Filmklassiker - Biografien und Filme großer Stars

Helmut Käutner

  • geboren: 25.03.1908 (Düsseldorf)
  • gestorben: 20.04.1980 (Castellina, Italien)

deutscher Regisseur und Schauspieler, einer der erfolgreichsten deutschen Filmregisseure der 40er und 50er Jahre.

Helmut Käutner studierte Graphik und Innenarchitektur an der Düsseldorfer Kunstgewerbeschule, danach Germanistik, Philosophie, Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft in München. Von 1930 bis 1935 war er Mitglied des Münchner Kabaretts »Die vier Nachrichter«, das von den Nationalsozialisten verboten wurde.

Sein Debütfilm »Kitty und die Weltkonferenz« (1939) fiel kurz nach der Erstaufführung der Zensur zum Opfer. Besser lief es für seine Filme »Kleider machen Leute« (1940), »Frau nach Maß« (1940) und »Wir machen Musik« (1942). Die Tragödie »Romanze in Moll« (1943) wurde jedoch als unsittlich eingestuft.

Der melancholische Film »Große Freiheit Nr. 7« (1944) mit Hans Albers als gebrochenem Seemann wurde am 15. Dezember in Prag uraufgeführt. Die Aufführung in Deutschland wurde verboten - Propagandaminister Goebbels wollte echte Kerle sehen und keine Verlierer. Die Uraufführung in Deutschland fand schließlich am 9. September 1945 in Berlin statt.

»Unter den Brücken« zählt zu Käutners Meisterwerken. Käutner bezeichnete den Film als »friedliche Demonstration unserer eigenen Wünsche. Wir lebten verträumt neben der Zeit and lenkten uns durch die Arbeit von all dem Schrecklichen ab«.

Nach dem Krieg war Käutner als Regisseur am Schauspielhaus in Hamburg, Bochum und Düsseldorf tätig. Der Episodenfilm »In jenen Tagen« (1947) spiegelt die Zeit des Nationalsozialismus aus der Sicht eines Autos wider, Käutner selbst lieh dem Fahrzeug seine Stimme.

Mit Curd Jürgens (1915-1982) drehte er »Des Teufels General« (1955) und den »Schinderhannes« (1958), mit Heinz Rühmann (1902-1994) »Der Hauptmann von Köpenick« (1956) und »Das Haus in Montevideo« (1962, eine Neuverfilmung des Curt-Goetz-Klassikers von 1951).

Seit den sechziger Jahren übernahm Käutner die Regie in zahlreichen Fernsehproduktionen.

Links:

Oscar®-Nominierungen:

  • 1956: »Der Hauptmann von Köpenick« (bester ausländischer Film)

Biografien

Zuletzt geändert am 29.06.2010

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