Gottfried Wilhelm Freiherr von Leibniz - Biografie

  • geboren: 01.07.1646 (Leipzig)
  • gestorben: 14.11.1716 (Hannover)

deutsch. Philosoph, Mathematiker, Physiker, politischer Schriftsteller, Forscher, das größte deutsche Universalgenie, bahnbrechend in Mathematik ('Differentialrechnung' , 'Integralrechnung'), Philosophie ('Logistik'), Psychologie (Begriff der 'unbewußten Vorstellungen'), Sprachwissenschaft ('Ursprache'), Erdgeschichte.

Werke:

  • 'Metaphysische Abhandlung' (1685)
  • 'Neues System' (1695)
  • 'Monadologie' (1714)
  • 'Theodizee' (1710)
Gottfried Wilhelm Freiherr von Leibniz (1646-1716)
Gottfried Wilhelm Freiherr von Leibniz (1646-1716), anonymes zeitgenössisches Porträt.

Zitate:

»Es gibt zwei Arten von Wahrheiten: Vernunftwahrheiten und Tatsachenwahrheiten«

[...]
Von allen Völkern des Alterthums waren es nur die Hebräer, welche öffentliche Glaubenssätze in ihrer Religion hatten. Abraham und Moses haben den Glauben an einen einzigen Gott begründet, welcher die Quelle alles Guten und der Urheber aller Dinge ist. Die Hebräer sprechen von ihm in einer, der erhabenen Substanz würdigen Weise und man staunt, die Bewohner eines kleinen Stückes der Erde aufgeklärter als den übrigen Theil der Menschheit zu sehen. Die Weisen bei den übrigen Völkern haben vielleicht über Gott mitunter dasselbe ausgesprochen, aber sie sind nicht so glücklich gewesen, dass man ihnen genügend gefolgt wäre und dass ihre Lehre zum Gesetz erhoben worden wäre. Indess hatte Moses die Lehre von der Unsterblichkeit der Seele in seinem Gesetze nicht aufgenommen. Diese Lehre stimmte mit seinen Ansichten, sie ging von Hand zu Hand, aber sie war in keiner gemeinverständlichen Weise anerkannt; erst Jesus lüftete den Schleier und obgleich ohne Macht in seinen Händen, lehrte er doch mit der ganzen Macht eines Gesetzgebers, dass die unsterblichen Seelen in ein anderes Leben übergehen, wo sie den Lohn für ihre Thaten erhalten sollen. Schon Moses hatte gute Vorstellungen von der Grösse und Güte Gottes geäussert, mit denen viele der gebildeten Völker heute übereinstimmen; aber erst Jesus Christus sprach alle daraus sich ergebenden Folgesätze aus und er liess erkennen, dass die göttliche Güte und Gerechtigkeit vollständig aus dem erhelle, was Gott für die Seelen bereite.
[...]
Gottfried Wilhelm Leibniz: Philosophisch-theologische Schrift - Die Theodicee (1710)

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Zuletzt geändert am 03.05.2009

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