Lesefutter für Seebären

Kenneth Roberts: Nordwest-Passage

Roman
mit 2 Kartenskizzen

Zitat aus der Umschlaginnenseite:
Dieser große Roman, der mit am längsten auf der Bestseller-Liste in Amerika stand, der die Millionenauflage überschritt und in mehr als 12 Sprachen übersetzt wurde, erscheint nun erstmals in ungekürzter Ausgabe und neuer deutscher Übersetzung von Werner von Grünau. Erst dieser vollständig dargebotene Text, über ein Drittel stärker als die frühere Fassung, vermittelt den ganzen überquellenden Reichtum und den umfassenden Hintergrund des Originalwerkes: ein hinreißend lebendiges, farbiges Kultur- und Sittenbild seiner Zeit. Der Roman behandelt ein Zeitalter der amerikanischen Geschichte, das bei uns so gut wie unbekannt ist: den Kampf, den die Engländer in Nordamerika gegen die Franzosen und Indianer führten. Im Mittelpunkt des Romans steht der Major Rogers, ein Condottiere des Urwalds, einer der kühnsten und tapfersten Kriegsleute seiner Tage. Er ist eine historische Persönlichkeit, die dem Gedächtnis fast völlig entschwunden war und über die der Autor des Buches wichtiges neues Material beigebracht hat; man versteht, warum einer der größten und erfolgreichsten amerkikanischen Filme diesem neuentdeckten Nationalhelden gewidmet wurde. Die Eigenschaften des Majors Rogers sind so allgemein menschlich in ihrer Kraft, ihrer Schlichtheit, ihrer Verbundenheit mit Volk und Kameraden, aber auch in ihren Schwächen, daß niemand, der einmal die Bekanntschaft dieses gewaltigen Mannes gemacht hat, ihn je wieder vergessen kann.

Nordwest-Passage umspannt ein ungewöhnlich weites Gebiet, ja, es umfaßt den gesamten englischsprechenden Kulturkreis des 18. Jahrhunderts. Die Szenen wechseln vom amerikanischen Urwald hinüber zum Pazifik und reichen auch bis nach London mit seinem Reichtum, seinem Elend und Verbrechen. Wir sehen Rogers in dieser Weltstadt im Kreise der Künstler und Politiker unter König Georg III., sehen ihn verstrickt in bunteste Abenteuer. Man kann sich nach der erregenden Lektüre kaum vorstellen, daß solch eine Fülle der Geschichte in einem einzigen Buch zusammengeballt ist. Die Weltpresse sagt, dieses Werk könnte teilweise dem Lederstrupf an die Seite gerückt werden. In der Tat, Nordwest-Passage ist in seinem Freiheits- und Eroberungsdrang ein ebenso eindringliches und nicht minder beflügelndes Epos wie der Lederstrumpf. Die Presse urteilte: "Das ist ein Roman, den jeder Schuljunge wie eine Indianergeschichte lesen wird und der gleichzeitig dem verwöhntesten literarischen Geschmack genügt."

Paul List Verlag, München 1950, 684 Seiten

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Letzte Änderung: 08.09.2013

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