Entdecker

Sir James Clark Ross

  • *15.04.1800 (London)
  • †03.04.1862 (Aylesbury)
Sir James Clark Ross (1800-1862)
Sir James Clark Ross (1800-1862), zeitgenössischer Stich
Quelle: »Das 19. Jahrhundert in Wort und Bild«, Deutsches Verlagshaus Bong & Co., 1900.

britischer Polarforscher, Entdecker des magnetischen Nordpols, 1839-1843 Leiter einer Antarktis-Expedition, entdeckte 1841 das »Süd-Viktoria-Land«.

Von 1819-1827 nahm Ross an vier Polarfahrten des englischen Arktisforschers Sir William Edward Parry (1790-1855) teil, 1829-1833 beteiligte er sich an der Arktisfahrt seines Onkels, dem Polarforscher Sir John Ross (1777-1856), bei der die »Prinzregenten-Straße« erforscht und die Insel »Boothia Felix« entdeckt wurde. Auf der Insel entdeckte Ross den magnetischen Nordpol. Alexander von Humboldt und Karl Friedrich Gauß ermutigten ihn, auch nach dem magnetischen Südpol zu suchen, dies geschah aufgrund der Eises jedoch nur annähernd. 1841 entdeckte Ross zwei Vulkane auf der Rossinsel, die nach seinen Schiffen »Erebus« und »Terror« benannt wurden.

Die Schiffe »Enterprise« und »Investigator« in der Baffin Bay
Die Schiffe »Enterprise« und »Investigator« in der Baffin Bay, Lithographie von Charles Haghe (1810-1888)

Die Suche nach der verschollenen Franklin-Expedition

Die Franklin-Expedition war die dritte und letzte große Expedition des britischen Polarforschers Sir John Franklin (1786-1847) mit dem Ziel, die Nordwestpassage zu finden. Die Schiffe »Erebus« und »Terror« wurden zum letzten Mal am 26. Juli 1848 von dem Walfischfänger Dannett gesehen, westlich der Melville-Bay. Ihr Verschwinden löst die größte Rettungsaktion des 19. Jahrhunderts aus, an der sich auch der ursprünglich als Leiter der Expedition vorgesehene Sir James Clark Ross mit den Schiffen »Enterprise« und »Investigator« beteiligte:

Am 12. Juni 1848 hatte J. C. Ross die Küste Südenglands verlassen. Nach langem Warten an der Bassinsbay war es ihm schließlich gelungen, den Packeisgürtel zu durchbrechen und ungefährdet bis zum Eingang der Barrowstaße zu fahren. Hier aber setzten riesige Eisfelder seinem weiteren Vordringen eine unüberschreitbare Grenze entgegen, und Ross musste, ohne das Geringste erreicht zu haben, sich entschließen, im Leopoldshafen an der Nordostecke von Nord-Somerset zu überwintern; als im August des nächsten Jahres der um die Schiffe gelegte starre Eispanzer sich lockerte, gelang es nicht, weiter gen Westen zu fahren; im Gegenteil, aller menschlichen Kraft und Einsicht spottend, trieb ein tückischer, plötzlich einsetzender Westwind beide Fahrzeuge unwiderstehlich nach Osten in die Bassinsbay zurück. Obgleich sie für drei Jahre ausgerüstet waren, blieb bei der vorgerückten Jahreszeit nichts übrig, als nach England heimzukehren, wo die Ankunft fast gleichzeitig mit jener Richardsons anfangs Novemeber 1849 erfolgte.
aus: »Das 19. Jahrhundert in Wort und Bild«, Deutsches Verlagshaus Bong & Co., 1900

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Letzte Änderung: 26.12.2008

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