Berühmte Schiffe

Hansekogge (1380)

Hansekogge
Die Hansekogge in Bremerhaven, Foto: Klaus Oppermann

Ein ganz besonderes Ausstellungsstück präsentiert sich seit dem Jahr 2000 im Deutschen Schifffahrtsmusuem in Bremerhaven: eine Hansekogge aus dem Jahre 1380!
Diese wird im Oktober 1962 bei Baggerarbeiten am linken Weserufer (Bremen-Rablinghausen) gefunden. Der mühevolle Wiederaufbau der Kogge dauert von 1972-1979, von 1980-1999 'verschwindet' die Kogge in einem Konservierungsbecken. Seit Mai 2000 ist die Kogge in Bremerhaven zu bewundern.

Auf den Seiten des Deutschen Schiffahrtsmuseums gibt es weitere Infos über den Fund und die Restaurierung der Kogge.

Die Kogge, das Handels- und Kriegsschiff der Hanse, war das erste Fahrzeug, welches das Steuerruder am Heck trug, eine Erfindung, die von der friesischen Küste ausging und bald von allen seefahrenden Nationen übernommen wurde. Eine Vorstellung von der Form einer Kogge gewinnen wir aus den Stadtsiegeln der Hansestädte, z.B. Lübeck, Danzig, Elbing; sie war hochbordig und sehr bauchig, trug ein bis drei Masten, ihre Tragfähigkeit lag zwischen 100 bis 600 Tonnen. Wenn die Kogge als Kriegsschiff diente, hatte sie bis zu 1000 Mann an Bord; auf den hohen Aufbauten vorne und achtern standen die Geschütze. die größere Form der Kogge wurde auch Hulk genannt.
Quelle: Gustav Adolf Wolter - See- und Seefahrt, 1968

Bremer Kogge: man versteht darunter die in der ganzen Welt als »wertvollsten Schiffsfund« bezeichnete mittelalterliche Hanse-Kogge, die im Herbst 1962 bei Baggerarbeiten auf dem linken Weserufer freigelegt wurde. Es handelt sich um den ersten, einigermaßen vollständigen Fund des Schiffstyps, der ab 1200 den Überseehandel in den nördlichen europäischen Gewässern bewältigte: er ist 23,5 m lang, 7 m breit und 7,5 m hoch. Der Fund ist deshalb so bedeutsam, weil es bisher aus der Zeit der Hanse keine genauen und technisch einwandfreien Angaben über das Aussehen und die Konstruktion der Koggen gab. Die Wissenschaftler waren bisher hauptsächlich auf die verhältnismäßig rohen Darstellungen auf Stadtsiegeln angewiesen.
Quelle: Gustav Adolf Wolter - See- und Seefahrt, 1968

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Letzte Änderung: 12.06.2015

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