Kalenderblatt vom 23. Mai

- Der schwedische Naturforscher Carl von Linné (Carl Linnaeus, 1707-1778) wird am 23. Mai 1707 geboren. Porträt von Alexander Roslin (1718-1793), 1775.
Geburtstage:
- 1584: Maximilian Graf von und zu Trauttmansdorf - österreichischer Politiker
- 1654: Nicodemus Graf Tessin - schwedischer Baumeister
- 1683: Antoine Pesne - französischer Maler
- 1707: Carl von Linné - schwed. Arzt und Naturforscher
- 1795: Charles Barry - englischer Architekt
- 1810: Sarah Margaret Fuller - amerikanische Schriftstellerin und Kritikerin
- 1848: Ernst von Ihne - deutscher Architekt
- 1848: Otto Lilienthal - deutsch. Ingenieur, Flugzeugpionier
- 1863: Herrmann Obrist - schweizerischer Zeichner, Kunstgewerbler und Bildhauer
- 1873: Leo Baeck - jüd. Religionslehrer, Rabbiner, führende Persönlichkeit des deutsch. Judentums
- 1881: Ludwig Kaas - deutscher Theologe und Politiker
- 1883: Douglas Fairbanks - amerikanischer Schauspieler
- 1887 (vor 125 Jahren): Jakob Steinhardt - Graphiker, schuf Graphikzyklen im express. Stil, 'Zehn Plagen', 'Jüdische Motive'
- 1889: Ernst Niekisch - deutscher Politiker
- 1891: Pär Fabian Lagerkvist - schwedischer Schriftsteller
- 1900: Hans Frank - deutscher Politiker, Militär und Jurist
- 1908: John Bardeen - amerikanischer Physiker
- 1910: Franz Kline - amerikanischer Maler
- 1925: Joshua Lederberg - amerikanischer Genetiker
- 1927 (vor 85 Jahren): Dieter Hildebrandt - deutscher Kabarettist
- 1930: Richard Anuskiewicz - amerikanischer Maler
- 1951: Anatolij Jewgenjewitsch Karpow - russischer Schachspieler
- 1965: Tom Tykwer - deutscher Regisseur, Drehbuchautor und Produzent
- 1991: Lena Meyer-Landrut - deutsche Sängerin, Gewinnerin des 'Eurovision Song Contest 2010' mit dem Lied "Satellite"
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Ereignisse:
- 1498: Der Buß- und Sittenprediger und Dominikanermönch Girolamo Savonarola (1452-1498) wird in Florenz als Ketzer verbrannt. In seinen Predigten hatte er besonders den Reichtum und die Lasterhaftigkeit der Adelsfamilie de'Medici angeprangert und mit Hilfe französischer Truppen aus Florenz vertrieben, wo er 1494 selbst die Macht übernahm. Damit beginnt Savonarolas »Regiment der Sittenzucht«. 1497 verhängt Papst Alexander VI. den Bann über ihn.
Link: Girolamo Savonarola im Heiligenlexikon
- 1618:
Aufgebrachte böhmische Ständevertreter werfen die kaiserlichen Ratsherren Slawata und Martiniz sowie ihren Diener Fabricius aus dem Fenster des Prager Hradschin (sie landen unverletzt auf einem Misthaufen). Der zweite »Prager Fenstersturz« gibt das Signal für den Aufstand der böhmischen Stände gegen den seit 1617 regierenden König Ferdinand II. von Böhmen (1578-1637), in dem sich der protestantische Adel gegen dessen Rekatholisierungspolitik wendet. Der Aufstand führt zum »Böhmisch-Pfälzischen Krieg« (1618-1623), der ersten Phase des »Dreißigjährigen Krieges« (1618-1648).
Link: Prager Fenstersturz in der Wikipedia
- 1701: Der Schotte William Kidd (1645-1701), einer der berühmtesten Seeräuber aller Zeiten, wird auf den Zinnen des Londoner Tilbury Castle gehängt. Seine Leiche wird in Ketten und Eisenreifen gelegt und als grausame Warnung für andere Piraten weithin sichtbar aufgehängt. Ursprünglich im Auftrag des englischen Königs als Piratenjäger vor der Küste von Mosambik tätig, wurde er 1697 selbst zum Piraten, nachdem er im Streit seinen Kanonier William Moore erschlagen hatte.
Link: William Kidd in der Wikipedia
- 1706: In der »Schlacht von Ramillies« (Belgien, bei Namur) besiegt eine englisch-niederländische Armee unter der Führung von Herzog von Marlborough (1650-1722) und Prinz Eugen von Savoyen (1663-1736) die Franzosen und Bayern, die daraufhin die spanischen Niederlanden verlassen müssen.
Zu einem ersten Friedensschluss kommt es erst am 11. April 1713 mit dem »Frieden von Utrecht«.
Link: Der »Spanische Erbfolgekrieg« in der Wikipedia
- 1863:
In Leipzig gründet Ferdinand Lassalle (1825-1864) den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein (ADAV), die erste selbständige Arbeiterpartei. Lassalle, Sohn eines jüdischen Kaufmannes aus Breslau, tritt erstmals 1859 mit seiner Schrift »Der italienische Krieg und die Aufgabe Preußens« politisch in Erscheinung. 1862 betont er in einem Vortrag »Über Verfassungswesen«, dass sich die Arbeiterschaft politische Macht durch das allgemeine Wahlrecht erkämpfen müsse. Lassalle stirbt am 31. August 1864 an den Folgen eines Duells.
Link: Ferdinand Lassalle in der Wikipedia
- 1906: Der norwegische Dramatiker Henrik Ibsen (1828-1906) stirbt in Christiania (heute Oslo). Er gilt mit seinem Gesellschaftsstück »Stützen der Gesellschaft« (1877) als Gründer des modernen Dramas. Weltgeltung erlangt er mit dem psychologischen Drama »Nora oder Ein Puppenheim« (1879). Weitere Werke: »Peer Gynt« (1867), »Gespenster« (1881), »Die Wildente« (1884), »Hedda Gabler« (1890). Der Dichter Christian Morgenstern (1871-1914) übersetzte zwischen 1897-1903 einige der Werke Ibsens ins Deutsche.
Link: Henrik Ibsen in der Wikipedia
- 1915:
Italien erklärt Österreich-Ungarn den Krieg. In geheimen Absprachen mit Großbritannien und Frankreich war Italien als Gegenleistung für diesen Schritt die Annexion Südtirols, Istriens sowie Teile Dalmatiens zugesagt worden.
Link: Italien im Ersten Weltkrieg (Wikipedia)
- 1925:
Filmpremiere von »Die freudlose Gasse« des Regisseurs Georg Wilhelm Pabst (1885-1867). Nach einer Romanvorlage von Hugo Bettauer spielen Asta Nielsen (1881-1972) und Greta Garbo (1905-1990) die Hauptrollen in dem Drama, der das Schicksal von durch die Inflation verarmten Anwohnern einer Straße zum Inhalt hat.
Link: »Die freudlose Gasse« in der Wikipedia
- 1949:
Mit den Worten »Heute, am 23. Mai, beginnt ein neuer Abschnitt in der Geschichte unseres Volkes.« verkündet Konrad Adenauer (1876-1967) das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland. Es wurde vom Parlamentarischen Rat, dessen Mitglieder von den Landesparlamenten gewählt worden waren, am 8. Mai 1949 beschlossen und von den Alliierten genehmigt. Die Verfassung tritt am 24. Mai 1949 in Kraft.
Links: Das »Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland« in der Wikipedia, www.bundestag.de
- 1979 (vor 33 Jahren):
Der bisherige Bundestagspräsident (1976-1979) Karl Carstens (1914-1992, CDU) wird von der Bundesversammlung in Bonn zum neuen Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt (1979-1984). Gegenkandidatin ist die ehemalige Bundestagspräsidentin (1972-1976) und Vizepräsidentin des Bundestages (1976-1990) Annemarie Renger (*1919, SPD). Carstens ist Nachfolger von Walter Scheel (*1919, FDP).
Link: Karl Carstens in der Wikipedia
- 1984:
Der ehemalige regierende Bürgermeister von Berlin, Richard von Weizsäcker (*1920, CDU), wird zum neuen Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt (1984-1994). Er ist Nachfolger von Karl Carstens (1914-1992, CDU).
Link: Richard von Weizsäcker in der Wikipedia
- 1994:
Der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Roman Herzog (*1934, CDU), wird zum neuen Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt (1994-1999). Er ist Nachfolger von Richard von Weizsäcker (*1920, CDU).
Link: Roman Herzog in der Wikipedia
- 1999:
Der langjährige Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen (1978-1998), Johannes Rau (1931-2006, SPD), wird zum neuen Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt (1999-2004). Er ist Nachfolger von Roman Herzog (*1934, CDU)
Link: Johannes Rau in der Wikipedia
- 2004:
Horst Köhler (*1943), ehemaliger Geschäftsführender Direktor des Internationalen Währungsfonds in Washington (IWF), wird zum neuen Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt. Er ist Nachfolger von Johannes Rau (1931-2006, SPD).
»Wir können in Deutschland vieles möglich machen. Aber dazu müssen erst einmal wir uns selbst mehr zutrauen. Und: Wir müssen wieder mehr auf die Kraft der Freiheit vertrauen. Es war diese Kraft, mit der vor 15 Jahren die Menschen im Osten unseres Vaterlandes die scheinbar unüberwindliche Mauer zum Einsturz gebracht haben - einer der großartigsten Momente unserer Geschichte und auch eine stetige Verpflichtung für uns, die innere Einheit zu verwirklichen.« (Ansprache von Horst Köhler vor der Bundesversammlung nach seiner Wahl zum Bundespräsidenten im Reichstagsgebäude, 23. Mai 2004)
Link: www.bundespraesident.de: Der Bundespräsident
- 2009:
Die 13. Bundesversammlung wählt Horst Köhler (*1943) im ersten Wahlgang erneut zum Bundespräsidenten. Er erhält genau die erforderliche absolute Mehrheit von 613 Stimmen. Für die SPD-Kandidatin Gesine Schwan votierten 503 Wahlmänner und -frauen, für den Kandidaten der Linkspartei, Peter Sodann, 91. Für den Kandidaten der rechtsextremen NPD, Frank Rennicke, stimmten offensichtlich nur die vier Vertreter von NPD und DVU. Zwei Stimmen waren ungültig, es gab zehn Enthaltungen. (Quelle: tagesschau.de)
Links: 70 Prozent der Deutschen würden Köhler wählen. – Wie das?, Köhler: "Wir haben alle über unsere Verhältnisse gelebt", Urban Priol über Horst Köhler
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Zuletzt geändert am 29.06.2010