Filmklassiker - Biografien und Filme großer Stars

James Stewart

  • James Maitland Stewart
  • geboren: 20.05.1908 (Indiana, Pennsylvania)
  • gestorben: 02.07.1997 (Beverly Hills)

James Stewart war und ist einer der beliebtesten amerikanischen Filmschauspieler. Durch seine ruhige und zurückhaltende Art wurde der 1,92 m große James Stewart zum Sympathieträger und zur Identifikationsfigur der Zuschauer. Er drehte Komödien, Musicals, Dramen und Abenteuerfilme, besonders populär wurde er aber durch seine Western und die Filme, die gemeinsam mit Alfred Hitchcock entstanden.

Der Sohn eines Eisenwarenhändlers studierte Architektur an der Princeton Universität. Danach schloss er sich der Schauspielertruppe »University Players Troup« seines Schulfreundes Joshua Logan an. Zu dieser Truppe gehörten auch Henry Fonda und Margaret Sullavan. Nach Rollen am Broadway machte die spätere (gefürchtete) Klatschkolumnistin Hedda Hopper, die zusammen mit James in dem Stück »Divided By Three« aufgetreten war, die Filmfirma MGM auf den jungen und talentierten Schauspieler aufmerksam, was 1935 zu einem 7-Jahres-Vertrag führte.

Nach mehreren belanglosen Filmen erhielt James Stewart auf Wunsch von Cole Porter die Hauptrolle in dem Musical 'Born To Dance'/'Zum Tanzen geboren' (1936). Seine Partnerin war die Stepptänzerin Eleanor Powell, auf die der Film zugeschnitten war, und es wurde sein erster echter Erfolg. 1938 trat er in der Frank Capra-Komödie 'You Can't Take It With You'/'Lebenskünstler' auf, die den Oscar® als bester Film des Jahres erhielt.

'Mr. Smith Goes To Washington'/'Mr. Smith geht nach Washington' (1939) ist sicher einer der besten Filme von James Stewart. Als naiver junger Senator kämpft er buchstäblich bis zum Umfallen gegen Korruption und Lügen opportunistischer Politiker. 'Destry Rides Again'/'Der große Bluff' (1939) war James' erster Western und ist zugleich ein Meilenstein des Genres. Seiner Partnerin Marlene Dietrich gelang mit diesem Film ein erfolgreiches Comeback, nachdem sie schon als Kassengift abgestempelt war. Mit Margaret Sullavan drehte er danach die reizende Komödie 'The Shop Around The Corner/'Rendezvous nach Ladenschluss' (Regie: Ernst Lubitsch) und das packende Anti-Nazi-Drama 'The Mortal Storm'/'Tödlicher Sturm'.

Für seine Rolle als Reporter in der spritzigen Komödie 'The Philadelphia Story'/'Die Nacht vor der Hochzeit' (1940) erhielt James Stewart den Oscar®. Nach 3 weiteren Filmen wurde James Stewart am 22. März 1941 zur US-Armee eingezogen. Als Bomberpilot nahm er an zwanzig Einsätzen über Deutschland teil und erreichte er den Rang eines Oberst. Später wurde er zum Brigadegeneral der Air Force-Reserve ernannt.

1946 entstand sein vielleicht schönster Film: 'It's A Wonderful Life'/'Ist das Leben nicht schön?'. Ein Engel zeigt dem verzweifelten George Bailey (James Stewart) den Sinn seines Lebens und bewahrt in vor dem Selbstmord. 'Rope'/'Cocktail für eine Leiche' (1948) war der erste von 4 Filmen, die James Stewart mit Alfred Hitchcock drehte. Die 3 anderen Filme sollten jedoch erfolgreicher werden.

1949 heiratete James Stewart die verwitwete Gloria Hatrich McLean. Zwei Töchter entstammen dieser Bilderbuchehe: Kelly und Judy.
1950 entstanden die Western 'Winchester 73' und 'Broken Arrow'/'Der gebrochene Pfeil' sowie der Komödienklassiker 'Harvey'/'Mein Freund Harvey', in dem der trinkfreudige Elwood (James Stewart) überzeugt von der Existenz des Riesenhasen Harvey ist. Diese Rolle brachte James Stewart eine weitere Oscar®-Nominierung ein. 'Bend Of The River'/'Meuterei am Schlangenfluss' (1952) ist ein weiterer Western-Klassiker, bei dem Anthony Mann die Regie führte.

Die Zusammenarbeit mit Alfred Hitchcock wurde in den 50er Jahren mit 3 Filmen fortgesetzt: 'Rear Window'/'Das Fenster zum Hof' (1954), 'The Man Who Knew Too Much'/'Der Mann, der zuviel wusste' (1956) und, der beste von allen, 'Vertigo'/'Aus dem Reich der Toten' (1958).

In den 60er Jahren drehte James Stewart hauptsächlich Western, wobei 'The Man Who Shot Liberty Valance'/'Der Mann, der Liberty Valance erschoss' (1962) und 'Cheyenne Autumn'/'Cheyenne' (1964) unter der Regie von John Ford herausragen. 'The Flight Of The Phoenix'/'Der Flug der Phönix' ist ein Abenteuerfilm über einen scheinbar hoffnungslosen Flugzeugabsturz in der Wüste.

Von 1973-1974 trat James Stewart in der TV-Serie 'Hawkins' auf. 1982 erhielt er den »Goldenen Bären« für seine Verdienste um die Filmkunst und 1985 einen Ehrenoscar®; 1990 wurde er von der »Film Society Of Lincoln Center« für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

James Stewart starb am 02. Juli 1997.

Auszeichnungen:

Oscar®:

Oscar®-Nominierungen:

Biografien

Zuletzt geändert am 29.06.2010

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