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Nationalsozialismus

Personen: Hitlers Helfer und Vollstrecker

Der Nürnberger Prozess
Der Nürnberger Prozess, Quelle: Archival Research Catalog (ARC)

Max Amann

  • Lebensdaten: 24.11.1891-30.03.1957
  • Feldwebel im 1. Weltkrieg
  • Mitglied Nr. 3 der NSDAP
  • 1922 Geschäftsführer der NSDAP
  • Aufbau des Zentralverlags der Partei (Eher-Verlag)
  • Lenkung der gesamten NS-Presse
  • 1933 Präsident der Reichspressekammer
  • 1941 SS-Obergruppenführer
  • 1948 zu 10 Jahren Arbeitslager verurteilt

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Martin Bormann

  • Lebensdaten: 17.06.1900-02.05.1945 (bei dem Fluchtversuch aus Berlin umgekommen)
  • 1927 Mitglied der NSDAP und der SA
  • 1933 Stabsleiter bei Heß
  • 1941 Reichsminister (Leiter der Parteikanzlei)
  • 1943 Sekretär des »Führers«
  • 1946 in Abwesenheit zum Tode verurteilt
  • Bormann war ein fanatischer Vollstrecker des nationalsozialistischen Rassenprogramms.

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Karl Dönitz

  • Lebensdaten: 16.09.1891-24.12.1980
  • 1910 Eintritt in die kaiserliche Marine
  • 1919 Eintritt in die Reichskriegsmarine
  • 1939 Befehlshaber der U-Boote
  • 1943 Großadmiral, Oberbefehlshaber der Kriegsmarine
  • unterstützte bedingungslos Hitlers Kriegführung
  • 30.04.1945 von Hitler als Nachfolger bestimmt
  • versuchte Flüchtling aus dem Osten zu retten
  • ab 1. Mai 1945 letzter Reichspräsident
  • 1945 Unterzeichnung der bedingungslosen Kapitulation
  • Am 23.05.1945 verhaftet, im Nürnberger Prozeß zu 10 Jahren Haft verurteilt

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Adolf Eichmann

  • Lebensdaten: 19.03.1906-31.05.1962 (hingerichtet)
  • 1927 Mitglied im dt.-österr. Frontkämpferbund
  • 1932 Mitglied der NSDAP und der SS
  • 1934 SS-Scharführer
  • 1938 Aufbau einer Zentralstelle für jüdische Auswanderung
  • 1939 Leiter des Judenreferats im Reichssicherheitshauptamt
  • Zuständig für d. Deportation v. 4 Mio. Juden in die Vernichtungslager
  • 1941 SS-Obersturmbannführer
  • 1946 Flucht nach Argentinien
  • von israelischen Geheimagenten entführt
  • 1961 in Israel aufgrund seiner Verantwortung für den Tod von über 6 Millionen Juden und wegen Verbrechens gegen die Menschlichkeit zum Tode verurteilt
  • 1962 Hinrichtung im Gefängnis Ramleh bei Tel Aviv
  • Eichmann war ein skrupelloser Antisemit. Der von ihm maßgeblich mitorganisierte Völkermord wurde durch seine perfekte logistische Organisation des Abtransports der Juden aus den besetzten Ostgebieten (v.a. Ungarn) in die Massenvernichtungslager in Osteuropa zum Symbol des nationalsozialistischen Rassenwahns. Unter Eichmann´s Leitung wurden über 4 Millionen Juden aus allen besetzten Gebieten in die Vernichtungslager deportiert und dort ermordet. Weitere 2 Millionen fielen seinen Einsatztruppen zum Opfer.

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Hans Frank

  • Lebensdaten: 23.05.1900-16.10.1946 (hingerichtet)
  • 1923 Mitglied der NSDAP
  • Teilnahme am Hitler-Putsch
  • 1926 Eröffnung einer Anwaltskanzlei
  • vertrat Hitler in 150 Verfahren gegen »Verleumder«
  • 1930 ermöglichte Hitler den »Legalitätseid«
  • 1928 Gründer des NS-Rechtswahrerbundes
  • 1930 Gründer des Reichsrechtsamtes der NSDAP
  • 1933 Gründer der Akademie für deutsches Recht
  • 1934 Reichsminister ohne Geschäftsbereich
  • 1939 Generalgouverneur in Polen
  • brutale Ausbeutung, Errichtung von Todesfabriken
  • 1942 Verlust aller Parteiämter

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Roland Freisler

  • Lebensdaten: 30.10.1893-03.02.1945 (bei einem Bombenangriff getötet)
  • im 1. Weltkrieg in russischer Gefangenschaft
  • 1920 bolschewistischer Kommissar in der Ukraine
  • 1925 Mitglied der NSDAP
  • 1933 Staatssekretär im Reichsjustizministerium
  • 1942 Teilnahme an der Wannseekonferenz
  • 1942 Präsident des »Volksgerichtshofs«
  • Freisler war berüchtigt für die unwürdigste u. erniedrigendste Behandlung der Angeklagten.
  • 90% der Angeklagten wurden zum Tode oder lebenslänglicher Haft verurteilt

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Joseph Goebbels

  • Lebensdaten: 29.10.1897-01.05.1945 (Selbstmord)
  • 1925 Mitglied der NSDAP
  • 1926 Gauleiter von Berlin
  • 1927-35 Gründer und Herausgeber der Zeitung »Der Angriff«
  • 1930 Reichpropagandaleiter der NSDAP
  • 1933 Minister für Volksaufklärung und Propaganda
  • 1944 Generalbevollmächtigter für den Totalen Kriegseinsatz
  • Der promovierte Germanist und erfolglose Schriftsteller Goebbels, ein geschickter Redner, baute den Kult um "den Führer" auf, sorgte für die "Gleichschaltung" der Massenmedien und Kultureinrichtungen, erhob den Antisemitismus zur Staatsdoktrin und organisierte den Judenpogrom der "Reichkristallnacht" (1938). Ein Gipfel der Perversion ist auch seine Rede im Sportpalast ('Totaler Krieg') am 18.02.1943. Nach dem Anschlag vom 20. Juli wurde Goebbels von Hitler zum Generalbevollmächtigten für den totalen Kriegseinsatz ernannt.
  • Am 01.05.1945, einen Tag nach Hitlers Tod, ließ Goebbels seine 6 Kinder vergiften, anschliessend erschoss Goebbels sich und seine Frau.

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Hermann Göring

  • Lebensdaten: 12.01.1893-15.10.1946 (Selbstmord)
  • 1912 Infanterieoffizier
  • 1918 Chef des Jagdgeschwaders "Richthofen"
  • 1919-1921 Pilot in Dänemark und Schweden
  • 1922 Mitglied der NSDAP, Kommandeur der SA
  • 1923 Teilnahme am Hitler-Putsch, Flucht
  • 1932 Reichstagspräsident
  • 1933 Reichsminister für Luftfahrt
  • 1934 Reichsforst- und Reichsjägermeister
  • 1935 Oberbefehlshaber der Luftwaffe
  • 1936 Beauftragter für den Vierjahresplan
  • 1938 zweiter Feldmarschall des Dritten Reiches (nach Blomberg)
  • 1939 von Hitler zum Nachfolger bestimmt
  • 1940 Reichsfeldmarschall
  • 1940 Beginn der Luftoffensive gegen England (Operation Adler)
  • 31.07.1941 Befehl zur so genannten "Endlösung der Judenfrage"
  • 23.04.1945 von Hitler aus der NSDAP ausgeschlossen und aller Ämter enthoben
  • 08.05.1945 Gefangennahme
  • 01.10.1946 Verurteilung zum Tod
  • Göring richtete die ersten Konzentrationslager ein, forcierte die Verfolgung und schließlich die Ausschaltung der politischen Opposition und war für die Ermordung von SA-Führern im Zuge des Röhm-Putsches verantwortlich. Als »Beauftragter für den Vierjahresplan« ab 1936 trieb Göring die Aufrüstung voran und bereitete Deutschland wirtschaftlich auf den Kriegsfall vor. Als Oberbefehlshaber der Luftwaffe seit 1935 und der faktisch einflussreichste Militär betrieb er den Sturz der Generäle von Fritsch und von Brauchitsch, die sich gegen Hitlers Expansionspläne ausgesprochen hatten.
  • Göring beauftragte Heydrich am 31.07.1941 mit der Organisation der so genannten »Endlösung der Judenfrage«. Nach dem Scheitern der von Göring geplanten »Luftschlacht um England« 1940/1941 schwanden Görings Einfluss und Ansehen.

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Rudolf Heß

  • Lebensdaten: 26.04.1894-17.08.1987 (Selbstmord)
  • 1920 Mitglied der NSDAP
  • 1923 Teilnahme am Hitlerputsch
  • 1927 Privatsekretär des »Führers«
  • 1933 Stellvertreter Hitlers als Parteiführer im Ministerrang
  • 10.5.1941 Flug nach England
  • von Hitler für geistesgestört erklärt
  • Selbstmord nach 41jähriger Haft

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Reinhard Heydrich

  • Lebensdaten: 07.03.1904-04.06.1942 (starb an den Folgen eines Attentats)
  • 1922 Eintritt in die Marine
  • 1930 Entlassung aus der Marine
  • 1931 Eintritt in die NSDAP und die SS
  • 1931 SS-Obersturmbannführer, Leiter der Nachrichtenstelle der SS-Führung in München
  • 1932 1932 SS-Standartenführer, Chef des SD der SS
  • 1933 SS-Oberführer, Leiter der Politischen Abteilung der Polizeidirektion München
  • 1934 Beteiligung an der Niederschlagung des Röhm-Putschs
  • 1934 SS-Gruppenführer
  • 1934 Chef des Geheimen Staatspolizeiamtes (Gestapo)
  • »Rechte Hand« des Reichsführers SS
  • 1936 Chef der Sicherheitspolizei und des SD
  • 1939 Leiter des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA)
  • 1941 von Göring mit der Durchführung der »Endlösung« beauftragt
  • 1941 stellvertretender Reichsprotektor von Böhmen und Mähren
  • 20.1.1942 Leitung der Wannsee-Konferenz
  • 27.5.1942 Opfer eines Attentats durch Agenten d. tschech. Exilregierung
  • 04.06.1942 Heydrich erliegt seinen Verletzungen
  • 10.06.1942 Auslöschung des Dorfes Lidice durch SS
  • Heydrich war maßgeblich an den Morden im Zusammenhang mit dem Röhm-Putsch (1934) beteiligt und Mitverantwortlicher des Judenpogroms (Reichskristallnacht 1938). Mit dem Zusammenschluss von Gestapo, Kriminalpolizei, SIPO und SD zum RSHA schuf er ein starkes politisches Überwachungssystem, welches skrupellos alle politischen Gegner des NS-Regimes kontrollierte und "vernichtete".
  • Heydrich inszenierte den angeblichen polnischen Überfall auf den Sender Gleiwitz, der Hitler den Vorwand zum Einmarsch in Polen lieferte.
  • Heydrich´s Sonderkommandos ermordeten ca. 1 Million Russen und Polen. 1941 wurde er mit der "Vernichtung" der Juden beauftragt, die er auf der Wannseekonferenz (1942) organisierte und einleitete. In der Folge starben über 4 Millionen Juden in den Konzentrationslagern, die die Nazi-Regierung Deutschlands in Polen erbaut hatte.

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Konstantin Hierl

  • Lebensdaten: 24.02.1875-23.09.1955
  • 1927 Mitglied der NSDAP
  • 1933 Staatssekretär im Reichsarbeitsministerium
  • 1933 Beauftragter des Führers für den Reichsarbeitsdienst
  • 1935 Reichsarbeitsführer
  • 1943 Reichsminister
  • 1945 als Hauptschuldiger eingestuft
  • 5 Jahre Arbeitslager und Einzug des halben Vermögens
  • Nach Entlassung völkischer Publizist und Propagandist

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Heinrich Himmler

  • Lebensdaten: 07.10.1900-23.05.1945 (Selbstmord)
  • 1918-1922 Studium TH München, Diplomlandwirt
  • 1923 Teilnahme am Hitlerputsch
  • 1925 Mitglied der NSDAP
  • 1926-1930 stv. Propagandaleiter der NSDAP
  • 1929 Reichsführer SS
  • 1930 Mitglied des Reichstags (MdR)
  • 1933 Polizeipräsident von München, Kommandeur der politischen Polizei in Bayern, Errichtung des ersten KZ (Dachau)
  • 1934 stellvertretender preuß. Gestapo-Chef
  • 1936 Reichsführer SS und Chef der deutschen Polizei
  • 1939 Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums
  • 1943 Reichsinnenminister
  • 1944 Befehl über das Ersatzheer
  • 1945 Selbstmord in britischer Kriegsgefangenschaft
  • Himmler war zutiefst von der NS-Rassenideologie überzeugt. Als Leiter der SS war er oberster Chef über alle KZ, einschließlich der Konzentrationslager in Polen, er organisierte die »Germanisierung« Osteuropas, war damit verantwortlich für die Umsiedlungspolitik in den besetzten Gebieten, bei der 1 Million Polen und 300.000 Juden nach Osten abgeschoben und durch Deutschstämmige aus dem Baltikum ersetzt wurden. Er ließ die Vernichtungslager (u. a. Auschwitz, Majdanek) errichten.

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Rudolf Höß

  • Lebensdaten: 25.11.1900-16.04.1947 (in Auschwitz hingerichtet)
  • 1923 zehn Jahre Haft wegen Feme-Mord, 1928 amnestiert
  • 1933 SS
  • 1934 Block- und Rapportführer im KZ Dachau
  • 1938 KZ Sachsenhausen
  • 1940-1943 Kommandant von Auschwitz I und II
  • Leiter der Amtsgruppe D (KZ) im WVHA
  • 1944 Organisation der Ermordung der ungarischen Juden in Auschwitz
  • 1946 Verhaftung durch britischen Militärpolizei, Überstellung nach Polen
  • 16.04.1947 Hinrichtung durch Erhängen vor seinem früheren Wohnhaus
  • 1940 Übernahme des Kommandos im Vernichtungslager Auschwitz, wo er technokratische Methoden der "Massenvernichtung" zur morbiden Perfektion trieb; noch vor Kriegsende wurde er 1945 zum stellvertretenden Inspektor für alle Konzentrationslager ernannt; nach seiner Festnahme verurteilte ihn 1947 ein polnisches Gericht in Warschau zum Tode, hingerichtet wurde er in Auschwitz.

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Robert Ley

  • Lebensdaten: 15.02.1890-25.10.1945 (Selbstmord)
  • 1923 Mitglied der NSDAP
  • 1925 Gauleiter Rheinland-Süd
  • 1928 wegen Alkoholismus entlassen
  • 1930 Reichstagsabgeordneter (MdR), Reichsorganisationsleiter
  • 1933 Leiter d. »Aktionskomitees zum Schutz d. dt. Arbeit«
  • 1933 Leiter der neu gegründeten »Deutschen Arbeitsfront«
  • Mitglied des Generalrats der Wirtschaft

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Viktor Lutze

  • Lebensdaten: 28.12.1890-02.05.1943 (Autounfall)
  • 1922 Mitglied der NSDAP
  • 1923 SA
  • 1925 Gau-SA-Führer
  • 1928 SA-Oberführer Ruhr
  • 1933 Oberpräsident der Provinz Hannover
  • 1934 SA-Stabschef

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Josef Mengele

  • Lebensdaten: 16.03.1911-07.02.1979 (Badeunfall)
  • 1937 Mitglied der NSDAP
  • 1940 in der Sanitätsinspektion der Waffen-SS tätig
  • 1941 Bataillonsarzt der SS-Division »Wiking«
  • 1943 SS-Standortarzt in Auschwitz
  • 1949 Flucht nach Südamerika
  • seit 1959 steckbrieflich gesucht
  • 1985 Exhumierung seiner (mutmaßlichen) Leiche
  • Mengele wurde 1937 während seines Medizinstudiums Mitglied der NSDAP, 1938 trat er der SS bei. Nach seiner Verletzung im Rußlandfeldzug wurde er 1943 als SS-Standortarzt nach Auschwitz versetzt. An von ihm persönlich ausgewählten Opfern nahm er medizinische Experimente von nahezu unvorstellbarer Grausamkeit vor. Nach seiner Entlassung aus amerikanischer Gefangenschaft tauchte er 1949 in Südamerika unter.
  • Mengele starb mit hoher Wahrscheinlichkeit 1979 bei einem Badeunfall.

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Joachim von Ribbentrop

  • Lebensdaten: 30.04.1893-16.10.1946 (hingerichtet)
  • 1932 Mitglied der NSDAP
  • Außenpolitischer Berater Hitlers
  • 1936-1938 Botschafter in London
  • 1938 Außenminister
  • »Erfüllungsgehilfe« der »Endlösung«

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Ernst Roehm

  • Lebensdaten: 28.11.1887-01.07.1934 (auf Veranlassung Hitlers erschossen)
  • Mitglied nationaler Wehrverbände (Freikorps Epp, Einwohnerwehren)
  • NSDAP
  • 1923 Teilnahme am Hitlerputsch
  • Zerwürfnis mit Hitler
  • Militärberater in Bolivien
  • 1930 Stabschef der SA.
  • 1933 Reichsminister ohne Geschäftsbereich
  • 30.06.1934 Verhaftung wegen des »Röhm-Putsches«
  • 01.07.1934 Ermordung auf Veranlassung Hitlers

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Alfred Rosenberg

  • Lebensdaten: 12.01.1893-16.10.1946 (hingerichtet)
  • 1919 Mitglied der Thule-Gesellschaft
  • 1919 Eintritt in DAP
  • 1921 Chefredakteur des »Völkischen Beobachters«
  • 1933 Leitung des Außenpolitischen Amtes der NSDAP
  • 1934 »Beauftragter d. Führers für d. Überwachung d. gesamten geistigen u. weltanschaulichen Schulung u. Erziehung der NSDAP«
  • 1941 Reichsminister für die besetzten Ostgebiete

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Fritz Sauckel

  • Lebensdaten: 27.10.1894-16.10.1946 (hingerichtet)
  • 1922 SA
  • 1923 Mitglied der NSDAP
  • 1927 Gauleiter von Thüringen
  • 1932 Thüringischer Ministerpräsident
  • 1933 Reichsstatthalter (von 1935-1937 auch in Anhalt)
  • 1942 Generalbevollmächtigter für den Arbeitseinsatz
  • Gnadenlose Ausbeutung von Millionen Fremdarbeitern

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Baldur (Benedikt) von Schirach

  • Lebensdaten: 09.05.1907-08.08.1974
  • 1924: Eintritt in die Knappschaft einer Wehrjugendgruppe
  • 1925 Mitglied der NSDAP
  • 1927: Student der Germanistik und Kunstgeschichte
  • 1928-1932 Leiter des NS-Studentenbundes
  • 1931 Reichsjugendführer der NSDAP
  • 1932 Heirat mit Henriette Hoffmann (Tochter v. Hitlers Fotografen)
  • 1932 jüngster Abgeordneter des Reichstages
  • 1933-1940 Jugendführer des Dt. Reiches
  • Zuständig für die gesamte außerschulische Erziehung der deutschen Jugend
  • 1936: Ernennung zum Staatssekretär
  • 1940-1945 Gauleiter und Reichsstatthalter in Wien
  • Verantwortlich für Deportation der Wiener Juden
  • 1946 zu 20 Jahren Haft verurteilt
  • Schirach, der Hitler tief verehrte, war zuständig für die gesamte politische und ideologische Ausbildung der deutschen Jugend im Sinne des NS-Regimes und wurde zu ihrem Idol. Als Reichsstatthalters von Wien war er für die Deportation von 185.000 Juden aus Wien verantwortlich. Sein Eintreten für eine bessere Behandlung der osteuropäischen Völker und die Kritik seiner Frau zur Deportation der Juden gegenüber Hitler führten zum Bruch mit Hitler und zum Verlust seines politischen Einflusses.

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Gertrud Scholtz-Klink

  • Lebensdaten: 09.02.1902-24.03.1999
  • 1928 Mitglied der NSDAP
  • 1930 Leiterin der NS-Frauenschaft
  • 1934 Reichsführerin der NSF und des Deutschen Frauenwerkes
  • 1934 Titel »Reichsfrauenführerin«
  • 1950 Eine Spruchkammer stuft sie als Hauptschuldige ein
  • 30 Monate Haft, Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte
  • 1978 Memoiren (Die Frau im Dritten Reich)
  • selbst hier noch eine positive Bewertung des NS-Regimes

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Albert Speer

  • Lebensdaten: 19.03.1905-01.09.1981
  • 1931 Mitglied der NSDAP
  • der ehemal. Architekt sollte Hitlers wahnwitzigen Traum v. d. »Welthauptstadt Germania« verwirklichen
  • 1939 Bau der neuen Reichskanzlei
  • 1942 Reichsminister für Bewaffnung und Munition
  • 1945 Sabotage von Hitlers »Nero-Befehl«
  • Schuldeingeständnis in Nürnberg
  • verurteilt zu 20 Jahren Haft
  • erfolgreiche Veröffentlichung seiner Memoirenbände

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Julius Streicher

  • Lebensdaten: 12.02.1885-16.10.1946 (hingerichtet)
  • 1921 Mitglied der NSDAP
  • 1923 gründet das antisemitische Hetzblatt »Der Stürmer«
  • 1923 Teilnahme am Hitler-Putsch
  • 1928 Gauleiter von Franken
  • 1933-45 Reichstagsabgeordneter (MdR)
  • 1933 Leitung des »Zentralkomitees zur Abwehr der jüdischen Greuel- und Boykotthetze«
  • 1935 maßgeblich am Zustandekommen der »Nürnberger Gesetze« beteiligt
  • 1940 wegen persönlicher Verfehlungen von allen Parteiämtern enthoben
  • abgrundtiefer Haß auf alles Jüdische, Wegbereiter des Völkermordes
  • 01.10.1946 Todesurteil wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit

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Zuletzt geändert am 07.06.2009

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