Filmklassiker

Triumph des Willens Filmbewertung: 5 von 5 Sternen

Reichsparteitag-Film der NSDAP

  • Dokumentar-Film
  • D 1935
  • R: Leni Riefenstahl
  • P: Leni Riefenstahl
  • K: Sepp Allgeier, Karl Attenberger, Werner Bohne, Walter Frentz, Hans Gottschalk, Werner Hundhausen, Herbert Kebelmann, Albert Kling, Franz Koch, Herbert Kutschbach, Paul Lieberenz, Richard Nickel, Walter Riml, Arthur von Schwertführer, Karl Vass, Franz Weihmayr, Siegfried Weinmann, Karl Wellert.
  • M: Herbert Windt
  • 120 Minuten S/W

Dieser Dokumentarfilm über den NSDAP-Reichsparteitag 1934, der vom 4. bis 10. September 1934 in Nürnberg abgehalten wurde, ist ein auf erschreckende Weise faszinierender Film. Leni Riefenstahl (1902-2003) schuf damit einen technisch perfekten Propagandafilm, der die Person des »Führers« durch geschickte Kamerafahrten und -perspektiven glorifiziert und als höheres Wesen und »Retter der Menschheit« darstellt.

Bei aller Faszination und Kraft, die dieser Film ausstrahlt, dürfen die Schreckensherrschaft und die Greueltaten der Nazis - die Ermordung von über 6 Millionen Menschen (vor allem Juden) und der 2. Weltkrieg und seine Folgen - nicht vergessen werden!

»Er (der Film "Triumph des Willens") hat mich nach dem Krieg sehr belastet, weil ich als Nationalsozialistin galt. Dies lehne ich ab, weil ich kein Mitglied der Partei war, und wenn ich mit dem Herzen eine Nationalsozialistin gewesen wäre, dann hätte ich im Krieg bestimmt nicht den romantischen Spielfilm 'Tiefland', sondern ganz sicher einen Kriegsfilm gemacht, der für Deutschland einen Wert gehabt hätte, was andere Regisseure auch gemacht haben.«
Leni Riefenstahl

»"Triumph des Willens" ist ein Dokumentarfilm von einem Parteitag, mehr nicht. Das hat nichts zu tun mit Politik. Denn ich habe aufgenommen, was sich wirklich abgespielt hat und habe es insofern überhöht, als dass ich keinen Kommentar dazu gemacht habe. Ich habe versucht, die Atmosphäre, die da war, durch Bilder auszudrücken und nicht durch einen gesprochenen Kommentar. Und um das ohne Text verständlich zu machen, musste die Bildsprache sehr gut, sehr deutlich sein. Die Bilder mussten das sagen können, was man sonst spricht. Aber deswegen ist es doch keine Propaganda.«
Leni Riefenstahl

Zuletzt geändert am 03.05.2009

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