Bertolt Brecht - Biografie

  • Eugen Berthold Brecht
  • geboren: 10.02.1898 (Augsburg)
  • gestorben: 14.08.1956 (Ost-Berlin)

deutscher Dramatiker, Lyriker, Schriftsteller, Publizist, Drehbuchautor und Regisseur, einer der wichtigsten deutschen Autoren des 20. Jahrhunderts. Mit seinen Werken und effektvollen Inszenierungen prägte Brecht die Entwicklung von Literatur und Theater. Brecht, der in bürgerlichen Verhältnissen aufwuchs, rebellierte schon früh gegen die bourgeoise Lebensform. Seine »Dreigroschenoper« (Uraufführung 1928) wurde ein spektakulärer Theatererfolg - trotz der Angriffe auf die bürgerliche Scheinmoral. Auch die Oper »Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny« (1930) sorgte in der Weimarer Republik für Skandale.

1929 heiratete er in 2. Ehe die Schauspielerin Helene Weigel (1900-1971). 1933 flüchtete er vor den Nationalsozialisten zunächst in die Schweiz, dann nach Dänemark, Schweden, Finnland und in die Sowjetunion. 1935 wurde er von den Nazis ausgebürgert. 1941 emigrierte er in die USA, wo viele seiner berühmten Dramen entstanden. 1947 wurde der »Linksintellektuelle« von dem »Ausschuss für amerikanische Umtriebe« verhört. Brecht kehrte daraufhin nach Deutschland zurück. Ab 1949 lebte er in Ostdeutschland und gründete zusammen mit Helene Weigel in Ost-Berlin das »Berliner Ensemble«.

Werkauswahl:

  • Dreigroschenoper (1928)
  • Die heilige Johanna der Schlachthöfe (1932)
  • Mutter Courage und ihre Kinder (1939)
  • Herr Puntila und sein Knecht Matti (1940)
  • Der gute Mensch von Sezuan (1942)
  • Das Leben des Galilei (1943)
  • Der kaukasische Kreidekreis (1944/45)

Beitrag von Michael:

»Brecht habe ich im Alter von 18 bis 20 regelrecht verschlungen. Seine Sprache, seine Aussagen, seine literarischen Bilder und seine "Erhobener-Zeigefinger-Moral" haben mich damals lange gefesselt.
Ich habe die Angewohnheit, manche Bücher ein zweites oder gar drittes Mal zu lesen. Bei Brecht's Schriften kann ich das nicht. Nach dem ersten Mal ist der "Pfiff" draußen.«

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Zuletzt geändert am 05.05.2009

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