Kalenderblatt vom 14. November

- Kaiser Justinian (der Große, um 482-565, Regierungszeit 527-565) stirbt am 14. November 565 in Konstantinopel. Mosaik in der Kirche San Vitale in Ravenna (Detail)
Geburtstage:
- 1457 (vor 555 Jahren): Beatrice von Aragonien - ungarische Königin
- 1567: Moritz - Prinz von Oranien, Graf von Nassau, holländischer Statthalter
- 1650: Wilhelm III. von Oranien - König von England
- 1668: Johann Lukas von Hildebrandt - österr. Baumeister
- 1719: Leopold Mozart - deutscher Komponist
- 1765: Robert Fulton - amerikanischer Erfinder und Ingenieur
- 1774: Gaspare Spontini - italienischer Komponist
- 1775: Paul Johannes Anselm Ritter von Feuerbach - deutscher Jurist
- 1779: Adam Gottlob Oehlenschläger - dänischer Schriftsteller
- 1797: Sir Charles Lyell - schottischer Geologe
- 1813: Lorenz Brentano - deutscher Politiker
- 1828: Charles Louis Freycinet - französischer Politiker
- 1840: Claude Monet - französischer Maler
- 1852 (vor 160 Jahren): Alfred Lichtwark - deutscher Kunsthistoriker
- 1852 (vor 160 Jahren): Antonio Mancini - italienischer Maler
- 1862 (vor 150 Jahren): Johann Heinrich Bernstorff - deutscher Diplomat
- 1863: Leo Hendrik Baekeland - amerik. Chemiker, Erfinder des Kunststoffes Bakelit
- 1869: Antonio Oscar de Fragoso Carmona - portugiesischer General und Politiker
- 1874: Johannes Schober - österr. Politiker
- 1875: Jakob Schaffner - schweizerischer Schriftsteller
- 1877: Lajos Áprily - (Lajos Jékely), ungarischer Lyriker und Übersetzer
- 1891: Frederik G. Banting - kanad. Physiologe, Entdecker des Insulin (1921), Nobelpreis 1923
- 1885: Sonia Delaunay-Terk - französische Künstlerin
- 1887 (vor 125 Jahren): Bernhard Paumgartner - österr. Dirigent und Komponist
- 1889: Jawaharlal Nehru - indischer Politiker
- 1891: Sir Frederick Grant Banting - kanadischer Mediziner
- 1900: Aaron Copland - amerikanischer Komponist
- 1907: Astrid Lindgren - schwedische Schriftstellerin
- 1907: Leonid Iwanowitsch Sedow - russischer Physiker
- 1909: Joseph Raymond McCarthy - amerikanischer Politiker
- 1910: Eric Lawyson Malpass - englischer Schriftsteller
- 1922 (vor 90 Jahren): Boutros Boutros Ghali - ägyptischer Diplomat
- 1929: Horst Janssen - deutscher Grafiker und Zeichner
- 1932 (vor 80 Jahren): Gunter Sachs - deutscher Industrieller, Filmproduzent und Kunstsammler
- 1935 (vor 77 Jahren): Hussein II. Ibn Talal - König von Jordanien seit 1952
- 1948: Charles - Prince of Wales, britischer Thronfolger
- 1954: Aleksander Kwasniewski - polnischer Präsident 1995-2005
- 1957 (vor 55 Jahren): Wolfgang Hoppe - deutscher Bobsportler
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Ereignisse:
- 565: Der byzantinische Kaiser Justinian I. (der Große, um 482-565, Regierungszeit 527-565) stirbt in Konstantinopel. Justinian I. war am 1. August 527 in Konstantinopel zum Kaiser des Byzantinischen Reiches gekrönt worden, zu seiner Mitregentin ernannte er die ehemalige Schauspielerin Theodora (um 500-548). Während seiner Herrschaft erweitert er die Grenzen des Reiches bis nach Nordafrika und unternimmt den Versuch einer umfassenden Verwaltungsreform, die allerdings scheitert. Erfolgreicher ist er in der Reform der Rechtspolitik - der »Corpus Juris Civilis«, eine Sammlung von Zivil- und Strafgesetzen - wird zur Grundlage der kaiserlichen Herrschaft. Am 27. Dezember 537 weiht Justinian I. die Hagia Sophia (»Heilige Weisheit«) in Konstantinopel (heute Istanbul) ein.
Link: Justinian I. in der Wikipedia
- 1263: In Nischnij Nowgorod (Gorki) stirbt Alexander Jaroslawitsch Newskij (um 1220-1263), Fürst von Nowgorod (1236-1263), Großfürst von Wladimir (1252-1263). 1240 besiegt er die Schweden an der Newa und sichert dadurch die Nordgrenze des Reiches. Von der Bürgerversammlung und dem Rat der Bojaren erhält Alexander von Nowgorod daher den Namen »Newskij«. Unter Batu Khan (um 1205-1256) nehmen die Mongolen am 6. Dezember 1240 Kiew ein und unterwerfen die südwestrussischen Fürstentümer, Nowgorod und das nordwestliche Russland werden jedoch verschont. Die Oberherrschaft der Mongolen wird von Newskij anerkannt. Am 5. April 1242 schlägt er den Deutschen Orden in der »Eischlacht auf dem Peipussee« (Cudskoje ozera). 1251 verhindert er den Versuch von Papst Innozenz IV., eine Union der römischen und der russischen Kirche zu erzwingen und grenzt Russland gegenüber dem lateinischen Westen ab. Er verbündet sich mit den Anführern der »Goldenen Horde« und wird von ihnen zum Großfürsten ernannt. Von der russisch-orthodoxen Kirche wird er wegen seiner nationalen Verdienste 1380 heilig gesprochen.
Link: Alexander Newskij im Heiligenlexikon
- 1716:
In Hannover stirbt der deutsche Philosoph, Mathematiker, Physiker und Diplomat Gottfried Wilhelm Freiherr von Leibniz (1646-1716), das wohl größte deutsche Universalgenie, auch der »Aristoteles des 17. Jahrhunderts« genannt.
Link: Gottfried Wilhelm Leibniz in der Wikipedia
- 1814:
Die Londoner »The Times« ist die erste Zeitschrift, die mit einer so genannten Schnellpresse (Zylinderdruckmaschine) gedruckt wird. Der deutsche Buchdrucker Gottlob Koenig hatte sie 1810 in London patentieren lassen und zusammen mit Andreas Friedrich Bauer weiter verbessert.
- 1831: In Berlin stirbt der schwäbische Philosoph Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831), der einflussreichste Philosoph seiner Zeit. Bekannt wurde er mit seiner »Philosophie des Geistes«, die den Höhepunkt des objektiven Idealismus bildet. Seine Philosophie basiert auf der dialektischen Abfolge These, verneinende (Anti-)these und Versöhnung beider in der Synthese. Hegels Hauptwerk ist die »Phänomenologie des Geistes« (1807).
Link: Georg Wilhelm Friedrich Hegel in der Wikipedia
- 1901 (vor 111 Jahren):
Der Wiener Bakteriologe und Serologe Karl Landsteiner (1868-1943) veröffentlicht in der »Wiener klinischen Wochenschrift« seinen Artikel »Ueber Agglutinationserscheinungen normalen menschlichen Blutes«, in dem er die Entdeckung von drei Blutgruppen - A, B und 0 - bekannt gibt. Auf Landsteiners Anregung entdecken Alfred von Decastello (1872-1960) und Adriano Sturli (1873-1966) 1902 eine vierte Blutgruppe, die am seltensten vorkommene Blutgruppe AB. Karl Landsteiner erhält für seine Entdeckung der Blutgruppen 1930 den Medizin-Nobelpreis. Zusammen mit Philip Levine (1900-1987) entdeckt er das so genannte MN-Blutsystem und 1937 zusammen mit Alexander Solomon Wiener (1907-1976) den Rhesusfaktor.
Link: Karl Landsteiner in der Wikipedia
- 1918:
Der Regentschaftsrat Polens (geschaffen am 12. September 1917) tritt zurück und überträgt Jósef Klemens Pilsudski (1867-1935) die Staatsgewalt. Pildudski, in diktatorischer Stellung, bildet eine provisorische Regierung unter Ministerpräsident Andreas Moraczewski (1870-1944).
- 1922 (vor 90 Jahren): Die British Broadcasting Company (»BBC«), gegründet am 18. Oktober 1922 durch John Reith (1889-1971), nimmt in London ihren Betrieb auf.
Link: History of the BBC
- 1961:
Der FDP-Politiker Walter Scheel (*1919) wird zum ersten Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit ernannt. Das »Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung« - »BMZ« - wird gegründet, um die entwicklungspolitischen Aktivitäten der Bundesrepublik zu bündeln und stärker in den Vordergrund zu stellen. Aber erst durch die Übertragung der Zuständigkeit für die finanzielle Zusammenarbeit mit Partnerländern und in internationalen Organisationen (1972) kann das BMZ eine wirklich eigenständige Entwicklungspolitik gestalten. 1998 wird dem BMZ als letzter großer Zuständigkeitsbereich die Federführung innerhalb der Bundesregierung für die Entwicklungszusammenarbeit der Europäischen Union zugeordnet.
Quelle: Geschichte des BMZ
- 1990 (vor 22 Jahren):
Unterzeichnung des Deutsch-Polnischen Grenzvertrages zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Polen.
»Die Vertragsparteien bestätigen die zwischen ihnen bestehende Grenze, deren Verlauf sich nach dem Abkommen vom 6. Juli 1950 zwischen der Deutschen Demokratischen Republik und der Republik Polen über die Markierung der festgelegten und bestehenden deutsch-polnischen Staatsgrenze und den zu seiner Durchführung und Ergänzung geschlossenen Vereinbarungen (Akt vom 27. Januar 1951 über die Ausführung der Markierung der Staatsgrenze zwischen Deutschland und Polen; Vertrag vom 22. Mai 1989 zwischen der Deutschen Demokratischen Republik und der Volksrepublik Polen über die Abgrenzung der Seegebiete in der Oderbucht) sowie dem Vertrag vom 7. Dezember 1970 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Volksrepublik Polen über die Grundlagen der Normalisierung ihrer gegenseitigen Beziehungen bestimmt.« (Artikel 1 des Deutsch-Polnischen Grenzvertrages, Quelle: Bulletin des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung vom 16.11.1990, Nr. 134, S. 1394)
Link: Deutsch-polnischer Grenzvertrag 1990
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Zuletzt geändert am 29.06.2010