Frère Roger - Biografie

  • Roger Louis Schutz-Marsauche
  • geboren: 12.05.1915 (Provence, Kanton Vaud/Schweiz)
  • gestorben: 16.08.2005 (Taizé, Südburgund/Frankreich)

Frère Roger ist der Gründer der ökumenischen Communauté de Taizé, die Bruderschaft von Taizé.

Am 21. August 1940 lässt sich der Calvinist und reformierte Theologe Roger Louis Schutz-Marsauche in Taizé in der Nähe von Cluny nieder. Sein Ziel ist eine Versöhnung zwischen den verschiedenen Konfessionen und gegenseitiges Verständnis. In seinem Haus finden viele von den Nazis verfolgte Menschen Schutz. 1949 legen die ersten sieben Brüder der neuen Gemeinschaft ihr Gelübde ab und bekennen sich zu Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam. Der Orden ist die erste ökumenische Gemeinschaft in der Geschichte der Kirche und unterhält heute Niederlassungen in Asien, Afrika und Südamerika, etwa 100 Brüder gehören ihr heute an.
Hunderttausende von Jugendlichen pilgern jedes Jahr nach Taizé.

Für sein selbstloses Werk erhält Frère Roger zahlreiche Ehrungen, u.a. 1974 den Templeton-Preis und den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, 1988 den Unesco-Preis für Friedenserziehung sowie 1989 den Internationalen Karlspreis der Stadt Aachen.

Am 16. August 2005 wird Frère Roger während der Abendandacht in der Versöhnungskirche von Taizé von einer offenbar geistesgestörten Frau mit einem Messer erstochen.

Zitate:

»An manchen Sommerabenden, unter einem sternklaren Himmel, hören wir in Taizé die Jugendlichen durch die geöffneten Fenster. Wir sind nach wie vor erstaunt, wie zahlreich sie sind. Sie suchen, sie beten. Und wir sagen uns: Ihr Verlangen nach Frieden, ihre Sehnsucht nach Vertrauen sind wie diese Sterne, kleine Lichter in der Nacht.«
Frère Roger in seinem »Brief 2005 - Eine Zukunft in Frieden«

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Zuletzt geändert am 05.05.2009

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