Albert Schweitzer - Biografie

  • geboren: 14.01.1875 (Kaysersberg/Elsaß)
  • gestorben: 04.09.1965 (Lambaréné/Gabun)

elsäss. Theologe, Arzt, Musiker, Philosoph, veröffentlichte grundlegende Werke zur Religionsphilosophie, Theologie und Musikgeschichte, war auch in der modernen Orgelbewegung führend, vertrat in seiner Philosophie eine 'weltbejahende Ethik tätiger Nächstenliebe' und der 'Ehrfurcht vor dem Leben'.

Von 1902-1905 war Albert Schweitzer, der Theologie und Philosophie studiert hatte, als Dozent an der Universität Straßburg tätig. Er studierte ab 1905 Medizin und ging direkt nach dem Staatsexamen (1913) als Missionsarzt in das damalige französische Äquatorial-Afrika. Dort gründete er in dem kleinen Urwaldort Lambaréné am Fluß Ogooué das Tropenhospital Lambaréné. Dieses finanzierte er durch Orgelkonzerte, Vorträge und Veröffentlichungen als Schriftsteller. Während des 1. Weltkrieges in Frankreich interniert (da er als Elsässer die deutsche Staatsangehörigkeit hatte und als feindlicher Ausländer galt), kehrte er 1924 nach Lambaréné zurück, wo er bis zu seinem Lebensende blieb. In den 50er Jahren war Albert Schweitzer ein Wortführer der internationalen Friedensbewegung gegen atomare Aufrüstung.

Albert Schweitzer, Eisenguss der Firma Buderus
Albert Schweitzer, Eisenguss der Firma Buderus, wohl um 1950
Vielen Dank, Rudolf Kleinert!

Albert Schweitzer wurde ausgezeichnet mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 1951, dem Friedensnobelpreis 1952 (»für sein jahrelanges Wirken als Arzt in der Krankenstation Lambaréné im Urwald Gabuns in Westafrika sowie für sein Handeln für Völkerverständigung und gegen koloniale Ausbeutung«) und dem Orden der Friedensklasse des Pour le mérite 1954.

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Zuletzt geändert am 07.06.2009

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