Stille Momente

Stille Momente

Aber die Natur eilt fort in ihrer steten Verwandlung: und indes ich noch rede über den aufgefassten Moment, ist er entflohen, und alles hat sich verändert; und ehe ich ihn auffasste, war gleichfalls alles anders.
Wie es war, und wie ich es auffasste, war es nicht immer gewesen, es war so geworden. Warum nun und aus welchem Grunde war es gerade so geworden, wie es geworden war; warum hatte die Natur unter den unendlich mannigfaltigen Bestimmungen, die sie annehmen kann, in diesem Momente gerade diese angenommen, die sie wirklich angenommen hatte, und keine andere?

Johann Gottlieb Fichte - Die Bestimmung des Menschen, 1800

Poesie - Stille Momente


Stille Momente 05 von 50

Zuletzt geändert am 04.05.2009

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