Filmklassiker

Der Hauptmann von Köpenick Filmbewertung: 4 von 5 Sternen

  • Satire
  • D 1956
  • Real-Film
  • R: Helmut Käutner
  • P: Gyula Trebitsch
  • D: Heinz Rühmann, Hannelore Schroth, Martin Held, Erich Schellow, Willy A. Kleinau, Ilse Fürstenberg, Leonard Steckel, Walter Giller, Maria Sebaldt, Friedrich Domin, Ethel Reschke, Joseph Offenbach, Wolfgang Neuss, Bum Krüger.
  • DB: Carl Zuckmayer, Helmut Käutner
  • V: (R) Carl Zuckmayer
  • K: Albert Benitz
  • M: Bernhard Eichhorn
  • 93 Minuten / Farbe

Als der Schuhmacher (und Urkundenfälscher...) Wilhelm Voigt (Heinz Rühmann) nach 23 Jahren aus dem Gefängnis entlassen wird, bekommt er keine Arbeit, weil er keinen Pass vorweisen kann. Einen Pass bekommt er aber nur, wenn er Arbeit nachweisen kann. Aus Verzweiflung über diesen Irrsinn bricht er in ein Polizeirevier ein, um sich selbst einen Pass auszustellen. Er wird erwischt und wandert für 10 Jahre ins Zuchthaus. Als danach seine Ausweisung droht, ersteht er in einem Trödelladen eine Hauptmannsuniform und besetzt zusammen mit einigen Männern das Rathaus in Köpenick. Leider gibt hier keine Passabteilung. Nach der Aktion wandert Voigt wieder ins Gefängnis, wird aber vom Kaiser begnadigt und erhält endlich seinen Pass.

Der Film beruht auf einer wahren Begebenheit: Am 16. Oktober 1906 kommandiert der vorbestrafte, arbeitslose Schuster Wilhelm Voigt (1849-1922) in der Uniform eines Hauptmanns zehn Soldaten nach Köpenick bei Berlin ab und lässt dort den Bürgermeister und den Kassendirektor verhaften; dann beschlagnahmt er die Stadtkasse. Er wird zu 4 Jahren Gefängnis verurteilt, auf Veranlassung von Wilhelm II. (1859-1941) aber bereits nach 2 Jahren aus der Haft entlassen. Mit seiner Tat gibt er den Autoritätsglauben des wilhelminischen Kaiserreiches der Lächerlichkeit preis. Die Geschichte ist Vorlage für Carl Zuckmayers (1896-1977) Roman »Hauptmann von Köpenick« (1931), der später mehrfach verfilmt wird. Die Premiere der gleichnamigen Kinoversion mit Heinz Rühmann in der Hauptrolle findet am 16. August 1956 statt.

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Zuletzt geändert am 07.06.2009

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