Kalenderblatt vom 17. September

Geburtstage | Ereignisse

Hildegard von Bingen (1098-1179)
Hildegard von Bingen (1098-1179) stirbt am 17. September 1179 im Kloster Rupertsberg. Dargestellt ist sie mit dem »fünffach gezüngelten Strahl der göttlichen Inspiration«, wie sie dem Mönch Volmar ihre Schriften diktiert. Rupertsberger »Scivias«-Codex, um 1165.

Geburtstage am 17. September:

  • 1271 (v. 746 Jahren): Wenzel II. - böhmischer König
  • 1714 (v. 303 Jahren): Gottlieb Rabener - deutscher Satiriker
  • 1730 (v. 287 Jahren): Friedrich Wilhelm von Steuben - preußischer Offizier u. amerik. General
  • 1734 (v. 283 Jahren): Jean Baptiste Le Prince - französischer Maler
  • 1743 (v. 274 Jahren): Antoine Caritat Marquis de Condorcet - franz. Mathematiker, Philosoph, Politiker
  • 1790 (v. 227 Jahren): Leopold von Gerlach - preußischer General
  • 1820 (v. 197 Jahren): Giullaume Victor Émile Augier - französischer Dramatiker
  • 1826 (v. 191 Jahren): Bernhard Riemann - deutscher Mathematiker
  • 1834 (v. 183 Jahren): Edouard Pailleron - französischer Dramatiker
  • 1849 (v. 168 Jahren): Conrad Freiherr von Wangenheim - deutscher Politiker und Landwirt
  • 1857 (vor 160 Jahren): Konstantin Eduardowitsch Ziolkowski - russ. Luft- und Raumfahrttheoretiker, einer der geistigen Väter der Raumfahrt, entw. Theorie des Raketenantriebs, baute d. erste Flüssigkeitsrakete
  • 1862 (vor 155 Jahren): Maurice Barrès - französischer Schriftsteller und Politiker
  • 1869 (v. 148 Jahren): Christian Louis Lange - norwegischer Politiker und Friedensnobelpreisträger
  • 1883 (v. 134 Jahren): Käthe Kruse - deutsche Kunsthandwerkerin, 'Käthe-Kruse-Pupppen'
  • 1886 (v. 131 Jahren): Otto Gmelin - deutscher Erzähler
  • 1891 (v. 126 Jahren): Sir Francis Chichester - englischer Segler
  • 1902 (v. 115 Jahren): Hugo Hartung - deutscher Schriftsteller
  • 1904 (v. 113 Jahren): Jürgen Kuczynski - deutscher Wirtschaftshistoriker
  • 1913 (v. 104 Jahren): Robert Lembke - deutsch. Journalist und Fernsehunterhalter, Quizsendung 'Was bin ich?'
  • 1917 (vor 100 Jahren): Isang Yun - deutscher Komponist
  • 1918 (vor 99 Jahren): Chaim Herzog - israelischer General und Politiker
  • 1926 (v. 91 Jahren): Klaus Schütz - deutscher Politiker
  • 1929 (vor 88 Jahren): Stirling Moss - englischer Autorennfahrer
  • 1935 (v. 82 Jahren): Maureen Catherine Connolly - amerikanische Tennisspielerin
  • 1944 (v. 73 Jahren): Reinhold Messner - italienischer Bergsteiger und Schriftsteller

zum Seitenanfang

Ereignisse am 17. September:

  • 335 (v. 1682 Jahren):Thema: Berühmte Bauwerke In Jerusalem erfolgt die Einweihung der Grabeskirche durch Kaiser Konstantin den Großen (um 280-337). Kaiser Konstantin hatte den Beschluss, am Grab Christi ein Denkmal errichten zu wollen, anlässlich seines 20. Herrschaftsjubiläums im Jahre 325 verkündet. Finanziert durch großzügige Spenden aus der kaiserlichen Kasse und von den Statthaltern der östlichen Provinzen wird die Anlage auf einem felsigen und unebenen Gelände von 150 Metern Länge und 150 Metern Breite errichtet - an der Stelle, an der man das Felsengrab Christi vermutet. Die Grabeskirche (»Anastasis«, Auferstehungskirche) besteht aus einer prächtigen Basilika und mehreren Nebengebäuden. Die Basilika wird erstmals 614 von den Persern zerstört. Sie wird wieder aufgebaut, aber im Jahre 1009 von dem Fatimiden-Herrscher al-Hakim (985-1021) vollständig zerstört. Seit den 1960er Jahren wird versucht, die Basilika in ihrem ursprünglichen Zustand wiederherzustellen.
    Link: Die Grabeskirche in der Wikipedia
  • 1179 (v. 838 Jahren):Thema: Religion In dem von ihr gegründeten Kloster Rupertsberg stirbt die Äbtissin, Mystikerin und Heilkundige Hildegard von Bingen (1098-1179), deren Schriften auch heute noch von großer Bedeutung sind.
    Link: Hildegard von Bingen in der Wikipedia
  • 1787 (vor 230 Jahren):Thema: Amerika Die USA erhalten eine moderne Verfassung, sie wird von der »Philadelphia Convention« verabschiedet. Aus einem Staatenbund wird ein Bundesstaat. Die amerikanische Verfassung tritt 1788 in Kraft, nachdem sie von allen Bundesstaaten genehmigt worden ist. Sie beruht auf der Gewaltenteilung in Exekutive (vollziehende Gewalt), Legislative (gesetzgebende Gewalt) und Jurisdiktion (Rechtsprechung). Diese Organe sind voneinander unabhängig und kontrollieren sich gegenseitig. Oberste Organe sind der Präsident (Exekutive) und das Parlament (Kongress, Legislative), bestehend aus Repräsentantenhaus (Volksvertreter) und Senat (Delegierte der Bundesstaaten).
  • 1939 (v. 78 Jahren):Thema: Polen Sowjetische Truppen (die Weißrussische und Ukrainische Front) marschieren in die Ostprovinzen Polens ein. Am 18. September veröffentlichen Deutschland und die Sowjetunion eine gemeinsame Erklärung, nach der die auf polnischen Boden operierenden Truppen »keinerlei Ziele verfolgen, die den Interessen Deutschlands oder der Sowjetunion zuwiderlaufen«. Noch am selben Tag treffen sowjetische und deutsche Truppen in Brest erstmals aufeinander. Am 22. September kapituliert die Festung Lemberg vor der Roten Armee, die deutschen Truppen ziehen sich auf die Narew-Weichsel-San-Linie zurück. Am 28. September werden ein deutsch-sowjetischer Freundschaftsvertrag (»Grenz- und Freundschaftsvertrag«) und zwei geheime Zusatzprotokolle unterzeichnet. Der Vertrag bedeutet die Auflösung des polnischen Staates (siehe auch: 23. August 1939 Hitler-Stalin-Pakt).
    Link: Überfall auf Polen
  • 1944 (v. 73 Jahren):Thema: Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg Im Raum Arnheim/Nimwegen/Eindhoven in den Niederlanden beginnt das größte Luftlandeunternehmen des Zweiten Weltkrieges, die »Operation Market Garden«. 35.000 Fallschirmspringer der Alliierten sollen Brückenköpfe am Wilhelmina-Kanal und an Maas, Waal und Rhein errichten, um dann den Rhein bei Arnheim zu überqueren und von dort gegen das Ruhrgebiet vorzustoßen. Die Aktion scheitert jedoch, 8.000 alliierte Soldaten finden den Tod oder geraten in Gefangenschaft.
    Link: Die »Operation Market Garden« in der Wikipedia
  • 1966 (v. 51 Jahren):Thema: Film und Fernsehen Im deutschen Fernsehen (ARD) läuft die erste Folge der siebenteiligen Science-Fiction-Serie »Raumpatrouille - Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffs Orion«. Darin erleben Commander Cliff Allister McLane (Dietmar Schönherr) und seine Crew (dargestellt von Wolfgang Völz, Claus Holm, Friedrich G. Beckhaus und Ursula Lillig) gefährliche Abenteuer, u.a. im Kampf gegen die außerirdischen »Frogs«. Nach eigenmächtigen Handlungen des rebellischen Commanders werden sie für 3 Jahre zum Raumpatrouillendienst strafversetzt. Außerdem kommt Tamara Jagellovsk (Eva Pflug), Überwachungsoffizier des Galaktischen Sicherheitsdienstes GSD, mit an Bord. Unvergessen sind wohl das »Starlight Casino«, das Bügeleisen im Raumschiff Orion sowie die aus heutiger Sicht "kultigen" Spezialeffekte. Erfinder der Serie ist Rolf Honold (1919-1979).
    Link: www.orionspace.de
  • 1978 (v. 39 Jahren): In Camp David (Landsitz des amerikanischen Präsidenten) unterzeichnen der ägyptische Präsident Anwar as-Sadat (1918-1981) und Israels Ministerpräsident Menachem Begin (1913-1992) ein Rahmenabkommen über den Abschluss eines Friedensvertrages zwischen Ägypten und Israel sowie einen Vertrag, der den Rahmen für einen Frieden im Nahen Osten behandelt. US-Präsident Jimmy Carter (*1924) unterschreibt »als Zeuge«. Am 26. März 1979 wird der »Israelisch-ägyptische Friedensvertrag« unterzeichnet.
    Link: »Camp David I« in der Wikipedia
  • 1980 (v. 37 Jahren):Thema: Polen Gründung der unabhängingen Gewerkschaft »Solidarnosc« in Polen. Grundlage ist das »Danziger Abkommen« vom 31. August 1980, Vorsitzender ist Lech Walesa (*1943). Die »Solidarität«, zwischen 1981 und 1989 verboten, wird zur Keimzelle des gesellschaftlichen Widerstandes gegen das kommunistische Regime unter General Wojciech Jaruzelski. Am 10. Dezember 1983 erhält Lech Walesa den Friedensnobelpreis. 1989 ist die »Solidarnosc« maßgeblich an der Regierungsbildung beteiligt, Lech Walesa wird im Dezember 1989 zum Staatspräsidenten (1990-1995) gewählt.
    »Diese Gewerkschaft, wie keine andere in der Geschichte, wurde von einer großen Masse von Menschen mit ihren eigenen Händen errichtet. Diese Gewerkschaft wurde durch Streik erkämpft, auch in denjenigen Arbeitsbetrieben, wo es keinen Streik gab; Leute, die der Gewerkschaft beigetreten sind, bildeten ihre Kettenglieder, sie fühlten nämlich, dass sie vielleicht zum ersten Mal Urheber einer neue Qualität im gesellschaftlichen Leben sind, und ließen sich dieser Urheberschaft nicht mehr wegnehmen. Sie wagten nicht nur den ersten Schritt, sie wagten auch die weiteren - bis zum Ende. Darin steckt die Quelle aller Vorteile und Nachteile dieser Bewegung. Das ist einer der Faktoren, der eine sozusagen zänkische, etwas anarchistische Innenstruktur der Gewerkschaft zu verantworten hat.« (Karol Modzelewski, Pressesprecher der »Solidarnosc«)
    Link: Das Phänomen der Solidarnosc

zum Seitenanfang

Zuletzt geändert am 09.04.2016

Google+ Email
Facebook Twitter! Google+ Instagram Pinterest LinkedIn Xing