Im Jahre 305 v.Chr. wollte König Demetrios von Phyrgien und Lykien die Stadt Rhodos in seine Gewalt bringen. Er führte seinen Angriff mit einem 30 m hohen Belagerungsturm durch, der aus Eichenholz bestand. Angeblich waren 3400 Männer erforderlich, um dieses Monstrum zu bewegen. Der Angriff scheiterte jedoch, und aus Dankbarkeit zu ihrem Gott und Beschützer Helios errichteten die Rhoder das Standbild des Helios - den Koloss von Rhodos.
Im 1. Jahrhundert n. Chr. beschrieb der römische Historiker Plinius der Ältere (um 23 bis 79) in seiner 'Naturgeschichte' die Überreste des Koloss von Rhodos: »Nur wenige Männer können den Daumen mit ihren Armen umfassen, und seine Finger sind größer als die meisten Statuen. Was die zerbrochenen Gliedmaßen anbelangt, so gleichen sie im Innern großen Höhlen.«
»Das schönste von all den Weihegeschenken und Statuen in der Stadt Rhodos aber ist der Koloss des Helios.«
Strabo (63 v.Chr.-26 n.Chr.), griechischer Geograph und Historiker
»Wehmütig muß man zwar das Häufchen Ruinen betrachten, wenn man an die unzählbaren Schätze des Altertums denkt: an die hundert metallne Kolossen der Insel Rhodos allein oder die manchen hundert Meisterstücke von Lysipp, geschweige die Völkerschaften von Statuen zu Delphi und Elis, die Pracht und Herrlichkeit von Athen, Korinth, Gnid, Ephesos. Ein Grieche vor den römischen Räubereien würde die heutigen Antiken insgesamt gleichsam ansehen wie ein Lucull, von der Tafel aufgestanden, ein paar verschimmelte Brocken aus eines Bettlers Sack. Und doch schlagen sie allen unsern Stolz nieder und zeigen uns deutlicher unsre Barbarei als irgend etwas, was übriggeblieben ist.«
Wilhelm Heinse (1746-1803), Ardinghello und die glückseligen Inseln
«« zurück zur Startseite der 7 Weltwunder
Zuletzt geändert am 02.08.2011