Farbenwelt

Geschichten

Iris

Eines Tages erzählte ein kleines Grünes Männchen, dass mit seiner Familie auf dem Roten Planeten lebte, seinen Kindern eine Gute-Nacht-Geschichte...

...Es war einmal in einem weit entfernten Königreich auf dem Blauen Planeten, da lebte die wunderschöne Prinzessin Rosalinde. Doch ihr Vater der König Blaubart und seine Untertanen waren sehr betrübt, denn niemand hatte Prinzessin Rosalinde jemals lachen sehen. So lies er eines Tages im Königreich verkünden, dass er einen Bunten Abend veranstalten wolle, zu dem alle Jünglinge des Landes geladen wären und derjenige, dem es gelänge, seine Tochter zum Lachen zu bringen, bekäme sie zur Frau.

Davon erfuhr nun auch der Goldene Reiter, der zwar noch ein Grüner Junge, aber schon weit und breit als Bunter Hund bekannt war, und er ritt auf seinem schneeWeißen Schimmel, vorbei an GoldGelben Feldern und Grünen Auen zum Schloß des Königs, um sein Glück zu versuchen. Er erreichte den Hof nach vielen Tagen, in einer rabenSchwarzen Nacht und das Bunte Treiben im Schloß, war schon in vollem Gange.
Viele Prinzen und Ritter hatten schon versucht mit allerlei Zoten, der Prinzessin Rosalinde ein Lachen zu entlocken, doch keinem war es bisher gelungen.

Kaum aber war der Goldene Reiter vor die Prinzessin getreten, gelang ihm schon in wenigen Augenblicken, mit Hilfe seines Schwarzen Humors, woran alle vor ihm gescheitert waren, und die Prinzessin lachte aus vollem Halse. Dabei sah sie so Goldig aus, dass der Goldene Reiter sich Hals über Kopf in sie verliebte. Er verschwendete keine Zeit und machte ihr auf der Stelle einen Heiratsantrag.

Rosalinde wurde zunächst ganz Rot vor lauter Scham, nahm aber noch in der selben Nacht seinen Antrag an. Dass die Gesichter der übrigen anwesenden Jünglinge ganz Gelb vor Neid wurden, störte die Verliebten nicht. So fand schon wenige Tage später am Gründonnerstag die Vermählung statt und der Goldene Reiter führte seine Weiße Braut heim in die Villa KunterBunt und dort schwebten sie auf Rosa Wolken. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann schweben sie noch heute...

Homepage: offline

Dreamer

Warum ist weiß
die Farbe der Unschuld,
so kalt
und unerbittlich wie Schnee?

Warum ist rot
die Farbe der Liebe,
wie vergossenes Blut
auf dem Schlachtfeld?

Warum ist gelb
die Farbe des Neides,
wo doch die Sonne
mit jedem Strahl
mein Herz erwärmt?

Grün,
Hoffnung,
Frühling,
neues Erwachen.

Homepage: www.gedichte-traumland.de

Ladyhueber

Einsam saß der Silberfuchs auf dem schwarzen Felsen. Seine Fellfarbe bildete einen schönen Kontrast zum dunklen Stein. Mit seinen blauen Augen beobachtete er den braunen Hengst, der in der Steppe die grünen Grashalme zupfte. Sie zwei waren Freunde.
Plötzlich erspähte der Fuchs einen schwarzen Schatten. Ein weisser Mann näherte sich vorsichtig mit einem beigen Lasso. Er wollte diesen Hengst einfangen, dessen Fell so golden strahlte in der Sonne. Ein Knurren ertönte vom Felsen. Der Hengst hob den Kopf. Seine dunklen Augen erblickten den Menschen in den Bluejeans und dem rotkarierten Hemd. Auf dem Kopf saß ein weisser Stetson.
Ein Schnauben und Wiehern erfüllte die Luft. Die Sonne versteckte sich hinter einer grauen Wolke. Der Hengst wendete und galoppierte davon. Das Lasso verfehlte seinen Hals. Der Silberfuchs rannte hinterher. Wütend blieb der blonde Mann zurück...

Homepage: www.ladyhueber.ch

Poesie - Farbenwelt

Zuletzt geändert am 23.05.2009

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