um die Entwicklung der drahtlosen Telegraphie«. Seit 1915 in den USA, wird er bei Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg 1917 interniert und stirbt 1918 bei einem Unfall.
  • 28.12.1897: Die Brüder Charles (1863-1957) und Emile Pathé gründen in Paris die »Pathé Cinéma«, die erste Filmproduktionsfirma der Welt, die bald den internationalen Markt für bewegte Bilder beherrscht.
    Link: Die Brüder Pathé
  • 01.09.1902: Mit dem 16-Minuten-Streifen »Die Reise zum Mond« (Le voyage dans la lune) begründet der französische Regisseur Georges Méliès (1861-1938) den Science-Fiction-Film. Frei nach dem Roman »Von der Erde zum Mond« (1865) von Jules Verne gedreht, erzählt der Film die fantastische Reise einiger Wissenschaftler zum Mond. Ihre Rakete landet im rechten Auge des Mondes, die Besucher werden von insektenhaften Mondbewohnern angegriffen.
  • 01.12.1903: In Washington D.C. hat der erste Western der Filmgeschichte Premiere: Edwin S. Porters »The Great Train Robbery« (»Der große Eisenbahn-Überfall«). In knapp 9 Minuten kommt es zu einem Eisenbahnüberfall, einer wilden Verfolgungsjagd und zu einer Schießerei, bei der alle Gangster umkommen. Die Schlußszene zeigt Barnes, den Anführer der Bande, wie er in das Publikum zielt und feuert. Der Film gilt als der erfolgreichste und einflussreichste der frühen Story-Filme.
  • 06.11.1906: Der dänische Filmproduzent Ole Olsen (1863-1943) gründet die »Nordisk Film A/S«. Die Firma ist die älteste noch bestehende Filmproduktionsgesellschaft der Welt.
    Link: »Nordisk Film A/S« in der Wikipedia
  • 12.09.1910: In Kopenhagen wird der Film »Der Abgrund« (Afgrunden) uraufgeführt. Die Hauptdarstellerin Asta Nielsen (1881-1972) wird zu einem der ersten europäischen Filmstars. Die vielseitige Schauspielerin überzeugt durch ihr zurückhaltendes Spiel und ihre erotische Ausstrahlung. Zu ihren bekanntesten Filmen gehören »Hamlet« (1920), »Dirnentragödie« (1927) und »Die freudlose Gasse« (23. Mai 1925).
  • Oktober 1911: David Horsley gründet für die »Nestor Company« in Hollywood das erste Filmstudio an der Kreuzung Sunset Boulevard/Gower Street. Noch im gleichen Jahr siedeln 15 weitere unabhängige Filmstudios »Independents« von New York, das zuvor das Zentrum der Filmindustrie war, nach Hollywood über.
  • 03.03.1915: Uraufführung des dreistündigen Monumentalfilms »Birth of a Nation« (Geburt einer Nation) des Regisseurs David Wark Griffith (1875-1948), der die Geschichte Amerikas vor, während und nach dem Bürgerkrieg zum Inhalt hat. Als Rahmenhandlung dient das Schicksal zweier zunächst befreundeter Familien aus dem Norden und dem Süden. Der Film ist von Rassismus geprägt (die farbigen Amerikaner werden als triebhaft, verlogen und alkoholabhängig dargestellt, der Ku-Klux-Klan wird zum Friedensstifter), was zu landesweiten Protesten und Streitigkeiten führt. Künstlerisch ist er ein Meilenstein der Filmgeschichte, revolutionär in der Darstellung und dem Einsatz der Kamera. Eindringlich wird der Schrecken des Krieges gezeigt, in dem es nur Verlierer gibt. Der film wird ein großer finanzieller Erfolg.
  • 18.12.1917: Gründung der »Universum-Film AG« (»Ufa«) in Berlin auf Betreiben der Militärführung. Die Gründung dient laut General Erich Ludendorff (1865-1937) »der planmäßigen und nachträglichen Beeinflussung der großen Masse im staatlichen Interesse«. Produziert werden die Filme in Berlin Tempelhof und ab 1922 auch in den Neubabelsberger Bioscop-Ateliers. 1926 wird die damals größte Atelierhalle Europas erbaut. Hier entstehen u.a. die Stummfilm-Klassiker »Metropolis«, »Dr. Mabuse«, »Die Nibelungen«, »Faust« und »Der letzte Mann«. 1930 inszeniert Josef von Sternberg hier einen der ersten deutschen Tonfilme, »Der blaue Engel« mit Marlene Dietrich und Emil Jannings. Von 1933-1945 übernehmen die Nationalsozialisten die Kontrolle über die Filmproduktionen. Viele Filmschaffende wie Billy Wilder, Fritz Lang und Erich Pommer emigrieren in die USA. Am 17. Mai 1946 wird die »Deutsche Filmaktiengesellschaft« (»DEFA«) gegründet, als erster Spielfilm wird im gleichen Jahr Wolfgang Staudtes zeitkritisches Drama »Die Mörder sind unter uns« gedreht. 1956 kommt es in der Bundesrepublik Deutschland zur Privatisierung der Ufa und Unterteilung in die Filmgesellschaften Bavaria und Ufa.
    Link: Die Ufa in der Wikipedia
  • 05.02.1919: Zusammen mit dem Regisseur David Wark Griffith (1875-1948) gründen die Schauspieler Charles Spencer Chaplin (1889-1977), Douglas Fairbanks (1883-1939) und Mary Pickford (1893-1979) die Produktions- und Verleihgesellschaft »United Artists Corporation«. Dies geschieht aufgrund der Pläne der mächtigen Filmgesellschaften »First National« und »Famous Player«, welche die Gagen der Filmstars beschneiden wollen. (Datum lt. Harenberg »Schlüsseldaten des 20. Jahrhunderts:« 17. April 1919)
    Link: »United Artists« in der Wikipedia
  • 18.09.1919: Pola Negri (1894-1987) gelingt mit dem Film »Madame Dubarry« der internationale Durchbruch. Mit dem Regisseur Ernst Lubitsch (1892-1947) geht sie 1923 nach Hollywood, wo sie kurz darauf als erster Hollywood-Star europäischer (polnischer) Herkunft gefeiert wird. Ihre Rollen sind hauptsächlich die des mondänen Vamps. 1929, mit Beginn des Tonfilms, kehrt sie nach Deutschland zurück.
    Link: Pola Negri in der Wikipedia

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  • 27.02.1920: Premiere des deutschen Stummfilms »Das Cabinet des Dr. Caligari«. In dem expressionistem Horrorfilm des Regisseurs Robert Wiene (1873-1938) erzählt Francis (Friedrich Feher) von den Verbrechen eines Nervenarztes (Werner Krauss), der seinen 'Patienten' Cesare (Conrad Veidt) hypnotisiert und zum Mord missbraucht. Francis' Freund Alan (Hans-Heinz von Twardowski) wird eines der Opfer. Am Ende stellt sich Francis selbst als Patient der Nervenheilanstalt heraus. Irre!
    »Alan: 'Wie lange werde ich leben?' Cesare: 'Bis zum Morgengrauen.'«
    »Dr. Caligari: 'Endlich verstehe ich seinen Wahn. Jetzt werde ich ihn heilen können.'«

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  • 06.02.1921: Uraufführung von Charlie Chaplins (1889-1977) Spielfilm »The Kid« in New York. In der dramatisch-sentimentalen Handlung rettet der Tramp (Charlie Chaplin) einen ausgesetzten Säugling und zieht das Kind auf und rettet es vor dem Waisenhaus. Einige Jahre später holt die Mutter, inzwischen eine berühmte Schauspielerin (Edna Purviance), ihren Sohn (Jackie Coogan) zu sich. Jackie Coogan (1914-1984) wird mit diesem Film zu einem der erfolgreichsten Kinderdarsteller Hollywoods.
  • 30.10.1921: Der in London uraufgeführte Film »Der Scheich« (The Sheikh) macht den glutäugigen Hauptdarsteller Rudolph Valentino (Rodolfo Guglielmo, 1895-1926) zum Star. Der Sohn einer verarmten italienischen Adelsfamilie kommt 1913 in die USA, wo er zunächst als Gigolo im »Maxim's« arbeitet, dann als Tanzkomparse zum Film kommt. Er wird auf exotische Rollen, auf den heißblütigen und verführerischen »Latin Lover« festgelegt.

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  • 04.03.1922: Uraufführung des Stummfilms »Nosferatu, eine Symphonie des Grauens« des Regisseurs Friedrich Wilhelm Murnau (1888-1931). In dem einflussreichen Meisterwerk soll Thomas Hutter (Gustav von Wangenheim), der Assistent eines Maklers, im Jahre 1838 in Transsylvanien ein Haus an den Grafen Orlok (Max Schreck) verkaufen, der Gerüchten zufolge ein blutsaugender Vampir sein soll. Bevor Orlok in Gestalt Nosferatus über den schlafenden Hutter herfallen kann, retten ihn die telepathischen Kräfte seiner jungen Frau Ellen (Greta Schöder). Auf einem Schiff reist der Graf nach Bremen, wobei alle Besatzungsmitglieder ein grausiges Ende finden. Ratten verbreiten die Pest. Ellen opfert sich und verbringt eine Nacht mit dem Vampir. Die Morgensonne lässt Nosferatu zu Staub zerfallen.

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  • 23.05.1925: Filmpremiere von »Die freudlose Gasse« des Regisseurs Georg Wilhelm Pabst (1885-1867). Nach einer Romanvorlage von Hugo Bettauer spielen Asta Nielsen (1881-1972) und Greta Garbo (1905-1990) die Hauptrollen in dem Drama, der das Schicksal von durch die Inflation verarmten Anwohnern einer Straße zum Inhalt hat.
    Link: »Die freudlose Gasse« in der Wikipedia
  • 16.08.1925: Premiere des Spielfilms »Goldrausch« (The Goldrush), dem wohl populärsten Film von und mit Charlie Chaplin (1889-1977). Der Tramp (Chaplin) sucht im Norden sein Glück, gerät in haarsträubende Situationen und verliebt sich in eine Prostituierte (Georgia Hale). Am Ende findet er zusammen mit Big Jim (Mack Swain) und Black Larsen (Tom Murray) eine Goldmine, wird zum Millionär und kann das inzwischen geläuterte Mädchen heiraten. Unvergesslich ist die Szene, in der er vor Hunger seinen Schuh verspeist, die Schnürsenkel wie Spaghetti um die Gabel gewickelt, die Schuhnägel wie Hühnerknochen genüsslich abnagend. Bei dem »Brötchentanz« lässt er mit Hilfe von Gabeln Brötchen rhythmisch tanzen, um seine Traurigkeit zu überwinden.
  • 21.12.1925: In Moskau findet die Uraufführung des Films »Panzerkreuzer Potemkin« (Bronenosez Potjomkin) des Regisseurs Sergej Eisenstein (1948-1948) statt. Darin werden die Meuterei auf dem Schlachtschiff und das Übergreifen des Aufstands auf Odessa im Jahre 1905 geschildert. Mit dem Film begründet Eisenstein den Weltruhm des sowjetischen realistischen Films. Die Uraufführung in Deutschland erfolgt am 21. Januar 1926, wo er danach mehrmals verboten wird und geschnitten werden muss.

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  • 23.08.1926: Der Stummfilmstar Rudolph Valentino (Rodolfo Guglielmo, 1895-1926) stirbt im Alter von 31 Jahren in einem New Yorker Krankenhaus. Das erste männliche Sexsymbol der Filmgeschichte war mit Filmen wie »Der Scheich« (30. Oktober 1921) und »Blood and Sand - König der Toreros« (1922) berühmt geworden, Gerüchte über sein ausschweifendes Privatleben tragen zur Mythenbildung bei. Sein Tod löst eine Massenhysterie aus, es kommt zu einigen Selbstmorden. Über 100.000 Menschen nehmen an seinem Begräbnis teil.

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  • 10.01.1927: Uraufführung des visionären Stummfilms »Metropolis« des Regisseurs Fritz Lang (1890-1976). Der nach Buch seiner Frau Thea von Harbou (1888-1954) entstandene Science-Fiction-Film ist das bisher aufwendigste Projekt der Ufa, die Produktion verschlingt sieben Millionen Reichsmark. Der erste deutsche Science Fiction Film wird ein finanzieller Misserfolg und stürzt die Ufa in eine Finanzkrise. Der Film handelt von den »Herrenmenschen«, die im Luxus leben, und den Massen der Arbeiter, die unter der Stadt schuften. Überwacht und kontrolliert wird die Stadt von allgegenwärtigen Maschinen. Freder (Gustav Fröhlich), der Sohn des Herrschers Joh Fredersen (Alfred Abel), verliebt sich in die Arbeiterin und Freiheitskämpferin Maria (Brigitte Helm). Fredersen lässt von dem Magier Rotwang (Rudolf Klein-Rogge) einen Roboter in Gestalt Marias bauen, der die Massen aufwiegelt...
    »Eine Menschheitssinfonie von brausender Melodik und ehernen Rhythmus« (Ufa)
    Link: »Metropolis« in der Wikipedia
  • 05.02.1927: »The General« (Der General) mit Buster Keaton (1896-1966) wird uraufgeführt. Während des amerikanischen Bürgerkrieges liebt der Südstaateneisenbahner Johnnie Gray (Keaton) das Mädchen Annabelle (Marion Mack) - und seine Lokomotive »General«. Als Lokführer darf er nicht im Krieg kämpfen und gilt als Feigling. Als die Lok und das Mädchen entführt werden, kann Johnnie, eher versehentlich, seinen Heldenmut beweisen. Die temporeiche Komödie gilt heute als einer der besten Filme aller Zeiten.
    Link: The International Buster Keaton Society Website
  • 06.10.1927: Der erste Tonfilm, in dem auch gesprochen wird, »The Jazz Singer«, wird in Amerika uraufgeführt. Er leitet den Übergang vom Stummfilm zum Tonfilm ein. Hauptdarsteller ist der Broadway-Star Al Jolson (1885-1950), dessen Satz »Say, Ma, listen to this...« die ersten gesprochenen Worte der Filmgeschichte sind. Im Jahr zuvor (am 6. August 1926) war mit »Don Juan« ein mit (von einem Vitaphon abgespielte) Musik unterlegter Film erfolgreich gelaufen. Als erster voll vertonter Film (»the first-ever all-talking motion picture«) gilt das am 6. Juli 1928 uraufgeführte Werk »Lights of New York« von Bryan Foy (1896-1977). Der erste Tonfilm überhaupt entstand nach neuesten Erkenntnissen bereits um 1895: ein alter Wachszylinder, der zufällig gefunden wurde, enthält den Soundtrack zu einem Film von William K. L. Dickson, dem Produktionsleiter in den Laboren von Thomas Alva Edison. Der »Kineto« (Film) dazu, der in den Edison-Archiven gefunden wurde, zeigt den Geige spielenden Dickson und 2 tanzende Techniker vor dem großen Trichter eines Grammophons (die damals auch zur Aufnahme dienten).

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  • 06.07.1928: In New York findet die Premiere des ersten vollständigen Tonfilms statt (»the first-ever all-talking motion picture«): »Lights of New York« von Bryan Foy (1896-1977). Siehe auch: Uraufführung von »The Jazz Singer« am 6. Oktober 1927.
    Link: »Lights of New York« in der englischen Wikipedia
  • 18.11.1928: Im New Yorker Colony-Theatre wird einer der ersten Zeichentrickfilme mit Ton uraufgeführt: Walt Disneys (1901-1966) »Steamboat Willie« (Dampfschiff Willie) ist zugleich der erste Tonfilm mit Mickey Mouse. Mit seinem dritten Trickfilm gelingt Walt Disney der Durchbruch. Mickey Mouse, der ursprünglich Mortimer Mouse heißen sollte, wird 1926 von Disney und dem Zeichner Ub Iwerks (1901-1971) erfunden. Ab dem 13. Januar 1930 ist er Held eines Comis in amerikanischen Tageszeitungen, noch im selben Jahr erscheint das erste Buch. 1932 gibt es in den USA bereits 800 Fanclubs mit einer Million Kindern. Mehr als 100 Zeichentrickfilme werden in den 30er-Jahren produziert. »Fantasia« (1940), in der Mickey den Zauberlehrling spielt, gilt heute als einer der besten und kreativsten Zeichentrickfilme aller Zeiten. Er wird am 13. November 1940 im Broadway Theater in New York uraufgeführt.
    Am 29. August 1951 erscheint das erste Micky-Maus-Magazin in Deutschland, der Schweiz und Österreich.

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  • 16.05.1929: Die Akademie für Filmkunst und -wissenschaft (»Academy of Motion Picture Arts and Sciences«) in Hollywood vergibt erstmals »Academy Awards™« für herausragende Leistungen im Filmgeschäft. Beurteilt werden Filme, die zwischen dem 1. August 1927 und dem 31. Juli 1928 entstanden sind. Beste Hauptdarstellerin ist Janet Gaynor (1906-1984), sie erhält die Auszeichnung für ihre Darstellungen in »Seventh Heaven«, »Street Angel« und »Sunrise«. Bester Hauptdarsteller ist Emil Jannings (1884-1950) für »Der Weg allen Fleisches« und »Sein letzter Befehl«. Als bester Film wird »Wings« (Regie: William A. Wellman) mit einer vergoldeten Statuette prämiert, die später »Oscar™« genannt wird.
  • 10.06.1929: In Berlin wird der erste amerikanische Tonfilm uraufgeführt. »Der singende Narr« (The Jazz Singer, USA 1927) mit Al Jolson (1885-1950) in der Hauptrolle stößt auf unterschiedliche Meinungen. Während einige Kritiker den Film als »modernes Wunder« bezeichnen, kritisiert der Deutsche Musikerverband: »Der Tonfilm verdirbt Gehör und Augen und wirkt nervenzerrüttend«. In den USA hat der Film bereits am 6. Oktober 1927 Premiere.

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  • 01.04.1930: Uraufführung des Films »Der blaue Engel« des Regisseurs Josef von Sternberg (1894-1969). Der strenge Sudienrat Professor Rath (Emil Jannings, 1884-1950) verfällt der Sängerin Lola (Marlene Dietrich, 1901-1992), die im Nachtclub »Blauer Engel« arbeitet.
  • 15.09.1930: Im Berliner Ufa-Palast wird die musikalische Filmkomödie »Die Drei von der Tankstelle« uraufgeführt. Willy Fritsch (1901-1973), Heinz Rühmann (1902-1994) und Oskar Karlweis (1894-1956) versuchen sich darin als Tankstellenbesitzer, denen von Lilian Harvey (1907-1968) gehörig der Kopf verdreht wird. Erfolgreich ist auch die Filmmusik: die Schlager »Ein Freund, ein guter Freund« und »Liebling, mein Herz lässt dich grüßen« wird besonders durch die Comedian Harmonists populär.
    Link: »Die Drei von der Tankstelle« in der Wikipedia
  • 28.03.1935: Premiere des faschistischen Propagandafilms »Triumph des Willens« von Leni Riefenstahl (1902-2003) über den »Reichsparteitag« 1934. Leni Riefenstahl wird mit dem Deutschen Filmpreis 1934/35 ausgezeichnet und erhält 1935 den Preis für den besten ausländischen Dokumentarfilm bei der Biennale in Venedig.
    Link: Leni Riefenstahl in der Wikipedia
  • 05.02.1936: In den USA hat Charlie Chaplins (1889-1977) zeitkritischer Film »Moderne Zeiten« Premiere - in Deutschland und Italien wird er wegen kommunistischer Tendenzen verboten.
    Link: Charlie Chaplin in der Wikipedia
  • 12.08.1939: In Oconomowoc, Wisconsin (USA) wird das Filmmusical »The Wizard Of Oz« (»Das zauberhafte Land«) uraufgeführt. Die 17jährige Hauptdarstellerin Judy Garland (1922-1969) wird mit der Rolle der Dorothy, die durch einen Wirbelsturm in das Land Oz jenseits des Regenbogens gerät, unsterblich, ebenso der Titelsong »Over The Rainbow«. Es ist einer der ersten amerikanischen Farbfilme. In (West-) Deutschland kam der Film erstmals am 19. April 1951 in die Kinos.
    Link: »Das zauberhafte Land« in der Wikipedia
  • 06.10.1939: In Hollywood (USA) hat die Filmkomödie »Ninotschka« des Filmregisseurs Ernst Lubitsch (1892-1947) Premiere. Die Hauptrollen spielen Melvyn Douglas (1901-1981) und Greta Garbo (1905-1990), die in ihrem vorletzten Film zum ersten Mal ausgelassen lacht und mit komödiantischem Talent überrascht.
    Link: Greta Garbo in der Wikipedia
  • 15.12.1939: In Atlanta wird der Spielfilm »Gone With The Wind« (»Vom Winde verweht«) uraufgeführt, einer der erfolgreichsten und besten Filme aller Zeiten. Geschildert wird die Geschichte der Südstaatenschönheit Scarlett O'Hara (Vivian Leigh), die während des amerikanischen Bürgerkrieges für den sanften Ashley Wilkes (Leslie Howard) schwärmt, der aber die eher unscheinbare, herzensgute Melanie Hamilton (Olivia de Haviland) heiratet. Aus einer Laune heraus heiratet Scarlett Melanies Bruder Charles (Rand Brooks) und übersieht, dass sie von dem Frauenschwarm und Abenteurer Rhett Butler (Clark Gable) verehrt wird. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Margaret Mitchell (1900-1949).
    Link: Der Film »Vom Winde verweht« in der Wikipedia

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  • 27.07.1940: In den USA hat der Zeichentrickfilm »The Wild Hare« (»Die Hasenfalle«) des Regisseurs und Zeichners Frederick Bean "Tex" Avery (1908-1980) Premiere und damit Bugs Bunny seinen ersten "offiziellen" Auftritt. Schöpfer der Comicfigur sind Tex Avery, Ben Hardaway (1897-1957) und Chuck Jones (1912-2002), die Stimme im englischen Original stammt von Mel Blanc (1908-1989). Bereits 1938 hatte der Hase als "namenloser Statist" einen Auftritt in Ben Hardaways Streifen »Porkys Hasenjagd«. Hardaways Spitzname »Bugs« wurde dann zum Namen für den coolen Nager, der in mehr als 175 Cartoons eine Hauptrolle spielte. Der Film »Knighty Knight Bugs« (1958, Regie: Friz Freleng) wurde 1959 mit einem Oscar™ als bester Kurzfilm/Cartoon ausgezeichnet.
    Link: Bugs Bunny in der englischen Wikipedia
  • 12.10.1940: Der amerikanische Schauspieler Tom Mix (1880-1940) stirbt bei einem Autounfall. Der ehemalige Soldat, Barmixer und Sheriff war von 1906-1909 Star einer Reihe von Wild-West-Shows. 1910 drehte er seinen ersten Film »Ranch Life in the Great Southwest«. Während der 20er Jahre war er der »König der Cowboys«. Die Einführung des Tonfilms bedeutete das Ende seiner Filmkarriere.
    Link: Biografie von Tom Mix in der Internet Movie Database
  • 15.12.1944: In Prag erfolgt die Uraufführung des Spielfilms »Große Freiheit Nr. 7« des Regisseurs Helmut Käutner (1908-1980). Die Hauptrollen spielen Hans Albers, Ilse Werner und Hans Söhnker. Im Deutschen Reich wird der melancholische Film, der gescheiterte Menschen und keine strahlenden Helden zeigt, von der nationalsozialistischen Prüfstelle verboten und erst 1945 von den Alliierten Militärbehörden zur Aufführung freigegeben. Die Lieder des Films, »Auf der Reeperbahn nachts um halb Eins«, »La Paloma« und »Beim ersten Mal da tuts noch weh« werden zu Evergreens.
    Link: Der Film »Große Freiheit Nr. 7« in der Wikipedia

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  • 09.06.1950: Die deutschen Landesrundfunkanstalten schließen sich am 9./10. Juni 1950 zur »Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland« (ARD) zusammen. Die ARD dient zur Wahrnehmung gemeinsamer Interessen der Rundfunkanstalten und soll Fragen des Programms, rechtlicher, technischer und betriebswirtschaftlicher Art bearbeiten. Schwerpunkt soll das Thema Fernsehen bilden. Ab 1950 erfolgen in Hamburg Versuchsprogramme, am 25. Dezember 1952, um 20.00 Uhr, wird im Sendegebiet des Nordwestdeutschen Rundfunks die erste öffentliche Sendung ausgestrahlt.
    Links: Rundfunk im Westen von 1945 bis 1990 und www.ard.de
  • 07.09.1950: Der Heimatfilm »Schwarzwaldmädel« mit Sonja Ziemann (*1926) und Rudolf Prack (1905-1981) in den Hauptrollen ist der erste deutsche Farbfilm nach dem Zweiten Weltkrieg. Er wird zu einem der größten Kassenschlager der Nachkriegszeit (16 Millionen Kinobesucher). Ziemann und Prack werden zum Traumpaar der 1950er Jahre.
    Link: Sonja Ziemann in der Wikipedia
  • 18.01.1951: Die Uraufführung des Willi-Forst-Filmes »Die Sünderin« löst in der Bundesrepublik Deutschland einen Skandal aus. Eine Nacktszene sowie die Sterbehilfe- und Selbmordszene führen zu Protesten vor allem der Kirchen. Hauptdarstellerin Hildegard Knef (1925-2002) erhält in der Folge Angebote aus Hollywood.
    Link: Hildegard Knef in der Wikipedia
  • 29.08.1952: In Deutschland wird der amerikanische Spielfilm »Casablanca« (1942) mit Humphrey Bogart (1899-1957) und Ingrid Bergman (1915-1982) in den Hauptrollen uraufgeführt, allerdings in einer um 25 Minuten geschnittenen und z.T. falsch synchronisierten Version. Erst 1975 wird der Film von der ARD in seiner ursprünglichen Fassung gezeigt.
    Link: Der Kultfilm Casablanca in der Wikipedia
  • 25.12.1952: Mit den Worten »Wir versprechen Ihnen, uns zu bemühen, das neue geheimnisvolle Fenster in Ihrer Wohnung, Ihren Fernsehempfänger, mit dem zu erfüllen, was Sie interessiert, Sie erfreut und Ihr Leben schöner macht« gibt NWDR-Intendant Dr. Werner Pleister um 20.00 Uhr den Startschuss für das bundesdeutsche Fernsehprogramm. Es beginnt mit der Ausstrahlung des Fernsehspiels »Stille Nacht, Heilige Nacht«. Erste Fernsehansagerin ist Irene Koss. 1951 gibt es in der BRD 4.664 Fernsehgeräte, 1955 100.000, 1957 eine Million und 1958 bereits zwei Millionen Fernsehgeräte. Am 26. Dezember erfolgt die erste Ausstrahlung der »Tagesschau«.
  • 21.01.1953: Die »Augsburger Puppenkiste« hat mit »Peter und der Wolf« ihren ersten Fernsehauftritt - live! - beim Hamburger Sender NWDR. Danach wechselt die Puppenkiste zum neu gegründeten Hessischen Rundfunk (HR). Als dieser sein Kinderprogramm einstellt, folgt 1956 der Wechsel zum Bayerischen Rundfunk (BR). 1959 erfolgt die Rückkehr zum HR, wo man den Mehrteiler »Die Geschichte der Muminfamilie« produziert. Gegründet wurde das Marionetten-Theater von Walter Oehmichen (1901-1977) in der Augsburger Spitalgasse, die erste Vorstellung findet am 26. Februar 1948 statt. Zu den bekanntesten Produktionen gehören (in Klammern die TV-Premiere):
    »Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer« (15. Oktober 1961)
    »Kater Mikesch« (22. November 1964)
    »Der Löwe ist los« (21. November 1965)
    »Der Räuber Hotzenplotz« (1967)
    »Bill Bo und seine Kumpane« (27. Oktober 1968)
    »Urmel aus dem Eis« (23. November 1969)
    Link: www.augsburger-puppenkiste.de
  • 16.09.1953: In New York wird der erste in dem Breitwandformat »Cinemascope« gedrehte Film gezeigt, die Bibelverfilmung »Das Gewand« (The Robe) von Regisseur Henry Koster (1905-1988). Die Hauptrollen waren mit Richard Burton, Jean Simmons und Victor Mature besetzt. Das neue Format wurde als Gegenmaßnahme zum immer stärker werdenden Fernsehen entwickelt, um den Besuch im Kino wieder attraktiver zu machen.
    Link: Cinemascope in der Wikipedia
  • 30.09.1955: Der amerikanische Filmschauspieler James Dean (1931-1955) stirbt im Alter von 24 Jahren bei einem Autounfall. 3 Filme begründen seinen Weltruhm: »Jenseits von Eden (East of Eden)«, »Denn sie wissen nicht, was sie tun (Rebel Without a Cause)« und »Giganten (Giant)«. Sein früher Tod machen ihn zur Kultfigur der Nachkriegsgeneration, der »lost generation«.
    Link: James Dean bei www.prisma-online.de
  • 11.08.1955: Uraufführung des Heimatfilms »Die Mädels vom Immenhof«. Oma Jantzen (Margarete Haagen, 1889-1966) führt zusammen mit ihren Enkelinnen Angela (Christiane König), Dick (Angelika Meissner-Voelkner, *1940) und Dalli (Heidi Brühl, 1942-1991) ein idyllisch gelegenes Ponygestüt, den Immenhof. Doch Oma Jantzen hat Geldsorgen. Daher kommt der Besuch von Vetter Ethelbert (Matthias Fuchs, 1939-2001) gerade recht...
    Unvergessen sind auch Paul Henckels (1887-1967) als Tierarzt Dr. Pudlich, Paul Klinger (1907-1971) als Jochen von Roth und Josef Sieber (1900-1962) als Hein Daddel. Gedreht wurde der Film in Bad Malente-Gremsmühlen und Umgebung.
    Link: Immenhof Jubiläumsjahr 2005
  • 23.12.1955: Uraufführung der Kinoschnulze »Sissi« in München. Die 17-jährige Romy Schneider (1938-1982) wird in der Rolle der unglücklichen österreichischen Kaiserin Elisabeth zum Star. An ihrer Seite spielen Karlheinz Böhm, Gustav Knuth und ihre Mutter Magda Schneider, Regie führt Ernst Marischka. Die "echte" Elisabeth wurde übrigens am 24. Dezember 1837 geboren.
    Link: Sissi in der Wikipedia
  • 29.12.1955: Uraufführung der romantischen Filmkomödie »Ich denke oft an Piroschka« in Köln (Rex am Ring). Der deutsche Austauschstudent Andreas (Gunnar Möller, *1928) verliebt sich in Ungarn zunächst in die blonde Greta (Vera Frydtberg, *1926) und dann in Piroschka (Liselotte Pulver, *1929), die Tochter des Bahnhofs-Vorstehers (Gustav Knuth, 1901-1987) von Hódmezövásárhelykutasipuszta. 'Andi' und Piroschka verbringen herrliche Wochen miteinander und Andi lernt die besondere Gastfreundschaft der Ungarn kennen. Doch dann erhält Andi eine Karte von Greta, die Ferien am Plattensee macht...
    Gedreht wurde der Film vom 12. September bis 5. November 1955, Regie führte Kurt Hoffmann (1910-2001).
    Link: www.deutscher-tonfilm.de
  • 01.01.1956: Der »Nordwestdeutsche Rundfunk« - »NWDR« - wird zum Jahreswechsel 1955/1956 in den »Norddeutschen Rundfunk« (»NDR«) und den »Westdeutschen Rundfunk« (»WDR«) aufgeteilt. Am 1. Januar 1956 wird Hanns Hartmann der erste gewählte Intendant des WDR (bis 1961). Erster Intendant des NDR (1955-1961) ist Dr. phil. Walter Hilpert. Die erste Radiosendung mit dem Hinweis »Sie hören den NDR« wird am 11. Januar 1956 gesendet.
    Links: www.wdr.de und www1.ndr.de
  • 29.06.1956: Die Schauspielerin Marilyn Monroe (1926-1962) tritt zum Judentum über und heiratet in New York den Schriftsteller Arthur Miller (1915-2005). Für die Klatschpresse ist die Heirat des Sex-Idols mit dem Intellektuellen eine Sensation, Kritiker sprechen von der »Verbindung von Körper und Geist«. Zwei Fehlgeburten, die Tablettenabhängigkeit und die Depressionen Marilyns belasten die Ehe. Am 20. Januar 1961 lässt das Paar sich scheiden. Arthur Miller schreibt das Drehbuch zu Marilyn letztem Film »The Misfits« (1961), das auf einer seiner Kurzgeschichten beruht. Sein Bühnenstück »After the Fall« (»Nach dem Sündenfall«, 1963) ist autobiografisch gefärbt und schildert die Verbindung von Quentin (Miller) mit Maggie (Marilyn).
    Links: Marilyn Monroe und Arthur Miller in der Wikipedia
  • 01.10.1956: Das »Deutsche Fernsehen« beginnt mit der werktäglichen (Montag-Samstag) Ausstrahlung der Nachrichtensendung »Tagesschau«. Seit dem 26. Dezember 1952 war die »Tagessschau« dreimal wöchentlich gesendet worden, ab dem 3. September 1961 erfolgt eine Ausstrahlung auch am Sonntag. Zu den bekanntesten Sprechern gehören Karl-Heinz Köpcke (1922-1991), Werner Veigel (1928-1995), Wilhelm Wieben (*1935), Jo Brauner (*1937), Dagmar Berghoff (*1943) und Jan Hofer (*1952).
  • 14.01.1957: Der US-amerikanische Schauspieler Humphrey Bogart (Humphrey de Forest Bogart, 1899-1957) stirbt in Hollywood. Als zynischer Einzelgänger spielte er die Hauptrolle in zahlreichen Filmklassikern, darunter »Der Malteser Falke« (1941), »Casablanca« (1942), »Tote schlafen fest«, »Der Schatz der Sierra Madre« (1947), »African Queen« (1951) und »Sabrina« (1954). Seit 1945 war Bogart mit der Schauspielerin Lauren Bacall (*1924) verheiratet. Zusammen drehten sie drei Filme.
    Link: Humphrey Bogart in der Wikipedia
  • 26.03.1957: Der deutsche Film- und Theaterregisseur Max Ophüls (Max Oppenheimer, 1902-1957) stirbt in Hamburg. Zu seinen Meisterwerken gehören die Filme »Liebelei« (1933), »Brief einer Unbekannten« (1948) und »Der Reigen« (1950). Der Max-Ophüls-Preis«, der jährlich in Saarbrücken an Filmnachwuchs aus Deutschland, Österreich und der Schweiz verliehen wird, ist nach ihm benannt.
    Link: www.max-ophuels-preis.de
  • 19.12.1957: In Westdeutschland wird der dritte und letzte Teil der »Sissi-Filme« uraufgeführt: »Sissi - Schicksalsjahre einer Kaiserin«. Die Hauptrollen spielen wiederum Romy Schneider (1938-1982) und Karlheinz Böhm (*1928).
    Link: »Sissi - Schicksalsjahre einer Kaiserin« in der Wikipedia
  • 21.06.1958: In der ARD läuft die erste Folge der Kinderserie »Lassie« (USA 1954-1974). Darin erleben u.a. der Waisenjunge Timmy (Jon Provost) und die treue Colliehündin Lassie viele gefährliche Abenteuer. Zuvor war Lassie schon Held in dem Spielfilm »Heimweh« (»Lassie Come Home«, 1943, mit Elizabeth Taylor und Roddy McDowall), der nach der Novelle von Eric Knight (1897-1943) entstand. Weitere Lassie-Filme: »Son of Lassie« (1945) und »Challenge to Lassie« (1949). In allen Filmen ist der Schauspieler Donald Crisp (1880-1974, Oscar™-Gewinner 1941) dabei.
    Link: The Official Jon Provost Website
  • 22.11.1959 Der französische Film- und Theaterschauspieler Gérard Philipe (1922-1959), einer der populärsten französischen Schauspieler seiner Zeit, stirbt in Paris an Leberkrebs. Zu seinen Filmerfolgen gehören "Der Idiot" ("L'Idiot", 1946), "Teufel im Leib" ("Le Diable au corps", 1946), "Fanfan, der Husar" ("Fanfan la tulipe", 1952), "Die Schönen der Nacht" ("Les Belles de nuit", 1952) und "Rot und Schwarz" ("Le Rouge et le Noir", 1954). Seine einzige Regiearbeit, "Die Abenteuer des Till Ulenspiegel" (Les Aventures de Till L'Espiégle, 1956), wurde ein kommerzieller Misserfolg.
    Link: Gérard Philipe in der Wikipedia

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  • 09.02.1960: Die amerikanische Schauspielerin Joanne Woodward (*1930), seit 1958 verheiratet mit Paul Newman (1925-2008), erhält den ersten Stern auf dem »Walk of Fame« auf dem Hollywood Boulevard.
    Link: Hollywood Chamber of Commerce
  • 24.07.1960: In Kempfenhausen am Starnberger See stirbt der populäre deutsche Schauspieler und Sänger Hans Albers (1891-1960). Der Durchbruch gelang dem »blonden Hans«, geboren am 22. September in Hamburg (St. Georg), mit »Der blaue Engel« (1930). Weitere Filme: »Münchhausen« (1942), »Große Freiheit Nummer 7« (1943/44).
    Link: Hans Albers in der Wikipedia
  • 17.01.1962: Die Fernsehproduktion »Das Halstuch« erweist sich als »Straßenfeger«. Die 6. und letzte Folge wird in Deutschland von 20 Millionen Menschen verfolgt. Autor ist der Brite Francis Durbridge (1912-1998).
    Link: »Das Halstuch« in der Wikipedia
  • 05.08.1962: Die Filmschauspielerin Marilyn Monroe (1926-1962) wird tot in ihrer Wohnung in Los Angeles aufgefunden. Die ungeklärten Umstände ihres Todes geben bis heute Anlass zu Spekulationen. Mit Filmen wie »Blondinen bevorzugt« (1953), »Das verflixte siebte Jahr« (1954) und »Manche mögen's heiß« (1959) erlangte sie Weltruhm als unschuldig-naive Sexbombe. Ihr Privatleben verlief eher unglücklich, alle Ehen scheiterten.
    Link: Marilyn Monroe in der Wikipedia
  • 05.10.1962: In London findet die Uraufführung des ersten James-Bond-Filmes »Dr. No« statt (»James Bond - 007 jagt Dr. No«, Uraufführung in Westdeutschland: 25. Januar 1963). Der schottische Schauspieler Sean Connery (*1930) verkörpert den Geheimagenten bis 1983 (»Sag niemals nie «) insgesamt siebenmal.
    Link: James Bond in der Wikipedia
  • 13.10.1962: Die ARD zeigt die erste Folge der Westernserie »Bonanza«. Der Witwer Ben Cartwright (Lorne Greene, 1915-1987) lebt mit seinen drei Söhnen Adam (Pernell Roberts, *1928), Hoss (Dan Blocker, 1928-1972) und Little Joe (Michael Landon, 1936-1991) sowie dem chinesischen Koch Hop Sing (Victor Sen Yung) auf der Ponderosa Ranch. Die Cartwrights lösen die anstehenden Probleme lieber mit Köpfchen als mit Waffengewalt - aber oft geht es eben nicht anders. In den USA läuft die erste der 430 Folgen am 12. September 1959.
  • 01.04.1963: Das »Zweite Deutsche Fernsehen« (ZDF) nimmt den Sendebetrieb auf. Am 6. Juni 1961 war der Staatsvertrag über die Errichtung der Anstalt des öffentlichen Rechts »Zweites Deutsches Fernsehen« von den Ministerpräsidenten der Bundesländer in Stuttgart unterzeichnet worden. Er tritt am 1. Dezember 1961 in Kraft. Sitz des ZDF ist Mainz. Erster Intendant (von 1962-1977) des ZDF ist Professor Dr. Karl Holzamer (1906-2007).
    Link: Geschichte des ZDF - Wie alles begann
  • 11.10.1963: Der französische Regisseur, Schriftsteller, Musiker, Choreograph, Schauspieler und Maler Jean Cocteau (1889-1963) stirbt in Milly-la-Foret bei Paris. Er beeinflusste alle avantgardistische Strömungen, vor allem den Surrealismus. Nahezu alle nahmhaften Künstler seiner Zeit gehörten zu seinem Freundeskreis. Sein populärster Film ist das poetische Märchen »La Belle et la Bete« (Es war einmal/Die Schöne und die Bestie, 1945/46), in dem sein Lebensgefährte Jean Marais (1913-1998) die Hauptrolle spielte.
    Links: Jean Cocteau bei www.prisma-online.de und »Die Schöne und die Bestie« bei arte
  • 05.03.1965: Uraufführung des »Italo-Western« »Für eine Handvoll Dollar« (»Per un pugno di dollari«) von Regisseur Sergio Leone (1929-1989) in der Bundesrepublik Deutschland. Clint Eastwood (*31. Mai 1930) wird mit seiner Rolle als schweigsamer Fremder zum Kultstar.
    Link: Sergio Leone in der Wikipedia
  • 04.09.1965: Die »Ziehung der Lottozahlen« wird erstmals live im Fernsehen übertragen, und zwar vom Hessischen Rundfunk im Rahmen einer fünfminütigen westdeutschen Fernsehsendung. Erste »Lottofee« ist Karin Dinslage, der Höchstgewinn beträgt 500.000 Mark.
    Link: »Lotto« in der Wikipedia
  • 03.12.1965: Die im Axel-Springer-Verlag erscheinende Fernsehzeitschrift »HÖRZU« stiftet zum 15-jährigen Bestehen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens den Fernsehpreis »Goldene Kamera«. Die erste Gala findet am 25. Januar 1966 im Hotel »Vier Jahreszeiten« in Hamburg statt. Vorbild für den von dem Künstler Wolfram Beck geschaffenen Preis ist die Farnsworth-Kamera, die erste elektronische Kamera der Welt.
    Link: www.goldenekamera.de
  • 01.01.1966: Die erste Folge der Abenteuerserie »Flipper« läuft im Fernsehen. Der Witwer Porter Ricks (Brian Kelly, 1931-2005) ist Aufseher der »Coral Key Parks« an der Küste Floridas. Seine Söhne Sandy (Luke Halpin, *1947) und Bud (Tommy Norden, *1952) erleben viele gefährliche Abenteuer und erhalten dabei Hilfe von dem klugen Delphin Flipper. Die Serie entstand 1964-1968 nach den beiden erfolgreichen Spielfilmen »Flipper« (1962) und »Flipper's New Adventure« (»Flipper's neue Abenteuer«, 1964).
    »Man ruft nur Flipper, Flipper, gleich wird er kommen, jeder kennt ihn - den klugen Delphin.« (aus dem Titelsong)
    Link: Flipper in der Wikipedia
  • 17.09.1966: Im deutschen Fernsehen (ARD) läuft die erste Folge der siebenteiligen Science-Fiction-Serie »Raumpatrouille - Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffs Orion«. Darin erleben Commander Cliff Allister McLane (Dietmar Schönherr) und seine Crew (dargestellt von Wolfgang Völz, Claus Holm, Friedrich G. Beckhaus und Ursula Lillig) gefährliche Abenteuer, u.a. im Kampf gegen die außerirdischen »Frogs«. Nach eigenmächtigen Handlungen des rebellischen Commanders werden sie für 3 Jahre zum Raumpatrouillendienst strafversetzt. Außerdem kommt Tamara Jagellovsk (Eva Pflug), Überwachungsoffizier des Galaktischen Sicherheitsdienstes GSD, mit an Bord. Unvergessen sind wohl das »Starlight Casino«, das Bügeleisen im Raumschiff Orion sowie die aus heutiger Sicht "kultigen" Spezialeffekte. Erfinder der Serie ist Rolf Honold (1919-1979).
    Link: www.orionspace.de
  • 18.10.1966: Im Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) läuft die erste Folge der Krimiserie »Mit Schirm, Charme und Melone« (»The Avengers«, GB 1961-1969). Darin lösen John Steed (Patrick Macnee, *1922, Synchronsprecher: Gert Günther Hoffmann) und seine Partnerin außergewöhnliche Kriminalfälle mit typisch britischem Humor. Die besten Episoden sind die der Jahre 1965-1967, in der John Steed zusammen mit Mrs. Emma Peel (Diana Rigg, *1938, Synchronsprecherin: Margot Leonard) auftritt. Während Steed oft seine Melone als Waffe verwendet und eine Vorliebe für Champagner hat, setzt Mrs. Peel ihre Karatekünste zur Verteidigung ein. Folgenauswahl: »Die Roboter«, »Afrikanischer Sommer«, »Ein Vogel, der zuviel wußte«, »Kennen Sie SNOB?«, »Haben Sie's nicht ein bißchen kleiner?«, »Fliegen Sie mal ohne«.
    »Mrs. Peel, wir werden gebraucht!«
    Links: The Avengers Forever! (englisch) und Mit Schirm, Charme und Melone
  • 19.09.1967: Im Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) läuft die erste Folge der Comedy-Serie »Bezaubernde Jeannie« (»I Dream of Jeannie«, USA 1965-1970). Tony Nelson (Larry Hagman, *1931), Astronaut bei der NASA, entdeckt bei einer Notlandung auf einer verlassenen Insel im Pazifik eine uralte Flasche mit einem reizvollen Inhalt: Flaschengeist Jeannie (Barbara Eden, *1934). Sie ist nur für Tony und seinen Freund Roger Healey (Bill Daily, *1928) sichtbar, verliebt sich in ihren Meister und erfüllt ihm jeden seiner Wünsche, und zwar meistens wortwörtlich, was für viel Wirbel sorgt. In den USA läuft die erste Folge am 8. September 1965.
    Link: I Dream of Jeannie Online (engl.)
  • 02.04.1968: Der Science-Fiction Film »2001: A Space Odyssey« (»2001: Odyssee im Weltraum«) wird in Washington, D.C. uraufgeführt. In der Bundesrepublik Deutschland hat der spektakuläre Film des Regisseurs Stanley Kubrick (1928-1999) am 11. September 1968 Premiere.
    Link: »2001: Odyssee im Weltraum« in der Wikipedia
  • 27.05.1969: In Deutschland wird im ZDF die erste Folge der Science-Fiction-Fernsehserie »Raumschiff Enterprise« (»Star Trek«) von Gene Roddenberry gezeigt. Darin erforschen Captain James Tiberius Kirk (William Shatner, *1931) und seine Crew fremde Welten, »die nie ein Mensch zuvor gesehen hat«. Zur Mannschaft der »Enterprise« gehören u.a. der Vulkanier Spock (Leonard Nimoy, *1931), der Bordarzt Leonard McCoy (DeForest Kelley, 1920-1999), der schottische Chefingenieur Montgomery Scott (James Doohan, *1920), Hikaru Sulu (George Takei, *1940), Pavel Andreievich Chekov (Walter Koenig, *1936) sowie Nachrichtenoffizier Nyota Uhura (Nichelle Nichols, *1933). In den USA lief die erste Folge am 8. September 1966.
    Link: Memory Alpha - alles rund um Star Trek
  • 22.06.1969: Die amerikanische Sängerin und Schauspielerin Judy Garland (1922-1969) stirbt in London an einer Überdosis Schlaftabletten. Sie litt schon seit Jahren an Depressionen und hatte mehrere Selbstmordversuche unternommen. In den 30er und 40er Jahren trat sie in zahlreichen erfolgreichen Musicals auf, ihre berühmteste Rolle ist die der Dorothy in »The Wizard of Oz« (1939).
    Somewhere over the rainbow, Way up high, There's a land that I heard of, Once in a lullaby.
    Link: Judy Garland

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  • 29.11.1970: In der ARD läuft der erste »Tatort«. Die Krimiserie ist die Antwort auf den »Kommissar« mit Erik Ode, der erfolgreich im ZDF ermittelt. In der ersten Folge »Taxi nach Leipzig« spielt Walter Richter (1905-1985) den Kommissar Paul Trimmel. Insgesamt ist Trimmel elfmal im Einsatz. Am 5. Juni 2005 wird der 600. Tatort ausgestrahlt.
    Links: Der Tatort in der ARD und »Taxi nach Leipzig«
  • 07.03.1971: Fernsehpremiere der »Lach- und Sachgeschichten« in der ARD. Am 23. Januar 1972 zeigt die ARD die erste Folge der »Sendung mit der Maus« (Regie und Animation: Friedrich Streich). Hier erfahren auch Erwachsene, wie z.B. die Zahnpasta in die Tube kommt oder die Löcher in den Käse. Am 6. Februar 1972 hat der »Maulwurf« aus Prag mit der Geschichte »Maulwurf und Auto« seinen ersten Auftritt (Regie: Zdenek Miler), der kleine blaue Elefant kommt am 23. Februar 1975 dazu.
    »...und das war spanisch« (ungarisch, englisch, türkisch...aus dem Titelvorspann)
    www.die-maus.de
  • 08.01.1973: Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) strahlt die erste Folge der »Sesamstraße« (»Sesame Street«) aus. Obwohl die Sendung eigentlich für Kinder im Vorschulalter gedacht ist, gewinnt sie auch bei den Erwachsenen schnell Fans. Ernie und Bert, Kermit der Frosch, Grobi und das Krümelmonster werden zu Kultfiguren. In den USA wurde die erste Folge der »Sesamstraße« am 10. November 1969 ausgestrahlt.
    Link: Homepage der Sesamstraße beim NDR
  • 09.09.1976: Das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) zeigt die erste Folge der Trickfilmserie »Die Biene Maja«, die auf dem Buch »Die Biene Maja und ihre Abenteuer« (1912) von Waldemar Bonsels (1881-1952) basiert. Die neugierige Biene Maja und ihre Freunde - der schlaue Grashüpfer Flip und der faule Willie - erleben viele aufregende Abenteuer.
    »Und diese Biene, die ich meine, nennt sich Maja, kleine freche schlaue Biene Maja.« (aus dem Titelsong, gesungen von Karel Gott)
    Link: »Die Biene Maja« bei www.zeichentrickserien.de
  • 25.12.1977: Der englische Regisseur und Schauspieler Sir Charles Spencer Chaplin (Charlie Chaplin, 1889-1977) stirbt in Vevey (Schweiz). Als »Tramp« kämpfte er in Stummfilmklassikern wie »The Kid« (1921) und »Goldrush« (1926) für Menschlichkeit und gegen Autoritäten. Zusammen mit Mary Pickford (1892-1979), Douglas Fairbanks sen. (1883-1939) und D. W. Griffith (1875-1948) gründete er am 5. Februar 1919 die United Artists Filmstudios.
    Link: Charles Chaplin in der Wikipedia
  • 22.01.1979: Die Fernseh-Serie »Holocaust - Die Geschichte der Familie Weiss« erschüttert Millionen Menschen. Die Serie schildert das Schicksal der in Berlin lebenden jüdischen Familie Weiss, deren Familienmitglieder fast alle von den Nationalsozialisten getötet werden. Gleichzeitig zeigt er, wie der arbeitslose Jurist Erik Dorf als Obersturmbannführer der SS zum Massenmörder wird. Erstmals wird der Nazi-Terror in dieser drastischen Form gezeigt.
    Link: »Holocaust - Die Geschichte der Familie Weiss« in der Wikipedia

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  • 29.04.1980: In Los Angeles stirbt der britische Filmregisseur und Produzent Alfred Hitchcock (1899-1980), der »Meister der Suspense« (die Kunst, mit der Erwartung der Zuschauer zu spielen), einer der erfolgreichsten und innovativsten Filmregisseure aller Zeiten. Zu seinen unvergesslichen Thrillern gehören: »Rebecca« (1940), »Das Fenster zum Hof« (1954) und »Die Vögel« (1963). Der Thriller »Psycho« (1960) enthält mit dem Mord unter der Dusche die berühmteste Mordszene der Filmgeschichte. 1979 erhielt Alfred Hitchcock den Adelstitel »Sir«.
    Link: Alfred Hitchcock in der Wikipedia
  • 30.06.1981: In deutschen Fernsehen läuft in der ARD die erste Folge der Fernsehserie »Dallas«, die erfolgreichste Fernsehserie der 1980er Jahre. Darin geht es um den Clan der Ewings, die durch Öl reich geworden sind. Die wichtigsten Figuren sind der "böse" J.R. Ewing (Larry Hagman), der ständig Intrigen ausheckt; seine versoffene Frau Sue Ellen Ewing (Linda Gray); sein "netter" Bruder Bobby Ewing (Patrick Duffy) und dessen Frau Pamela Ewing (Victoria Principal), die dem verhassten Barnes-Clan angehört. Gute Seele der Famile ist "Miss Ellie" (Barbara Bel Geddes), die Mutter von J.R. und Bobby. Weitere unvergessene Namen: Cliff Barnes, Ray Krebbs, Lucy Ewing und Afton Cooper.
    Link: Dallas Fan Club
  • 18.09.1981: Der Film »Das Boot« des Regisseurs Wolfgang Petersen (*1941) wird in Deutschland uraufgeführt. Die Verfilmung des Romans von Lothar-Günther Buchheim (*1918) schildert das Schicksal des deutschen U-Bootes »U 96« und seiner Besatzung während des Zweiten Weltkrieges. Die Hauptrollen spielen Jürgen Prochnow, Herbert Grönemeyer, Klaus Wennemann, Martin Semmelrogge, Heinz Hoenig, Uwe Ochsenknecht, Claude-Oliver Rudolph, Jan Fedder und Oliver Stritzel. Mit Kosten von 25 Millionen DM ist es die bisher teuerste deutsche Filmproduktion.
    Link: »Das Boot« in der Wikipedia
  • 12.08.1982: Der amerikanische Schauspieler Henry Fonda (1905-1982) stirbt in Los Angeles. Wichtige Filme: »Früchte des Zorns« (1940), »Die 12 Geschworenen« (1957) und »Spiel mir das Lied vom Tod« (1968). Henry Fonda erhielt 1981 den Oscar™ für sein Lebenswerk und 1982 den Oscar™ als bester Hauptdarsteller in »Am goldenen See«.
    Link: Henry Fonda in der Wikipedia
  • 29.08.1982: Die schwedische Schauspielerin Ingrid Bergman (1915-1982) stirbt in London. Zu ihren großen Filmerfolgen gehören u.a.: »Casablanca« (1942), »Wem die Stunde schlägt« (1943), »Das Haus der Lady Alquist« (1944, Oscar™), »Anastasia« (1956, Oscar™) und »Mord im Orient-Express« (1974, Oscar™). 1950-1957 war sie mit dem italienischen Filmregisseur Roberto Rossellini (1906-1977) verheiratet.
    Link: Ingrid Bergman in der Wikipedia
  • 14.09.1982: Die ehemalige Schauspielerin Grace Kelly (1929-1982), seit 1956 Fürstin Gracia Patricia von Monaco, erliegt ihren schweren Verletzungen, die sie sich am Vortag bei einem Autounfall zugezogen hat. Ihre 17jährige Tochter Stephanie übersteht den Unfall schwer verletzt. Mutter und Tochter waren auf dem Rückweg von der fürstlichen Sommerresidenz La Turbie mit dem Wagen in einer Haarnadelkurve von der Straße abgekommen - das Auto überschlug sich und stürzte einen Abhang hinunter.
    Mit nur 11 Filmen wurde Grace Kelly weltberühmt. Dazu gehören u.a.: »Bei Anruf Mord« (1954), »Das Fenster zum Hof« (1954) und »Die oberen Zehntausend« (1956). Für ihre Rolle in »Das Mädchen vom Lande« erhielt sie 1954 den Oscar™ als beste Hauptdarstellerin. Am 19. April 1956 heiratete sie den Fürsten Rainier III. von Monaco (1923-2005) und zog sich aus dem Filmgeschäft zurück.
    Link: Grace Kelly in der Wikipedia
  • 24.02.1985: Die erste Folge des 6-teiligen Fernsehfilms »Das Boot« über den beklemmenden Kriegsalltag an Bord eines U-Bootes läuft im Fernsehen. Regisseur ist Wolfgang Petersen (*1941), als Schauspieler sind u.a. Jürgen Prochnow, Herbert Grönemeyer, Klaus Wennemann, Martin Semmelrogge, Heinz Hoenig, Uwe Ochsenknecht, Claude-Oliver Rudolph, Jan Fedder und Oliver Stritzel an Bord. 1981 lief der Film bereits in einer gekürzten Fassung im Kino.
  • 02.10.1985: Der Tod des Schauspielers Rock Hudson (1925-1985) löst auch in Deutschland neue Diskussionen über die bis dahin als Lustseuche bezeichnete Krankheit Aids aus. Der homosexuelle Schauspieler, der sich am 25. Juli 1985 geoutet hatte, ist das erste prominente Opfer der Krankheit. Sein Tod trägt nicht unerheblich zur internationalen Beachtung der Immunschwächekrankheit bei.
    Link: Rock Hudson - Ein täuschend echter Liebhaber
  • 10.10.1985: In Los Angeles stirbt der amerikanische Regisseur, Schauspieler und Autor Orson Welles (1915-1985). Berühmt wird Welles durch sein als »Live-Dokumentation« verfasstes Stück »Invasion vom Mars« (siehe 30. Oktober 1938). Sein erster Film, »Citizen Kane« (1941) gilt als einer der besten Filme aller Zeiten. Auch sein Film »Der dritte Mann« (1949) gehört zu den unsterblichen Filmklassikern. Für Schlagzeilen sorgte seine Ehe (1944-1948) mit der Schauspielerin Rita Hayworth (1918-1987), der »Liebesgöttin« der 40er Jahre, deren positives Image er zerstörte.
    Links: Orson Welles in der Wikipedia und Citizen Kane in der Wikipedia
  • 08.12.1985: In der ARD läuft die erste Folge der Familienserie »Lindenstraße« von Hans W. Geissendörfer. Zunächst belächelt gewinnt die Serie schnell ihre Fans. Allein mit der Erstausstrahlung (sonntags in der ARD) erreicht die »Lindenstraße« durchschnittlich 4,7 Millionen Zuschauer (ca 20 Prozent Marktanteil). Am 30. Januar 2005 wird die 1.000. Folge ausgestrahlt.
    Link: www.lindenstrasse.de
  • 10.02.1987: Mit Hans Rosenthal (1925-1987) stirbt in Berlin einer der beliebtesten deutschen TV-Showmaster, der durch »Allein gegen Alle« (ab 1963) und besonders »Dalli Dalli« (ab 1971) populär wurde.
    Link: www.hans-rosenthal-stiftung.de
  • 05.09.1994: Der deutsche Privatsender Pro 7 zeigt die erste Folge der erfolgreichen Mystery-Serie »Akte X« (»The X-Files«). Darin versuchen die FBI-Agenten Fox Mulder (David Duchovny) und Dana Scully (Gillian Anderson) außergewöhnliche. z.T. paranormale Vorgänge aufzuklären. Während Mulder von der Existenz von Außerirdischen überzeugt ist und überall Verschwörungen der Regierungsbehörden vermutet, ist Scully die Skeptikerin, die für alle Vorgänge natürliche Erklärungen sucht.
    Link: The X Net - The X-Files
  • 17.11.1994: Filmpremiere des Zeichentrickfilms »König der Löwen« in Deutschland, einem der erfolgreichsten Zeichentrickfilme aus den Disney-Studios. Hans Zimmer erhält einen Oscar™, für die Filmmusik, Elton John/Tim Rice einen weiteren für dem Song »Can you feel the love tonight?«. Die Premiere der Musicalfassung von »Der König der Löwen« findet am 13. November 1997 am Broadway (New York City) statt.
    Link: »König der Löwen« in der Wikipedia
  • 29.02.2004: Der dritte Teil der Herr-der-Ringe-Trilogie, »Die Rückkehr des Königs« erhält bei der 76. Oscarverleihung alle 11 Oscars, für die er nominiert war. Es ist damit neben »Ben Hur« (1960) und »Titanic« (1998) der meistausgezeichnete Film in der Geschichte Hollywoods.

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Zuletzt geändert am 16.06.2015

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