Giacomo Meyerbeer - Biografie

  • Jakob Liebmann Meyer Beer
  • geboren: 05.09.1791 (Tasdorf/Berlin)
  • gestorben: 02.05.1864 (Paris)

deutscher Komponist virtuoser Opern mit vorwiegend historischem Inhalt. Kennzeichnend für seine Werke sind großartige und aufwendige Bühnen- und Massenszenen.

Das Wunderkind, der Sohn einer wohlhabenden jüdischen Bankiersfamilie, trat bereits im Alter von 10 Jahren in Berlin auf. Auf Anraten des Komponisten Antonio Salieri (1750-1825, Lehrer von Ludwig van Beethoven, Franz Schubert, Franz Liszt), den er in Wien kennlernte, ging er 1816 nach Italien, wo er bis 1824 lebte. Das Studium der italienischen Sänger beeinflusste seine weiteren Werke, denn er stellte die menschliche Stimme in den Vordergrund seiner Kompositionen. Ab 1831 lebte er vorwiegend in Paris, wo er auch seine größten Erfolge feierte.

Giacomo Meyerbeer stiftete auch ein Stipendium zur Unterstützung von Schriftstellern und Komponisten. Dem noch unbekannten und mittellosen Richard Wagner half Giacomo Meyerbeer mit Geld und Empfehlungsschreiben. Das Stipendium, wegen dem er Meyerbeer förmlich angebettelt hatte, bekam er jedoch nicht, und Wagner rächte sich für diese Ablehnung später mit antisemitischen Parolen.

Giacomo Meyerbeer (1791-1864)
Giacomo Meyerbeer (1791-1864), Quelle: »Das 19. Jahrhundert in Wort und Bild«, Deutsches Verlagshaus Bong & Co., 1900.

Werke:

  • 'Il crociato in Egitto'/'Die Kreuzritter in Ägypten' (Venedig 1824)
  • 'Robert le diable'/'Robert der Teufel' (Paris 1831)
  • 'Les Huguenots'/'Die Hugonotten' (Paris 1836)
  • 'Ein Feldlager in Schlesien' (Berlin 1844)
  • 'Le Prophète'/'Der Prophet' (Paris 1849)
  • 'L'Africaine'/'Die Afrikanerin' (Paris 1865)

Zitate:

»Jeder Singkomponist muß von Zeit zu Zeit nach Italien gehen, nicht der Komposition, sondern der Sänger wegen. Nur von großen Sängern lernt man sangbar und vorteilhaft für die Menschenstimme schreiben.«

Franz Grillparzer: Gedenkblatt für Meyerbeer

  • In dieser Zeit, wo jeder will
  • Und möglichst hoch und möglichst viel;
  • Wo körperlos die Weltideen
  • Wie Geister durch die Straßen gehen, Doch, kömmt's zu bilden, was gedacht,
  • Dem Wollen fehlt des Werkes Macht,
  • Wir von der Harmonie der Sphären
  • Die Reibung, nicht den Einklang hören:
  • Da laßt uns hoch den Meister ehren,
  • Der Großes will und, als ein Mann,
  • Was er gewollt, auch machen kann!

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Zuletzt geändert am 03.05.2009

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