Kalenderblatt - Thema: Bismarck und der Weg zum Deutschen Kaiserreich

Anton von Werner: Proklamation Wilhelm I. zum Deutschen Kaiser
Wilhelm I. wird am 18. Januar 1871 im Spiegelsaal von Versailles zum Deutschen Kaiser ausgerufen. Gemälde von Anton von Werner (1843-1915).

Chronik:

  • 24.09.1862: König Wilhelm I. (1797-1888) von Preußen beruft Leopold Otto von Bismarck (1815-1898) zum Ministerpräsidenten. Mit der zusätzlichen Übertragung des Außenministeriums (am 8. Oktober 1862) besitzt Bismarck umfassende Vollmachten zur Leitung der preußischen Politik.
    Link: Otto von Bismarck in der Wikipedia
  • 23.05.1863: In Leipzig gründet Ferdinand Lassalle (1825-1864) den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein (ADAV), die erste selbständige Arbeiterpartei. Lassalle, Sohn eines jüdischen Kaufmannes aus Breslau, tritt erstmals 1859 mit seiner Schrift »Der italienische Krieg und die Aufgabe Preußens« politisch in Erscheinung. 1862 betont er in einem Vortrag »Über Verfassungswesen«, dass sich die Arbeiterschaft politische Macht durch das allgemeine Wahlrecht erkämpfen müsse. Lassalle stirbt am 31. August 1864 an den Folgen eines Duells.
  • 01.02.1864: Im zweiten Krieg gegen Dänemark, von dem preußischen Ministerpräsidenten Otto von Bismarck (1815-1898) provoziert, marschiert Preußen nach Schleswig und Holstein ein. Am 18. April 1864 werden die Düppeler Schanzen bei Sonderburg erobert, was den Krieg für Preußen entscheidet. Durch den »Frieden von Wien« am 30. Oktober 1864 verliert Dänemark die Herzogtümer Schleswig, Holstein und Lauenburg an Österreich und Preußen. Der Streit um gemeinsame Herrschaft wird durch die so genannte »Gasteiner Konvention« vom 14. August 1865 vorläufig beigelegt: Schleswig wird künftig von Preußen und Holstein von Österreich verwaltet. Lauenburg fällt - nach einer Entschädigungszahlung von 2.5 Mio. dänischen Talern Preußens an Österreich - ebenfalls in preußischen Besitz.
  • 31.08.1864: Ferdinand Lassalle (1825-1864), Präsident des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins (ADAV, gegründet am 23. Mai 1863), stirbt an den Folgen eines Duells mit Janko von Racowic, dem früheren Verlobten von Helene von Dönniges, mit der er eine Liebesaffäre hatte. Lassalle hatte Helenes Vater, den bayerischen Diplomaten Wilhelm von Dönniges, zum Duell herausgefordert, nachdem dieser einer Heirat nicht zustimmen wollte. Dönniges lässt sich von Racowic vertreten, der dann Lassalle tödlich verletzt.
  • 14.06.1866: Auf Antrag Österreichs ordnet der Deutsche Bund mit den Stimmen Bayerns, Sachsens, Württembergs u.a. Staaten die Mobilmachung gegen Preußen an - der Beginn des »Deutschen Krieges«. Auslöser ist der Streit um die Vorherrschaft in Schleswig-Holstein (siehe 01. Februar 1864)
  • 03.07.1866: In der »Schlacht bei Königgrätz« in Ostböhmen besiegen die von Helmuth Moltke (ab 1870 Graf von, 1800-1891) geführten preußischen Truppen die österreichisch-sächsische Armee unter dem Oberbefehl von Ludwig von Benedek (1804-1881). Über 7.500 Soldaten verlieren in der Schlacht ihr Leben. Nach Preußens Sieg werden der Deutsche Bund aufgelöst und Deutschland (ohne Beteiligung Österreichs) neu geordnet (»Friede von Prag« am 23. August 1866).
    »Gestern früh 7 Uhr fand zwischen Horitz und Königgrätz ein Zusammenstoß zwischen der preußischen Armee unter persönlicher Führung des Königs und der Österreichisch-Sächsischen des Feldzeugmeisters Benedek statt. Die sich hieraus entwickelnde Schlacht dauerte 12 Stunden, wobei feindlicherseits die starke Position hinter der Bistritz mit großer Hartnäckigkeit sechs Stunden lang behauptet wurde. Unseren zum Teil aus weiter Entfernung pünktlich auf dem Schlachtfeld eintreffenden Kolonnen gelang es endlich, die feindliche Stellung um zwei Uhr mittags mit Sturm zu nehmen. Von nun an wurde der Feind in schneller Folge von Position zu Position zurückgetrieben. Abends 7 Uhr befand er sich mit dem Rest der geschlagenen Armee im vollen Rückzug nach Süden. Unser unter den Augen Seiner Majestät des Königs erfochtener Sieg ist ein vollständiger, wenn auch mit schweren Verlusten erkauft; die Verluste des Feindes sind beträchtlich größer.« (Moltkes Depesche, Quelle: »Das 19. Jahrhundert in Wort und Bild«, Deutsches Verlagshaus Bong & Co., 1900)
    Link: Die »Schlacht bei Königgrätz« in der Wikipedia
  • 23.08.1866: Der »Friede von Prag« beendet den »Deutschen Krieg«. Österreich verzichtet zugunsten von Preußen auf seine Ansprüche in Schleswig-Holstein und erkennt die Auflösung des Deutschen Bundes an. Hannover, Kurhessen, Nassau, Frankfurt am Main und Schleswig-Holstein mit Lauenburg fallen an Preußen. Außerdem muss Österreich eine Kriegsentschädigung zahlen.
  • 18.08.1866: Der Norddeutsche Bund entsteht, ein Zusammenschluss aller deutschen Länder nördlich der Mainlinie (außer Luxemburg) - der Vorläufer des Deutschen Reiches von 1871. Die Verfassung tritt am 1. Juli 1867 in Kraft.
    Link: Der »Norddeutsche Bund« in der Wikipedia
  • 01.07.1867: Die Verfassung des »Norddeutschen Bundes« tritt in Kraft. Es ist ein Zusammenschluss von 22 Staaten und freien Städten nördlich der Mainlinie (außer Luxemburg) unter der Führung Preußens, der nach dem Ende des Deutschen Krieges (Friede von Prag, 23. August 1866) gegründet wurde. Die Verträge zwischen Preußen und den Staaten wurden zwischen dem 18.08. und 21.10.1866 geschlossen, Otto Graf von Bismarck (1815-1898) konzipierte 1866 die Grundgedanken der Verfassung.
  • 07.08.1869: Auf dem Eisenacher Kongress (07.08.-09.08.1869) wird die Sozialdemokratische Arbeiterpartei (SDAP) gegründet, die ab 1890 SPD heißt. Sie besteht aus Mitgliedern der Sächsischen Volkspartei und des Verbandes Deutscher Arbeitervereine und Anhängern Lassalles. Ihre Führer sind August Bebel (1840-1913) und Wilhelm Liebknecht (1826-1900). Das Programm der SDAP verbindet demokratische Ideen des bürgerlichen Radikalismus mit marxistischem Gedankengut, sie ist antipreußisch und befürwortet eine großdeutsche Lösung. Das Eisenacher Programm fordert die »Errichtung des freien Volksstaates« durch »Abschaffung aller Klassenherrschaft«. Die derzeitige Produktionsweise (Lohnsystem) soll durch »genossenschaftliche Arbeit« ersetzt werden.

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Die deutsch-französischen Kapitulationsverhandlungen 1870
Die deutsch-französischen Kapitulationsverhandlungen am 2. September 1870.
Deutscher Verhandlungsführer ist Otto Graf von Bismarck (1815-1898).
  • 12.07.1870: Seit 1866 versuchte Frankreich, Preußens weitere Ausdehnung sowie die Bildung eines deutschen Nationalstaates zu verhindern. Als der Erbprinz Leopold von Hohenzollern-Sigmaringen (1835-1905) seine Kandidatur für den spanischen Thron bekannt gibt, lehnt Frankreich's Außenminister Duc de Gramont (1819-1880) dieses Ansinnen mit Hinweis auf eine Gefährdung des Gleichgewichts der Mächte in Europa ab. Prinz Leopold verzichtet, mit Zustimmung des preußischen Königs Wilhelm I. (1797-1888), am 12. Juli 1870 auf die Thronfolge. Der Veröffentlichung der »Emser Depesche« am 13. Juli führt zur Kriegserklärung vom 19. Juli und somit zum Deutsch-Französischen Krieg (1870-1871).
    Link: Leopold von Hohenzollern-Sigmaringen in der Wikipedia
  • 13.07.1870: Der französische Botschafter Vincent Graf Benedetti verlangt von dem im Badeort Ems kurenden preußischen König Wilhelm I. (1797-1888) eine Garantie, dass die Hohenzollern auch in Zukunft auf die spanische Krone verzichten werden (siehe 12. Juli 1870). Der König lehnt ab und der preußische Ministerpräsident Otto Graf von Bismarck (1815-1898) macht diesen diplomatischen Eklat in der so genannten »Emser Depesche« öffentlich, was das brüskierte Frankreich zur Mobilmachung veranlasst (siehe 19. Juli 1870).
    Link: Die Emser Depesche in der Wikipedia
  • 19.07.1870: Der Streit um die spanische Thronfolge löst den Deutsch-Französischen Krieg aus. Vorausgegangen war die so genannte »Emser Depesche« (siehe: 13. Juli 1870).
    Link: Der »Deutsch-Französische Krieg« in der Wikipedia
  • 02.09.1870: Die Preußen besiegen die Franzosen in der »Schlacht bei Sedan«. Die Kapitulation des französischen Marschalls Patrice Maurice Comte de Mac-Mahon (1808-1893) bedeutet den Wendepunkt im Deutsch-Französischen Krieg. Der französische Kaiser Napoléon III. gerät in Gefangenschaft und dankt noch am selben Tag ab - das Ende des französischen Kaiserreiches. Siehe: 4. September 1870 (Ausrufung der Dritten Republik).
    Link: Die Schlacht bei Sedan in der Wikipedia
  • 04.09.1870: Die republikanischen Führer Jules Favre (1809-1880) und León Gambetta (1838-1882) rufen in Paris die Dritte Republik aus. Sie organisieren einen Volkskrieg gegen die in Frankreich stehenden preußisch-deutschen Armeen. Am 28. Januar kapituliert Paris und Jules Favre unterzeichnet einen Waffenstillstand, dem am 10. Mai 1871 der Frankfurter Friedensschluss folgt.
  • 18.01.1871: Krönung des preußischen Königs Wilhelm I. (1797-1888) zum deutschen Kaiser im Spiegelsaal des Schlosses von Versailles. Damit ist die Vereinigung der deutschen Staaten (ohne Österreich) vollzogen. Durch zähe Verhandlungen erreicht der preußische Ministerpräsident und Kanzler des Norddeutschen Bundes im Oktober und November 1870 den Beitritt der süddeutschen Staaten zum Norddeutschen Bund und eine Zustimmung zur Gründung des Deutschen Reiches unter preußischer Herrschaft. Die Vorbehalte Bayerns kann er mit Drohungen und Sonderrechten beseitigen. Am 9. Dezember 1870 wird der Name des erweiterten Staatenbundes in »Deutsches Reich« vollzogen, Bismarck wird Reichskanzler und preußischer Ministerpräsident. Berlin, die Residenz der preußischen Könige, wird Hauptstadt des Deutschen Reiches.
  • 18.03.1871: Im von Deutschen besetzten Paris kommt es zu einem Aufstand der revolutionären Sozialisten gegen die republikanische Regierung. Frankreichs Präsident Adolphe Thiers (1779-1877) muss nach Versailles fliehen. Die so genannte »Pariser Kommune« - entstanden aus Enttäuschung über den demütigenden Waffenstillstand im Deutsch-Französischen Krieg und aus Protest gegen die unsoziale Innenpolitik - fordert Reformen im Sinn einer sozialistischen Gesellschaftsordnung. In der »Pariser Blutwoche« (21.-28. Mai 1871) wird die Pariser Kommune zerschlagen, mehr als 25.000 Kommunarden werden bei den Straßenkämpfen oder durch Hinrichtungen getötet, 10.000 werden verhaftet oder nach Algerien oder Neukaledonien deportiert. Nach seiner Rückkehr wird Thiers am 31. August zum ersten Staatspräsidenten der 3. Republik gewählt. Im Mai 1873 wird er gestürzt; neuer Präsident wird am 24. Mai 1873 Marschall Patrice Maurice Comte de Mac-Mahon (1808-1893).
    Link: Die Pariser Kommune in der Wikipedia
  • 16.04.1871: Die Verfassung des Deutschen Reiches, die auf Entwürfe des Reichsgründers und ersten Kanzler des neuen Staates Otto von Bismarck (1815-1898) zurückgeht, tritt in Kraft. Dem Deutschen Reich gehören als konstitutionelle Monarchie 25 Einzelstaaten unter der Vorherrschaft Preußens an. Neben den vier Königreichen Preußen, Bayern, Sachsen und Württemberg gehören sechs Großherzogtümer, fünf Herzogtümer und die drei Freien Städte Hamburg, Bremen und Lübeck zu diesem Bundesstaat. Der Reichskanzler ist politisch nur dem Kaiser, nicht dem Parlament (Reichstag) verantwortlich. Gesetze und Regierungsakte des Kaisers bedürfen der Gegenzeichnung des Reichskanzlers.
    Am 18. Januar 1871 war der preußische König Wilhelm I. (1797-1888) im Spiegelsaal von Versailles zum Deutschen Kaiser proklamiert worden.
    Link: Die Bismarcksche Reichsverfassung in der Wikipedia
  • 10.05.1871: Der von Frankreichs Außenminister Jules Favre (1809-1880) und dem deutschen Reichskanzler Otto von Bismarck (1815-1898) unterzeichnete »Friede zu Frankfurt am Main« beendet den Deutsch-Französischen Krieg. Frankreich muss Elsass-Lothringen an das Deutsche Reich abtreten und eine Kriegsentschädigung von fünf Milliarden Franc zahlen. Bis zur Abzahlung der Summe bleiben deutsche Truppen in Frankreich stationiert. Die schweren Bedingungen führen in Frankreich zu einer innenpolitischen Krise und zum Aufstand der »Pariser Kommune« (18. März 1871).
    Link: Der Deutsch-Französische Krieg in der Wikipedia
  • 13.06.1878: Der deutsche Reichskanzler Otto von Bismarck (1815-1898) erreicht mit seinem Auftreten als »ehrlicher Makler« auf dem »Berliner Kongress« (13. Juni - 13. Juli 1878) ein hohes Ansehen des Deutschen Reiches im Ausland. In Berlin beenden die europäischen Großmächte Großbritannien, Frankreich, Russland, Österreich-Ungarn, Deutsches Reich, Italien und Osmanisches Reich unter Vermittlung Bismarcks auf diplomatischem Wege die seit 1875 schwelende Orientkrise. Es ist die 'Korrektur' des russisch-türkischen Vorfriedens von San Stefano (19. Februar/03. März 1878) und ordnet die Machtverhältnisse auf dem Balkan neu.
    »Ich will nichts mehr als der ehrliche Makler zwischen uneinigen Klienten sein, der das Geschäft zustande bringt.« (Otto von Bismarck)
    Link: Der Berliner Kongress in der Wikipedia
  • 21.10.1878: Der Reichstag stimmt dem vom Kaiser Wilhelm I. (1797-1888) erlassenen »Gesetz gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokraten« zu. Das so genannte »Sozialistengesetz« verbietet alle sozialistischen, sozialdemokratischen und kommunistischen Versammlungen, Vereine und Presseerzeugnisse. Damit wird der Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands die Grundlage als Massenpartei entzogen, da sie keine Versammlungen abhalten darf. Reichskanzler Otto von Bismarck (1815-1898) hatte bereits am 24. Mai 1878 ein entsprechendes Verbot gefordert.

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  • 15.06.1883: Der deutsche Reichstag billigt das Gesetz zur Krankenversicherung. Reichskanzler Otto von Bismarck (1815-1898) tritt für eine staatlich gelenkte Sozialpolitik ein, um den wachsenden Einfluss der Sozialdemokraten in der Arbeiterschaft zu untergraben. Aus diesem Grund stimmen die Sozialdemokraten gegen das Gesetz, ebenso die Fortschrittspartei.
  • 14.01.1887: Kaiser Wilhelm I. (1797-1888) lässt auf Betreiben von Kanzler Bismarck (1815-1898) den Reichstag auflösen, nachdem eine Gesetzesvorlage zur Vergrößerung des Heeres gescheitert ist - der Höhepunkt des preußischen Heeres- und Verfassungskonflikts.
  • 6.02.1888 »Wir Deutsche fürchten Gott und sonst nichts auf der Welt; und die Gottesfurcht ist es schon, die uns den Frieden lieben und pflegen lässt.« (Otto von Bismarck, Rede im Reichstag am 6. Februar 1888)
    Links: Reichstagsprotokolle, 1887/88, 2, Otto von Bismarck in der Wikipedia
  • 15.06.1888: Im »Drei-Kaiser-Jahr« stirbt zunächst Wilhelm I. am 09. März 1888 im Alter von 91 Jahren. Die liberalen (freiheitlichen) Ansichten seines Sohnes und Nachfolgers Friedrich III. stehen im Gegensatz zu seinem Vater. Er ist jedoch bereits schwer an Kehlkopfkrebs erkrankt und stirbt nach 99 Tagen der Regierung am 15. Juni 1888 im Alter von 57 Jahren. Sein Sohn, der 29jährige Wilhelm II., besteigt am 15. Juni 1888 den Thron. Er gilt als Gegner der Politik Bismarcks und hat ganz eigene Vorstellungen vom Regieren. Seine unbedachten, oft großspurigen oder drohenden Äußerungen führen das Deutsche Reich in die Isolation (siehe 27. Juli 1900, die »Hunnenrede«).
    Link: »Drei-Kaiser-Jahr« in der Wikipedia
  • 20.03.1890: »Der Lotse geht von Bord« - Kaiser Wilhelm II. (1859-1941) nimmt das Rücktrittsgesuch des Reichskanzlers und preußischen Ministerpräsidenten Otto von Bismarck (1815-1898) an. Vorausgegangen waren erhebliche Meinungsverschiedenheiten in Bezug auf Regierungsgeschäfte. Wilhelm II. strebte nach einem »persönlichem Regiment«. Zudem war Bismarck am 25. Januar 1890 mit seinem Antrag auf Verlängerung des Sozialistengesetzes (siehe 21. Oktober 1878) vor dem Reichstag gescheitert. Nachfolger von Bismarck wird Leo Graf von Caprivi (1831-1899); er verfolgt einen »neuen Kurs«, ist um Ausgleich bemüht und setzt u.a. 1891 ein Gesetz zum Arbeiterschutz durch.
    Link: Otto von Bismarck in der Wikipedia
  • 30.07.1898: Auf seinem Gut Friedrichsruh stirbt der preußisch-deutsche Staatsmann und »Eiserne Kanzler« Otto von Bismarck (Otto Eduard Leopold von Bismarck-Schönhausen, 1815-1898), Graf von Bismarck-Schönhausen (ab 1865), Fürst von Bismarck (ab 1871) Herzog von Lauenburg (ab 1890). Der erste Kanzler des Deutschen Reiches setzte die Einigung der deutschen Länder als »kleindeutsche Lösung« (ohne Österreich) durch. Mehr zu Bismarck im Thema»
    Link: Otto von Bismarck in der Wikipedia

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Zuletzt geändert am 30.12.2014

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