Kalenderblatt - Thema: Berühmte Bauwerke

Pieter Brueghel d. Ä.: Turmbau zu Babel
Pieter Brueghel d. Ä. (1526/30-1569): Turmbau zu Babel (um 1560)

Chronik:

  • 13.09.81: In Aquae Cutiliae bei Rieti stirbt der römische Kaiser Titus (Titus Flavius Vespasianus, 39-81, Regierungszeit 79-81). Der Sohn Vespasians (9-79, Regierungszeit 69-79) schlug für seinen Vater den jüdischen Aufstand gegen die römische Besatzung in Palästina nieder und zerstörte am 10. August 70 den Tempel in Jerusalem.
    Im Jahre 80 eröffnet Titus das »Amphitheatrum Flavium«, das Kolosseum in Rom, mit dessen Bau im Jahre 72 begonnen worden war. 100 Tage dauern die Eröffnungsfeiern, bei der die Gladiatoren sich bis zum letzten Mann abschlachten müssen. Das größte Amphitheater der römischen Welt - und neben den Pyramiden das größte antike Bauwerk - hat 49 Meter hohe Außenmauern, die elliptische Grundfläche beträgt 189 Meter mal 156 Meter (Umfang 545 Meter). Nach antiken Quellen bot es Platz für 87.000 Zuschauer (wahrscheinlicher: 50.000). Riesige Sonnensegel, gehalten von 240 Mastbäumen, überspannten Teile der obersten der vier Galerien, die für den kaiserlichen Hof reserviert war. Die einzelnen Ränge wurden streng nach den Klassen innerhalb der römischen Gesellschaft vergeben (der schlechteste, der fünfte Rang, war für die Frauen bestimmt). In der 83 Meter mal 48 Meter großen, mit Meersand überstreuten, hölzernen Arena konnten 300 Gladiatorenpaare gleichzeitig kämpfen.
    »Non olet - (Geld) riecht nicht« (Vespasian zu seinem Sohn Titus, der sich über eine Latrinensteuer ereiferte)
  • 17.09.335: In Jerusalem erfolgt die Einweihung der Grabeskirche durch Kaiser Konstantin den Großen (um 280-337). Kaiser Konstantin hatte den Beschluss, am Grab Christi ein Denkmal errichten zu wollen, anlässlich seines 20. Herrschaftsjubiläums im Jahre 325 verkündet. Finanziert durch großzügige Spenden aus der kaiserlichen Kasse und von den Statthaltern der östlichen Provinzen wird die Anlage auf einem felsigen und unebenen Gelände von 150 Metern Länge und 150 Metern Breite errichtet - an der Stelle, an der man das Felsengrab Christi vermutet. Die Grabeskirche (»Anastasis«, Auferstehungskirche) besteht aus einer prächtigen Basilika und mehreren Nebengebäuden. Die Basilika wird erstmals 614 von den Persern zerstört. Sie wird wieder aufgebaut, aber im Jahre 1009 von dem Fatimiden-Herrscher al-Hakim (985-1021) vollständig zerstört. Seit den 1960er Jahren wird versucht, die Basilika in ihrem ursprünglichen Zustand wiederherzustellen.
    Link: Die Grabeskirche in der Wikipedia
  • 27.12.537: In Anwesenheit des byzantinischen Kaisers Justinian I. (um 482-565, Regierungszeit 527-565) wird in Konstantinopel (heute Istanbul) die Hagia Sophia (»Heilige Weisheit«) eingeweiht. In nur 5 Jahren Bauzeit (Grundsteinlegung: 23. Februar 532) wurde die Kirche unter der Leitung von Anthemios von Tralleis (gestorben um 534) und Isidoros von Milet (gestorben vor 558) errichtet, nachdem der Vorgängerbau 532 durch ein Erbeben zerstört worden war. Sie hat (ohne Nebengebäude) eine Grundfläche von 74,80 Meter mal 69,70 Meter. Die Mittelkuppel hat einen Durchmesser von 33 Meter, sie erhebt sich, scheinbar schwebend, über 40 Fenster. Die Gesamthöhe beträgt 55,6 Meter. Sie liegt auf vier Hauptpfeilern, an die sich kleinere Kuppeln anschließen, die von gekrümmten Ziegelpfeilern getragen werden. Der Boden und die Wände sind mit erlesenem Marmor gedeckt. In der Hagia Sophia werden die Kaiser des Reiches von Byzanz gekrönt und bedeutende Staatsakte vollzogen. Mehrmals stürzt die Kuppel (teilweise) ein, wird jedesmal wieder aufgebaut. Am 29. Mai 1453 fällt Konstantinopel an die Türken. Sie bauen die Hagia Sophia in eine Moschee um, fügen vier Minarette hinzu und geben ihr den Namen »Ayasofya Camii«. 1934 lässt der türkische Präsident Mustafa Kemal Atatürk (1881-1938) die Moschee in ein Museum umwandeln. Gegenüber der Hagia Sophia entsteht von 1609-1616 die »Sultan-Ahmet-Moschee« (»Sultan Ahmet Camii«), die der damals 16jährige Sultan Ahmed erbauen lässt. Sie ist von sechs Minaretten umgeben und innen mit 20.000 blauen Fliesen geschmückt, was ihren Namen erklärt: die »Blaue Moschee«. Baumeister ist Mehmet Aga, ein Schüler des bedeutenden osmanischen Architekten Sinan.
    »Ruhm und Ehre dem Höchsten, der mich für würdig hielt, ein solches Werk zu vollenden. Oh Salomon, ich habe dich übertroffen!« (Kaiser Justinian I.)
    Links: The Byzantine Monuments - HAGIA SOPHIA und Sehenswürdigkeiten in Istanbul

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Joseph Mallord William Turner (1775-1851): Die Peterskirche von Süden her (1819)
Joseph Mallord William Turner (1775-1851): Die Peterskirche von Süden her (1819)
  • 09.08.1173: Nach Plänen des Dom-Architekten Bonanno Pisano beginnen auf der »Piazza dei Miracoli« (Platz der Wunder) in Pisa die Bauarbeiten am dem Glockenturm, der heute als der »Schiefe Turm« (»Di Pisa Torre Pendente«) weltberühmt ist. 1185 stellt Pisano die Bauarbeiten ein - nach der Fertigstellung des dritten Stockwerkes beginnt der Turm sich zu neigen, weil der weiche Schwemmboden unter ihm sich setzt. Erst 1274 setzt der Architekt Giovanni di Simone den Bau des Turmes fort. Um die Neigung auszugleichen, gestaltet man die Pfeiler auf der Südseite länger als auf der Nordseite. 1298 kommt es wieder zu einer Unterbrechung der Bauarbeiten, die 1360 unter Tommaso Pisano abgeschlossen werden. Der Turm hat eine Höhe von 55 Meter und wiegt 14.500 Tonnen, er hat zusammen mit dem Glockenstuhl 8 Stockwerke. Von Anfang 1990 bis Ende 2001 werden umfangreiche Sanierungsmaßnahmen durchgeführt, um den Turm mit seiner Schieflage von inzwischen 5 Metern vor dem Umsturz zu bewahren.
  • 15.08.1248: Grundsteinlegung des Kölner Doms durch den Kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden. Die Bauarbeiten werden, mit Unterbrechung ab ca. 1530, bis zum 15. Oktober 1880 andauern.
    Link: Der Kölner Dom in der Wikipedia
  • 02.04.1421: Zhu Di (Yongle, Yung-lo, Taizong), der dritte Kaiser (1402-1424) der chinesischen Ming Dynastie, weiht die »Verbotene Stadt« im Zentrum Pekings (Beijing) als Herrschaftszentrum ein (Datum nach Julianischem Kalender).
  • 12.08.1424: Zhu Di (Yongle, Yung-lo, Taizong), der dritte Kaiser der chinesischen Ming-Dynastie, stirbt (Datum nach Julianischem Kalender). Während seiner Regierungszeit (1402-1424) wird die Chinesische Mauer (Große Mauer) in der heutigen Form mit Toren und Befestigungsanlagen fertig gestellt.
    Siehe auch: 7. Dezember 1987 (Große Mauer - Weltkulturerbe der UNESCO).
    Link: Zhu Di in der Wikipedia
  • 18.04.1506: Grundsteinlegung zu Neu-Sankt-Peter in Rom. Der Bau entsteht im Wesentlichen von der Mitte des 16. bis Mitte des 17. Jahrhunderts. Erster leitender Architekt des Neubaus war Bramante (um 1444-1514), ihm folgten Raffael (1483-1520) von 1514 bis 1520 und Antonio Sangallo (der Jüngere, 1483-1546). 1546 übernahm Michelangelo (1475-1564) die Leitung. 1586 wurde auf dem Platz der ursprünglich im Zirkus des Nero stehende Obelisk aufgestellt. Unter dem Baumeister Carlo Maderno (1556-1629) wurde 1607-1614 das Langhaus mit Vorhalle sowie die barocke Fassade vollendet. Nach einem Entwurf von Gian Lorenzo Bernini (1598-1680) wurden ab 1656 die den Platz umfassenden Kolonaden errichtet. Mit einer Breite von 152 m in den Querschiffen und einer Länge von 211 m ist Sankt Peter der größte je errichtete christliche Sakralbau. Der Scheitel der Kuppel liegt 119 m über dem Boden, die Laterne erreicht eine Höhe von 132,50 m.
    Link: Der Petersdom in der Wikipedia
  • 07.06.1631: Arjumand Banu Bagam, die Lieblingsfrau von Großmogul Shah Jahan (1592-1666), stirbt bei der Geburt ihres 14. Kindes im Alter von 38 Jahren. Siebzehn Jahre war sie mit Shah Jahan verheiratet. Ihr zu Ehren lässt der trauernde Herrscher noch im gleichen Jahr die Bauarbeiten an einem weißen Mausoleum beginnen, dem Taj Mahal in Agra, dem »Denkmal unvergänglicher Liebe«. Zwanzig Jahre lang arbeiten vermutlich 20.000 Menschen an dem aus weißem Marmor bestehenden Bauwerk, das über und über mit Einlegearbeiten aus bunten Halbedelsteinen verziert wird. Die Anlage umfasst eine Fläche von 567 mal 305 Metern. Der Name des Sinnbildes für Indien schlechthin ergab sich aus dem Ehrentitel der »Auserwählten des Harems«: »Mumtaz-i-Mahal«. Shah Jahan wurde 1658 von seinem Sohn Aurangzeb abgesetzt und bis zu seinem Tod im Fort von Agra unter Hausarrest gestellt - mit Blick auf den Taj Mahal.
    Links: Schätze der Welt - Taj Mahal und www.raetsel-der-menschheit.de - Taj Mahal
  • 05.04.1722: Der niederländische Seefahrer Jacob Roggeveen (1669-1729) entdeckt am Ostersonntag die Insel Waihu (Rapa Nui), die er Paaschen (»Osterinsel«) nennt. Die Insel liegt, abseits jeglicher Zivilisation, 3.220 Kilometer südwestlich der Galapagos-Inseln und 3.600 Kilometer westlich von Valparaiso in Chile (Chile annektierte die Osterinsel im Jahre 1888). Die Osterinsel besteht vorwiegend aus vulkanischem Gestein. Rätsel geben bis heute die aus vulkanischem Tuff gemeißelten, riesigen Steinbilder auf, die zwischen 4 und 15 Meter hoch sind und bis zu 20 Tonnen wiegen. Die so genannten »Moai«, deren Gesichter ins Landesinnere blicken, entstanden wohl ab 1000 n.Chr. Auf der Insel lebten bei der Ankunft Roggeveens, der 1721 im Auftrag der »Westindischen Gesellschaft« aufgebrochen war, drei verschiedene Rassen friedlich zusammen. Eine spanische Expedition erreichte am 15. November 1770 die Insel. Das Land war immer noch kultiviert, die Menschen freundlich. Als jedoch Kapitän James Cook (1728-1779) 1774 die Insel erreicht, ist das Land verödet, die Menschen sind bewaffnet und anscheinend untereinander verfeindet, die Steinfiguren waren umgestoßen worden. Die Ursache dafür ist bis heute ungeklärt und gibt Anlass für viele Spekulationen.
    Link: Die Osterinsel in der Wikipedia
  • 10.08.1793: Der Louvre (Musée du Louvre), das ehemalige Königsschloss, wird als Museum eröffnet. Ausgestellt wird der königliche Kunstbesitz, der während der Französischen Revolution zum Nationaleigentum erklärt worden war.
    Die Geschichte des Louvre beginnt im Mittelalter, als hier ein Zwinger für Wolfshunde gebaut wird, die man »Lupara« nennt. Im Jahre 1190 lässt König Philippe-August (1165-1223) die vorhandene Festung zu einem Bollwerk mit Wehrturm ausbauen. 1564 lässt König Franz I. (1494-1547) die zugige, inzwischen leer stehende Burg von dem Architekten Pierre Lescot (um 1510-1578) in ein prunkvolles Schloss verwandeln. Unter Heinrich II. (1519-1559) wird es zum Hauptwohnsitz der französischen Könige. Der italienische Bildhauer, Baumeister und Maler Gian Lorenzo Bernini (1598-1680) arbeitet von 1665-1670 an den Umbauplänen des Louvre. Der »Sonnenkönig« Ludwig XIV. (1643-1715) verlegt seine Residenz nach Versailles und lässt im Louvre Kunstschauen der Académie française durchführen (erstmalig am 9. April 1667). Mit Napoléon I. (1769-1821) zieht wieder ein Herrscher in den Palast ein, sein Neffe Napoléon III. (1808-1873) vollendet schließlich das Bauwerk und ist zugleich das letzte Staatsoberhaupt, das hier residiert.
    Am 29. März 1989 eröffnet Staatspräsident François Mitterand (1916-1996) die 3 Milliarden Francs teure Glaspyramide des chinesisch-amerikanischen Architekten Ieoh Ming Pei (*1917) im Innenhof des Louvre. Am 18. November 1993 eröffnet Mitterand den von den Architekten Michel Macary, Jean-Michel Wilmotte und Ieoh Ming Pei neu gestalteten Richelieu-Flügel. Mit 51.000 Quadratmetern ist der Louvre das größte Kunstmuseum der Welt.
    Zu den bedeutenden Kunstwerken, die hier ausgestellt werden, gehören: »Mona Lisa« (Leonardo Da Vinci), »Venus von Milo«, »Selbstbildnis mit Distel« (Albrecht Dürer), »Die Freiheit auf den Barrikaden« (Eugène Delacroix) und »Der sterbende Sklave« (Michelangelo), um nur einige zu nennen.
    Dan Browns Erfolgsroman »Sakrileg«, der zum Teil im Louvre spielt, wurde 2005 mit Tom Hanks in der Hauptrolle vor Ort verfilmt.
    Link: www.louvre.de

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Theaterplakat »Excelsior«
Theaterplakat »Excelsior« (1884) mit der 1883 eröffneten New Yorker »Brooklyn Bridge« im Hintergrund, Quelle: [16]
  • 18.02.1806: Nach der siegreichen »Dreikaiserschlacht« von Austerlitz (2. Dezember 1805) über Russland und Österreich erlässt Napoléon I. ein Dekret zur Errichtung des »Arc de Triomphe« als Denkmal der Grande Armée. Der Triumphbogen ist 50 Meter hoch und 45 Meter breit, Architekten sind Jean-François-Thérèse Chalgrin und Jean-Armand Raymond. Der »Bürgerkönig Louis-Philippe« weiht den »Arc de Triomphe« 1836 als Symbol des militärischen Ruhmes der französischen Nation. Am 15. Dezember 1840 werden die sterblichen Überreste Napoléons von St. Helena überführt und vor seiner Beisetzung im Invalidendom unter dem »Arc de Triomphe« aufgebahrt. Der Triumphbogen ist heute Frankreichs Ehrenmal, hier liegt auch das Grabmal des Unbekannten Soldaten.
    »Napoléon ist nicht von dem Holz, woraus man Könige schnitzt - er ist von jenem Marmor, woraus man Götter macht.« (Heinrich Heine)
  • 01.11.1800: Das »Weiße Haus«, der Wohn- und Regierungssitz der amerikanischen Präsidenten in Washington, wird eingeweiht. Gebaut wurde es nach den Plänen des irisch-amerikanischen Architekten James Hoban (1762-1831), die Bauarbeiten begannen im Oktober 1792. George Washington (1732-1799), der Auftraggeber und (der erste) US-Präsident von 1789-1797, erlebte die Fertigstellung nicht mehr. Sein Nachfolger John Adams (1735-1826) ist der erste Bewohner.
    Link: The White House (engl.)
  • 01.05.1851: Die erste Weltausstellung überhaupt findet vom 1. Mai bis zum 11. Oktober 1851 in London statt. Die Sensation der Ausstellung ist der ab dem 30. Juli 1850 im Londoner Hyde Park errichtete »Kristallpalast« des Architekten Sir Joseph Paxton (1803-1865). Das lichtdurchflutete Gebäude ist 563,3 Meter lang und 124,4 Meter breit (im Querschiff sogar 300 Meter). Das Mittelschiff ist 19,5 Meter hoch, das Querschiff 41 Meter. Die Nutzfläche beträgt 90.000 Quadratmeter. Bis zu 2.200 Arbeiter sind gleichzeitig am Bau beschäftigt, 84.000 Quadratmeter Glas (300.000 Glasscheiben), 170.000 Kubikmeter Holz und 4.500 Tonnen Gußeisen werden in einer Rekordzeit von 7 Monaten verbaut. Der »Crystal Palace« - so betitelt von der Zeitschrift »Punch« - wird nach Ende der Weltausstellung abgebaut und 1854 in Sydenham (Kent) neu errichtet. Am 30. November 1936 wird er bei einem Großfeuer zerstört.
    »Als wir die Mitte des Gebäudes betraten, eröffnete sich ein magischer Anblick, so geräumig, so glorios, so ergreifend.« (Königin Victoria in ihrem Tagebuch über den Eröffnungstag am 01.05.1851)
    Links: Die Geschichte der Weltausstellungen, The Great Exhibition at the Crystal Palace und Crystal Palace Foundation
  • 05.09.1866: Am jüdischen Neujahrsfest Rosch ha-Schana wird die Neue Synagoge in Berlin unter Anwesenheit des preußischen Ministerpräsidenten Otto von Bismarck eingeweiht. Am 17. Mai 1859 hatte der Bau unter der Leitung des Architekten Eduard Knoblauch (1801-1865) begonnen und wurde unter August Stüler (1800-1865) fortgesetzt. Schon im Juli 1861 wird das Richtfest gefeiert, dann jedoch verzögern sich die Bauarbeiten wegen der aufwendigen Innenausstattung und durch kriegsbedingte Materialknappheit.
    Die Synagoge mit ihrer 50 Meter hohen, von goldenen Rippen umfassten Kuppel, der kunstvollen Ornamentik und der meisterhaften Deckenkonstruktion aus Stahl wird schnell zu einer besonderen Sehenswürdigkeit Berlins. Es ist die größte und und prächtigste Synagoge Deutschlands mit Platz für 1.800 Männer und 1.200 Frauen. Laut der »Illustrirten Berliner Morgenzeitung« ist es »ein Gebäude, welches mitten in die moderne prosaische Welt die Wunder des Orients zaubert«.
    Der letzte Gottesdienst in der Synagoge findet am 30. März 1940 statt. Bei Luftangriffen am 22./23. November 1943 wird die Synagoge schwer beschädigt, im Jahre 1958 wird die Haupthalle gesprengt. Am 7. Mai 1995 erfolgt die Einweihung der Neuen Synagoge als »Centrum Judaicum«.
    Link: Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum
  • 05.09.1869: »Ich habe die Absicht, die alte Burgruine Hohenschwangau bei der Pöllatschlucht neu aufbauen zu lassen im echten Styl der alten deutschen Ritterburgen und muss Ihnen gestehen, dass ich mich sehr freue, dort einst zu hausen ... der Punkt ist einer der schönsten, die zu finden sind, heilig und unnahbar ... Auch Reminiszenzen aus »Tannhäuser« ... und »Lohengrin« werden Sie dort finden...« schreibt der bayerische König Ludwig II. (1845-1886) 1868 an den von ihm verehrten Komponisten Richard Wagner (1813-1883). Die Bauarbeiten am Schloss Neuschwanstein beginnen am 5. September 1869 nach Plänen des Architekten Eduard Riedel, die der Theatermaler Christian Jank bildlich umsetzt. 1874 übernimmt Georg Dollmann die Bauleitung. Erst 1892 wird der Bau vollendet, der heute als Vorbild des klassischen Märchenschlosses gilt.
    Link: Offizielle Homepage von Schloss Neuschwanstein
  • 31.05.1873: Der deutsche Kaufmann und Archäologe Heinrich Schliemann (1822-1890) schreibt in einem Brief an seinen Sohn Sergej: »die Hälfte der uralten Stadt ... haben wir aufgedeckt, 250.000 Kubikmeter Schutt haben wir weggeschleppt ... Jetzt sind wir aber müde, und da wir unser Ziel erreicht und die große Idee unseres Lebens realisiert haben, so stellen wir die Ausgrabungen hier in Troja am 15. Juni für immer ein...«. Wenige Tage später entdeckt er bei Grabungen auf einem Ruinenhügel in Hisarlik (heutige Türkei) den »Goldschatz des Priamos«, in Homers (8. Jahrh. v.Chr.) »Ilias« der letzte König von Troja (Troia, lat. Ilium) und Vater des großen Kriegers Hektor... (mehr in der Biografie).
    Link: Schätze der Welt - Troia
  • 15.10.1880: In Anwesenheit des deutschen Kaisers Wilhelm I. wird das Dombau-Vollendungsfest in Köln gefeiert. Am 15. August 1248 wird von dem Kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden der Grundstein gelegt, der Bau erfolgt nach den Plänen des Dombaumeisters Gerhard von Rile. Einerseits will man in Köln, eine der mächtigsten Städte im damaligen Reich, eine beeindruckende Kathedrale nach französischen Vorbild besitzen, andererseits geht es um die Reliquien der Heiligen Drei Könige, die der Kölner Erzbischof Rainald von Dassel (um 1420-1167) im Jahre 1164 von Kaiser Friedrich Barbarossa (1122-1190) für seine Dienste als Kanzler und Feldherr erhalten hatte. Ein Sarkophag aus Silber, Gold und Edelsteinen wird in jahrzehntelanger Arbeit angefertigt, der Dreikönige-Schrein. Es ist einer der kostbarsten Schreine der Christenheit. Der hohe Rang, den Köln durch den Besitz dieser Reliquie innehatte, soll nun auch durch eine prächtige Kathedrale verdeutlicht werden. Der Chor des Doms wird am 27. September 1322 eingeweiht. Um das Jahr 1530 werden die Bauarbeiten aus Geldmangel eingestellt und erst 1842 unter dem preußischen König Friedrich Wilhelm IV. (1795-1861) wieder aufgenommen.
    Mit 157 Metern ist der Dom das höchste Gebäude seiner Zeit. Er gehört zum Weltkulturerbes des UNESCO und ist seit 1996 auf der roten Liste des gefährdeten Welterbes.
    »Die Pracht des himmelan sich wölbenden Chors hat eine majestätische Einfalt, die alle Vorstellung übertrifft. In ungeheurer Länge stehen die Gruppen schlanker Säulen da, wie die Bäume eines uralten Forsts.« (Georg Forster (1754-1794), deutscher Schriftsteller und Naturforscher)
    Links: www.koelner-dom.de und www.dom-fuer-kinder.de
  • 24.05.1883: Nach 14jähriger Bauzeit wird die »New York and Brooklyn Bridge« in New York City eröffnet. Die von Stahlkabeln getragene, 1.833,68 m lange Hängebrücke gilt (seinerzeit) als das 8. Weltwunder. Geplant hatte die Brücke der 1869 verstorbene Johann August Röbling (1806-1869), der 1831 aus Deutschland in die USA ausgewandert war, fertiggestellt wurde sie unter seinem Sohn, dem Ingenieur Washington Augustus Roebling (1837-1926). International berühmt wurde die Brücke, eines der Wahrzeichen von New York, nicht zuletzt durch zahlreiche Filme, wie »On the town« (1949), »Die Faust im Nacken« (1954), »Saturday Night Fever« (1977) und »Es war einmal in Amerika« (1984).
    Link: Die Brooklyn Bridge in der Wikipedia
  • 28.10.1886: Die Freiheitsstatue (»Statue of Liberty Enlightening The World«) auf Liberty Island am Hafeneingang von New York wird von US-Präsident Stephen Grover Cleveland eingeweiht. Das Geschenk der Franzosen an die USA wurde von dem Colmarer Bildhauer Frédéric Auguste Bartholdi (1834-1904) geschaffen, Vorbild war das Gemälde »Die Freiheit führt das Volk an« von Eugène Delacroix. Das Stahlgerippe der Figur wurde von Gustave Eiffel (1832-1923) konstruiert. Der Steinsockel ist 47 Meter hoch, die Figur selbst 46 Meter hoch. Die Tafel in ihrer linken Hand trägt sie Aufschrift: July 4, 1776. Die Freiheitsstatue wird schnell zu dem Symbol der politischen Freiheit, vor allem für die Einwanderer.
  • 06.05.1889: Auf der Pariser Weltausstellung wird das neue Wahrzeichen von Paris vorgestellt: der Eiffelturm (»Tour Eiffel«). Die von dem Architekturbüro »Bureau d'études« von Alexandre Gustave Eiffel (1832-1923) entworfene und in 2jähriger Bauzeit errichtete Stahlgitterkonstruktion ist mit 301,7 Metern das seinerzeit höchste Bauwerk der Welt. Es wiegt 9.700 Tonnen, besteht aus 18.000 Einzelteilen und wird mit 2,5 Millionen Nieten zusammengehalten. Die Idee für den Turm haben zwei Mitarbeiter Eiffels, Maurice Koechlin und Emile Nougier, sie stellen auch die ersten Berechnungen an. 50 Ingenieure konstruieren unter der Leitung Eiffels die verschiedenen Komponenten des Turms, von denen keines schwerer als 3 Tonnen ist. Die Errichtung des Turms beginnt im Januar 1887, indem man 15 Meter lange, 6,60 Meter breite und 2,10 Meter tiefe, mit Beton gefüllte Stahlkästen im Untergrund versenkt. Auf diesen Fundamenten wird der Turm errichtet. 230 Männer arbeiten an dem Turm, von denen 100 die Einzelteile herstellen und 130 mit dem Zusammenbau beschäftigt sind. Am 1. April 1888 wird die erste Plattform fertig gestellt, Ende März 1889 hat er seine volle Höhe erreicht. 1957 wird der Turm durch eine Fernsehantenne auf 320,8 Meter erhöht.
    Link: The official site of the Eiffel Tower

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  • 24.07.1911: Der amerikanische Professor und Forschungsreisende Hiram Bingham (1875-1956) entdeckt zusammen mit seinen Begleitern, dem peruanischen Soldaten Carrasco und dem einheimischen Bauern Melchor Artega, die Ruinen der Festungsstadt der Inkas, Machu Picchu. Die fast unzugängliche Siedlung in den Anden, 500 Kilometer östlich von Lima (Peru), wurde im 15. Jahrhundert in einer Gebirgshöhe von 2.700 m erbaut. Bingham war auf der Suche nach der letzten Inka-Hauptstadt Vilcabamba, in die sich der der besiegte König Manco Capac II. im Jahre 1536 angeblich zurückgezogen hatte. Bis zu seinem Tode war Bingham davon überzeugt, Vilcabamba entdeckt zu haben. Spätere Forschungsergebnisse lassen aber vermuten, dass es sich um eine Festung gehandelt hat. Warum die Stadt aufgegeben wurde, ist bis heute unbekannt. 1983 wurde Machu Picchu von der UNESCO zum Welterbe erklärt.
    Link: Machu Picchu in der Wikipedia
  • 07.09.1911: In Hamburg wird nach 4 Jahren Bauzeit der Elbtunnel eröffnet, der die St. Pauli Landungsbrücken mit den Stadtteilen Veddel und Wilhelmsburg verbindet. Die Fahrbahnen in den beiden Tunnelröhren sind durch Aufzüge zu erreichen.
    Link: Neuer und alter Elbtunnel in der Wikipedia
  • 21.03.1919: In Weimar wird das von Walter Gropius (1883-1969) gegründete Bauhaus eröffnet. Die staatliche Kunstschule, ein Zusammenschluss der Hochschule für Bildende Kunst und der Kunstgewerbeschule will die Trennung zwischen Kunst und Handwerk aufheben. Am Bauhaus unterrichten u.a. die Maler Lyonel Feininger (1871-1956), Paul Klee (1879-1940), Oskar Schlemmer (1888-1943) und Wassily Kandinsky (1866-1944). 1924 stoppt die thüringische Regierung alle Förderungen, und das Bauhaus zieht nach Dessau um (1. April 1924), wo die Unterstützung durch die Sozialdemokraten gesichert ist. In Dessau entsteht ein epochemachender Bau mit einer spektakulären Glasfassade und einer zweistöckigen Brückenüberbauung einer Straße.
    »Der moderne Mensch braucht moderne, ihm und seiner Zeit gemäße Wohngehäuse mit allen der Gegenwart entsprechenden Dingen des täglichen Gebrauchs.« (Walter Gropius)
    Die Bauhausstätten sind seit 1996 Teil des Weltkulturerbes des UNESCO.
  • 10.06.1926: Der spanische Architekt Antoni Gaudí (Antonio Gaudí y Cornet, 1852-1926) stirbt in Barcelona. Sein architektonisches Meisterwerk ist die wohl ungewöhnlichste Kathedrale der Welt, »La Sagrada Familia« (»Die Heilige Familie«) in Barcelona, deren Grundstein 1882 gelegt wird. Es kommt jedoch zu Zerwürfnissen des Diözesanarchitekten Francisco de Paula del Villar mit der geistlichen Bruderschaft. Am 3. November 1883 beginnt Gaudí mit Entwurfsarbeiten für die Kirche, die zu seinem Lebenswerk wird. Die Kathedrale ist 170 Meter hoch und bietet über 13.000 Sitzplätze.
    Am 12. Juni findet ein Trauerzug zu Ehren Gaudís zur Kirche Sagrada Familia statt, die Beisetzung erfolgt in der dortigen Krypta.
    Link: Temple Expiatori de la Sagrada Familia

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  • 01.05.1931: US-Präsident Herbert Clark Hoover (1874-1964) weiht das von William Lamb (1883-1852) entworfene Empire State Building an der Fifth Avenue in Manhattan (New York) ein. Das 102 Stockwerke umfassende Bürogebäude ist mit 381 Metern vier Jahrzehnte lang das höchste Gebäude der Welt. Rechnet man den Fernsehturm hinzu der in den 50er Jahren entstand, erreicht das Gebäude sogar eine Höhe von 449 Metern. Es wird durch eine 61.000 Tonnen schwere Stahlkonstruktion gestützt und wiegt insgesamt 370.000 Tonnen. Zehn Millionen Ziegelsteine werden verbaut und 700 Kilometer Kabel verlegt. Das Treppenhaus hat 1.806 Stufen. Die Büroräume bieten 15.000 Mitarbeitern Platz, die Aufzüge können 10.000 Personen pro Stunde befördern. Die Architekten dieses Wahrzeichens sind Shreve, Lamb und Harrison. Berühmt wird es nicht zuletzt durch zahlreiche Filme: »King Kong« (1933), »On The Town« (1949) und »An Affair To Remember« (1957). Am 28. Juli 1945 rast - bei schlechter Sicht - ein B-25-Bomber der amerikanischen Luftwaffe in das 79. Stockwerk. Die 3 Crewmitglieder und 11 Menschen im Empire State Building sterben, der Schaden am Gebäude ist aber relativ gering.
    Link: Empire State Building: Official Internet Site (engl.)
  • 05.01.1933: Beginn der Bauarbeiten an der »Golden Gate Bridge« über die Bucht von San Fransico nach den Plänen des Architekten Joseph B. Strauss. Die 2,8 Kilometer lange Stahlkonstruktion, eine der längsten Hängebrücken der Welt, ist Teil eines 13 Kilometer langen Brückensystems. Die Brückenpfeiler sind bis zu 227 Meter hoch, die Kabelstränge bis zu 2.332 Meter lang und bis zu 92 cm dick. Die »Golden Gate Bridge« wird am 12. November 1936 fertig gestellt. Am 27. Mai 1937 (»Pedestrian Day«) wird sie für Fußgänger und am 28. Mai 1937 für den Verkehr freigegeben.
    Link: Golden Gate Bridge
  • 30.08.1935: Der amerikanische Kongress erlaubt den Weiterbau des »Grand Coulee Dam«, mit dem im Dezember 1933 begonnen wurde, in voller Größe. Die gigantische Talsperre am mittleren Columbia River, die größte Betonstruktur der Welt, ist 168 Meter hoch und 1.272 Meter lang. Sie besteht aus 8.393.936 Kubikmeter Beton. Der Grand Coulee Damm staut den Franklin-Delano-Roosevelt-See auf (11,8 Mrd. Kubikmeter), der zur Bewässerung des wüstenartigen Landes im Zentrum des Staates Washington, dem Hochwasserschutz und der Energiegewinnung dient. Außerdem wollte US-Präsident Franklin Delano Roosevelt (1882-1945) in den Jahren der Depression gerade in diesem dünnbesiedelten und isoliertem Gebiet Arbeitsplätze schaffen. Der See erstreckt sich über 243 Kilometer nach British Columbia (Kanada) hinein.
    Link: Grand Coulee Dam Home Page

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  • 06.03.1941: Der dänisch-amerikanische Bildhauer Gutzon Borglum (1871-1941) stirbt. Sein Lebenswerk ist die größte Skulptur der Welt, die Präsidentenköpfe, die er ab 1927 aus dem Mount Rushmore in Süddakota herausgemeißelt hat (»Mount Rushmore National Memorial«, wird von seinem Sohn Lincoln vollendet). Jedes der vier Gesichter der amerikanischen Präsidenten George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln ist etwa 18 Meter hoch. 450.000 Tonnen Gestein müssen mit Sprengstoff, Schlagbohrern und Meißeln entfernt werden. Die Nasen sind etwa 6 Meter lang, die Augen haben einen Durchmesser von jeweils 3,3 Meter. Die Idee zu diesem monumentalen Denkmal stammt von dem Rechtsanwalt und Schriftsteller Doane Robinson, der damit Touristen anlocken wollte. Alfred Hitchcock macht es 1959 zum Schauplatz einer Schlüsselszene seines Thrillers »Der unsichtbare Dritte«.
    »Volumen und große Masse haben auf den Beobachter größere emotionale Auswirkungen als die Qualität der Form. Die Qualität der Form spricht den Geist an; das Volumen schockiert die Nerven oder Seelenzentren und hat emotionale Auswirkungen.« (Gutzon Borglum)
    Link: American Park Network - Mount Rushmore National Memorial

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  • 05.02.1956: Mit Feierlichkeiten erfolgt die Einweihung des Stuttgarter Fernsehturms, dem ersten Fernsehturm (dieser Art) der Welt. Die Gesamthöhe des Bauwerkes aus Stahlbeton ist 216,80 Meter, das Fundament reicht 8 Meter in die Tiefe, das Gesamtgewicht des Turms beträgt etwa 3.000 Tonnen. In 147 Meter Höhe befindet sich ein Panorama-Café in dem Turmkorb, der einen Durchmesser von 15 Meter hat. Kontrukteur ist Prof. Dr. Fritz Leonhardt (1909-1999), Oberbauleiter ist Prof. Erwin Heinle.
    Link: www.fernsehturm-stuttgart.de
  • 17.04.1958: In Brüssel wird die erste Weltausstellung nach dem Zweiten Weltkrieg durch den belgischen König Baudouin I. (1930-1993) eröffnet. Spektakuläres Wahrzeichen ist das Atomium, ein »165 Milliardenfach vergrößertes Eisengitterkristall«, bestehend aus 9 Kugeln mit einem Durchmesser von jeweils 18 Metern. Die Verbindungsröhren sind drei Meter dick, das Gebilde aus Stahl und Leichtmetall ist 102 Meter hoch und mit einer Aluminiumhaut überzogen. Entworfen wurde das Atomium von dem Ingenieur André Waterkeyn, als »Symbol des Atomzeitalters und der friedlichen Nutzung der Atomenergie«.
    Link: The Atomium website
  • 21.10.1959: In New York wird das »Solomon-R.-Guggenheim Museum« eingeweiht. Die deutsche Baronesse Hilla Rebay von Ehrenwiesen, die künstlerische Beraterin von Solomon Robert Guggenheim (1861-1949), wünscht sich 1943 in einem Brief an den Architekten Frank Lloyd Wright (1869-1959) »einen Tempel des Geistes, ein Denkmal«. Gezeigt werden soll die Sammlung der 1937 gegründeten »Solomon R. Guggenheim Foundation«. Die Entwürfe gestaltet Lloyd von 1943-1946, aber erst 1956 kann mit dem Bau begonnen werden. Wegen seiner außergewöhnlichen »Schneckenform«, die man zunächst nicht für umsetzbar hält, wird das Bauwerk von den einen gefeiert und von den anderen verspottet. Der Spiralbau schraubt sich fast ohne Stützen 4 Stockwerke (innen 7 Ebenen) nach oben, wobei der Durchmesser sich nach oben hin stetig vergrößert. Ein Umbau und eine Erweiterung wird von 1988-1992 vorgenommen (Architekten: C. Gwathmey und R. Siegel). So wird ein 10 Stockwerke hoher Turm angebaut.
    Frank Lloyd Wright, ein Pionier der modernen amerikanischen Architektur, entwarf auch das »Imperial Hotel« in Tokio (1922), das »Fallingwater House« in Pennsylvania (1937) und die »Ben Shalom Synagoge« in Philadelphia (1958/59).
    Link: Guggenheim Museum - New York
  • 09.01.1960: Baubeginn des neuen Assuan-Staudammes in Ägypten. Mit etwa 400 Millionen Pfund Sterling ist die Sowjetunion zu einem Drittel an der Finanzierung des Projektes beteiligt. 5.000 sowjetische Arbeiter und Techniker wirken am Bau mit. Seit Anfang 1964 arbeitet man am Nilufer an der Rettung der Tempel von Abu Simbel, die durch die Aufstauung des Nils nach Beendigung des Dammbaus bedroht sind. Die beiden Tempel wurden während der Herrschaft des altägyptischen Pharao Ramses II. (1290-1224 v.Chr.) errichtet. Sie werden mit Spezialsägen in 30 Tonnen schwere Blöcke zersägt und 65 Meter höher und 180 Meter landeinwärts - unter Leitung des deutschen Unternehmens Hochtief AG (Essen) mit UNESCO-Mitteln - wieder aufgebaut (bis 22. September 1968). Am 13. Mai 1964 wird die erste Baustufe des Assuan-Damms abgeschlossen. Am 21. Juli 1971 erfolgt die feierliche Inbetriebnahme des Staudammes. Die Dammkrone ist 111 Meter hoch und hat eine Länge von 3.600 Metern. Der aufgestaute »Nassersee« - benannt nach dem ägyptischen Präsidenten Gamal Abdel Nasser (1918-1970) - ist mit über 480 Kilometern Länge und einer Breite von bis zu 16 Kilometern einer der größten Stauseen der Welt.
    Link: Der Assuan-Staudamm in der Wikipedia

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  • 26.08.1972: In München werden die XX. Olympischen Spiele als die »Heiteren Spiele« eröffnet, die tragischerweise von Terrorakten überschattet werden (siehe: 5. September). Star der Spiele ist der amerikanische Schwimmer Mark Spitz (22), der sieben Goldmedaillen gewinnt. Publikumsliebling ist die siebzehnjährige sowjetische Turnerin Olga Korbut, der »blonde Spatz von Minsk«.
    Zu einem Wahrzeichen Münchens wird der Olympiapark mit dem beeindruckenden Zeltdach aus feuerfestem Rauchplexiglas, das von dem Architektenbüro Günter Behnisch & Partner entworfen wurde (Grundsteinlegung am 14. Juli 1969). Das Dach, getragen von 58 Masten, überspannt mit einer Fläche von ca. 75.000 Quadratmetern mehr als die Hälfte des Olympiastadions, die Olympiahalle und die Olympia-Schwimmhalle und ist damit die größte Halle Europas. Der Olympiaturm, der bereits 1968 eingeweiht wurde, ist mit 287 Metern Höhe eines der höchsten Gebäude Europas. Die beiden Aufzüge fahren mit einer Geschwindigkeit von 6,6 m/s. Das Restaurant bietet 230 Sitzplätze und dreht sich um 360 Grad in 36, 53 oder 70 Minuten. Der Turm hat ein Gesamtgewicht von 53.000 Tonnen.
    Link: Die Spiele der XX. Olympiade München 1972
  • 20.10.1973: Das Opernhaus von Sydney wird durch die britische Königin Elisabeth II. feierlich eröffnet. Der dänische Architekt Jørn Uzton gewinnt den Architektenwettbewerb für ein nationales Opernhaus, und am 2. März 1959 beginnen die Bauarbeiten durch die von einem Dänen gegründete Firma Ove Arup and Partners. Der Bau erweist sich jedoch als komplizierter als erwartet und wird heftig kritisiert. Statt der geplanten sieben Millionen US-Dollar erhöhen sich die Kosten auf 102 Millionen australische Dollar, die geplanten 5 Jahre Bauzeit verlängern sich auf 14 Jahre. 1966 gibt Jørn Uzton entnervt auf, worauf australische Architekten seine Aufgaben übernehmen. Es werden vor allem im Innenbereich Änderungen an Uztons Plänen vorgenommen, die das Aufführen großer Opern unmöglich machen.
    Das Gebäude bedeckt eine Fläche von 2,2 Hektar, die Dachsegel wiegen 161.000 Tonnen und ragen 67 Meter in die Höhe. Die Segel sind mit 1.056.000 Keramikfliesen gedeckt, die von der schwedischen Firma Hoganas produziert worden sind. Die 2000 Fensterscheiben haben eine Größe bis zu 4,30 Meter mal 2,60 Meter, die 700 verschiedenen Größen wurden mit Hilfe von Computern errechnet. Das Gebäude hat fünf verschiedene Veranstaltungssäle, ein Kino und zwei Restaurants. Die Oper bietet Platz für 1.500, die Konzerthalle für 2.500 Personen. Die Theatervorhänge, nach einem Entwurf des Australiers August Coburne im Aubusson-Stil gewebt, haben jeweils eine Fläche von 93 Quadratmetern. Die Orgel der Konzerthalle ist mit 10.500 Pfeifen die größte mechanische Orgel der Welt.
    Link: Sydney Opera House (engl.)
  • 29.03.1974: Arbeiter der Volkskommune von Yanzhai (25 Kilometer von der alten chinesischen Hauptstadt Xi'an entfernt) entdecken bei Bohrungen nach Wasser Teile eine der spektakulärsten Grabstätten der Welt - der »Terrakotta-Armee«. Am 17. Juli 1974 beginnen die Ausgrabungsarbeiten der schätzungsweise 8.000 Figuren, die bis heute nicht abgeschlossen sind. Die Figuren sind etwas überlebensgroß (173-195 Zentimeter) und individuell, mit großer Kunstfertigkeit gestaltet. Erschaffen wurden sie 246-209 v.Chr., der Zeit des ersten chinesischen Kaisers Qin Shi Huangdi (Ch'in Shih Huang-ti / QinShihuang, 259 v.Chr.-210 v.Chr.). 700.000 Menschen sollen an der 345 Meter mal 350 Meter großen Grabstätte gearbeitet haben. Die Terrakotta-Armee, bestehend aus Pferden und bewaffneten Kriegern, ließ er (vermutlich) als Schutz für sein Mausoleum bauen. Alle Figuren schauen nach Osten, weil der Kaiser wohl Angriffe aus den sechs von ihm eroberten Reichen vermutete. Im Dezember 1980 entdeckt man, 18 Meter vom Kaisergrab entfernt, einen sorgfältig gearbeiteten Streitwagen aus Bronze mit Pferden und Wagenlenkern. Unter der Herrschaft von Qin Shi Huangdi wurde auch mit dem Bau der Chinesischen Mauer begonnen (siehe: 7. Dezember 1987).
    Links: Die Terrakottaarmee in China und The Emperor Qin's Terra-cotta Museum

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  • 13.02.1985: In Dresden wird die neu aufgebaute Semperoper eingeweiht. Sie entstand 1871-1878 nach dem Entwurf des Baumeisters Gottfried Semper (1803-1879) und war im Krieg zerstört worden.
    Link: Die Semperoper in der Wikipedia
  • 07.12.1987: Auf der Sitzung des UNESCO-Welterbekomitees (07.12.-11.12.1987) wird neben den Kaiserpalästen der Ming- und der Qing-Dynastien in Beijing und Shenyangdie und dem Grabmal des ersten Kaisers von China (Qin Shi Huangdi, siehe 29. März 1974) auch die »Große Mauer« in China zum Weltkulturerbe erklärt.
    Unter dem ersten chinesischen Kaiser Qin Shi Huangdi (259 v.Chr.-210 v.Chr.) werden bereits vorhandene Schutzwälle miteinander verbunden, es entsteht die erste Mauer aus Lehm an den Außengrenzen des Reiches. Millionen von Arbeitern sollen damals daran gebaut haben, angetrieben von einer 300.000 Mann starken Armee. Der Han-Kaiser Wu lässt um 100 v.Chr. eine 2.000 Kilometer lange Mauer entlang der Seidenstraße bauen. 552-557, während der Qi-Dynastie, wird eine Lehmmauer von 1.000 Kilometer Länge an der Nordgrenze gebaut. Der größere Teil entsteht jedoch während der Ming-Dynastie (1368-1644), diesmal aus Stein und mit Wehrtürmen versehen. In den 1980er und 1990er Jahren werden Teile der inzwischen verfallenen »Großen Mauer« restauriert.
    Über die Länge der Mauer, die aus mehreren Mauerabschnitten besteht, gibt es unterschiedliche Angaben. Die Mauer verbindet das Gelbe Meer nahe Beijing mit der Jadebrücke in Jiayuguan (Luftlinie: 2.500 Kilometer). Wegen ihrer zahlreichen Windungen ist sie wohl 5.600 Kilometer lang (in China heißt das Bauwerk »Wan Li Changcheng«, Mauer von 10.000 Li, das sind etwas 5.000 Kilometer). Die Mauer ist zwischen 6 und 8 Meter hoch und 5 bis 7 Meter breit. In Abständen von maximal 18 Kilometer ragen (insgesamt ca. 25.000) Wachtürme hervor, die jeweils eine Höhe von 9 bis 12 Meter haben.
    »Die Chinesische Mauer ist das einzige von Menschenhand erschaffene Bauwerk, dass man vom Weltraum (oder sogar vom Mond) aus mit bloßem Auge erkennen kann« ...wird immer wieder gerne behauptet. Diese Behauptung gehört in das Reich der Legenden. Sie stammt auch nicht von amerikanischen Astronauten sondern geht auf Science-Fiction-Romane der 1920er Jahre zurück.
    Links: Die Errichtungsgeschichte der Chinesischen Mauer und ihre Mythologisierung und Chinesische Mauer ist Flusslauf
  • 29.03.1989: Staatspräsident François Mitterand (1916-1996) eröffnet die 3 Milliarden Francs teure Glaspyramide des chinesisch-amerikanischen Architekten Ieoh Ming Pei (*1917) im Innenhof des Louvre. Die Pyramide ist 21,65 Meter hoch und hat eine Basislänge von 35 Meter. Sie besteht aus 118 Glasdreiecken und 675 Glasrhomben, die jeweils 3,00 Meter mal 1,80 Meter groß sind und 150 Kilo wiegen. Das Gesamtgewicht der Pyramide beträgt 180 Tonnen, sie überdacht eine Fläche von 1250 Quadratmeter und ist der erste Schritt zum Ausbau des Museums zum Grand Louvre.

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  • 26.09.1991: Acht Wissenschaftler beziehen für zwei Jahre das in der Sonarawüste (Arizona/USA) erschaffene Forschungslabor »Biosphere II«. Das Ökosystem der Erde (Biosphere I) ist hier - hermetisch abgedichtet - auf einer Fläche von 1,6 Hektar mit verschiedenen Lebensräumen wie tropischer Regenwald, Savanne, Marschland, Ozean und Wüste künstlich nachgebildet worden. 3.800 Tier- und Pflanzenarten sind hier untergebracht, darunter auch Vögel, Reptilien, Insekten und kleine Säugetiere. Es soll hier versucht werden, ein ökologisches Gleichgewicht künstlich aufrechtzuerhalten. Das Ökosystem soll das Wasser, die Luft und die Nahrung produzieren, alle Abfälle werden rezykliert, das Wetter wird künstlich simuliert. Doch das Experiment misslingt, zwei Jahre später geben die Forscher auf.
    Link: Biosphere 2
  • 06.05.1994: Eröffnung des Eurotunnels unter dem Ärmel-Kanal, der Frankreich und England miteinander verbindet. Der Tunnel ist etwa 50 Kilometer lang.
    Link: Der Eurotunnel in der Wikipedia
  • 07.02.1995: Mit Hilfe von Satellitenbildern der NASA werden bisher unbekannte Tempelruinen der Tempelanlagen von Angkor Wat (»Stadttempel«) in Kambodscha entdeckt. Angkor ist um 880 das Zentrum des Khmer-Reiches und die damals größte Stadt der Welt. Der hinduistische Khmer-König Suryarvarman II. lässt während seiner Regierungszeit (1113-1150) die Tempelanlage Angkor Wat als Heiligtum des Gottes Vishnu und als himmlischen Palast für die Geister der Könige bauen. Wassergräben mit einer Breite von 180 Meter umschließen eine Fläche von ca. zwei Quadratkilometer. Im Zentrum erhebt sich, über drei Terrassen, der Tempelkomplex (187 x 215 Meter), den man durch einen 235 Meter langen Säulensaal an der Außenmauer betritt. Türme in der Form von Lotusblüten markieren die Ecken der kreuzförmigen Klosterhöfe und symbolisieren den Gipfel des Bergs des Mehru, den Mittelpunkt der Welt. Der Turm in der Mitte ist 65 Meter hoch. Riesige Flachreliefs zeigen historische Figuren der Khmer-Geschichte, Götter und Göttinnen, besonders oft die tanzende Göttin Apsaras.
    1177 erobern Truppen der vietnamesischen Campa Angkor und brennen Teile nieder. Unter dem buddhistischen König Jayavarman VII. (Regierungszeit 1181-1219), der Angkor zurückerobert, werden mehr Tempel gebaut als unter allen Herrschern vor ihm zusammen. Es entstehen Krankenhäuser, Herbergen und Klöster, in denen seine Lieblingsfrau Jayadevi unterrichtet. Sein Reich erstreckt sich vom Fluß Menam (im heutigen Thailand) bis zum Champareich (Vietnam).
    1431 wird Angkor von den Thai erobert und 1432 von den Khmer als Hauptstadt aufgegeben. Angkor Wat dient nun jahrhundertelang als buddhistisches Kloster. Um 1860 wird Angkor Wat von dem französischen Naturforscher Henri Mouhot (1826-1861) - aus europäischer Sicht - wiederentdeckt. 1908 wird der Franzose Jean Commaille (1868-1916) erster Beauftragter zum Schutz der Bauwerke Angkors. Umfangreiche Forschungs- und Restaurationsarbeiten beginnen. Die »Roten Khmer« zerstören die Aufzeichnungen der französischen Archäologen; sie nutzen die Gebäude in den 1970er Jahren als Waffenlager. 1992 erklärt die UNESCO Angkor Wat und Angkor Thom zum Weltkulturerbe.
    »Das Leid, dass die Menschen befällt, wurde bei ihm, dem König, zum Leid der Seele, und dieses war um so brennender, als es der Schmerz des Volkes ist, der die Könige leidend macht und nicht der eigene Schmerz.« (Inschrift über König Jayaverman VII, Quelle: arte)
    Links: Angkor - Erbe der Khmer, Angkor Planet und Angkor Wat Information Pages

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  • 21.06.2002: Erstmals seit 1985 finden in Stonehenge (bei Avebury in Wiltshire, Südengland) wieder Feiern zur Sommersonnenwende statt. Selbst ernannte Druiden und andere Esoterikanhänger feiern nach angeblich alten keltischen Traditionen die Sonnwendfeier. Die keltischen Druiden tauchten allerdings erst im 4. oder 3. Jahrhundert in England auf - als Stonehenge schon längst (um 1100 v.Chr.) aufgegeben worden war.
    Die Entstehungsgeschichte von Stonehenge beginnt um 3000 v.Chr. mit der Anlage eines Ringgrabens von etwa 100 Meter Durchmesser und der Aufschüttung eines Walls. Nach 2600 v.Chr. werden die so genannten Blausteine in Form eines Doppelhufeisens aufgestellt. Um 2400 v.Chr. werden der Fersenstein und die Tritlithen (Steintore, bestehend aus 3 Steinen, bis zu 7 Meter hoch) sowie der sie umgebende, 4 Meter hohe Sandsteinkreis (30 Steinsegmente die auf 30 Pfeilern liegend einen perfekten Kreis bilden) errichtet. Die zwischenzeitlich entfernten Blausteine werden ab 2100 v.Chr. innerhalb des Sandsteinkreises eingefügt. Gegen 1600 v.Chr. werden die Bautätigkeiten eingestellt. Wohl um 1100 v.Chr. wird die Anlage aufgegeben, im Mittelalter wird sie als Steinbruch genutzt und erst um 1600 "wieder entdeckt". 1986 wird das Gelände zum Teil des UNESCO-Weltkulturerbes erklärt.
    Über die Funktion von Stonehenge wird bis heute spekuliert und fantasiert. Diente Stonehenge als Sternenwarte für astronomische Berechnungen? War es eine Opferstätte, oder eine Grabstätte für die Könige der Bronzezeit? War es ein Tempel zur Feier der Sommer- und Wintersonnenwende? Oder ein Ufo-Landeplatz? :-) Rätselhaft ist ebenfalls, wie der Transport der bis zu vier Tonnen schweren Blausteine aus dem 300 Kilometer entfernten Steinbruch Preseli Hills in Wales vollzogen wurde.
    Links: Stonehenge in der Wikipedia, Sonnwendfeier, Stonehenge und Stonehenge - geheimnisvolle Steinringe in England
  • 14.08.2002: Die Rheinische Post berichtet von der Entdeckung bisher unbekannter Teile der Chinesischen Mauer in der Provinz Gansu im Nordwesten Chinas. Es handelt sich um Ruinen von 30 Signaltürmen, zwei befestigten Burgen und zwei weiteren Gebäuden, die rund 2.000 Jahre alt sind und aus der Han-Dynastie (206 v.Chr. - 220 n. Chr.) stammen. Siehe auch: 7. Dezember 1987 (Große Mauer - Weltkulturerbe der UNESCO).
  • 14.12.2004: Frankreichs Staatspräsident Jacques Chirac (*1932) eröffnet die höchste Brücke der Welt, den »Grande Viaduc de Millau« in Südfrankreich. Das 270 Meter hohe Bauwerk führt bei einer Länge von 2.460 Metern über das Tal des Flusses Tarn im Zentralmassiv. Der höchste Brückenpfeiler ist 343 Meter hoch (Pylonhöhe). Die Bauzeit betrug 38 Monate, es wurden 36.000 Tonnen Stahl und 205.000 Tonnen Beton verbaut.
    Link: VIADUC DE MILLAU (franz.)
  • 18.12.2004: Der Tropical Islands Dome, die größte frei tragende Halle der Welt, wird mit einer feierlichen Eröffnungs-Gala eingeweiht. Die umgebaute, ehemalige CargoLifter-Halle - ursprünglich für industrielle Zwecke gebaut - ist 360 Meter lang, 210 Meter breit und 107 Meter hoch. Die Grundfläche beträgt 66.000 Quadratmeter, das entspricht etwa 8 Fußballfeldern. Die 7.000 Kubikmeter Wasser des Tropenmeeres und der Lagune werden mit modernsten Ozonfilteranlagen gereinigt, der weiße Sandstrand des Meeres ist 200 Meter lang. Es gibt einen Wasserfall, einen Regenwald und ein tropisches Dorf. 12.000 Pflanzen werden eingesetzt, 57.000 Tonnen Erde werden bewegt.
    1998 erwirbt die »CargoLifter AG« das Gelände von der »Brandenburgischen Boden Gesellschaft« und verschiedenen Alteigentümern, um hier eine Industrie-Halle für die »Leichter-als-Luft-Technologie« zu errichten. Im Sommer 2002 meldet das Unternehmen Insolvenz an, 2003 kauft das malaysische Konsortium »Tanjong/Colin Au« das Gelände. Die Bauarbeiten für die Halle beginnen am 16. April 2004.
    Link: Tropical Islands Dome

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Zuletzt geändert am 18.03.2016

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