Alessandro Volta - Biografie

  • Alessandro Graf Volta
  • Alessandro Giuseppe Antonio Anastasio Graf Volta
  • geboren: 18.02.1745 (Como, Italien)
  • gestorben: 05.03.1827 (Como, Italien)

italienischer Physiker, der die Forschungen von Luigi Galvani (Froschschenkelversuch) fortsetzte und bahnbrechende Entdeckungen über die Elektrizität machte.

Er erfand den Elektrophor (ein Gerät zur Erzeugung von Reibungselektrizität, 1775), führte die Synthese von Wasser aus Wasserstoff und Sauerstoff durch (1777), verbesserte das Elektroskop (zum Nachweis elektrischer Spannungen, 1781), entwickelte den Plattenkondensator (1782), entdeckte die Berührungselektrizität zwischen verschiedenen Stoffen (»Volta-Effekt«, 1792), schuf die »Volta-Säule« (1800) und stellte die Spannungsreihe der Metalle auf (1801). Die Volta-Säule bestand aus abwechselnden Folgen von Kupfer-, in Schwefelsäure getauchten Filz- und Zinkscheiben. Hiermit war die erste brauchbare Erzeugung von Strom möglich.

Volta schuf auch den Begriff des (stationären) elektrischen Stroms und die Unterscheidung von elektrischen Leitern 1. und 2. Klasse. Nach ihm ist unter anderem die Einheit für die elektrische Spannung (»Volt«) benannt.

Galvanismus, Voltaismus...

...Berührungs- oder Kontaktelektrizität, die durch Berührung chemisch ungleichartiger Leiter erregte Elektrizität, deren Wirkung zuerst Galvani (1789) beobachtet hat. Er bemerkte, daß enthäutete Froschschenkel, die mittels kupferner Haken an einem eisernen Gitter aufgehängt waren, bei Berührung mit dem Eisengitter zuckten (sog. Froschschenkelversuch). Volta erkannte, daß hierbei die Elektrizität nur durch Berührung zweier verschiedener Metalle erregt wurde und wies dies mit dem Elektroskop nach; er stellte die Elektrische Spannungsreihe auf und verstärkte die Elektrizitätserregung durch Vervielfachung der Berührungsstellen zwischen Metallen (Kupfer und Zink) und Flüssigkeiten (verdünnte Schwefelsäure) in der von ihm konstruierten, aus diesen Stoffen aufgeschichteten Voltaschen Säule; mit einer bequemen Anordnung, durch Eintauchen der Metallplattenpaare, die er Leiter erster Ordnung nannte, in nebeneinandergestellte, mit den erregenden Flüssigkeiten (Leitern zweiter Ordnung) gefüllte Gefäße, schuf er an Stelle der Säule die Form der galvanischen Batterie. Sind alle heterogenen Plattenpaare (Elemente) paarweise in der Batterie durch Drähte leitend verbunden und ist so die galvanische Kette geschlossen, so zirkuliert in derselben, da die elektromotorische Kraft fortwährend tätig ist, ein galvanischer Strom. Diese strömende Elektrizität wirkt auf die festen Leiter (Metalldrähte) erwärmend, erzeugt an Unterbrechungsstellen Schließungs- und Öffnungsfunken und bei größerer Stromstärke einen dauernden Lichtbogen (Elektrische Lichterscheinungen), in den flüssigen Leitern chem. Zersetzungen (Elektrolyse) und außerhalb der Leiter magnetische (Elektromagnetismus) und Induktionswirkungen (elektrische Induktion).
(aus: Brockhaus. Kleines Konversationslexikon, 1906)

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Zuletzt geändert am 03.05.2009

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