Ludwig Wittgenstein - Biografie

  • geboren: 26.04.1889 (Wien)
  • gestorben: 29.04.1951 (Cambridge/Großbritannien)

österr. Philosoph und Logistiker, Begründer der analytischen Philosophie mit großem Einfluss auf d. angelsächs. Philosophie.
Ludwig Wittgenstein entstammte einer wohlhabenden Familie: sein Vater war der Stahlindustrielle Karl Wittgenstein, seine Mutter die Tochter eines Wiener Bankiers. Ludwig studierte Maschinenbau an der Technischen Hochschule in Berlin, ab 1908 an der Universität Manchester. 1912 ging er zu Bertrand Russell nach Cambridge und studierte bei ihm Mathematik und Philosophie, zog sich aber 1913 nach Skjolden in Norwegen zurück.

Er verschenkte sein vom Vater ererbtes Millionen-Vermögen (u.a. als anonyme Stiftung für notleidende Dichter), diente während des Krieges in der österreichischen Armee, lebte von 1920 bis 1926 als Dorfschullehrer in Niederösterreich. 1929 kehrte er nach Cambridge zurück und hielt dort ab 1930 Vorlesungen. Während des 2. Weltkriegs arbeitete er als Sanitäter. 1944 nahm er seine Vorlesungen wieder auf, gab jedoch 1947 seinen Lehrstuhl vorzeitig ab und zog nach Irland, um sich dort gänzlich seinen Forschungen zu widmen.

Ludwig Wittgenstein entwickelte eine Theorie über Möglichkeiten, Grenzen und Wesen der Sprache und des Denkens. Seine 'Abbildtheorie' diente zur »Klärung des Verhältnisses von Sprache und Wirklichkeit«. Seine 1921 erschienene Schrift »Tractatus Logico-Philosophicus« gehört zu den bedeutendsten philosophischen Texten des 20. Jahrhunderts. Nach seiner Ansicht ist die Sprache nicht ein Werkzeug, sondern ein ganzer »Werkzeugkasten«.

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Zuletzt geändert am 03.05.2009

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