Hannah Arendt - Biografie

  • geboren: 14.10.1906 (Hannover)
  • gestorben: 04.12.1975 (New York)

Philosophin, Soziologin, Politologin und Schriftstellerin.

Sie studiert ab 1924 Philosophie und Theologie, zunächst in Marburg, später in Freiburg und Heidelberg (unter anderem bei Martin Heidegger und Edmund Husserl). Mit Karl Jaspers (1883-1969), bei dem sie 1928 promoviert, verbindet sie eine lebenslange Freundschaft (Briefwechsel 1926-1969). Ab 1929 arbeitet sie in Berlin an der Erforschung jüdischen Lebens. Ihr Werk »Rahel Varnhagen. Lebensgeschichte einer deutschen Jüdin aus der Romantik« erscheint 1959.

1933 flüchtet sie nach Paris, wo sie als Sozialarbeiterin bei verschiedenen jüdischen Organisationen arbeitet. Nach mehrwöchiger Internierung im berüchtigten Auffanglager Gurs und emigriert sie schließlich 1941 in die USA, wo unter anderem als Cheflektorin für den Salman Schocken Verlag arbeitet. 1951 erhält sie die amerikanische Staatsbürgerschaft. 1955 erscheint ihr Hauptwerk »Origins of Totalitarianism« / »Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft«.

Ihre Kommentare über den Eichmann-Prozeß in Jerusalem für die Zeitschrift New Yorker (1961) , die 1963 unter dem Titel »Eichmann in Jerusalem. Ein Bericht über die Banalität des Bösen« als Buch veröffentlicht werden, stoßen wegen ihrer Kritik am Verhalten der Judenräte sowie der Darstellung von Adolf Eichmann und seiner Motive auf geteilte Meinung.

1967 nimmt sie eine Professorenstelle für Politische Philosophie an der New School for Social Research in New York an.

Werke:

  • 'Elemente und Ursprünge totalitärer Herrschaft'
  • 'Über die Revolution'
  • 'Eichmann in Jerusalem'
  • 'Vita activa oder Vom tätigen Leben'

Judentum - Persönlichkeiten

Biografie-Startseite

Zuletzt geändert am 03.05.2009

Google+ Email
Facebook Twitter! Google+ Instagram Pinterest LinkedIn Xing