Kalenderblatt - Thema: Amerika / USA - 1492-1900

John Vanderlyn: Columbus landet auf Guanahani
John Vanderlyn (1775-1852): Columbus landet auf Guanahani, 12. Oktober 1492

Chronik:

  • um 1000: Wikinger unter Leif Eriksson (um 970 - um 1020, der Sohn Eriks des Roten) betreten als vermutlich erste Europäer amerikanischen Boden. 1961 wird die Wikinger-Siedlung L'Anse aux Meadows auf Neufundland entdeckt (1978 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt).
    Link: Vinland in der Wikipedia
  • 12.10.1492: Christoph Kolumbus (1446/47-1506) landet auf Guanahani (San Salvador), einer Insel der Bahama-Gruppe, und nimmt sie für Spanien in Besitz. Dieses Datum gilt als Entdeckung der »Neuen Welt«. Am 28. Oktober erreicht er Kuba und am 6. Dezember die Insel Hispaniola (heute: Haiti / Dominikanische Republik), wo er die erste spanische Niederlassung in Amerika gründet.
    Link: Christoph Kolumbus in der Wikipedia
  • 07.06.1494: Papst Alexander VI. (1430-1503) teilt im »Vertrag von Tordesillas« die Welt außerhalb Europas zwischen Spanien und Portugal auf. Mit Ausnahme Brasiliens, das an Portugal fällt, wird Amerika den spanischen Königen zugeteilt.
    Links: Der Vertrag von Tordesillas und Papst Alexander VI. in der Wikipedia

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  • 1507: Der Freiburger Kartograph Martin Waldseemüller (um 1470-1522) bezeichnet auf seiner Weltkarte den neu entdeckten Kontinent mit »America«, zu Ehren des italienischen Entdeckers Amerigo Vespucci (1451-1512).
    Link: Amerika (Der Kontinent) in der Wikipedia
  • 22.02.1512: In Sevilla stirbt der italienische Seefahrer (in portugiesischen und spanischen Diensten) Amerigo Vespucci (1451/54-1512). Nach seinem Vornamen benennt der deutsche Kartograph Martin Waldseemüller (ca. 1470-1522) 1507 die neu entdeckten Länder als »America«. Bekannt wurde Vespucci vor allem durch die Schilderungen seiner Entdeckungsreisen. Ihm ist die Erkenntnis zu verdanken, dass es sich bei den neu entdeckten Ländern um einen zusammenhängenden Erdteil handeln muss.
    Link: Amerigo Vespucci in der Wikipedia
  • 21.04.1519: Der spanische Konquistador Hernando Cortez (Hernán Cortés, 1485-1547) landet in Mexiko. Mit dem Ziel, das Aztekenreich zu erobern, geht er am Gründonnerstag 1519 an Land und gründet die Siedlung Villa Rica de Vera Cruz. Mit 600 bewaffneten Männern zieht er im September 1519 in die Stadt Tlaxalca ein, deren Größe und Reichtum die Spanier glauben lässt, sie wären auf dem Weg ins sagenumwobene Goldland »El Dorado«. Die ansässigen Indianer leisten erst Widerstand, unterstützen Cortez dann aber gegen die Azteken. Am 8. November 1520 treffen sie in Tenochtitlán ein. Die Geschenke des Aztekenherrschers Moctezuma II. Xocoyotzin (1467-1520) vergrößern nur die Gier der Spanier. Moctezuma II. wird am 29./30. Juni 1520 bei Vermittlungsversuchen von Angehörigen seines Volkes getötet. Tenochtitlán wird von Cortés' Truppen vollkommen zerstört, der letzte Aztekenherrscher Cuautémoc wird im August 1521 gefangen genommen. 1522 entsteht hier die Stadt Mexico.
    Link: Hernando Cortez in der Wikipedia
  • 29.08.1533: Der letzte Inka-Herrscher Atahualpa wird unter dem spanischen Konquistadoren Francisco Pizarro (um 1475-1541) ermordet. Pizarro vernichtet das Riesenreich der Inka im südamerikanischen Andengebiet.
    Link: Francisco Pizarro in der Wikipedia
  • 10.05.1534: Der französische Seefahrer Jacques Cartier (1491-1557) erreicht - auf der Suche nach dem nordwestlichen Seeweg nach Asien - Neufundland, und erklärt das Land zum Besitz der französischen Krone. Da Neufundland bereits 1497 von dem italienischen Seefahrer John Cabot (Giovanni Caboto) für England in Anspruch genommen wurde, kommt es zu englisch-französischen Auseinandersetzungen um den Anspruch, die sich bis zum Frieden von Utrecht 1713 hinziehen.
    Link: Jacques Cartier in der Wikipedia
  • 01.09.1535: Der französische Seefahrer Jacques Cartier (1491-1557) erreicht auf dem Sankt-Lorenz-Strom die Indianer-Siedlung Hochelaga, gründet hier (das erste) Montreal und sieht als erster Europäer die Großen Seen. Cartier gilt als Begründer des französischen Kolonialreiches in Nordamerika.
    Link: Jacques Cartier in der Wikipedia
  • 28.05.1539: Der spanische Konquistador Hernando de Soto (um 1486-1542), Gouverneur von Kuba, landet mit 6.000 Mann einer Expeditionstruppe auf Florida. Im Mai 1542 erreichen sie den Mississippi.
    Link: Hernando de Soto in der Wikipedia
  • 01.03.1565: Gründung der Stadt Rio de Janeiro durch den Spanier Estácio de Sá. Die heutige Hauptstadt Brasiliens gilt mit ihrer Lage zwischen dem Zuckerhut (Pão de Açúcar) und dem Strand der Copacabana als eine der schönst gelegenen Städte der Welt. Berühmt ist die Figur von »Christus dem Erlöser« auf dem Berg Corcovado (704 m), die seit 1931 mit ausgebreiteten Armen über die Stadt wacht. Ab 1580 fördern die Jesuiten planmäßig Kolonisationsversuche von Rio de Janeiro aus.
    Link: Rio de Janeiro in der Wikipedia
  • 1565: Die Spanier gründen eine Niederlassung in Florida, die sie St. Augustine nennen. Es ist die älteste weiße Siedlung, die in den heutigen Vereinigten Staaten immer noch existiert. Das spanische Reich in der Neuen Welt erstreckt sich um 1565 von Argentinien bis nach Kalifornien, etwa 150.000 Spanier leben in diesem Gebiet.
  • Juli 1585: Sir Walter Raleigh (um 1554-1618) landet bei Kap Hatteras in Amerika und nimmt den Küstenstrich zwischen dem 45. und 35. Breitengrad in Besitz. Er nennt das Gebiet Virginia (nach der jungfräulichen englischen Königin Elisabeth I., 1533-1603). 1624 wird es britische Kronkolonie.
    Link: Virginia in der Wikipedia

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Historische Momente in der Geschichte Amerikas
Historische Momente in der Geschichte Amerikas, Kupferstich von I.M. Enzing-Miller, ca. 1858, Quelle: [16]
  • 16.04.1607: Schiffe der 1606 gegründeten »London Company« landen in der Chesapeake-Bucht in Virginia. Am 24. Mai gründen die Siedler Jamestown, die älteste englische Dauersiedlung in Amerika. 1612 beginnt hier der Anbau von westindischem Tabak. Andere Datumsangaben: 26. April und 14. Mai 1607.
    Links: Jamestown (Virginia) in der Wikipedia und History of Jamestown
  • 09.08.1619: Repräsentanten der englischen Ansiedler in Virginia treffen sich in Jamestown und bilden die erste gesetzgebende Versammlung der »Neuen Welt«. Unter anderem werden Beschlüsse über das Steuerwesen, über die Regelung öffentlicher Angelegenheiten, über Moral und Festsetzung der Tabakpreise gefasst.
  • 11.11.1620: Englische Separatisten (fälschlicherweise oft als Puritaner bezeichnet), die Pilgerväter (Pilgrim Fathers), landen am 11. November (21. November nach jul. Kal.) im nordamerikanischen Kap Cod, um dort zu überwintern. Religiöse Auseinandersetzungen mit der englischen Kirche hatten sie bewogen, ihr Glück in der »Neuen Welt« zu versuchen. Vor der Landung im heutigen Plymouth (Massachusetts) am 16. Dezember (26. Dezember nach jul. Kal.), wo sie die erste Siedlung gründen, vereinbaren sie eine Verfassung, den »Mayflower Compact«, welche die Gleichheit aller vor dem Gesetz festlegt. 47 der Kolonisten sterben bald darauf, geschwächt durch Nässe und Kälte. Die Mayflower tritt im April 1621 die Rückreise nach England an, wo sie im Mai 1621 ankommt.
    Links: Die Reise der Pilger-Väter mit der »Mayflower« und Die Pilgerväter in der Wikipedia
  • 22.03.1621: Die »Pilgerväter« unter Miles Standish (um 1584-1656) schließen in Plymouth einen Vertrag mit dem Häuptling der Wampanoag-Indianer Massasoit. Indianer und Siedler leben friedlich nebeneinander.
    Link: Die »Pilgerväter« in der Wikipedia
  • 04.05.1626: Peter Minnewit (um 1580-1641), erster Gouverneur der niederländischen Kolonie Neuniederlande, landet mit Siedlern auf der Insel Manhattan, und kauft sie den Indianern für 60 Gulden ab. Hier gründet er die Stadt Neu-Amsterdam - heute New York.
    Link: Geschichte der Stadt New York in der Wikipedia
  • 28.07.1637: Die vereinigten Streitkräfte der englischen Kolonisten aus Plymouth, Massachusetts und Connecticut vernichten die Pequot-Indianer völlig. Zuvor war es zu einem Krieg mit den Indianern gekommen, die sich gegen die Besiedlung der Weißen wehren.
    Link: Stichwort »Indianer« in der Wikipedia
  • 25.02.1643: Willem Kiefft, Generaldirektor der Neuniederlande, gibt sein Einverständnis zu einem Massaker an den friedlichen Algonquin-Indianern.
    Link: Algonkin-Indianer in der Wikipedia
  • 19.05.1643: Die englischen Kolonien in Nordamerika schließen sich zur »Neuengland-Konföderation« zusammen. Neben Spanien, Frankreich und den Niederlanden ist England die vierte europäische Großmacht, die auf dem nordamerikanischen Kontinent Kolonien errichtet.
    Link: Neuengland in der Wikipedia
  • 07.09.1664: Petrus Stuyvesant (um 1610-1672), der letzte Gouverneur der Neuniederlande, kapituliert vor den Engländern. Die Stadt Neu-Amsterdam geht in den persönlichen Besitz Herzog Jacobs (II.) von York über und wird am 4. Oktober 1664 in New York umbenannt.
    Link: Peter Stuyvesant in der Wikipedia

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  • 29.08.1756: Mit dem Einmarsch des preußischen Königs Friedrich des Großen in Kursachsen beginnt der »Siebenjährige Krieg« (1756-1763). Er wird in Europa als »Dritter Schlesischer Krieg« geführt, in Amerika, Indien und auf allen Meeren als See- und Kolonialkrieg.
    Link: Der »Siebenjährige Krieg« in der Wikipedia
  • 08.09.1760: Während des »Siebenjährigen Krieges« (1756-1763) sind die britischen Truppen bis Montreal vorgestoßen. Der französische Gouverneur von Kanada übergibt die Provinz den Briten.
    Link: Die »Schlacht am Lake George« in der Wikipedia
  • 10.02.1763: »Friede von Paris« - das Ende des Siebenjährigen Krieges (1756-1763) zwischen Großbritannien und Portugal sowie Frankreich und Spanien. Großbritannien erhält von Frankreich große Gebiete Nordamerikas sowie Kanada und von Spanien Florida. Preußen und Österreich schließen gleichzeitig den »Frieden von Hubertusburg«. Schlesien bleibt dauerhaft bei Preußen, das dadurch endgültig zur europäischen Großmacht aufsteigt.
  • 16.12.1773: Mit der »Boston Tea Party« erreichen die Unruhen wegen der Steuern in Neuengland ihren Höhepunkt. Als Indianer verkleidete Mitglieder der radikalen Freiheitsbewegung »Sons of liberty« entern 3 Schiffe der Ostindischen Kompanie und werfen die Tee-Ladung im Wert von knapp zehntausend Pfund über Bord. Damit protestieren sie gegen eine Teesteuer, die vom britischen Parlament ohne Mitwirkung von Vertretern der Kolonien beschlossen worden war. Die Empörung in England ist groß. Am 19. April 1775 beginnt der amerikanische Unabhängigkeitskrieg (1775-1776).
    Link: Die »Boston Tea Party« in der Wikipedia
  • 19.04.1775: Beginn des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges (1775-1783) mit dem Gefecht bei Lexington in Massachusetts. Die amerikanischen Rebellen bleiben erfolgreich. Am 15. Juni 1775 werden die amerikanischen Armeen zur Kontinental-Armee (Continental Army) erklärt und George Washington (1732-1799) zum Oberbefehlshaber ernannt. Der Krieg endet am 19. Oktober 1781 mit dem Sieg der verbündeten US-amerikanischen und französischen Landstreitkräfte über die Armee des britischen Generals Charles Cornwallis bei Yorktown. Die Friedensverhandlungen dauern aber noch bis zum 3. September 1783 an.
    Link: Der amerikanische Unabhängigkeitskrieg in der Wikipedia
  • 10.01.1776: Der britische, seit 1774 in Nordamerika lebende Publizist Thomas Paine (1737-1809) gibt 500.000 Exemplare seiner Flugschrift »Common sense« heraus, in der er die Unabhängigkeit Nordamerikas von Großbritannien fordert und die »Neue Welt« als einzigen Zufluchtsort für die politisch und religiös verfolgten Menschen Europas bezeichnet. Laut Paine ist Amerika der einzige Teil der Erde, in dem Menschen frei und ohne Unterdrückung leben können.
    Link: Thomas Paine in der Wikipedia
  • 15.01.1776: Für 450.000 Taler verpflichtet sich der Landgraf von Hessen-Kassel, Friedrich II. (1720-1785), dem britischen König Georg III. (1738-1820) bis zu 17.000 Söldner im Kampf gegen Rebellen in den britischen Kolonien Nordamerikas zur Verfügung zu stellen.
    Link: Friedrich II. in der Wikipedia
  • 04.07.1776: Die 13 nordamerikanischen Kolonien billigen die »Amerikanische Unabhängigkeitserklärung« (»Declaration of Independence«) in Philadelphia. Die von Thomas Jefferson (1743-1826) verfasste Deklaration begründet die Trennung vom britischen Mutterland, die der zweite Kontinentalkongress als Parlament der aufständischen Kolonien am 2. Juli getroffen hatte. Dies ist die Geburtsstunde der Vereinigten Staaten von Amerika.
    Benjamin Franklin: »We must all hang together, or assuredly we shall all hang separately«
    Link: Die »Amerikanische Unabhängigkeitserklärung« in der Wikipedia
  • 06.02.1778: Der US-Gesandte in Paris, Benjamin Franklin (1706-1790), erreicht nach Verhandlungen mit Außenminister Charles Gravier, Conte de Vergennes den Abschluss eines Handels- und Freundschaftsvertrages. Frankreich unterstützt die USA mit Hilfslieferungen und Geldmitteln und stellt auch militärische Hilfe in Aussicht. Die USA verpflichten sich im Gegenzug, die im Süden des Landes von Großbritannien besetzten Gebiete an Frankreich zurückzugeben. Die Ausweitung des Unabhängigkeitskrieges nach Europa ist absehbar, da Großbritannien am 1. März 1776 jeden Handel mit den Aufständischen untersagt hatte. Franklin war von 1776-1785 als Gesandter in Paris tätig, danach als Gouverneur von Philadelphia. Er gilt auch als Wegbereiter des amerikanischen Pressewesens und war ein bedeutender Wissenschaftler.
    Link: Benjamin Franklin in der Wikipedia
  • 04.09.1781: In Kalifornien folgen elf Familien der Aufforderung des spanischen Gouverneurs Felipe de Neve und ziehen von der Missionsstation San Gabriel nach Südwesten. An einem Flussufer gründen sie das Dorf »El Pueblo de Nuestra Senora la Reina de Los Angeles de Porciuncula«. 1846 wird die »Stadt der Engel« unabhängig, am 4. April 1850 erhält sie das Stadtrecht. Los Angeles ist mit heute 3,9 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt (nach New York) der Vereinigten Staaten von Amerika.
    Link: Los Angeles in der Wikipedia
  • 19.10.1781: Der Sieg der verbündeten US-amerikanischen und französischen Landstreitkräfte über die Armee des britischen Generals Charles Cornwallis (1762-1805) bei Yorktown beendet die seit 1775 ausgebrochenen Kämpfe des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges. Die Friedensverhandlungen dauern aber noch bis zum 3. September 1783 an. Die weltweiten kolonialen Auseinandersetzungen zwischen Franzosen und Briten zur See und in Westindien werden jedoch fortgesetzt.
    Link: Charles Cornwallis in der Wikipedia
  • 03.09.1783: Der »Friede von Paris« zwischen Großbritannien und seinen ehemaligen 13 nordamerikanischen Kolonien beendet den »Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg«. Großbritannien erkennt die Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten von Amerika an. In Versailles erfolgt am gleichen Tag der Abschluss von Verträgen, in denen Großbritannien Florida und Menorca an Spanien abtritt, und Tobago und das Senegalgebiet an Spanien fallen. Gribaltar dagegen bleibt britisch.
    Link: Der »Amerikanische Unabhängigkeitskrieg« in der Wikipedia
  • 17.09.1787: Die USA erhalten eine moderne Verfassung, sie wird von der »Philadelphia Convention« verabschiedet. Aus einem Staatenbund wird ein Bundesstaat. Die amerikanische Verfassung tritt 1788 in Kraft, nachdem sie von allen Bundesstaaten genehmigt worden ist. Sie beruht auf der Gewaltenteilung in Exekutive (vollziehende Gewalt), Legislative (gesetzgebende Gewalt) und Jurisdiktion (Rechtsprechung). Diese Organe sind voneinander unabhängig und kontrollieren sich gegenseitig. Oberste Organe sind der Präsident (Exekutive) und das Parlament (Kongress, Legislative), bestehend aus Repräsentantenhaus (Volksvertreter) und Senat (Delegierte der Bundesstaaten).
  • 30.04.1789: George Washington (1732-1799) wird in New York in sein Amt als erster Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika eingeführt. Das Wahlmännergremium hatte sich zuvor am 6. April einstimmig für den Oberbefehlshaber der US-Truppen im 1783 erfolgreich beendeten Unabhängigkeitskrieg ausgesprochen. Vizepräsident wird der spätere zweite US-Präsident John Adams (1735-1826).
    Link: George Washington in der Wikipedia
  • 15.12.1791: In den USA tritt die »Bill of Rights« in Kraft. Sie besteht aus zehn Zusatzartikeln zur Verfassung, die Rede-, Presse-, Religions- und Versammlungsfreiheit sowie das Recht auf das Tragen von Waffen festschreiben.
    Link: Die »Bill of Rights« in der Wikipedia
  • 02.04.1792: Ein Münzgesetz in den USA legt ein einheitliches Währungssystem fest, das fortan den »Dollar« (vom niederländischen/niederdeutschen »daler«) als Währungseinheit festsetzt. Vorbild des Dollars ist der spanische Peso.
    Link: Der US-Dollar in der Wikipedia
  • 31.12.1793: Der US-amerikanische Außenminister Thomas Jefferson tritt von seinem Amt zurück. Hintergrund sind Kämpfe zwischen pro-britischen und pro-französischen Fraktionen in der US-Politik. Jefferson selbst sympathisiert mit der Revolution, auch wenn er ein Eingreifen der USA ablehnt. Am 4. März 1801 wird er dritter amerikanischer Präsident.
    Link: Thomas Jefferson in der Wikipedia

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General Washington vor der Kirche, Ostersonntag 1795
Jean Leon Gerome Ferris (1863-1930): General Washington vor der Kirche, Ostersonntag 1795, Quelle: [16]
  • 30.04.1803: Frankreich verkauft Louisiana für 60 Millionen Francs an die Vereinigten Staaten von Amerika, deren Gebiet dadurch fast verdoppelt wird. Napoléon benötigt das Geld für seine teuren Feldzüge.
    Link: Louisiana in der Wikipedia
  • 20.07.1810: In Kolumbien, dem spanischen Vizekönigreich Neugranada, proklamiert eine Junta unter dem Unabhängigkeitskämpfer Simón Bolívar (1783-1830) die Unabhängigkeit von Spanien.
    Link: Kolumbien in der Wikipedia
  • 19.06.1812: Die Vereinigten Staaten von Amerika erklären Großbritannien den Krieg (1812-1814). Die Nordwest-Indianer um Häuptling Tecumseh schließen sich den Briten an. Ursache ist die Behinderung amerikanischer Schiffe, die Frankreich mit Waren beliefern wollen. Durch Napoléons Kontinentalsperre (siehe 21. November 1806) und die britische Blockade ist die amerikanische Wirtschaft schwer getroffen. Der Krieg wird am 24. Dezember 1814 mit dem Friedensvertrag von Gent beendet.
  • 20.03.1816: Der südamerikanische Freiheitskämpfer Simón Bolívar (1783-1830) wird in Venezuela von einer improvisierten Volksversammlung zum Oberbefehlshaber der antispanischen Befreiungsarmee gewählt.
    Link: Simón Bolívar in der Wikipedia
  • 1822: Der portugiesische Thronfolger Dom Pedro (1798-1834), seit 1821 Regent in Brasilien, proklamiert die Unabhängigkeit Brasiliens von Portugal. Am 12. Oktober 1822 wird er als Pedro I. (Peter I.) zum Kaiser ausgerufen, die Krönung erfolgt am 1. Dezember.
    Link: Die Geschichte Brasiliens in der Wikipedia
  • 02.12.1823: US-Präsident James Monroe verkündet in seiner Jahresbotschaft den Grundsatz der Nichteinmischung der europäischen Mächte auf dem amerikanischen Doppelkontinent. Die »Monroe-Doktrin« fordert die strikte Trennung der Alten und Neuen Welt - Amerika den Amerikanern. Hintergrund sind die angekündigten Einmischungen der Heiligen Allianz (siehe 26. September 1815) in die lateinamerikanischen Unabhängigkeitskriege und Russlands Gebietsansprüche auf Alaska.
    Link: Die »Monroe-Doktrin« in der Wikipedia
  • 09.12.1824: In der »Schlacht bei Ayacucho« in Peru besiegen die Aufständischen unter General Antonio José de Sucre (1795-1830) das Heer des spanischen Vizekönigs José de La Serna y Hinojosa. Damit ist die spanische Kolonialherrschaft in den südamerikanischen Staaten beendet.
    Link: Die »Schlacht bei Ayacucho« in der Wikipedia
  • 04.07.1826: In Quincy (USA) stirbt John Adams (1735-1826), zweiter Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika (1797-1801) und Vater von John Quincy Adams (1767-1848, dem sechsten US-Präsidenten (1825-1829).
    Link: John Adams in der Wikipedia
  • 04.07.1826: Thomas Jefferson (1743-1826), dritter Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika (1801-1809), stirbt in Monticello, Virginia - am gleichen Tag wie sein Amtsvorgänger John Adams (1735-1826).
    Link: Thomas Jefferson in der Wikipedia
  • 28.05.1830: Der indianerfeindliche US-Präsident Andrew Jackson (1767-1845) drängt die Indianer immer weiter nach Westen zurück, indem er die Indianerstämme zu Landabtretungen erpresst. Das Land soll von den Weißen als Siedlungsgebiet genutzt werden. Am 28. Mai 1830 unterschreibt er den »Indian Removal Act«, der die Vertreibung der Indianer festschreibt und ihnen jegliche Bürgerechte und Freiheiten östlich des Mississippi abspricht. Die Umsiedlung erfolgt mit großer Brutalität.
    Einige Stämme, wie die Cherokees, rufen das Oberste Bundesgericht an. Sie erhalten jedoch die Antwort, keine amerikanischen Bürger zu sein und dass sie dementsprechend keinen Schutz durch die Verfassung erwarten können. 1838 kommt es zur planmäßigen Vertreibung der Cherokesen durch die US-Truppen, die als »Trail of Tears« (Weg der Tränen) in die amerikanische Geschichte eingeht. Viele Indianer sterben während dieser Umsiedlungen an Hunger, Kälte oder Krankheiten.
    Link: Der »Trail of Tears« in der Wikipedia
  • 11.11.1831: In der nordamerikanischen Stadt Jerusalem im Bundesstaat Virginia wird der schwarze Sklavenführer Nat Turner (1800-1831) zusammen mit 19 weiteren Rebellen hingerichtet. Zuvor hatte Turner eine Sklavenrevolte angezettelt, in deren Verlauf 57 Weiße den Tod fanden. Der Aufstand hat weitere Zwangsgesetze zur Folge.
    Link: Nat Turner in der Wikipedia
  • 02.08.1832: Bei einem Massaker töten US-Milizen flüchtende Sauk- und Fox-Indianer und beenden den im April ausgebrochenen »Black-Hawk-Krieg«. Siehe auch: 28. Mai 1830 (»Indian Removal Act«)
    Link: Der »Black-Hawk-Krieg« in der Wikipedia
  • 02.03.1836: Das überwiegend von Nordamerikanern bewohnte Texas erklärt seine Unabhängigkeit von Mexiko, der mexikanisch-texanische Krieg bricht aus. Zu den amerikanischen Gründungsmythen gehört die Schlacht am Missionsgebäude Alamo bei San Antonio (»Remember the Alamo!«), wo es 187 texanischen Siedlern für zwölf Tage gelingt, 3000 mexikanischen Soldaten die Stirn zu bieten. Grund für die Spaltung ist die Sklavenhaltung, die in Mexiko abgeschafft wurde. Die texanischen Farmer wollen sie beibehalten. Am 29.12.1845 wird Texas 28. Bundesstaat der USA.
    Link: Texas in der Wikipedia
  • 14.08.1843: Bei dem zweiten »Seminolen-Krieg« (1835-1843) der in Florida lebenden Seminolen-Indianer gegen die US-Armee werden die Indianer besiegt und fast vollständig ausgerottet.
    Link: Seminolen in der Wikipedia
  • 13.05.1846: Die USA erklären Mexiko im Streit um Texas den Krieg. Als am 14. Juni nordamerikanische Siedler im ebenfalls zu Mexiko gehörenden Kalifornien eine »unabhängige Republik Kalifornien« ausrufen, nutzen die USA diese »Bärenflagge-Revolte«, um sich im Zuge des Krieges auch Kalifornien einzuverleiben.
    Link: Der »Mexikanisch-Amerikanische Krieg« in der Wikipedia
  • 02.02.1848: Der »Friede von Guadalupe Hidalgo« beendet den am 13. Mai 1846 begonnenen Krieg zwischen den USA und Mexiko. Texas wird amerikanisch, der Rio Grande bildet in Zukunft die Grenze zwischen den beiden Staaten. Die USA erhalten außerdem das Gebiet der späteren Staaten Kalifornien, Nevada und Utah sowie Teile von New Mexico, Arizona, Wyoming und Colorado.
    Link: Die Geschichte Mexikos in der Wikipedia
  • 19.08.1848: Ein Bericht über Goldfunde in der New Yorker Zeitung »Herald« löst den »California Gold Rush« aus. Ein Sägemühlenbesitzer und sein Zimmermann hatten am 24. Januar 1848 am Sacramento (dem längsten Fluss Kaliforniens) Gold entdeckt. Die Goldvorkommen werden am 5. Dezember von dem US-Präsidenten James Knox Polk (1795-1849) bestätigt. Aus aller Welt strömen Abenteurer und Goldsucher nach Kalifornien. Im Jahr 1851 beträgt die Ausbeute an Gold etwa 55 Millionen US-Dollar.
    Link: »Goldrausch« in der Wikipedia

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  • 09.09.1850: Die ehemalige mexikanische Provinz Kalifornien tritt als 31. Staat den Vereinigten Staaten von Amerika bei. Vorausgegangen war der Mexikanisch-Amerikanischen Krieg (1846-1848). Am 2. Februar 1848 hatte Mexiko das Land im Friedensvertrag von Guadalupe Hidalgo offiziell an die USA abgegeben. Als am 19. August 1848 die New Yorker Zeitung »Herald« über Goldfunde in Kalifornien berichtet (bestätigt von US-Präsident James Knox Pol am 5. Dezember 1848), löst dies den »California Gold Rush« aus, der die Einwohnerzahl Kaliforniens dramatisch erhöht. 1854 wird die Goldgräbersiedlung Sacramento zur Hauptstadt Kaliforniens. Seit 2003 ist der Republikaner Arnold Schwarzenegger (*1947) Gouverneur von Kalifornien.
    Link: Kalifornien in der Wikipedia
  • 18.09.1851: In New York erscheint die erste Ausgabe der »New York Daily Times«. Es ist eine republikanisch ausgerichtete Tageszeitung, die 1857 zur »New York Times« wird. Gegründet wird sie von Henry Jarvis Raymond (1820-1869) und George Jones (gestorben 1891). 1896 wird die kurz vor dem Bankrott stehende Zeitung von dem deutschstämmigen Adolph Simon Ochs (1858-1935) übernommen. In seinem Testament verfügt Ochs, dass die »New York Times« eine unabhängige Zeitung bleiben soll, die sich ohne Furcht für die Interessen der Allgemeinheit einsetzen und ohne Vorurteile oder Voreingenommenheit berichten soll.
    Die »New York Times« entwickelt sich zum wichtigsten Blatt der USA und zu einem der weltweit führenden Presseerzeugnisse.
    Links: New York Times Timeline 1851-1880 und US-Originale: New York Times
  • 12.03.1852: In Boston erscheint der Roman »Onkel Toms Hütte« (»Uncle Tom's cabin«) von Harriet Beecher Stowe. Der weltweit erfolgreiche Roman ist eine kompromisslose Anklage gegen die Sklaverei und das System der Sklavenwirtschaft. Stowe reagiert damit auf ein Gesetz von 1850, das es US-Bürgern verbietet, entflohenen Sklaven zu helfen. Beeinflusst wurde sie durch Literatur der Anti-Sklaven-Bewegung, außerden fließen eigene Beobachtungen in Ohio und Kentucky in das Werk ein.
    Link: Harriet Beecher Stowe in der Wikipedia
  • 30.12.1853: Mit dem »Gadsden-Purchase«, dem Ankauf von 77.700 Quadratkilometern Land von Mexiko - den heute südlichen Teilen Arizonas und New Mexicos - zum (nie realisierten) Ausbau einer Eisenbahnlinie nach Südkalifornien, erreichen die USA ihre heutige territoriale Ausdehnung. Zuvor war bereits Kalifornien und einer großer Teil Mexikos erobert worden.
    Link: Der »Gadsden-Kauf« in der Wikipedia
  • 06.07.1854: Gründung der Republikanischen Partei in Jackson/Michigan. Sie vereinigt Vertreter verschiedener Parteirichtungen und wendet sich strikt gegen die Sklaverei. Im Jahr 1856 schließt sich auch Abraham Lincoln den Republikanern an. Sie bilden neben den schon länger existierenden Demokraten die zweite Säule des amerikanischen Parteiensystems.
    Link: Die Republikanische Partei in der Wikipedia
  • 20.05.1856: US-Präsident Franklin Pierce (1804-1869) erkennt den amerikanischen Abenteurer William Walker (1824-1860) als legitimen Herrscher Nicaraguas an. 1855 hatte er mit einer Privatarmee in den nicaraguanischen Bürgerkrieg zwischen den Konservativen und den Liberalen eingegriffen und sich nach dem Sieg selbst zum Präsidenten ernannt. 1857 wird er von den Konservativen - mit Unterstützung Großbritaniens - vertrieben und 1860 in Honduras hingerichtet.
    Link: William Walker in der Wikipedia
  • 28.08.1859: In den USA, vor allem in Pennsylvania, kommt es zur Entdeckung der ersten größeren unterirdischen Erdölvorkommen. Der Unternehmer Edwin Laurentine Drake bohrt in Oil Creek bei Titusville 22 Meter tief und entdeckt eine Petroleumquelle.
    Link: Stichwort »Erdöl« in der Wikipedia
  • 06.11.1860: Abraham Lincoln (1809-1865) wird zum 16. Präsidenten der USA gewählt. Die von der Abschaffung der Sklaverei bedrohten Südstaaten erklären ihren Austritt aus der Union, es kommt zur Sezession (12. April 1861).
    Link: Abraham Lincoln in der Wikipedia
  • 12.04.1861: Der Angriff der von General Pierre Gustave Toutant Beauregard (1818-1893) befehligten konföderierten Südstaaten auf Fort Sumter in South Carolina ist der Auftakt zum »Sezessionskrieg«, dem Amerikanischen Bürgerkrieg (1861-1865). Auslöser ist die Wahl des Republikaners Abraham Lincoln (1809-1865), einem Gegner der Sklaverei, zum 16. Präsidenten der USA am 9. November 1860. Elf Südstaaten treten wegen politischer und wirtschaftlicher Differenzen aus der Union aus. Sie verabschieden die Verfassung der »Konföderierten Staaten von Amerika« und wählen am 9. Februar Jefferson Davis (1808-1889) zum Präsidenten.
    Oberbefehlshaber der Armee der Konföderierten, der »Army of Virginia«, ist General Robert E. Lee (1807-1870). Sein Gegenspieler ist General Ulysses Simpson Grant (1822-1885), 1863 Oberbefehlshaber der US-Armeen des Westens und 1864/65 Oberbefehlshaber der Potomac-Armee und des Bundesheeres.
    Link: Der »Sezessionskrieg« in der Wikipedia
  • 22.09.1862: US-Präsident Abraham Lincoln (1809-1865) proklamiert, mit Wirkung zum 1. Januar 1863, die stufenweise Abschaffung der Sklaverei.
    Link: The Emancipation Proclamation
  • 01.01.1863: Die von Präsident Abraham Lincoln (1809-1865) am 22. September 1862 veröffentlichte »Emanzipationsakte« tritt in Kraft: Alle in den aufständischen Unionsstaaten (Südstaaten) lebenden Sklaven werden für frei erklärt.
    Link: Abraham Lincoln in der Wikipedia
  • 01.07.1863: In der größten Schlacht des Amerikanischen Bürgerkriegs, der »Schlacht bei Gettysburg« (1. Juli - 3. Juli 1863) in Pennsylvania gelingt den Unionstruppen (Nord) unter George G. Meade ein entscheidender Sieg über die Konföderierten (Süd). Die letzte große Offensive des Südens ist damit abgewiesen. 23.000 Unionssoldaten und 28.000 Konföderierte sterben auf dem Schlachtfeld. Bei Cold Harbor (Virginia) kommt es vom 1. Juni - 6. Juni 1864 zu einer Schlacht mit 90.000 Toten, die von den Konföderierten gewonnen wird. Am 2. September 1864 erobern die Unionstruppen unter General William T. Sherman (1820-1891) jedoch Atlanta in Georgia. Am 9. April 1865 ergibt sich General Robert E. Lee (1807-1870), die letzte Konföderiertenarmee kapituliert am 26. April 1865.
    Link: Die »Schlacht bei Gettysburg« in der Wikipedia
  • 09.04.1865: Mit der Kapitulation der Konföderiertenarmee (Südstaaten) im Gerichtsgebäude von Appomattox (»Appomattox Court House«) durch General Robert E. Lee (1807-1870) endet im Wesentlichen der Amerikanische Bürgerkrieg (»Sezessionskrieg«). Die Kapitulation wird von General Ulysses Simpson Grant (1822-1885) entgegengenommen.
    Die Konföderiertenarmee unter General Joseph E. Johnston kapituliert am 26. April bei Durham (North Carolina). Südstaaten-Präsident Jefferson Davis wird am 10. Mai bei Irvinsville (Georgia) gefangen genommen. Die letzten konföderierten Truppen, unter Brigadegeneral Stand Watie (1806-1871), kapitulieren schließlich am 23. Juni 1865 in Texas.
    Mehr als 600.000 Menschen haben in dem Bürgerkrieg ihr Leben verloren. Die Zeit des Wiederaufbaus der Südstaaten, die so genannte »Reconstruction« (1865-1877), wird von vielen sozialen und politischen Problemen begleitet.
    Link: Der »Sezessionskrieg« in der Wikipedia
  • 14.04.1865: Am Karfreitag des Jahres 1865 wird US-Präsident Abraham Lincoln (1809-1865) von dem Schauspieler und Rassenfanatiker John Wilkes Booth (1838-1865) während einer Theateraufführung angeschossen und erliegt am 15. April den Verletzungen.
    Link: Abraham Lincoln und John Wilkes Booth in der Wikipedia
  • 24.12.1865: Sechs ehemaligen Südstaatenoffiziere gründen in Pulaski (Tennessie) die rassistische Geheimorganisation Ku Klux Klan, zunächst als 'sozialen Klub', der vor allem die schwarze Bevölkerung terrorisiert (kyklos = Kreis (griechisch)). Die Organisation kämpft für die Aufrechterhaltung der Sklaverei, die Verhinderung des Wahlrechts für Afroamerikaner, die Einschüchterung der Liberalen und die Zustände der Südstaaten, wie sie vor dem Bürgerkrieg (1861-1865) geherrscht haben. Verkleidet mit weißen Kutten mit spitzen Kapuzen verbreiten sie mit brennenden Kreuzen, Brandstiftung und Fememorden Angst und Schrecken. 1869 wird der Klan als nationale Gruppierung aufgelöst und 1882 für verfassungswidrig erklärt. 1915 wird er neu gegründet. Bis 1925 hat er 5 Millionen Mitglieder.
    Link: Der »Ku Klux Klan« in der Wikipedia
  • 09.04.1866: Der Kongress der USA erlässt die »Civil Rights Act«, die allen in den Vereinigten Staaten geborenen Personen die Bürgerrechte gewährt. Dies gilt auch für Schwarze, jedoch nicht für die Indianer.
    Link: Civil Rights Act in der englischen Wikipedia
  • 30.03.1867: Wegen der finanziellen Notlage verkauft Russland Alaska und die Alëuten für 7,2 Millionen US-Dollar an die USA. Goldfunde führen Ende des 19. Jahrhunderts zu einer ersten Besiedlungswelle. 1912 wird Alaska zum Territorium und am 3. Januar 1959 zum 49. Staat der USA erhoben.
    Link: Alaska in der Wikipedia
  • 04.03.1869: Der Republikaner Ulysses Simpson Grant (1822-1885) wird als 18. amerikanischer Präsident in sein Amt eingeführt. Er ist Nachfolger von Andrew Johnson (1808-1875).
    Link: Ulysses Simpson Grant in der Wikipedia
  • 10.05.1869: In Promontory Point (Utah) erfolgt die Verbindung der Eisenbahnstrecken der »Union Pacific Railroad« mit der »Central Pacific Railroad«. Damit ist die erste transkontinentale Eisenbahnstrecke vom Osten nach Westen vollendet. Ab 1870 fahren regelmäßig Züge von Boston nach Oakland in Kalifornien.
    Link: Die »Union Pacific Railroad« in der Wikipedia
  • 24.11.1874: Joseph F. Glidden erhält das Patent für die Erfindung des Stacheldrahtes. Die Erfindung führt im Westen der USA zu bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen zwischen Viehzüchtern und Ackerbauern, die nun ihr Land schützen können. Der Stacheldraht läutet das Ende der Ära der Cowboys ein, viele werden arbeitlos.
    Link: Stichwort »Stacheldraht« in der Wikipedia
  • 25.06.1876: In der »Schlacht am Little Big Horn« besiegen die Indianerstämme der Cheyennes und der Sioux unter ihren Führern Sitting Bull, Crazy Horse und Two Moon eine Kavallerieabteilung unter George Armstrong Custer (1839-1876). Vorausgegangen war eine Weigerung der Indianer, in Reservate umzuziehen. Obwohl sich ein großer Teil der 264 Soldaten in aussichtsloser Lage und aus Angst vor den Indianern selbst tötet, wird der Sieg der Indianer als Massaker dargestellt. Für Custer ist es sein »Last Stand«, sein letztes Gefecht.
    Link: Die »Schlacht am Little Big Horn« in der Wikipedia
  • 14.07.1881: Pat Garret (1850-1908), der Sheriff von Lincoln County in New Mexico erschießt den wegen Mordes verurteilten Revolverhelden Billy the Kid (eigentl. Henry McCarthy, 1859-1881) nach seiner Flucht aus dem Gefängnis. Billy the Kid war in etliche Raubüberfälle, Morde und Viehdiebstähle verwickelt, zahlreiche Legenden ranken sich um seine Person.
    Link: Billy the Kid in der Wikipedia
  • 03.04.1882: Der Eisenbahnräuber Jesse James (Jesse Woodson James, 1847-1882) wird von Robert Ford hinterrücks erschossen. Ford wollte das Kopfgeld kassieren, welches der Gouverneur von Missouri auf die beiden James-Brüder ausgesetzt hatte. Zusammen mit seinem Bruder Frank James und den Gebrüdern James, John, Robert und Coleman Younger hatte Jesse nach dem Amerikanischen Bürgerkrieg eine Bande gegründet, die sich mit Eisenbahnüberfällen einen Namen machte. Nach seinem Tod wurde Jesse James zum modernen Robin Hood verklärt.
    Link: Jesse James in der Wikipedia
  • 28.10.1886: Die Freiheitsstatue (»Statue of Liberty Enlightening The World«) auf Liberty Island am Hafeneingang von New York wird von US-Präsident Stephen Grover Cleveland eingeweiht. Das Geschenk der Franzosen an die USA wurde von dem Colmarer Bildhauer Frédéric Auguste Bartholdi (1834-1904) geschaffen, Vorbild war das Gemälde »Die Freiheit führt das Volk an« von Eugène Delacroix. Das Stahlgerippe der Figut wurde von Gustave Eiffel Konstruiert. Der Steinsockel ist 47 Meter hoch, die Figur selbst 46 Meter hoch. Die Tafel in ihrer linken Hand trägt sie Aufschrift: July 4, 1776. Die Freiheitsstatue wird schnell zu dem Symbol der politischen Freiheit, vor allem für die Einwanderer.
  • 29.12.1890: Bei dem Indianer-Massaker am Wounded Knee Creek im Südwesten des US-Bundesstaats South Dakota werden über 400 Sioux-Indianer, vor allem Frauen und Kinder, von Soldaten der 7. US-Kavalerie niedergemetzelt. Häuptling Big Foot hatte sich bereits ergeben, er und seine Leute waren unbewaffnet. Bereits am 15. Dezember waren Häuptling Sitting Bull und einige andere Indianer erschossen worden.
    Link: Das »Massaker am Wounded Knee« in der Wikipedia
  • 14.09.1901: Theodore Roosevelt (1858-1919) wird als 26. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika vereidigt. Der Vizepräsident übernimmt das Amt des Präsidenten William McKinley (1843-1901), der an den Folgen eines Attentats (6. September 1901) gestorben war. Mit 42 Jahren ist Roosevelt der bisher jüngste Politiker in diesem Amt. 1908 verzichtet er auf eine dritte Amtszeit, kandidiert aber 1912 aus Unzufriedenheit über die Politik seines Nachfolgers William Howard Taft (1857-1930) erneut als unabhängiger Kandidat für eine dritte Amtszeit. Die Bezeichnung für den »Teddybären« geht auf ihn zurück.
    Link: Theodore Roosevelt in der Wikipedia

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Die Präsidenten der USA

Nr.
Name
geboren-gestorben
Regierungszeit
Partei
01.
George Washington
(1732-1799)
1789-1797
 
02.
John Adams
(1735-1826)
1797-1801
F
03.
Thomas Jefferson
(1743-1826)
1801-1809
DR
04.
James Madison
(1751-1836)
1809-1817
DR
05.
James Monroe
(1758-1831)
1817-1825
DR
06.
John Quincy Adams
(1767-1848)
1825-1829
DR
07.
Andrew Jackson
(1767-1845)
1829-1837
D
08.
Martin van Buren
(1782-1862)
1837-1841
D
09.
William Henry Harrison
(1773-1841)
1841
W
10.
John Tyler
(1790-1862)
1841-1845
D
11.
James Knox Polk
(1795-1849)
1845-1849
D
12.
Zachary Taylor
(1784-1850)
1849-1850
W
13.
Millard Fillmore
(1800-1874)
1850-1853
W
14.
Franklin Pierce
(1804-1869)
1853-1857
D
15.
James Buchanan
(1791-1868)
1857-1861
D
16.
Abraham Lincoln
(1809-1865, ermordet)
1861-1865
R
17.
Andrew Johnson
(1808-1875)
1865-1869
D
18.
Ulysses Simpson Grant
(1822-1885)
1869-1877
R
19.
Rutherford Birchard Hayes
(1822-1893)
1877-1881
R
20.
James Abram Garfield
(1831-1881, ermordet)
1881
R
21.
Chester Alan Arthur
(1830-1886)
1881-1885
R
22.
Stephen Grover Cleveland
(1837-1908)
1885-1889
D
23.
Benjamin Harrison
(1833-1901)
1889-1893
R
24.
Stephen Grover Cleveland
(1837-1908)
1893-1897
D
25.
William McKinley
(1843-1901, ermordet)
1897-1901
R
26.
Theodore Roosevelt
(1858-1919)
1901-1909
R
27.
William Howard Taft
(1857-1930)
1909-1913
R
28.
Thomas Woodrow Wilson
(1856-1924)
1913-1921
D
29.
Warren Gamaliel Harding
(1865-1923)
1921-1923
R
30.
Calvin Coolidge
(1872-1933)
1923-1929
R
31.
Herbert Clark Hoover
(1874-1964)
1929-1933
R
32.
Franklin Delano Roosevelt
(1882-1945)
1933-1945
D
33.
Harry S. Truman
(1884-1972)
1945-1953
D
34.
Dwight "Ike" David Eisenhower
(1890-1969)
1953-1961
R
35.
John Fitzgerald Kennedy
(1917-1963, ermordet)
1961-1963
D
36.
Lyndon Baines Johnson
(1908-1973)
1963-1969
D
37.
Richard Milhous Nixon
(1913-1994)
1969-1974
R
38.
Gerald Rudolph Ford, Jr.
(1913-2006)
1974-1977
R
39.
James Earl "Jimmy" Carter Jr.
(*1924)
1977-1981
D
40.
Ronald Wilson Reagan
(1911-2004)
1981-1989
R
41.
George Herbert Walker Bush
(*1924)
1989-1993
R
42.
William "Bill" Jefferson Clinton
(*1946)
1993-2001
D
43.
George Walker Bush
(*1946)
2001-2009
R
44.
Barack Obama (Barack Hussein Obama II)
(*1961)
2009-2017
D
45.
Donald John Trump
(*1946)
2017-
R

F = Föderalist, DR = Demokratischer Republikaner, D = Demokrat, R = Republikaner, W = Whig

Zuletzt geändert am 09.07.2015

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