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Michelangelo Buonarroti

Das Julius-Grabmal

Moses
»Moses« - Skulptur für das Julius-Grabmal (1513-1516, Rom, San Pietro in Vincoli), Foto: (C) Michael Petery

Im März 1505 ruft Papst Julius II. (1443-1513, Papst von 1503-1513) Michelangelo nach Rom: er beauftragt ihn mit der Errichtung seiner Grabstätte. Michelangelo erarbeitet einen Entwurf, der pyramidenförmig und mit 3 Ebenen gestaltet ist und 40 Statuen vorsieht. Acht Monate verbringt er in Carrara, um die passenden Marmorblöcke zu beschaffen. Julius II. ist jedoch in militärische Auseinandersetzungen verwickelt und wird zudem (vermutlich) von dem Baumeister Donato Bramante (1444-1514) beeinflusst, der Michelangelo als Konkurrenten fürchtet. Bramante wird mit dem Neubau von St. Peter (San Pietro) beauftragt. Am 17. April 1506, dem Vorabend der Grundsteinlegung, verlässt Michelangelo Rom. Die Arbeit an dem Grabmal wird Michelangelo jedoch noch über Jahrzehnte beschäftigen und zu Streitigkeiten mit den Erben von Julius II. führen. Erst 1545 wird das Grabmahl in stark vereinfachter Form vollendet. Zwischen 1513 und 1516 erschafft Michelangelo für dieses Grabmal den »Gefesselten Sklaven«, den »Sterbenden Sklaven« und den gewaltigen »Moses«.

Von Dezember 1506 bis Februar 1508 arbeitet Michelangelo an einer Bronzestatue für Julius II., die am 21. Februar 1508 über dem Portal von San Petronio aufgestellt wird. Die Statue wird am 30. Dezember 1511 während einer Revolution zerstört.

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Zuletzt geändert am 05.05.2009

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