Carl von Linné - Biografie

  • Carolus Linnaeus
  • geboren: 23.05.1707 (Rashult)
  • gestorben: 10.01.1778 (Uppsala)

schwedischer Naturforscher, Schöpfer der klassizifierenden Biologie, unternahm als Medizinstudent Expeditionen nach Lappland, erster Präsident der schwedischen Akademie der Wissenschaften in Stockholm (1739), Professor der Anatomie und Medizin in Uppsala (1741), Professor der Botanik (1742).

Carl von Linné (Carl Linnaeus, 1707-1778)
Carl von Linné (Carl Linnaeus, 1707-1778), Porträt von Alexander Roslin (1718-1793), 1775.

Sein bahnbrechendes Werk 'Systema naturae' (1735) ist die Grundlage der modernen biologischen Systematik und brachte Ordnung in die bis dahin unübersehbare Vielfalt der Pflanzen- und Tierwelt, ermöglichte eine genaue Bestimmung der Pflanzen nach Zahl und Anordnung der Staubgefäße und Stempel. Alle damals bekannten Tiere und Pflanzen wurden in einer künstlichen Ordnung zusammengefaßt und mit teilweise noch heute gebräuchlichen wissenschaftlichen Namen versehen. Linné erkannte auch die geschlechtliche Fortpflanzung der Pflanzen und führte die Symbole für männlich und weiblich ein. 1766 stellte Linné den Menschen unter der Bezeichnung 'Homo Sapiens' in die Ordnung »Herrentiere« - neben den Schimpansen und den Orang-Utan.

Werke:

  • 'Sytema naturae' (1735)
  • 'Genera plantarum' (1737)
  • Philosophia botanica (1751)
  • Species plantarum (1753)

Zitate:

»Gottes Schatten sind in der Natur überall zu finden.«

»Die Natur macht keine Sprünge.«

Lexikoneintrag

»Karl von Linné, schwed. Naturforscher, geb. 23. Mai 1707 zu Råshult in Småland, Arzt, seit 1741 Prof. der Medizin, seit 1742 der Botanik in Upsala, gest. 10. Januar 1778 zu Hammarby; führte zuerst die binäre Nomenklatur (die Benennung mit einem Gattungs- und einem Speziesnamen) konsequent durch, stellte für die Botanik das (durchaus künstliche und deswegen heute nicht mehr gebräuchliche) Sexualsystem (Linnésches System) auf, war auch für die Systematik der andern Naturreiche von Bedeutung; Hauptwerke: »Systema naturae« (1735 u.ö.; neue Ausg. der 10. Aufl. 1894), »Fundamenta botanica« (1736 u.ö.), »Genera plantarum« (1737 u.ö.), »Philosophia botanica« (1751), »Species plantarum« (1753 u.ö.), »Systema vegetabilium« (1774 u.ö.). - Biogr. von Stöver (1792), Gistel (1873), Fries (2 Tle., 1904).
- Sein Sohn Karl von L., geb. 20. Jan. 1741 zu Falun, Amtsnachfolger seines Vaters, gest. 1. Nov. 1783 zu Upsala; ebenfalls Botaniker.
(aus: Brockhaus. Kleines Konversationslexikon, 1906)

Biografie-Startseite

Zuletzt geändert am 03.05.2009

Google+ Email
Facebook Twitter! Google+ Instagram Pinterest LinkedIn Xing