Baruch de Spinoza - Biografie

  • Baruch Benedictus de Spinoza
  • geboren: 24.11.1632 (Amsterdam)
  • gestorben: 21.02.1677 (Den Haag)

niederländ. Philosoph, Mathematiker, jüd. Herkunft, der bedeutendste Denker des Rationalismus und des Pantheismus; er wurde durch das Studium des Humanismus und durch die naturwissenschaftlichen Schriften von René Descartes beeinflusst. Wegen seines Freidenkertums wurde er von der jüdischen Gemeinde verdammt. Nach Spinoza ist Gott Grund und Inbegriff aller Dinge, die mit mathematischer Notwendigkeit aus dem Wesen Gottes folgen.

Benedictus de Spinoza, 1632-1677
Benedictus de Spinoza, 1632-1677. Porträt von Ernst Hader (um 1866-1906/1910)

Er veröffentlichte zu Lebzeiten nur zwei Schriften: 'Prinzipien der Philosophie' (1663) und anonym seinen 'Theologisch-politischen Traktat' (1670). Dieser wurde ebenso verboten wie Spinozas berühmteste Schrift 'Ethik' (1665) und seine unvollendeten Traktate 'Über die Läuterung des Verstandes' (vor 1662).

Werke:

  • 'Über die Läuterung des Verstandes' (vor 1662)
  • 'Prinzipien der Philosophie' (1663)
  • 'Ethik' (1665)
  • 'Theologisch-politischer Traktat' (1670)

Zitate:

»Gott ist die Ursache der Dinge, die in ihm sind«

»Friede ist nicht Abwesenheit von Krieg. Friede ist eine Tugend, eine Geisteshaltung, eine Neigung zu Güte, Vertrauen und Gerechtigkeit.«

»Jeder hat soviel Recht, wie er Macht hat.«

»Es ist richtig, dass wir im Leben vieles auf Grund bloßer Vermutungen tun, aber es ist falsch, daß unsere Ideen bloß auf Vermutungen beruhen.«

»Von daher rühren auch die meisten Streitigkeiten, indem die Menschen ihre Gedanken nicht richtig darstellen oder die Gedanken des anderen falsch deuten.«

»Alle Dinge geschehen aus Notwendigkeit; es gibt in der Natur kein Gutes und kein Böses.«

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Zuletzt geändert am 03.05.2009

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