Erich Mühsam - Biografie

  • geboren: 06.04.1878 (Berlin)
  • gestorben: 10.07.1934 (KZ Oranienburg)

Der Schriftsteller Erich Mühsam war Verfasser politischer Schriften und zahlreicher Balladen, er schrieb Kabarett-Chansons, Dramen, Essays und Gedichte. Ab 1919 war der Revolutionär und radikale Anarchist Mühsam, der für das Recht des Einzelnen auf freie Entfaltung kämpfte, Mitglied des Zentralrats der bayerischen Räterepublik und einer der Führer der Räterepublik, wofür er von 1919-1925 inhaftiert wurde. Nach dem Reichstagsbrand (27. Februar 1933) wurde Mühsam, der jüdischer Abstammung war, von den Nazis verschleppt. Er starb nach schweren Misshandlungen im Konzentrationslager Oranienburg. Am 16. Juli 1934 wurde er auf dem Waldfriedhof Berlin-Dahlem beigesetzt.

Werke:

  • Die Homosexualität. Ein Beitrag zur Sittengeschichte unserer Zeit (1903)
  • Die Wüste (erster Gedichtband, 1904)
  • Kain. Zeitschrift für Menschenrecht (Herausgeber, 1911-1914, 1918-1919)
  • Judas. Ein Arbeiterdrama (1921)
  • Unpolitische Erinnerungen (Memoiren, veröffentlicht 1927-1929 in der "Vossischen Zeitung")
  • Staatsräson. Ein Denkmal für Sacco und Vanzetti (1928)
  • Die Befreiung der Gesellschaft vom Staat (Programmschrift, 1932)

Zitate:

»Kunst ist immer und durchaus Ausdruck der Persönlichkeit.«

»Die Massen, die heute hinter dem Hakenkreuz herlaufen und johlen, drohen und zu Taten drängen, sind durchaus keine anderen als die, die damals hinter der roten Fahne marschierten, johlten, drohten und zu entscheidenden Taten drängten, ja, sie bestehen zweifellos aus denselben Personen, die, ohne viel zu kritisieren, die Verhältnisse unerträglich finden und die Schuld daran denen zuweisen, die von den gerade modernsten Parolegebern als Schuldige angegeben werden.«
(Gefängnistagebuch, 28. August 1922)

Links:

Biografie-Startseite

Zuletzt geändert am 05.05.2009

Google+ Email
Facebook Twitter! Google+ Instagram Pinterest LinkedIn Xing