Alexander der Große - Biografie

  • Alexander III., König von Makedonien
  • geboren: Herbst 356 v.Chr. (Pella)
  • gestorben: 13.06.323 v.Chr. (Babylon)
Alexander der Große
Alexander der Große, ca. 1902, Quelle: www.loc.gov, Repr. Nr.: LC-USZ62-40088

makedonischer König und Feldherr, eroberte das größte Reich in der Geschichte der Alten Welt, begründete damit das »Zeitalter des Hellenismus«. Auf seinen Eroberungszügen verbreitete er die griechische Kultur und Sprache, neue Handels- und Verkehrswege wurden erschlossen. Sein Ziel war die Gründung eines einheitlichen, abendländischen und morgenländischen Weltreiches mit Babylon als Hauptstadt. Er war verheiratet mit Barsine, Tochter des Satrapen Artabazos und Witwe des Feldherrn Memnon. 327 v.Chr. heiratete er Roxane, Tochter des sogdischen Adligen Oxyartes (seit 327 v.Chr.), die ihn als rechtmäßige Gattin begleitete. 324 v.Chr. heiratete er - anlässlich der Völkerhochzeit von Susa - Stateira, die Tochter des Darius und Parysatis, die Tochter von Artaxerxes (Großkönig vor Dareios).

Albrecht Altdorfer: Alexanderschlacht, 1529
Albrecht Altdorfer: Alexanderschlacht, Detail, 1529

Der Sohn Philipps II. von Makedonien und der Olympia von Epirus wurde auf Wunsch seines Vaters von dem berühmten Philosophen Aristoteles erzogen (342-340 v.Chr.). Er bestieg 336 v.Chr. - im Alter von 20 Jahren - den Königsthron, nachdem sein Vater ermordet worden war. Alexander ließ sich vom »Korinthischen Bund« als Führer (Hegemon) eines makedonisch-griechischen Heeres ausrufen und schlug verschiedene Aufstände im Balkangebirge und in Griechenland nieder (Zerstörung Thebens 335 v.Chr.). Er besiegte auf seinem Rachefeldzug das Heer des Perserkönigs Dareios III. in den Schlachten am Granikos (334 v.Chr.), bei Issos (333 v.Chr.) und bei Gaugamela (331 v.Chr.). 332-331 v.Chr. eroberte er Ägypten und gründete 331 v.Chr. die Stadt Alexandria. Die Priester Ägyptens huldigten Alexander als Sohn des Gottes Amun und damit als legitimen Nachfolger der Pharaonen. Von 330-327 v.Chr. eroberte Alexander mit seinem Heer die ostiranischen Provinzen. 330 v.Chr. ließ er sich zum König von Asien ausrufen. Er stieß bis über den Iaxartes (Syrdarja) vor und führte sein Heer bis nach Indien. Alexanders Plan war es »bis an das Ende der Welt zu marschieren«, also bis an das »Ostmeer« zu gelangen. Seine erschöpften und meuternden Truppen waren jedoch am Fluss Hyphasis im Pandschab-Gebiet zu keinem Weitermarsch mehr bereit - Alexander musste umkehren. Nur ein Bruchteil der Truppen überlebte den Rückmarsch durch die Wüste. In Susa verfügte Alexander eine Massenhochzeit - er ließ 10.000 Perserinnen und Makedonier miteinander vermählen, um die griechische mit der persischen Kultur zu verschmelzen und zu stärken. Alexander starb am 13.06.323 v.Chr. in Babylon an einer Fieberkrankheit, vermutlich an Malaria.

Da Alexander keinen erwachsenen Nachfolger hinterließ, zerfiel das Reich rasch in die Reiche der Diadochen (Nachfolger), darunter seine Generäle Ptolemaios und Seleukos. Sein Halbbruder Philipp Arrhidaios (†317 v.Chr.) wird 323 v.Chr. zum König ausgerufen (323-317 v.Chr.). Roxane (†310/309 v.Chr.) bringt im selben Jahr Alexanders Sohn (Alexander IV., †311 v.Chr.) zur Welt.

Albrecht Altdorfer: Alexanderschlacht, 1529
Albrecht Altdorfer: Alexanderschlacht, 1529

Zitate:

»Die Grenzen unseres Reiches werden die gleichen sein, die die Götter als Grenzen der Erde gesetzt haben.«

»Nichts hat sich geändert, außer dem Namen des Königs.«
Alexander der Große nach der Thronbesteigung

»Das ist königlich, dass man Böses über sich sagen lässt von einem, dem man Gutes getan.«
Alexander der Große, überliefert bei Plutarch, Königs- und Feldherrnsprüche

Alexander der Große am Vorabend der »Schlacht von Gaugamela«
J. André Castaigne (1860-1929): Alexander der Große am Vorabend der »Schlacht von Gaugamela«, Persien, 331 v.Chr.

Der Gordische Knoten

Eine Weissagung des sagenhaften Königs Gordius besagte, dass derjenige, der den verschlungenen Knoten lösen könne, der um das Joch des gordischen Streitwagens gewickelt war, der künftige Herrscher Asiens sei. Im Winter 334/333 v.Chr. erreicht Alexander Gordion, die Hauptstadt Phrygiens. Er zerschlägt den Knoten mit einem Schwerthieb.

siehe auch: Die 7 Weltwunder »» - Der Leuchturm von Alexandria »»

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Zuletzt geändert am 16.06.2015

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