Entdecker

Bedeutende Entdecker von A bis Z

Karte des arktischen Nordamerika
Das arktische Nord-Amerika. Zur Veranschaulichung der Route Franklins und der Nordwestlichen Durchfahrt.

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Die Entdeckung Grönlands
Die Entdeckung Grönlands, Holzstich von 1875

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  • Flinders, Matthew (1774-1847), Großbritannien, erforschte vorwiegend die Südküste Ausstraliens, gilt als erster Engländer, der Australien umrundet und konkrete geografische Erkenntnisse überliefert hat.
  • Franklin, Sir John (1786-1847), Großbritannien, der Seefahrer und Polarforscher umrundete Spitzbergen auf der Suche nach der Nordwestpassage, erforschte im Auftrag der britischen Admiralität den arktischen Norden Kanadas. Eine weitere Expedition (1845) mit den Schiffen »Erebus« und »Terror« und 129 Mann Besatzung endet mit dem Verschwinden der Schiffe. Dies löst die wohl umfangreichste Rettungsaktion des 19. Jahrhunderts aus. Erst Jahre später erfährt man vom Tod Franklins an der Nordwestküste des King-William-Landes.
  • Frémont, John Charles (1813-1890), Nordamerika, erforschte den Westen der USA, insbesondere die Rocky Mountains, gilt in den USA als »Eroberer« von Kalifornien.
  • Frobisher, Sir Martin (um 1535-1594), England, der Seefahrer und Freibeuter suchte auf drei Reisen (1576-1578) die Nordwestpassage, sichtete dabei Südgrönland und entdeckte Baffinland, die größte Insel des Kanadisch-Arktischen Archipels.

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  • Hanno der Seefahrer († ca. 440 v. Chr.), Karthago, der Herrscher und Admiral fuhr an Afrikas Westküste bis nach Kamerun.
  • Harrer, Heinrich (1912-2006), Österreich, der Bergsteiger, Forschungsreisender, Geograph und Autor gilt als einer der letzten großen Forschungsreisenden des 20. Jahrhunderts. Teilnehmer der Olympischen Spiele von 1936, bestieg 1938 zusammen mit A. Heckmeair als Erster die Eiger-Nordwand, nahm 1939 an der Nanga-Parbat-Expedition teil, erreichte 1946 die tibetanische Hauptstadt Lhasa, war 1944-51 Berater und Lehrer des Dalai-Lama. Weitere Reisen und Expeditionen nach Neuguinea (1962), an den Amazonas (1966/69), in den Sudan und Borneo (1971).
  • Hedin, Sven Anders (1865-1952), Schweden, der »schwedische Marco Polo« unternahm ausgedehnte Reisen durch Zentralasien, erforschte u.a. die 400.000 qkm große Takla-makan-Wüste (1893 und 1894). Durchquerung der Wüste Gobi, Entdeckung der antiken Ruinenstadt Loulan. Erreichte als erster Europäer die Quellen des Indus und des Brahmaputra während einer einzigen Reise, kartierte als Erster den Transhimalaja.
  • Hudson, Henry (um 1550-1611), England suchte die Nordwestpassage, Entdecker der Hudsonbay.
  • Humboldt, Alexander von (1769-1859), Deutschland, Forschungsreisen in Mittel- und Südamerika bis zu den Quellen des Amazonas.

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  • Ibn Battuta, Abu Abd Allah Muhammed (1304-1368/1377), Marokko, Reisen quer durch Asien, Afrika und Europa, legte dabei wohl über 120.000 Kilometer zurück, zählt neben Marco Polo und Wilhelm von Ruysbroek zu den drei großen mittelalterlichen Weltreisenden.
  • Idrisi, Abu Abd Allah Muhammed (1100-1165), Arabien, arabischer Kartograph, Geograph und Botaniker mit großem Einfluss auf die erdkundlichen Kenntnisse Europas.
  • Jermak, Timofejewitsch (um 1525-1584), Russland, lebte als Fischer und Flusspirat an der Wolga, als Kosakenhetman (Hauptmann) eroberte er 1579-1584 Sibirien bis zum Irtysch. Entlang seiner Route verläuft heute die Transsibirische Eisenbahn.

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  • Kingsley, Mary Henrietta (1862-1900), England, die Entdeckerin und Ethnologin bereiste ab 1893 als erste Europäerin abgelegene Teile in West- und Zentralafrika.
  • Kolumbus, Christoph (1451-1506), Genua, Entdecker der »Neuen Welt«.
  • Krusenstern, Adam Johann Baron von (1770-1846), Rapla (heute Estland), der baltendeutsche Admiral der russischen Flotte führte 1803-1806 unter Teilnahme der Naturforscher Wilhelm Gottlieb Tilesius von Tilenau (1769-1857) und Georg Heinrich Freiherr von Langsdorff (1774-1852) sowie des Entdeckers Otto von Kotzebue (1788-1846) auf der Fregatte »Nadeshda« die erste russische Weltumseglung durch.

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  • La Salle, René Robert de (1643-1687), Frankreich, Entdecker der Niagarafälle, erforschte die Großen Seen und den Mississippi.
  • Lewis, Meriwether (1774-1809), Nordamerika, bereiste 1804-1806 zusammen mit William Clarke (1770-1838) den Westen der heutigen USA von St. Louis zum Pazifik und zurück. Ab 1807 war er Gouverneur des (französischen) Louisiana-Territoriums.
  • Livingstone, David (1813-1873), Großbritannien, durchquerte mehrfach Afrika bis zum Sambesifluss, entdeckte die Victoriafälle und erforschte den Tanganjikasee (mit einer Fläche von 32.893 qkm sechstgrößter See der Erde).

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  • Nachtigal, Gustav (1834-1885), Deutschland, zunächst preußscher Militärarzt, dann wegen seiner Lungentuberkulose in Nordafrika, wo er sich der Afrikaforschung verschrieb. Er erlernte die arabische Sprache und studierte die Gebräuche der Wüstenbewohner, durchquerte ab 1869 die Sahara von Tripolis über Tibestigebirge und vom Tschadsee bis Khartum am Nil. Hauptverdienst ist seine geographische und ethnografische Erforschung des Tibesti-Gebirgsmassivs (höchstes Gebirge der Sahara, Republik Tschad).
  • Nansen, Fridtjof (1861-1930), Norwegen, durchquerte als erster Südgrönland.

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  • Rebmann, Johannes (1820-1876), Deutschland, der Missionar entdeckte 1848 den höchsten Berg Afrikas, den Kilimandscharo (5.895 m). Bedeutend ist auch sein Wörterbuch der Suahelisprache.
  • Richthofen, Ferdinand von (1833-1905), Deutschland, wissenschaftliche Erforschung von China.
  • Ross, James Clark (1800-1862), Großbritannien, entdeckte u.a.den magnetischen Nordpol und den magnetischen Südpol.
  • Rubruk (Ruysbroek), Wilhelm von (1210-1291), Frankreich, flämischer Franziskaner, reiste über Krim, Kirgisensteppe und Wüste Gobi nach Karakorum zum Mongolenherrscher. Bedeutendste Innerasienreise vor Marco Polo.

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Dampfschiff auf dem Mississippi
Dampfschiff auf dem Mississippi, Farblithographie um 1895
  • Scott, Robert Falcon (1686-1912), Großbritannien, mehrere Expeditionen in die Antarktis, erreichte den Südpol kurz nach Amundsen.
  • Soto, Hernando (1486-1542), Spanien, durchquerte den Süden der heutigen USA bis zum Alabama und zum Mississippi.
  • Speke, John Hanning (1837-1864), Großbritannien, entdeckte auf der Suche nach der Nilquelle den Victoriasee.
  • Stanley, Henry Morton (1841-1904), USA Suchte 1871 im Auftrag des »New York Herald« den verschollenen David Livingstone, danach gemeinsame Forschungen am Tanganjikasee, erforschte später den Victoriasee und den Kongo mit seinen Nebenflüssen, den Edwardsee und den Semlikifluss. Gilt neben Livingstone als größter englischer Forscher Zentralafrikas.
  • Strabon (um 63 v.Chr. - um 24 n.Chr), Griechenland, der Historiker und Geograph reiste von Armenien bis Italien und vom schwarzen Meer bis Äthiopien; schrieb eine 17-bändige »Geographie«, von der große Teile erhalten blieben.

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  • Tasman, Abel Janszoon (um 1603-1659), Holland, entdeckte Tasmanien und Neuseeland, untersuchte die Nordküste von Australien.

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Quellen

  • Was ist Was - Band 5 - Entdecker und ihre Reisen, Tessloff Verlag, 1991
  • DuMonts Enzyklopädie der Seefahrer und Entdecker, DuMont monte Verlag, 2002
  • C.C. Bergius: Die großen Entdecker, Praesentverlag, ca. 1975
  • Abbildungen: lcweb2.loc.gov
  • sowie »Das 19. Jahrhundert in Wort und Bild«, Deutsches Verlagshaus Bong & Co., 1900

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Letzte Änderung: 12.06.2015

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