Die Sieben Weltwunder der Antike

Das Mausoleum zu Halikarnassos

  • Ort: Halikarnassos (Bodrum / Türkei)
  • Entstehungszeit: ab 353 v.Chr.
  • Bauherr(en): König Mausolos von Halikarnassos und seine Schwester/Frau Königin Artemisia
  • Baumeister: Pythius von Priene, Satyrus von Paros (?)
  • Maße/Größe: Höhe 42 m; Unterbau 33 x 39 m
  • Schicksal: durch ein Erdbeben zerstört (12. Jahr.)

Das monumentale Marmorgrabmal des Königs Mausolos von Halikarnassos (377-353 v.Chr.) in Karien beeindruckte nicht nur durch seine Größe und seine ungewöhnliche Bauweise. An den Friesen und Reliefs des Grabmals schufen die hevorragendsten Bildhauer (die Griechen Scopas, Bryaxis, Timotheus und Leochares) der Epoche einmalige Kunstwerke - überlebensgroße Darstellungen von Wagenrennen, Amazonenkämpfen, Göttern und mythologischen Gestalten versetzten die Welt in Erstaunen.

König Mausolos starb 353 v.Chr., der Weiterbau wurde von seiner Schwester und Ehefrau Artemsia geleitet, die sich mit einer riesigen, steinernen Quadriga (Höhe 6,1 Meter) auf dem Dach des Bauwerkes selbst ein Denkmal setzte.

Im 15. Jahrhundert benutzten Johanniter die Trümmer des Mausoleums zum Bau einer riesigen Burg. Teile des Frieses mit Darstellungen der Amazonenschlacht wurden zur Zierde in die Burgmauer eingesetzt. 1846 wurde dieser Fries aus den Mauern herausgebrochen und in das Britische Museum in London verbracht. Weitere Teile des Weltwunders wurden 1857 von dem Altertumsforscher Charles T. Newton gefunden und ebenfalls dem Museum übergeben.

»...eines der sieben Weltwunder zerstörten (die Johanniter), das alle Barbarenstürme überdauert hatte.«
Claude Guichard, Reisender, 1581

»Mausoleum: letzte und lächerlichste Torheit der Reichen.«
Ambrose Bierce (1842-1914), amerik. Schriftsteller u. Satiriker

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Zuletzt geändert am 03.05.2009