Karl Marx - Biografie

  • Karl Heinrich Marx
  • geboren: 05.05.1818 (Trier)
  • gestorben: 14.03.1883 (London)

deutscher Philosoph, Sozialökonom und sozialistischer Theoretiker, Mitbegründer des Marxismus (des wissenschaftlichen Sozialismus) und damit einflussreichster Denker der Weltgeschichte.

Karl Marx entstammte einer jüdischen, 1816/1817 zum Protestantismus übergetretenen Familie (er selber wurde 1824 getauft). Er studierte zunächst Jura in Bonn (1835/1836), dann Philosophie in Berlin und setzte sich während dieser Zeit kritisch mit der Philosophie Hegels auseinander. 1841 promovierte er an der Universität Jena mit einer Dissertation über die griechischen Philosophen Demokrit und Epikur.

Karl Marx (1818-1883)
Karl Marx (1818-1883) um 1870, Quelle: Prints & Photographs Online Catalog

Ab 1842 arbeitete Marx als Redakteur für die »Rheinische Zeitung« in Köln. Nach deren Verbot (1843) und seiner Heirat mit Jenny von Westphalen ging er nach Paris und war für die »Deutsch-Französischen Jahrbücher« tätig. In Paris lernte er Heinrich Heine kennen und schloss Freundschaft mit Friedrich Engels (28.11.1820-05.08.1895). Auf Betreiben der preußischen Regierung wurde Marx 1845 aus Paris ausgewiesen. In Brüssel verfassten Marx und Engels 1847/1848 das 'Manifest' für den »Bund der Kommunisten«, dessen Mitglied sie waren. 1849 wurde Marx erneut aus Köln ausgewiesen (zuvor Gründung der »Neuen Rheinischen Zeitung«).

Ab 1849 lebte er, finanziell unterstützt von Engels, vorwiegend in London. Hier entstand 'Das Kapital' (Band I 1867, Band II 1885, Band III 1894) die erste kritische Analyse und Theorie des Produktionsprozesses im Kapitalismus. 1864 war Marx an der Gründung der »Internationalen Arbeiterassoziation« beteiligt.

Werke:

  • 'Das Elend der Philosophie' (1847)
  • 'Manifest der Kommunistischen Partei' (1848)
  • 'Die Klassenkämpfe in Frankreich, 1848-1850 (1851)
  • 'Zur Kritik der politischen Ökonomie' (1859)
  • 'Das Kapital' (1867)

Zitate:

»Die Religion ist das Opium des Volkes.«

»Es ist nicht das Bewusstsein der Menschen, das ihr Sein, sondern umgekehrt ihr gesellschaftliches Sein, das ihr Bewusstsein bestimmt.«

»Alle großen weltgeschichtlichen Tatsachen ereignen sich sozusagen zweimal: das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce.«

»Die Bourgeoisie produziert vor allem ihren eigenen Totengräber. Ihr Untergang und der Sieg des Proletariats sind gleich unvermeidlich.«

»Je weniger Zeit die Gesellschaft bedarf, um Weizen, Vieh etc. zu produzieren, desto mehr Zeit gewinnt sie zu anderer Produktion, materieller oder geistiger.«

»Die fortwährende Umwälzung der Produktion, die ununterbrochene Erschütterung aller gesellschaftlichen Zustände, die ewige Unsicherheit und Bewegung zeichnet die Bourgeoisepoche vor allen anderen aus. Alle festen, eingerosteten Verhältnisse mit ihrem Gefolge von altehrwürdigen Vorstellungen und Anschauungen werden aufgelöst, alle neugebildeten veralten, ehe sie verknöchern können [...] An die Stelle der alten lokalen und nationalen Selbstgenügsamkeit und Abgeschlossenheit tritt ein allseitiger Verkehr, eine allseitige Abhängigkeit der Nationen voneinander. Und wie in der materiellen, so auch in der geistigen Produktion.«

»Die Bürokratie gilt sich selbst als der letzte Endzweck des Staates. Da die Bürokratie ihre 'formellen' Zwecke zu ihrem Inhalt macht, so gerät sie überall in Konflikt mit den 'reellen' Zwecken. Die Staatszwecke verwandeln sich in Bürozwecke oder die Bürozwecke in Staatszwecke.«

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Zuletzt geändert am 03.05.2009

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