Galen - Biografie

  • (Claudius Galenus)
  • geboren: 01.01.129
  • gestorben: 31.12.199 n. Chr.

Der Grieche Galen war - neben Hippokrates - der bedeutendste Arzt der Antike. Seine anatomischen Untersuchungen an Tieren und seine Beobachtungen der Körperfunktionen des Menschen beherrschten die Medizin für über 1400 Jahre. Um das Jahr 161 ließ er sich als Arzt in Rom nieder und wurde später der Leibarzt von Lucius Aelius Aurelius Commodus, dem Sohn des römischen Kaisers Marcus Aurelius.

Als Arzt der Gladiatoren in Pergmon erkannte Galen, dass die Muskelbewegungen vom Gehirn gesteuert werden. Später entdeckte er - durch Untersuchungen von Tieren - die Funktionen von Nieren und Blase, sowie die Tatsache, dass Arterien und Venen Blut transportieren; den Blutkreislauf entdeckte er allerdings nicht. Vielmehr meinte er, dass natürliche, vitale und animalische Lebenskräfte in einer Art Ebbe und Flut durch die Arterien und Venen strömten. Diese Theorien wurden erst zur Zeit der Renaissance angezweifelt und widerlegt.

Zu Galens wichtigsten Erkenntnissen gehörte, dass alles in der Natur seine Funktionen hat. Verletzungen bringen Funktionsänderungen mit sich. Galen schrieb etwa 500 Abhandlungen zur Medizin, Philosophie und Ethik.

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Zuletzt geändert am 03.05.2009

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