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Leonardo da Vinci

Zitate:

Am 23. April 1490 habe ich ich dieses Buch (Traktat von der Malerei und verschiedene Studien) begonnen und das Pferd von neuem angefangen. [1] S. 11


Zuerst stelle ich bei der Behandlung naturwissenschaftlicher Probleme einige Experimente an, weil meine Absicht ist, die Aufgabe nach der Erfahrung zu stellen und dann zu beweisen, weshalb Körper gezwungen sind, in der gezeigten Manier zu agiren. Das ist die Methode, welche man beobachten muss bei allen Untersuchungen über die Phänomene der Natur. [1] S.22


Die Theorie ist der Feldherr, die Praxis sind die Soldaten. [1] S. 22


Der Interpret der Wunderwerke der Natur ist die Erfahrung. Sie täuscht niemals; es ist unsere Auffassung, welche zuweilen sich selbst täuscht, weil sie Effekte erwartet, die die Natur nicht gibt. [1] S. 22


Es gibt keine Gewissheiten in den Wissenschaften, wo man nicht einige Teile der Mathematik anwenden könnte, oder die nicht davon in gewisser Beziehung abhinge. [1] S. 22


Die Natur allein ist wirklich der Lehrer des wahren Genies. [1] S. 22

Der Mensch des Vitruv, um 1490 Anatomischer Querschnitt einer Frau, um 1507

Kein sinnlich wahrnehmbares Ding kann sich von selbst bewegen, sondern seine Bewegung wird durch Anderes bewegt (dies Andere ist die Kraft, Forza). [1] S. 34, aus Codex N (Paris)


Jede Aktion erfordert Bewegung. [1] S. 34, aus Codex N (Paris)


Ich werde zeigen, dass das Funkeln der Sterne vom Auge herkommt; doch das Glänzen ist bei einigen Sternen merkbarer als bei anderen, und wie das Auge uns die Sterne von Strahlen umgeben zeigt. [1] S. 59


Die Erde wird dem Menschen auf dem Mond oder einem der Sterne als ein himmlischer Körper erscheinen! [1] S. 60


Die Erde ist nicht im Mittelpunkt der Sonnenbahn situirt, ebensowenig in der Mitte des Weltalls. Sie ist in der Mitte der Elemente, welche ihr zugeteilt und von ihr abhängig sind. [1] S. 60

Entwurf einer Spinnmaschine, um 1495 Entwurf einer hydraulischen Maschine, um 1490

Perspektive ist nichts anderes, als einen Ort durch ein flaches durchsichtiges Glas zu sehen, auf dessen Oberfläche alle Dinge gezeichnet sind, die hinter diesem Glas sind und die durch Pyramiden zum Punkt des Auges zusammengeführt werden können, und diese Pyramiden schneiden sich mit dem Glas. [2] S. 46, Manuskript A, Institut de France, Paris


Auch wenn der menschliche Geist mit verschiedensten Hilfsmitteln die verschiedensten Erfindungen hervorbringt ..., wird er nie so schöne, so einfache und so schlichte Kreativität der Natur hervorbringen, bei deren Erfindung nichts fehlt und auch nichts überflüssig ist ... [2] S. 98, Manuskript Windsor Castle, Royal Library 19115r


Wer die Wollust nicht zügelt, gesellt sich den Tieren. [3] Die Begierden. VIL MS. H. IIL FOL. 1 19 f.


Immer müßte die Bewegung des Vogels über den Wolken sein, damit der Flügel nicht sich bade, und um mehr Land zu entdecken und um der Gefahr der Drehungen der Winde innerhalb der Bergschluchten zu entfliehen, wo es immer Ansammlungen und Wirbel von Winden gibt. Und außer diesem, wenn der Vogel sich um und um wälzte, hast du da noch weite Zeit, ihn mittels der schon gesagten Regeln wieder umzukehren, ehe er die Erde erreicht. [3] XLVIII. SP., MS. V. U. FOL. 7 v.


Quellen:
[1] Dr. Hermann Grothe - Leonardo da Vinci als Ingenieur und Philosoph, Berlin, Nicolaische Verlags-Buchhandlung (Stricker) 1874
[2] Spektrum der Wissenschaft - Biographie 1/2000 - Leonardo da Vinci, von Domenico Laurenza
[3] Leonardo da Vinci, der Denker, Forscher und Poet, nach den veroeffentlichten Handschriften Auswahl, Eugen Diederichs Verlag, Jena 1906 (Internet-Archive)

Link: Dr. Hermann Grothe - Leonardo da Vinci als Ingenieur und Philosoph

Zuletzt geändert am 14.11.2012

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