Arthur Schopenhauer - Biografie

  • geboren: 22.02.1788 (Danzig)
  • gestorben: 21.09.1860 (Frankfurt/M.)

deutsch. Philosoph, beeinflusste nachhaltig Friedrich Wilhelm Nietzsche, Richard Wagner, Sigmund Freud, Thomas Mann und andere.

Arthur Schopenhauer arbeitete von 1820-1831 Dozent an der Universität Berlin und arbeitete danach als Privatgelehrter in Frankfurt.

Infolge der gescheiterten Märzrevolution vertrat er die Philosophie des Pessimismus (im Gegensatz zur Philosophie von Hegel). Er bestimmte als die treibende Kraft der Vorstellung den Willen als blinden Drang zum Leben.

Arthur Schopenhauer
Arthur Schopenhauer, Porträt von Ludwig Sigismund Ruhl (1794-1887)

Werke:

  • 'Über die vierfache Wurzel des Satzes vom zureichenden Grunde' (1813)
  • 'Die Welt als Wille und Vorstellung' (1819)
  • 'Über den Willen in der Natur' (1836)
  • 'Die beiden Grundprobleme der Ethik' (1841)
  • 'Aphorismen zur Lebensweisheit' (1851)

Zitate:

»Lesen heißt, mit einem fremden Kopf statt dem eigenen zu denken.«

»Man sollte die simple Einsicht erlangen, dass jeder zunächst und wirklich in seiner eigenen Haut lebt, nicht aber in der Meinung anderer.«

»Höchste Weisheit ist die Verneinung des Willens zum Leben, höchste Sittlichkeit Mitleid«

»Die Freunde nennen sich aufrichtig. Die Feinde sind es.«

»Bescheidenheit bei mittelmäßigen Fähigkeiten ist bloße Ehrlichkeit. Bei großen Taten ist sie Heuchelei.«

»Im Reich der Wirklichkeit ist man nie so glücklich wie im Reich der Gedanken.«

»Ein Weiser ist man nur unter der Bedingung, in einer Welt voller Narren zu leben.«

»Was nun andrerseits die Menschen gesellig macht, ist ihre Unfähigkeit, die Einsamkeit, und in dieser sich selbst, zu ertragen. Innere Leere und Überdruß sind es, von denen sie sowohl in die Gesellschaft, wie in die Fremde und auf Reisen getrieben werden.«

»Keine Wahrheit ist also gewisser, von allen andern unabhängiger und eines Beweises weniger bedürftig, als diese, dass Alles, was für die Erkenntniss da ist, also die ganze Welt, nur Objekt in Beziehung auf das Subjekt ist, Anschauung des Anschauenden, mit Einem Wort, Vorstellung.«
Aus: 'Die Welt als Wille und Vorstellung'

»Die Welt als Vorstellung also, in welcher Hinsicht allein wir sie hier betrachten, hat zwei wesentliche, notwendige und untrennbare Hälften. Die eine ist das Objekt: dessen Form ist Raum und Zeit, durch diese die Vielheit. Die andere Hälfte aber, das Subjekt, liegt nicht in Raum und Zeit: denn sie ist ganz und ungeteilt in jedem vorstellenden Wesen; daher ein einziges von diesen, eben so vollständig, als die vorhandenen Millionen, mit dem Objekt die Welt als Vorstellung ergänzt: verschwände aber auch jenes einzige; so wäre die Welt als Vorstellung nicht mehr. Diese Hälften sind daher unzertrennlich, selbst für den Gedanken: denn jede von beiden hat nur durch und für die andere Bedeutung und Dasein, ist mit ihr da und verschwindet mit ihr. Sie begrenzen sich unmittelbar: wo das Objekt anfängt, hört das Subjekt auf.«
Aus: 'Die Welt als Wille und Vorstellung'

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Zuletzt geändert am 03.05.2009

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