Karl Kraus - Biografie

  • geboren: 28.04.1874 (Gitschin, Böhmen)
  • gestorben: 12.06.1936 (Wien)

österr. Schriftsteller, Publizist, Pazifist, einer der bedeutendsten Zeit-, Sprach- und Kulturkritiker. 1899 gründete Karl Kraus die literarisch-politische Zeitschrift »Die Fackel«. Darin kritisierte er scharfzüngig die Verwahrlosung der Sprache. Für Karl Kraus war die Reinheit der Sprache der Maßstab für die Qualität der Kultur, Politik und Ethik einer Nation. Berühmt wurde sein Antikriegsdrama 'Die letzten Tage der Menschheit' (1922), in dem er die Presse als Hauptauslöser des Krieges anklagte.
Karl Kraus entdeckte und förderte Künstler wie Oskar Kokoschka, Georg Trakl, Franz Werfel und Else Lasker-Schüler.

1911 konvertierte der Gegner der zionistischen Bewegung vom jüdischen zum katholischen Glauben, trat jedoch 1923 aus Protest gegen das Verhalten der Kirche gegenüber dem Krieg aus der katholischen Kirche aus. Erst nach seinem Tod erschien sein Werk 'Die dritte Walpurgisnacht' (welches ursprünglich in der »Fackel« abgedruckt werden sollte), eine Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus, die mit den Worten beginnt: »Mir fällt zu Hitler nichts ein...«. 1933 glaubte Kraus nicht mehr an die Kraft des Wortes gegenüber dem »Dritten Reich«.

Werke:

  • 'Die demolierte Literatur' (1897)
  • 'Sittlichkeit und Kriminalität' (1908)
  • 'Sprüche und Widersprüche' (1909)
  • 'Die chinesische Mauer' (1910)
  • 'Heine und die Folgen' (1910)
  • 'Nestroy und die Nachwelt' (1912)
  • 'Weltgericht' (1919)
  • 'Die letzten Tage der Menschheit' (1922) 'Literatur und Lüge' (1929)
  • 'Die Sprache' (1937)
  • 'Die dritte Walpurgisnacht' (1952)

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Zuletzt geändert am 03.05.2009

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