Piraten

Klaus Störtebeker

  • Klaas Störtebeker, Claus Störtebeker, Nicolao Stertebeker, Clawes Stortebeker
  • *um 1360 (Wismar ?)
  • †20. oder 21. Oktober 1400 oder 1401 (Hamburg)
Klaus Störtebeker
Klaus Störtebeker, Denkmal vor dem »Störtebekerturm« in Marienhafe
Foto © Klaus Oppermann 2003

Der vermutlich aus Wismar stammende Störtebeker unterstützt mit den »Vitalienbrüdern« zunächst König Albrecht von Schweden (um 1338-1412) im Kampf gegen Königin Margarethe I. von Dänemark (1353-1412).

Zu seinen wichtigsten Männer gehören Magister Wigbold (1365-1400/1401) und Gödeke Michels (Goddekin Mighel, † Anfang 1402).

Die Vitalienbrüder erhalten Kaperbriefe und stören den dänischen Schiffsverkehr auf der Ostsee. Im Laufe der Zeit werden sie zu gefürchteten Seeräubern, die auch Schiffe der Hanse überfallen. 1392 machen sie die Insel Gotland zu ihrem Stützpunkt und setzen auch nach Beendigung des Krieges (1395) ihre Übergriffe fort. Als sie 1398 von einer Flotte des Deutschen Ordens aus dem Gebiet der Ostsee vertrieben werden, setzen sie ihre Kaperfahrten auf der Nordsee fort. Hier bedrohen sie den Handel mit England.

Im März 1401 kommt es zur Seeschlacht mit einer Hamburgischen Flotte, in der vierzig Seeräuber den Tod finden. Die restlichen 70 Männer werden mit der »Bunten Kuh« nach Hamburg gebracht und verurteilt. Am 20. oder 21. Oktober 1400/1401 werden Störtebeker und mindestens 30 seiner Männer auf dem Grasbrook vor Hamburg öffentlich vom Scharfrichter enthauptet. Die Köpfe der Piraten werden an der Elbe »up ene wisch« gesteckt, »to eme tekene, dat se zee gerovet hadden«.

Die Gefangennahme von Klaus Störtebeker
Johannes Gehrts (1855-1921): Die Gefangennahme von Klaus Störtebeker, Holzstich um 1880
»Störtebekerturm« in Marienhafe
»Störtebekerturm« in Marienhafe
Foto © Klaus Oppermann 2003

Übrigens: das von Daniel Hopfer (der Ältere, um 1470-1536) geschaffene und oftmals verwendete angebliche Portrait Störtebekers stellt in Wirklichkeit Kunz von der Rosen dar, den Schalknarren und Berater Kaiser Maximilians (1459-1519).

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Letzte Änderung: 29.01.2011

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