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Erfindungen und Entdeckungen

Schrift

  • um 4.000 v.Chr.: Piktogramme; Sumerer u. Akkader führen »Rechnungsbücher« - Sumer
  • um 3.500-3.000 v.Chr.: Ideogramme u. Phonogramme - China, Indien
  • um 3.000-2.500 v.Chr.: Hieroglyphen, Papyrus - Ägypten
  • um 2.900 v.Chr.: Keilschrift: es gibt etwa 600 Zeichen mit verschiedener Bedeutung
  • um 2.000 v.Chr.: Keilschrift: Phonetisierung der Schrift (Lautwerte) - Sumer, Ägypten
  • um 1.800 v.Chr.: »Gilgamesch-Epos«, in Tontafeln festgehaltene Sage des Königs Gilgamesch (2.750-2.600 v.Chr.) des sumerischen Stadtstaates Uruk-Sumer
  • ab 1.500 v.Chr.: Bilderschrift mit Wortbedeutung - China
  • um 1.500 v.Chr.: Buchstabenschrift mit 22 Zeichen - Phönizien
  • um 1.400 v.Chr.: Pergament - Ägypten
  • 1.400-1.200 v.Chr.: Übernahme der Keilschrift durch die Hethiter (heutige Osttürkei)
  • bis 1.000 v.Chr.: Verbreitung der Keilschrift von Palästina bis Armenien
  • 1.000-700 v.Chr.: Entstehung des griechischen A. aus dem phönizischen Alphabet
  • 8. Jh. v.Chr.: Aramäisches Alphabet (Vorläufer d. hebräischen u. arabischen Schrift) - Syrien
  • 5. Jh. v.Chr.: Griechisches Alphabet mit 17 Konsonanten u. 7 Vokalen - Griechenland
  • 3. Jh. v.Chr.: Lateinisches Alphabet mit 19 Buchstaben - Etrusker, Römer
  • 3. Jh. v.Chr.: Kharosti- und Brahmi-Schrift (daraus entstanden: Devanagari und Sanskrit) - Indien
  • 1. Jh. v.Chr.: Einführung von 'X' und 'Y' - Cicero, Rom
  • um 700 v.Chr.: Hebräische Schrift
  • um 650 v.Chr.: Entwicklung der Kursivschrift - Ägypten
  • 105 n.Chr.: Herstellung von Papier aus Pflanzenfasern - Ts´ai Lun, China (wird bis ins 7.Jh. geheim gehalten)
  • 512/513: Arabische Schrift, Verbreitung ab 622 durch den islamischen Propheten Mohammed
  • um 610: Allah diktiert Mohammed die ersten Texte des Korans, Aufzeichnung um 650 von Mohammeds Nachfolgern in arabischer Schrift
  • um 700: Herstellung von Schreibpapier - Japan, Arabische Länder
  • Mittelalter: Latein in karolingischen, gotischen und humanistischen Schriften in Westeuropa, Entwicklung des kyrillischen Alphabets in Osteuropa
Ein Schulmeister erklärt ein Schriftstück
Hans Holbein d. J. (um 1497-1463): Ein Schulmeister erklärt zwei des Lesens und Schreibens unkundigen Gesellen ein Schriftstück, das sie unterzeichnen sollen, 1516

Zu den ältesten Schriftfunden gehören Tontäfelchen aus der Zeit um 4000 v.Chr., welche man in Sumer, in der Nähe des großen Tempels der Stadt Uruk gefunden hat. Man nimmt an, dass es sich dabei um Teile von Rechnungsbüchern handelt. Dies ist auch wohl der Grund für die Entstehung der Schrift - das Festhalten von Besitz, von Einnahmen und Ausgaben.

Die erste bekannte Schrift ist die Keilschrift. Sie wurde mit einem keilförmigen Schilfrohr in weiche Tontafeln gedrückt. Zunächst stellten die Zeichen bestimmte Dinge oder ein bestimmtes Wesen dar (Piktogramme). Im Lauf der Jahrhunderte verloren diese Zeichen ihre ursprüngliche Bedeutung. Der Sinn der Schrift ergab sich erst aus dem Zusammenhang.

Die Phönizier erfanden um 1.500 v.Chr. das erste echte Alphabet, das aus 22 Buchstaben bestand. Das erste Schriftzeichen hieß »aleph« (=Rind), das zweite »beth« (=Haus). Daraus entstand das griechische Alphabet - aus dem sich wiederum die lateinischen Buchstaben entwickelten.

»The armed alphabet«
»The armed alphabet«, 1857, Quelle: P & P Online Catalog

Links:

Das Gilgamesch-Epos

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Zuletzt geändert am 03.05.2009

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